Die freie Zeit

Ich geniesse meine freie Zeit nach der Arbeit gerade unglaublich. Es ist ein völlig neues Lebensgefühl, nach der Arbeit heimzukommen und dann auch wirklich frei zu haben. Keine To Dos mehr. Keine Gedanken mehr beim Faullenzen am Wochenende, ob ich mein Pensum für das Studium noch schaffe, wenn ich mal eine Stunde in der Sonne liege und lese. Oder Freunde treffe. Oder einfach nur spazierengehe. Oder zur Chorprobe. Auch bin ich ab heute als Fachkraft, als Sozialpädagogin, bei meinem Arbeitgeber angestellt, alles in allem also wunderbar. Die Studentenzeit ist nun endgültig vorbei und das ist gut so.

Als ich aber gestern bei Herrn Nummer Neun seinen Blogpost über seine arbeitsfreie Zeit las, musste ich sehr schmunzeln. Auch hier war es die letzten zwei Wochen nicht sehr viel anders. Was hatte ich mir für die Zeit “nach der Bachelorarbeit” alles vorgenommen! Da waren unter anderem:

  • Schränke ausmisten
  • Das Bad putzen
  • Eine tolle Tasche nähen
  • Für meine Familie und Kollegen kochen und backen.
  • Jeden Tag frisch kochen und viele tolle neue Gerichte ausprobieren
  • Sport treiben
  • viel – und vor allem Geistreiches!! – bloggen
  • Stricken lernen

Getan habe ich:

  • Ein Mal mit meinem Vater gekocht
  • Einen Flug nach London gebucht
  • Aufgeräumt, Fenster geputzt und Staub gewischt, allerdings sieht man davon schon wieder nichts mehr
  • In meinem Sessel gesessen
  • Gestrickt
  • Gehäkelt
  • In der Sonne geschlafen
  • Das eine oder andere Mal joggen gewesen
  • Viel zu viele Stoffe fürs neue Täschchen geshoppt. Wolle auch…
  • Zum ersten Mal seit langer Zeit einen Sonntagsausflug an den Chiemsee unternommen.

Zu mehr war und bin ich nicht fähig, nach der Arbeit umgibt mich momentan stets eine bleierne Trägheit. Auch die Lust zu arbeiten hält sich noch in Grenzen, allerdings ist das immer wie weggeblasen, wenn ich dann tatsächlich in der Arbeit bin und die Jungs und Kollegen sehe. Richtigen Job gewählt. ;) Aber hey, das wird sich alles noch einspielen. Und so lange sitze ich einfach noch ein wenig im Sessel und trinke noch einen Kaffee, diese Woche ist nämlich Spätschicht angesagt und ich mag diese entspannten Vormittage unglaublich. Aber über die Vor- und Nachteile der Schichtarbeit schreibe ich ein anderes Mal.

 

Another Stöckchen!

Obwohl es hier so ruhig ist, werde ich ja derzeit förmlich mit Awards und Stöckchen überschwemmt. Vielen Dank Frau Küchenteufel für dieses zweite Stöckchen, mit dem ich nicht einmal beworfen wurde. ;) Und da seit heute MEIN Wochenende beginnt – Jaja, Schichtarbeit – habe ich jetzt auch Zeit, um die Fragen in aller Ruhe zu beantworten.

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Die Regeln, ähnlich wie eim vorigen Stöckchen:

Bei dem Award geht es darum, sich ein wenig mehr kennen zu lernen, einfach mal zu sagen: “Mir gefällt, was du da machst!” und Blogs mit weniger als 200 Lesern bekannter zu machen. Die weiteren Regeln sind:

• es werden 11 Fragen gestellt, die man beantworten soll
• man verlinkt den Blogger, von dem man nominiert wurde
• man nominiert selbst wiederum 11 Blogger• und stellt diesen dann wiederum 11 eigene Fragen.

Dei Fragen:

  1. Welchen Trend (egal aus welchem Bereich! Mode, Essen, Frisuren, Autos, Smartphones, Musik, Kinder, Möbel, etc.) findest Du furchtbar und welchen machst Du gerne mit oder würdest gerne mitmachen?

Ich liebe diesen Vintage-Trend, den mache ich nur zu gerne mit. Ein Trend, den ich gar nicht ausstehen kann, hmm… Letztes Jahr hätte ich geschrieben Chinohosen, die sehen für mich aus wie eingelaufene Schlafanzughosen. Mit zunehmendem Alter gehen mir allerdings weniger bestimmte Mode- (oder andere) Trends auf die Nerven, sondern solche “Trends”, die sich gesellschaftlich bemerkbar machen. Zum Beispiel ein zunehmender Trend in der Gesellschaft zur Engstirnigkeit, Schubladendenken, über andere herziehen, um sich selber besser zu fühlen usw.

  1. Hast Du ein oder mehrere Haustiere? Wenn ja, erzähl doch mal!

Mit 16 hatte ich mal Ratten. Das war’s dann aber auch. Seitdem kann ich es nicht mehr ertragen, Tiere in eine häusliche Umgebung “einzusperren” (auch wenn ich natürlich objektiv weiss, dass es vielen Hunden, Katzen usw. bei ihren Zweibeinern sehr gut geht). Tiere gehören für mich in Freiheit.

  1. Das beste Essen, das Du jemals gegessen hast oder das Dir in Erinnerung geblieben ist – was war es und wo?

Also, ich habe ja schon einmal im Jahresbericht 2013 erwähnt, dass das leckerste Essen die vietnamesische Nudelsuppe war, die meine Chefin im Praktikum vor einem Jahr für mich (und natürlich das ganze Team) zu meinem Abschied gekocht hat. Die Suppe war verdammt lecker, aber noch mehr hat mich diese Geste berührt. Und diese Suppe hätte schon starke Chancen auf den Titel bestes Essen ever, auf alle Fälle ist sie mir sehr in Erinnerung geblieben. Aber leider leider kocht das beste Essen ever iimmer noch meine Mutter. Manchmal bin ich richtig enttäuscht, wenn ich etwas im Restaurant essen und dann denke: Oh, zuhause hätte es aber interessanter geschmekt. ;)

  1. Bist Du ein To-Do-Listen-Schreiber und erledigst diese dann auch?

Hier fliegen inzwischen mehrere Dutzend To-Do-Listen herum, alleine auf meinem Smartphone habe ich zwei Apps für To-Dos/  Erinnerungen. Aber ja, es wird auch viel davon erledigt, was auf den Listen steht. ;9

  1. Es ist Sonntag. Für Dich ein toller Tag oder der langweiligste der Woche? Hast Du Vorschläge, was man mal machen könnte, wenn man in Deiner Nähe wohnt?

Ganz früher habe ich Sonntage gehasst, die zogen sich immer wie Kaugummi und keiner hatte Zeit. Inzwischen liebe ich Sonntage und bin dann meistens auch selber nicht wirklich “available”. Ich versuche mir an diesem Tag wirklich eine Auszeit zu nehmen und nur Dinge zu tun, die mich entspannen. Sogar Sport und Haushalt versuche ich möglichst Samstag zu ereldigen. Durch die Schichtarbeit werden die Sonntage allerdings wieder gehörig durchgewürfelt werden. Da ich das Wochenende gearbeitet habe und dafür jetzt zwei Tage frei habe, wird mein “Sonntag” morgen sein, also ein Dienstag. ;)

  1. Gehst Du zur Pediküre?

Ja. Ich selber habe für solche Sachen keine Geduld, bei mir muss es im Bad schnell gehen. Allerdings war ich glaube ich im ganzen letzten Jahr höchstens einmal. Man könnte also mal wieder.

  1. Wenn Du in einem fernen Land zum Essen eingeladen wärst und es gäbe sowas wie Schlange, Heuschrecke oder Hühnerfuß – würdest Du probieren oder ablehnen?

Kann ich schlecht sagen. Eigentlich bin ich sehr neugierig und probiere immer gerne neues, möglichst exotisches aus, andererseits glaube ich, wäre bei mir bei Hühnerfuß auch eine gewisse Grenze erreicht. Wohl eher nicht.

  1. Hast Du deinen Traumpartner schon gefunden? Wenn ja, wo und seit wann? Wenn nein, suchst Du danach oder lässt Du dich finden?

Noch nicht gefunden, leider. Sagen wir mal so, ich halte die Augen offen, aber bin oft doch zu schüchtern, den ersten Schirtt zu tun.

  1. Das Buch in Deinem Leben, das Dich am meisten beeindruckt/geprägt/interessiert hat?

Oh je, da gibt es viele, sich für eines zu entscheiden, fällt mir schwer.

  1. Welchen Job würdest Du gern machen?

Den, den ich mache. Und keinen anderen. Niemals nie mehr.

  1. Valentinstag-Verweigerer oder -Liebender?

Ich finde Valentinstag großartig, obwohl ich noch nie einen selber gefeiert habe. Klar liebt man sich 365 Tage im Jahr, klar würde etwas schieflaufen, wenn man sich seine Liebe nur an diesem einen Tag im Jahr zeigen würde. Logisch ist es ein Fest der Blumenhändler und logisch ist es eigentlich alles Humbug. Aber ich bin der Meinung, FEste müssen gefeiert werden, wie sie fallen, warum also sollte es nicht auch einen Festtag der Liebe geben, an dem man sich – nochmal – zeigt, wie gerne man sich hat? Und wenn nicht durch einen Blumenstrauss, dann eben durch eine andere kleine nette Geste.

Danke für die interessanten und spannenden Fragen! Jetzt zu meinen Fragen:

1. Würdest Du Dich trauen, einen Fallschirmspring zu machen? Wenn nein, warum nicht?

2. Ordnung ist das halbe Leben. Bist Du ein Ordnungsfanatiker oder typischer Besuchsputzer?

3. Bist Du politisch aktiv? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?

4. Wenn Du zurückblickst auf Dich mit 18 Jahren, wie siehst Du Dein damaliges ich heute?

5. Kochen oder Backen? Was tust Du lieber? Oder doch am liebsten Pizza-Service?

6. Wochenende, Sonnenschein! Was tust Du am liebsten an einem schönen Frühlingswochenende?

7. Wer ist Dein7e älteste/r Freund7in? Seit wann kennt Ihr Euch? Sandkasten? Kindergarten? Schule? Was schätzt Du besonders an Deine freunden?

8. Dein allerliebster Lieblingsort zum Entspannen ist…?

9. Gibt es etwas, was Du gar nicht ausstehen kannst und sofort an die Decke gehst? Warum?

10. Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung! Trifft das für Dich zu oder bist Du ein Schlechtwettermuffel?

11. Die berühmte Frage: Wenn Du drei Wünsche – und nur drei!! – frei hättst, welche wären das?

Da ich schon einmal einige Blogs verlinkt habe, darf sich dieses Stöckchen gerne aufheben wer mag. Ich würde mich freuen, wenn jemand das Stöckchen aufhebt, mitnimmt und auch einen Kommentar hinterlässt.

Best Blog Award

Die liebe Marie hat mich schon vor einiger Zeit mit einem Award (Ein Award! Ein Award!) und einem Stöckchen beworfen. Leider komme ich aus bekannten Gründen erst jetzt dazu, den Award zu ehren und die Stöckchen zu beantworten, entschuldige bitte, liebe Marie! Es lag nicht daran, dass ich kein Interesse gehabt hätte…

bestblog

So ein hübscher Award! Auch wenn es mich ein wenig erstaunt, dass ich ihn bekommen habe, schließlich komme ich kaum noch zum Bloggen, aber hey! Ich freue mich. Aber leider gibt es nicht nur Awards, sondern auch Arbeit, nämlich 11 Fragen zu beantworten: ;)

1.   Warum wird das Jahr 2014 „dein“ Jahr und worauf freust du dich ganz besonders?

Ha! Eine gute Frage, wie geschaffen für mich. Also: Das Jahr 2014 wird nicht nur mein Jahr, es IST schon mein Jahr! a) Der Traumjob!! b) ein regelmäßiges Gehalt auf dem Konto!!! c) Studienabschluss!!! d) Freiheit, also ein Feierabend nach Dienstschluss!!! (Ich erwähnte das in diesem Blog bereits das eine oder andere Mal…. ;) ) Also das Jahr hat ziemlich fulminant begonnen, jetzt darf es gerne etwas ruhiger weitergehen.

2.  Frühling, Sommer, Herbst oder Winter? Was ist deine Lieblingsjahreszeit?

Der Frühling fasziniert mich am meisten, ich bewundere die Kraft, mit der die Natur spriesst, erblüht und erwacht. Für mich gibt es nichts schöneres als einen kühlen Frühlingsmorgen mit blauem Himmel und zwitschernden Vögel. Allerdings habe ich in den vergangenen Jahren auch an den übrigen Jahreszeiten, vor allem dem Herbst und dem Winter sehr viele schöne Seiten entdeckt.

3.  Was bedeutet „Glück“ für dich?

Glück bedeutet für mich Zufriedenheit, Familie, Freunde.

4.  Welches Buch, das du in den letzten Monaten gelesen hast, hat dich nachhaltig        beeindruckt?

In den letzten Monaten habe ich vor allem Fachbücher gelesen, davon haben mich zwar einige durchaus beeindruckt, aber nicht in dem Sinne, wie es hier gemeint ist. ;) Aber gerade dieses Wochenende habe ich nach der Abgabe endlich einmal wieder ein “gutes” Buch gelesen und das hat mich sehr berührt. Ich griff letzten Donnerstag aus meinem grooooßen Stapel ungelesener Bücher (Zeit! Ich habe endlich wieder Zeit! :) ) einfach wahllos eines herausgegriffen, eigentlich aber mit dem Vorsatz eine schöne und vor allem leichte Lektüre zu finden, die mich von den wissenschaftlichen Höhenflügen der Bachelorarbeit herunterbeamen könnte.

Im Meer schwimmen Krokodile” von Fabio Geda ist die Geschichte eines zehnjährigen Jungen, der von seiner Mutter aus Afghanistan herausgeschmuggelt wird und danach weiter bis nach Italien flieht. Eine unglaubliche Geschichte, unfassbar grausam und zugleich unendliche toll erzählt. Interessanterweise habe ich das Buch letztes Jahr zum Geburtstag bekommen, bin aber jetzt erst dazu gekommen, es zu lesen – so ganz zufällig aus dem Stapel gegriffen. Das ist vor dem Hintergrund bemerkenswert, da ich ja inzwischen seit zwei Monaten auch beruflich mit dem Thema minderjährige Flüchtlinge befasst bin, und so habe ich ständig auch Gesichter dabei vor Augen gehabt. Das war manchmal beim Lesen ganz schön hart… Dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Lesebefehl!

5.   Und welches Buch würdest du immer wieder lesen können?

Früher habe ich sämtliche Bücher wieder und wieder gelesen, heute kann ich das irgendwie nicht mehr, vermutlich weil mein Stapel ungelesener Bücher eh schneller wächst als ich hinterherlesen kann (siehe Frage 4. …) Allerdings ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich meine Astrid-Lindgren-Bücher doch in schöner Regelmäßigkeit hervorziehe und ein weenig durchblättere. ;)

6.   Ebook-Reader, Papierbuch oder beides?

Papierbuch. Sorry, ich kann mir keinen Ebook-Reader vorstellen, mir fehlt die Haptik! Allerdings habe ich eine Kindle-App auf dem iPhone, für die paar Gelegenheiten, wenn es Bücher gratis gibt.

7.   Welche magischen Kräfte hättest du gerne?

Ich hätte gerne die magische Kraft, einen Tag auf 48 Stunden verlängern zu können! So viele schöne Dinge, die man in dieser Zeit machen könnte – nähen, stricken, draussen die Sonne geniessen, backen, lesen (siehe Frage 4. … ;) ) und noch so vieles mehr.

8.   Was isst du für dein Leben gern?

Ganz klar, Pasta und asiatisch – lässt sich ja auch hervorragend kombinieren. ;)

9.   Was sind deine größten Schwächen?

Unsicherheit.

10.  In welches Land wolltest du immer schon mal reisen, hast es aber bisher noch nicht    geschafft?

Ein Land? Im Ernst? EIN Land? Australien, Südafrika, Indien, Chile, Brasilien, Russland (nicht momentan, aber so generell…), Vietenam und ich möchte gerne mal so eine Postkarten-Insel in der Südsee sehen, Malediven (im indischen Ozean) oder Samoa oder so ähnlich. Lustigerweise waren mir große Reisen früher nie so arg wichtig, aber seit Thailand im letzten Jahr bin ich da wirklich angefixt – mit neuem festen Job natürlich ziemlich schlechtes Timing. ;)

11.  Nenne mir deine 3 Lieblingsblogs

Puh, wieder so eine Zahl. Als ob ich mich für drei Blogs entscheiden könnte: Also, ich lese seit vielen Jahren sehr gerne das finnische Tagebuch von Karen, die Frau Gminggmangg und Nummer Neun, souffleurlos, Frau… äh… Mutti, Frau Brüllen und Draußen nur Kännchen. Relativ neu hinzugekommen sind Josephine im Chaos und patty. Außerdem freue ich mich sehr, dass die wunderbare Chrizzo wieder mit dem Bloggen angefangen hat!

Und nun gebe ich das Blogstöckchen an alle die gerade erwähnten weiter, also an die, die Lust darauf haben. Hier kommt die Bedienungsanleitung für Euch:
  • Verfasst einfach einen Post zum Thema, fügt das Bildchen vom Award ein und verlinkt mit demjenigen, der ihn verliehen hat (also mit mir).
  • Beantwortet meine 11 Fragen. Das schafft ihr schon!
  • Denkt euch 11 Fragen aus. Das klappt mit nem Drink am Pool ganz zügig – den hatte ich nicht und es ging auch so gut -
  • Stellt diese bestenfalls 10 Bloggern (habe ich auch nur fast geschafft) und verlinkt deren Blogs bei euch.
  • Et voilà, hier kommen meine Fragen an euch:

1. Worüber hast Du heute gelacht?

2. Welche Art von Urlaub bevorzugst Du? Städtereise, Strandurlaub oder Wandern?

3. Welche Eigenschaften schätzen Deine Freunde an Dir?

4. Was machst Du als erstes, wenn der Frühling da ist?

5. Wenn Du gerade nicht bloggst, wo sonst vertreibst Du Dir die Zeit im Netz? ;)

6. Schokolade, Gummibärchen oder Chips? Oder alle drei? ;)

7. Wofür kannst Du Dich total begeistern?

8. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

9. Wissen Deine Familie / Freunde im echten Leben, dass Du bloggst?

10. Wie kannst Du am besten entspannen?

11. Bist Du nachtragend?

Ein Witz

Heute als Witz gehört, aber leider trifft es nur zu genau die Wirklichkeit:

Ein Kapitalist, ein Bild-Leser und ein Asylbewerber sitzen an einem Tisch. Auf dem Tisch liegen zwölf Kekse. Der Kapitalist nimmt sich elf Kekse und sagt zum Bild-Leser:

“Pass bloss auf! Der Asylbewerber will Dir Deinen Keks wegnehmen!”

 

Tagebuchbloggen 5. März 2014

WHDEDGTG, auch im März wieder das Motto des Tagebuchbloggens bei Frau Brüllen.

7.15 Uhr: Der Wecker klingelt. Ignorieren

8.00 Uhr: Der Wecker klingelt ein zweites Mal. Sofort aufstehen, nicht aber ohne zwei Tassen Kaffee zu inhalieren.

8.30 Uhr: Nach einer Runde Kaffee und Frühstücksfernsehen mache ich mich langsam mal ans Werk.

11.00 Uhr: Ich muss nochmal in die Bibliothek. Vorher frage ich die liebste Freundin, ob sie am Wochenende meine Arbeit mit mir durchsprechen mag. Das finde ich hilfreicher als Korrektur lesen, denn wenn man jemandem etwas mündlich erklären muss, so dass die Person es versteht, dann kommt man sehr leicht auf die Stellen, wo es hakt. Finde ich, die Freundin findet das auch. Dann stellen wir fest, dass sie ja auch in der Nähe der Bibliothek arbeitet und verabreden uns auf einen Mittagskaffee im Hofgarten. Ich drücke meine Bachelorarbeit einmal aus, vielleicht ergibt sich ja eine zeitliche Lücke, um mit dem Korrekturlesen schon einmal anzufangen.

12.00 Uhr: Ich mache mich auf zur Uni, hole ein Buch aus der Unibibliothek ab und laufe dann den Weg zur Staatsbibliothek. Auf dem Weg schaue ich nochmal kurz bei meiner frühere Uni vorbei, aber es sind Semesterferien, keiner da.

13.00 Uhr: Ich bin in der Stabi, was nicht da ist sind sowohl mein Ausweis als auch meine Bücher. Auch mein Kreislauf glänzt heute durch Abwesenheit, mir ist flau und ich bin sehr müde. Also mache ich mich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt mit der Freundin und inhaliere, während ich auf sie warte, einen Espresso Macchiato. Ich sitze mit einem Buch und Espresso und warte auf die Freundin, als mich eine Frau auf meine Lektüre anspricht. Dabei stellt sich heraus, dass sie auch Sozialpädagogin ist und wir plaudern ein wenig.

14.10Uhr: Freundin da, wir auf dem Weg zu einem weiteren Kaffee. ich bin so müde, dass meine Freundin mir den Decke auf dem Kaffee nochmal festdrücken muss.

14.30 Uhr: Wir sitzen im Sonnenschein im Hofgarten und ich klage der liebsten Freundin mein Bachelorarbeitsleid. Das Ergebnis des Leidklagens ist, dass wir beschließen, dass noch zwei zusätzliche Kapitel nötig sind.

15.00 Uhr: Ich mache mich auf den Heimweg. Die Bachelorarbeit in meiner Tasche habe ich natürlich nicht korrekturgelesen, dafür bereits die Gliederung in zwei Punkten wieder geändert. So wird das nichts mit dem Fertigwerden. ich seufze tief.

15.30 Uhr: Ich sitze am Laptop und nehme die besagten Änderungen vor, suche Texte für die zusätzlichen Kapitel, nur um dann festzustellen, dass ich trotz der etlichen Kaffee intus hundemüde bin.

16.15 Uhr: Ich lege mich ein wenig ins Bett und mache ein nach-Mittagsschläfchen.

16:45 Uhr: Ich wache auf und fühle mich hundeelend. Ich habe Kopfschmerzen, mir ist heiss und mir ist übel. Ich versuche einmal aufzustehen, verschwinde dann aber doch schnell wieder im Bett. Nicht ohne zuvor eine Ibuprofen eingenommen zu haben.

17.30 Uhr: Die Ibu zeigt Wirkung, ich sitze wieder am Rechner.

20.30 Uhr: Eine Freundin ruft mich an, selbst die Juristen haben scheinbar nun Feierabend! Ich finde das eine Frächheit und beschliesse, dass ich mir jetzt immerhin mal etwas zu essen machen kann. Inzwischen ist nämlich auch die Übelkeit wieder weg.

21.30 Uhr: Skypen mit dem Bruderherz. Daneben drucken

22.00 Uhr: Bloggen

22.20 Uhr: Weiterarbeiten…

 

Was oder Wie?

Diese Woche las ich zwei Artikel zum Thema Ernährung im Internet, die mich sehr beeindruckt, mir aber auch sehr aus dem Herzen gesprochen haben. Essen als Ersatzreligion und ein Plädoyer für mehr kulinarische Weitsicht von nutriculinary.com.

Das spricht mir so sehr aus der Seele, denn die Frage, was und wie man isst, die muss jeder sich selber stellen. Ich kann nichts weniger ertragen, als Leute, die versuchen andere Leute zu missionieren. Und auch die Frage, ob man tote Tiere isst, muss jeder sich selber stellen. Was für mich aber nach der Lektüre der beiden Texte bleibt und für meinen Geschmack noch essentieller ist, ist nicht das WAS, sondern das WIE im Vordergrund steht. Es geht mal wieder um die Frage, ob nicht ein glückliches Weiderind aus dem Allgäu das Ökosystem weniger schädigt als kilometerweite Soja-Monokulturen in Südostasien. Die Antwort ist für mich hier: Darum geht es nicht, sondern es geht um verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, um Regionalität, um die Auflösung von Monokulturen – EGAL ob beim Fleisch oder beim Gemüse, Getreide oder Obst.

Ob ich grundsätzlich etwas an meinen Ernährungsgewohnheiten, also an dem WAS ändern werde, das weiß ich derzeit noch nicht. Aber ich kann etwas an dem WIE ändern, nämlich zum Beispiel öfters mal im Bioladen einkaufen und auf regionale und saisonale Produkte achten.

Und das kann ich gleich morgen anfangen.

Master

Schlagwörter

Da sich dieses mein zweites Studium ja nun ziemlich bald dem Ende nähert, wird es höchste Zeit, sich über ein neues Studium Gedanken zu machen! Ich dachte entweder an Psychologie, Medizin oder Architektur. Was meinen Sie? Was würden Sie mir empfehlen? Ich brauche schnell ein paar Tipps, das nächste Wintersemester startet schon im Oktober!

Nein, nein, das ist natürlich nur ein Scherz. Um nicht zu sagen DER familieninterne Running Gag. Es gab zwar durchaus mal Überlegungen, wie viele Studiengänge zwischen Abitur und Rente passen, diese waren dann aber doch nur theoretischer Natur. Ich bin in dieser Sache sowieso nicht zu einem endgültigen Ergebnis gekommen, also hab ich’s gelassen. ;)

Ich bin momentan eher im Gegenteil heilfroh, wenn es vorbei ist. Allerdings muss ich dennoch zugeben, dass nicht alle Studienpläne so ganz ausgeschlossen sind. Es gibt natürlich zu (fast) jedem Bachelor noch einen Master. Und der schwirrt hier dann doch immer wieder in der Luft, in den Gedanken und in den Gesprächen herum.

Als ich anfing, Soziale Arbeit zu studieren, dachte ich nur daran, möglichst schnell mit diesem Studium fertig zu werden, um endlich endlich arbeiten zu können. Ich brauchte eine pädagogische Qualifikation, aber wollte keinesfalls für diese weiter fünf Jahre meines Lebens investieren und mich auf harten Stühlen in Hörsäälen von Dozentengeblubber einlullen lassen. Ich wollte eigentlich arbeiten, nur ich brauchte da eben noch so ein Abschlusszeugnis, um den Traumjob ausüben zu können. Also Augen zu und durch.

Dann kamen das Traumpraktikum und die liebsten Kollegen. Einer der liebsten Kollegen ist Türke und studiert den Masterstudiengang Soziale Arbeit. Er spricht ziemlich perfektes Deutsch, dennoch ist es von der Alltagskonversation bis zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit natürlich noch ein kleiner Schritt und so kam es, dass ich ihm öfters geholfen habe, Studienarbeiten zu schreiben oder korrekturzulesen. So habe ich auch viel mitbekommen, was im Master gelernt wird und das hat mich bedeutend mehr gelehrt als das, was wir so alles im Bachelor lernen. Hauptsächlich nämlich blablabla, ich erwähnte das womöglich hier im Blog in den letzten drei Jahren das eine oder andere Mal… Seufz,

Und so erwuchs dann still leise und heimlich doch die Sehnsucht nach einem Masterstudium. Aus dem einfachen Grund, weil es mir fachlich etwas bringt, weil ich denke, dass ich so besser arbeiten kann. So hoffe ich zumindest. Diese Sehnsucht wurde noch genährt, als die Uni im vergangenen Jahr beschloss, einen neuen Masterstudiengang einzuführen, der wie ich finde für mich passt wie kein anderer. Ich könnte nochmal sehr viel an Diagnostik und Psychologie lernen, das fehlt mir bisher so sehr.

Nun arbeite ich seit drei Wochen und studiere nebenbei, das heisst, ich versuche es. Abends, am Wochenende, an meinen freien Tagen. Das ist ein ziemlich furchtbarer Zustand, obwohl ich nur ca. 75% oder weniger arbeite. In der übrigen Zeit versuche ich irgendwie eine Bachelorarbeit zu schreiben, 1000 Dinge nebenbei zu erledigen, noch eine (letzte!!) mündliche Prüfung zu absolvieren… Erschwerend kommt hinzu, dass es der erste Job ist, dass auch abends, am Wochenende, an meinen freien Tagen, wenn ich am PC sitze und eigentlich Text fabrizieren sollte, die Gedanken immer wieder zum Jobdings wandern und grübeln. Habe ich mich in Situation X richtig verhalten? Wie geht es dem Jugendlichen Y? Hätte ich mit Z strenger/ konsequenter/ nachsichtiger umgehen sollen? Das ist denke ich normal für die erste Zeit im ersten Job, erleichtert das Ganze aber nicht unbedingt. Und so bin ich also zur Zeit ziemlich gereizt, schiele neidisch auf meine beiden Kollegen, die schon seit einem halben Jahr mit dem Studium fertig sind und nach getaner Arbeit so etwas wie einen FEIERABEND haben und schimpfe bei eben jenem “Feier”Abend ein klein wenig vor dem PC vor mich hin. Zum Glück ist dies ein zeitlich begrenzter Zustand, sogar ein auf wenige Monate begrenzter Zustand. Aber ich kann Ihnen versichern, dass ich heilfroh bin, wenn dieser Zustand vorüber ist.

Und ich kann Ihnen ebenfalls versichern, dass es zumindest für dieses und nächstes Jahr ersteinmal KEINE weiteren Studienpläne geben wird. Gedanken daran, nicht 75%, sondern 100% zu arbeiten und noch nebenbei abends, an Wochenenden und an meinen freien Tagen zu studieren und dies nicht nur wenige Monate, sondern ein paar Jahre, rufen bei mir momentan eher Panikattacken und Herzflimmern hervor, ich könnte also behaupten, das Thema Studium ist erst einmal durch…

… aber fragen Sie mich doch einfach in zwei oder drei oder fünf Jahren nochmal. Denn Sie wissen ja: Es bleibt immer spannend! ;)

Die kleinen Dinge

Es sind die kleinen Dinge, die einen aus Energie- und Zeitmangel völlig unspektakulär geplanten 31. Geburtstag zu etwas Großem werden lassen.

Es sind die liebsten Ex-Kollegen, die wenn man sich am Geburtstagsmorgen aus dem Bett quält um mal wieder in der ehemaligen Praktikumsstelle auszuhelfen, sich alle erinnert haben und die eine ganze Schulklasse dazu gebracht haben, mir ein Ständchen zu singen.

Es sind die allerbesten Freunde, die wenn man völlig unspektakulär abends mit der Familie bei einer kleinen Brotzeit zusammensitzt, einfach so spontan als Überraschungsbesuch auftauchen.

Es ist die kleine Lieblingscousind, die mir über WhatsApp ein selbstaufgenommenes Geburtstagsständchen schmettert.

Es sind solche lieben Überraschungen, die mehr wert sind als alles andere. Weil sie genau das zeigen, was man den Leuten wert ist.

Danke. Von Herzen.

So viele!

Erkenntnisse der zweiten Arbeitswoche: So viele neue Kollegen. So viele Jungs. So viele unterschiedliche Charaktäre. So viele Geschichten, so viele Namen. So viele Eigenheiten, so viele liebenswerte kleine Macken.

Aber vor allem: So eine tolle Arbeit!

Neujahrsvorsätze

Langjährige Leser des Ansku-Blogs wissen, dass es hier keine Neujahrsvorsätze gibt. Obwohl, das eine oder andere Pfündchen könnte schon….?

Aber auch dieses Jahr gibt es wieder eine Menge “Vorsätze”, also Dinge, die ich unbedingt machen möchte. Und nachdem das mit der Erfüllung dieser Vorsätze schon im letzten Jahr so gut geklappt hat, werde ich auch jetzt wieder ein paar Träumsche und langgehegte Wünsche aufschreiben. Der größte Wunsch, der Traumjob, ist natürlich jetzt schon erfüllt und vorerst zählt sowieso nur, den Jobeinstieg gut zu schaffen und daneben *hust* mal eben schnell eine Bachelorarbeit zu schreiben. Aber für die Zeit “danach” gibt es viele kleinere Wünsche und Pläne, die dringend in die Tat umgesetzt werden möchten!

1. Nach London reisen. Seit November lebt das allerbeste Bruderherz in London und natürlich ist das Vermissen groß. Eigentlich wollte ich ganz gediegen zum Christmas-Shopping nach London fliegen ihn schon im Dezember besuchen, aber dann kamen einige Dinge wie u.a. eine Operation dazwischen und ich verschob das auf unbestimmte Zeit. Also auf die Zeit nach der Bachelorarbeit. London ist ja immer einen Besuch wert, der letzte liegt hier schon ca. 15 Jahre zurück. Höchste Zeit also für “immer einen Besuch wert”!

2. Berlin sehen und sterben. Es ist kaum vorstellbar, wie viele Menschen aus dem schönen München weg und nach Berlin ziehen! Nichtsdestotrotz möchte ich diese Stadt – und natürlich eben jene Menschen – sehr sehr gerne einmal wiedersehen. Auch der letzte Besuch in Berlin ist schon etwas länger her, so ca. 2005.

3. Urlaub in Finnland machen. Die letzten Besuche sind auch schon wieder zwei Jahre her und waren allenfalls Stippvisiten. Kaum Zeit, um ausgiebig mit Freunden zu quatschen und Finnland zu geniessen. 10 Tage sind daher das Minimum, am liebsten wieder zu Mittsommer!

4. Stricken lernen. Erst *huch* kam das Nähvirus, dann *huch* kam das Häkelvirus, danach schwor ich mir, dass es jetzt reicht mit Handarbeiten, da sowieso schon so viel Zeit – und Geld – dafür drauf geht. Ich werde also nie und nimmer auch noch Stricken lernen. Falsch geschworen, bei einem Besuch bei der Verwandtschaft im Oktober übernahm das einfach meine Tante für mich und zeigte mir die ersten Schritte… äääh… Maschen. Jetzt bin ich sehr sehr neugierig, habe aber – aus Gründen* – bisher noch darauf verzichtet, hier Strickzeug anzuschaffen. Sowieso wird nach der Abgabe wieder sehr viel mehr hier genäht werden, die letzte Patchworkdecke ist ja nun auch schon seit knapp einem halben Jahr fertig! ;)

5. Aus dem letzten Jahr nehme ich den guten Vorsatz mit, wieder eine Sprache zu lernen. Da ich in einem interkulturellen Umfeld arbeitet, bietet sich das sowieso an. Wie sich allerdings ein Sprachkurs mit Schichtdienst vereinbaren lässt, muss ich noch herausfinden. Aber ich bin da zuversichtlich.

5. Ich möchte – jetzt wo monatlich ein festes Gehalt auf meinem Konto eingehen wird – bewusster einkaufen. Ich achte jetzt schon bei Lebensmitteln auf Qualität und kaufe z.B. Wurst nur noch ca. einmal im Monat und dann möglichst von einer Quelle, die vertrauenswürdig ist. Das würde ich gerne ausbauen und z. B. öfters mal komplett im Bioladen einkaufen. Mal sehen, wie sich das in den Alltag (und in meinen Kontostand) integrieren lässt.

Das sind die wichtigsten Wünsche für 2014. 2014 wird ein Jahr, in dem ich zum ersten Mal seit langer langer Zeit keine Studentin mehr sein werde, sondern einfach meine Arbeit mache und abends nach Hause gehe und dann Zeit für mich habe. Kein Uni-Kram mehr nach der Arbeit, das wird eine völlig neue Erfahrung. ;)

Es gibt viel zu tun!

* Bachelorarbeit.

2013 in Bildern

Januar

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Der Januar beginnt fulminant! Endlich die 3 davor! Und obwohl ich mich nicht vor dem Älterwerden fürchte, sollte ich im Laufe des Jahres noch eines Besseren belehrt werden. Es gibt viel vorzubereiten…

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…und einen wundervollen Geburtstag mit den Kollegen in der Arbeit

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…vielen kleinen lieben Überraschungen von Herzmenschen…

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… und einer tollen Beachparty im Januar! IMG_5037IMG_5042

Es wintert ganz schön

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… aber dafür nimmt das Projekt Patchworkdecke endlich konkrete Formen an!

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Am Ende des Monats gibt es noch eine tolle Veranstaltung. IMG_5030

Februar

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Projekt Patchwork nimmt erste Formen an. Gut bedeckt bin ich jedenfalls schonmal!IMG_4982

Jetzt ist es um mich geschehen, ich bin dem Häkelfieber verfallen und weiß nun endgültig nicht mehr, wie ich mich an den Wochenenden zweiteilen soll. IMG_5245

Ansonsten ist es ein eher trauriger Monat, der Abschied von den liebsten Kollegen naht. Aber davor wird nochmal viel genäht und getan! IMG_5292

März    IMG_6598

Das Praktikum ist vorbei, der Winter noch lange nicht. Die Rückkehr an die Uni ist…. sagen wir mal anstrengend. Was mir noch nie im Leben passiert ist, tritt nun ein, ich vermisse die Arbeit. Ansonsten hab ich jetzt genügend Zeit für Projekt Patchwork.IMG_5301

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Ich entschließe mich, einen langgehegten Wunsch wahr werden zu lassen und fange in einem Chor an. Ich bin auf Jobsuche und hätte nie geglaubt, dass es so schwer sein kann, einen popeligen Studentenjob zu finden.

Beim Projekt Patchwork beginnt nun der schwierige und langwierige Teil, das Quilten. Wie lange es noch dauern sollte, bis ich das gute Stück endlich bekuscheln darf, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Davor muss erstmal viel Stoff durch eine kleine Nähmaschine…

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Und der Osterhase kommt! Bei Frau Ansku kommt er in Form von drei zuckerniedlichen Langohren aus dem Nähstübchen gehoppelt.

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Mai

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Der Mai ist verregnet….

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Zwischendurch aber reißt auch mal die Sonne auf, und die Natur erscheint in all ihrer Pracht. Das finde ich wundervoll, endlich kann ich wieder fotografieren!

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Und abends auf dem Balkon sitzen! IMG_5875

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Juni

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Auch der Junii ist immer noch verregnet. Hochwasser.

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… was ich aber gar nicht so schlecht finde, denn bei zu heißem Wetter mag ich nicht joggen gehen.

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Manchmal aber gibt es nach einem guten Lauf ein paar Sonnenstrahlen zur Belohnung! IMG_6396

Ein grandioses Referat, welches mich schließlich und endlich zum Thema meiner Bachelorarbeit führt.

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Am Ende des Monats gibt es die zweite GartyParty, die wieder ein voller Erfolg wird.

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…. und bis in die frühen Morgenstunden geht.

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und ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk wird eingelöst: Frau Ansku hoch zu Roß … äh … Kamel! durch die bayrische Prärie!  Kamereiten_19_2013-07-28

Juli

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Ein neuer Job, welcher alsbald unter dem Namen Job-Desaster in die Geschichte eingehen wird. IMG_6510 Das Sommersemester neigt sich dem Ende zu.

Die heranrollenden Semesterferien nutze ich für eine neues Projekt. Nicht, dass die Patchworkdecke bereits fertig wäre, nein, aber Frau Ansku bildet sich nunmal eine Häkeldecke ein, also muss ein Häkeldecke her!

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August

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Eines der Highlights in dem Jahr: THAILAND!!! So viele unvergessene Bilder…

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September 

Wiesnzeit!

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Zeit, die letzten warmen Sommertage am Lieblingsfluss zu geniessen. Das Wiedereinleben in Deutschland fällt mir unerwarteterweise ziemlich schwer und Fernweh ist ein ständiger Begleiter.

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Die Patchworkdecke wird endlich fertig und bevor es kalt wird, kann ich mich so richtig darin einkuscheln!

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… und noch ein zweites Projekt aus dem Nähstübchen wird endlich fertig, eine Wickeltasche für eine Herzensfreundin

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Oktober 

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Am Anfang des Monats geht es gen Norden ins schöne Sauerland, endlich mal wieder die Verwandtschaft besuchen!

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Ich besuche endlich endlich die lange Nacht der Museen in München!   IMG_1271 IMG_1272 IMG_1273

Start ins letzte Semester! IMG_1287

Ich bekomme ein ganz besonderes Paket von einer ganz besonderen Person. IMG_1393

November

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Der November ist arbeitsreich und ereignislos. Ich habe leider kein Photo für Sie.

Das Bruderherz verlässt die Stadt und bricht auf zum Doktorieren nach London. Der Abschied fällt allen schwer, auch wenn es nur bis Weihnachten ist, aber… Unser Leseprojekt für straffällige Jugendliche an der Hochschule bekommt gleich zwei Preise. Alle sind sehr glücklich. Ich begreife allmählich, dass das Job-Desaster bei Don Jefe II keine Zukunft hat und begebe mich – mal wieder – auf Jobsuche. Dieses Mal solls der Traumjob sein.

Dezember

Nach einer kleinen gesundheitlich bedingten Auszeit starten Frau Ansku und Mutter Ansku in die Weihnachtssaison mit einem grandiosen PlätzchenbackeventIMG_1664.

bei dem ich mich mal wieder wie Kind fühlen darf!IMG_1680

Der Winter hält Einzug, aber irgendwie auch nicht so richtig. IMG_1705 IMG_1706 IMG_1748

Bei der Jobsuche bin ich weitaus schneller erfolgreich als gedacht. Eine Bewerbung, ein Vorstellungsgespräch und rechtzeitig zu Weihnachten trudelt die Sensationsnachricht des Jahres ein: Der Traumjob. 2014 kann kommen!!!

…äh nein, erstmal ja Weihnachten!

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September

Jahresrückblick 2013: 2013 in Zahlen

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Jetzt! Endlich! Jahresrückblickssaison, nun auch im Ansku-Blog!

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Ich gebe eine 7. Das Jahr war über weite Strecken ziemlich zäh, anstrengend und auf der Stelle tretend. Ich schrieb schon mal vom Aufräumen, das war wichtig und richtig, aber eben auch mühsam. Aber es gab auch einige großartige Highlights wie die Thailand-Reise und als krönenden Abschluss DEN Traumjob. 2014 kann kommen!

2. Zugenommen oder abgenommen?
Ich zitiere 2012: Zugenommen. Sie wissen ja, ich halte nichts von Vorsätzen….

3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Gefällt mir deutlich besser.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Sehr viel weitsichtiger. Mit vielen aufgeräumten Altlasten und ein Stückchen weiser.

5. Mehr Kohle oder weniger?
(Ich zitiere 2012:) In der zweiten Jahreshälfte das ganze Jahr deutlich weniger.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Am Anfang des Jahres Traumjob, dann Job-Desaster, dafür jetzt wieder Traumjob. Ich finde, so etwas nennt sich ausgleichende Gerechtigkeit.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Ungefähr gleich viel.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Selbstbewusstsein.

9. Mehr bewegt oder weniger?
In der ersten Jahreshälfte sehr viel mehr, ich habe mich sogar in ein Fitnessstudio getraut! In der zweiten Jahreshälfte dann leider krankheits- und stressbedingt sehr viel weniger.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Halsschmerzen von Juni bis Dezember und eine Grippe ausgerechnet in der letzten Praktikumswoche. Außerdem jede Menge Zipperlein als Rache dafür, dass ich vorher nicht an den körperlichen Verfall der Generation Ü30 geglaubt habe…

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Halsschmerzen (mal wieder…)

12. Der hirnrissigste Plan?
Der hirnrissigste Plan 2013 wurde im Sommer geboren und heute, am 30. Dezember 2013, noch in die Tat umgesetzt. Mit Freunden 9 Stunden lang sämtliche U-Bahn-Strecken Münchens abzufahren – hin und zurück, versteht sich, ja? Aber lustig war’s!! ;)

Der zweithirnrissigste Plan war wohl, zwei Wochen vor Abflug einen Flug nach Thailand zu buchen, aber auch dieser Plan war ein guter, denn ich bekam einen Direktflug zum gleichen Preis wie ein Flug mit Umsteigen. Ha!

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Keine gefährliche Unternehmung, eventuell könnte man den Rückweg durch die Dunkelheit über die Felsenküste mit unadäquatem Schuhwerk auf Ko Samet als gefährlich bezeichnen. Muss man aber nicht.

Ich werde wohl alt. ;-)

14. Die teuerste Anschaffung?
Ein Flug nach Thailand.

15. Das leckerste Essen?
Die vietnamesische Nudelsuppe, die meine Chefin zu meinem Abschied gekocht hat.

16. Das beeindruckendste Buch?
Wie immer viel zu viele, um sie alle hier aufzuzählen.

17. Der ergreifendste Film?
Da hat sich im Gegensatz zu 2012 nicht viel geändert, Greys und Breaking Bad. ;) Allerdings war ich tatsächlich dieses Jahr zwei Mal im Kino, “Fack ju Göthe” war zwar nicht im engeren Sinne ergreifend, aber irgendwie doch schon. Und ein paar Tricks für meine Arbeit im neuen Jahr konnte ich mir auch gleich abschauen. ;)

18. Die beste CD?
Emeli Sandé – Our version of events

19. Das schönste Konzert?
Leider keines.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mir. Tat aber auch mal sehr gut. Meiner Familie und Freunden

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Meiner Familie und Freunden

22. Zum ersten Mal getan?
Eine Fernreise unternommen, einen Langstreckenflug überlebt, alleine in Bangkok gewesen.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Operiert worden und im Chor gesungen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Das Deja-Vu mit Don Jefe, aber andererseits auch wiederum nicht.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das ich die richtige für den Job bin.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Für eine Freundin ein Stück aus der Carmina Burana umgedichtet.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Reise nach Thailand, die Beachparty und der Traumjob

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wir möchten Sie gerne einstellen.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
weiß ich nicht

30. Dein Wort des Jahres?
Das hat sich erst auf den letzten Metern herauskristallisiert. Nachdem ich schon im Herbst überlegt hatte, welches Wort Chancen hat, zum Wort des Jahres zu avancieren, kam es jetzt ganz plötzlich, einfach und klar kurz vor Weihnachten einfach so um die Ecke: Es ist “Kollegin”.
Als ich die liebste Praktikums-Kollegin anrief, um ihr die frohe Botschaft vom Traumjob mitzuteilen, da sagte sie sofort: Wow, super, Kollegin! Und das stimmt, wir sind nämlich beim selben Arbeitgeber, nur in verschiedenen Bereichen.

31. Dein Unwort des Jahres?
Hier zum Wort des Jahre gewählt, für mich Unwort des Jahres sowohl in der Sache als auch die Abkürzung: GroKo

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
So viele geliebte Blogs haben Bloggersdorf verlassen. Das ist jammerschade. Stellvertretend für viele liebgewonnene Blogs seien hier Nord & Süd und Gminaggmangg erwähnt, die eisern und standhaft Bloggersdorf treu bleiben!

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!

2012; 2011, 2010; 2009, als ich mich weigerte, das Stöckchen auszufüllen; 2008; 2007;

Frohe Weihnachten

Die letzten Geschenke sind verpackt, die letzten Vorbereitungen sind getroffen, jetzt ist es soweit. Weihnachten! Ich wünsche Ihnen allen, alte und junge Leser, langjährige und neu hinzugekommene, alleine oder mit der ganzen Großfamilie, Ihnen allen da draußen wünsche ich ein glückliches und großartiges, strahlendes, ausgelassenes oder auch bescheidenes Weihnachtsfest. So wie Sie es mögen. Machen Sie es Sich gemütlich und lecker und haben Sie ganz unvergessliche, friedliche, erholsame Feiertage mit Zeit zum Genießen und zum Innehalten, zum Entschleunigen und für die Liebsten. Haben Sie es nur gut! ❤

Ich denke auch an die, die heute arbeiten müssen. Ärzte, Krankenschwestern, Betreuer, Pfleger, Zugfahrer, Busfahrer und so viele mehr. Ich wünsche Ihnen da draußen ebenfalls ruhige Weihnachtstage und Momente zum Innehalten und Freuen.

Mit den allerbesten Wünschen
Ihre und Eure Ansku, verschnupft aber happy as can be!

Aufgeräumt

Vor Beginn der offiziellen Blog-Jahresrückblick-Saison (die im TV ist ja nun auch schon wieder vorbei), kann ich feststellen, dass das Jahr 2013 ein Jahr des Aufräumens war. Es war stellenweise sehr zäh und forderte sehr viel Geduld, aber ich habe auch sehr viel gelernt und sehr viele Dinge geordnet. Das war besonders im Herbst mit dem Job-Desaster sehr anstrengend und nervenaufreibend. Andererseits habe ich auch daraus viel gelernt, unter anderem weiß ich nun, dass es IMMER besser ist, sich einzumischen und laut seine Meinung zu äußern. Wenn niemand das tut, kommen am Ende solche Strukturen raus wie im Job-Desaster, wo keiner mehr sich traut, etwas entgegenzusetzen, wo nur noch Macht und Kontrolle herrschen und die Menschlichkeit vergessen scheint.

Den Job bin ich nun los, ein paar andere kleine (gesundheitliche) Sorgen ebenso, viele Dinge sind nun geklärt, sortiert, liegen offen auf dem Tisch, Altlasten aufgeräumt. Und als Belohnung für all dieses Aufräumen trudelte hier am Freitag ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk ein: Der erste richtige Job! Bis zu meinem Abschluss in Teilzeitanstellung, danach fest, in Vollzeit und unbefristet. Beim Wunsch-Arbeitgeber, die Wunsch-Stelle im absoluten Wunsch-Arbeitsfeld und ach, überhaupt…

Es gibt wohl gerade auf dieser Welt keinen Menschen, der glücklicher sein kann als ich!!

Tagebuchbloggen 5. Dezember

Da ich für die nächsten zwei Wochen krankgeschrieben bin, klingelt heute für mich kein Wecker. Ich wache um 7.20 Uhr auf, aber draußen ist es noch dunkel, deshalb drehe ich mich noch einmal “kurz” rum. Das nächste Mal wache ich dann allerdings erst um 9.00 Uhr auf, das war auch nicht so geplant…

Ich mache mir einen Kaffee und verziehe mich nochmal eine halbe Stunde ins Bett zum Häkeln. Danach räume ich bei einem zweiten Kaffee die Schränke im Flur und beim Schreibtisch aus und wische sie gründlich aus. Ich brauche mehr Platz! Danach frühstücke ich, das habe ich mir verdient nach 2 Stunden Putzen und Räumen. Eigentlich würde mich jetzt die Bachelorarbeit an den Schreibtisch rufen, aber das Fleisch ist schwach. Ich werde zunehmend nervös, morgen steht ein wichtiger Tag bevor. Mantra: Morgen um diese Zeit ist alles schon vorbei. Morgen! Die folgenden Stunden tigere ich zwischen PC, Fernseher, Wäschekeller und Bett hin und her ohne etwas wirklich produktives zustande zu bringen. Ich hasse Warten.

Um 16 Uhr dann hält mich nichts mehr in der Bude und ich muss sowieso nochmal zu einem Termin in die Hochschule. Der Spaziergang zur Ubahnstation in der untergehenden Sonne tut gut.
Das Gespräch in der Uni verläuft richtig gut, nach diesem bisher eher bescheidenen Tag die erste richtige Freude. Leider nur hatte ich den ganzen Tag keinen Appetit und bemerke erst beim Verlassen des Hauses das große Loch in meinem Magen. Das rächt sich in den folgenden zwei Stunden. ;)
Auf dem Heimweg beschließe ich daher, trotz Krankschreibung einen Umweh über den Weihnachtsmarkt einzulegen und mir mein Abendessen dort zu holen – der Kühlschrank wäre eh leer und ich habe keine Lust zu kochen. Gerade zu Hause angekommen und die Wäsche aus dem Trockner geholt rufen die besten Eltern dieser Welt an und fragen, ob ich auf ein Glas Wein vorbeikommen will. Klar will ich, Wein ist das Heilmittel erster Wahl gegen Nervosität und Stress jeglicher Art. Nach zwei Gläsern, 1,5 Stunden und einem gemeinsamen Skype-Telefonat mit dem Bruderherz in London mache ich mich wieder auf den Heimweg.
Danach wird nur noch die Tasche für morgen gepackt und geduscht, schließlich klingelt morgen der Wecker erbarmungslos um 6.15 Uhr. Andererseits – ich muss eigentlich bei dieser ganzen Sache morgen nur schlafen, so what? ;)

Bleibende Werte II

Es passiert zugegebenermaßen nicht mehr oft, aber neulich warf ich einen Blick in die Statistik dieses Blogs. Und dabei fiel mir auf, dass dieser Artikel sehr häufig angeklickt wurde. Ich wusste nicht mehr, was ich damals geschrieben habe und hab mir den Artikel noch einmal durchgelesen.

Zuerst war ich ein wenig traurig und bestürzt, denn wie schon in dem Artikel beschrieben, ist es mit dem Geld für den Uniabschluss ähnlich ergangen wie mit dem Abiturgeld. Es ist einfach irgendwie so versickert. Das Geld, was ich damals zum Abschluss bekommen habe, ist weg. Ich bin nicht verreist, ich habe mir auch keine Möbel gekauft. Auch keinen Schmuck oder Geldanlage, oder sonstiges, was man als “Wert” bezeichnen könnte. Das machte mich ein bisschen traurig, ich habe es wieder nicht geschafft, das Geld “zusammenzuhalten”.

Aber einen Tag später fiel mir plötzlich etwas auf: Natürlich habe ich einen bleibenden Wert geschaffen, auch wenn und gerade weil das Geld so für Alltäglichkeiten versickert ist. Ich habe ein zweites Studium absolviert und einen Traumberuf gefunden. Das ist ein Wert, den mir niemand niemals nie wieder wegnehmen kann. Der mich Tag für Tag glücklich macht und mein Leben erfüllt, der mich zu dem macht, was ich heute bin.

Ich habe gelebt. Danke liebe Familie, ich liebe Euch so sehr!

(Und lustigerweise fragten mich genau vor zwei Wochen auch meine Eltern nach dem Geld, weil nun das Bruderherz sein Studium beendet hat und denselben Betrag erhalten sollte. Allerdings wusste zunächst keiner von uns mehr, wie viel ich damals bekommen hatte, aber mit etwas Recherche haben wir es wieder herausgefunden.)

Wo die wirklichen Probleme liegen

Diese Woche führte ich im Auftrag einige Interviews mit fünf “gewaltbereiten” jungen Männern, die für einen sozialen Trainingskurs angemeldet waren. Also die, die allgemein gerne als “die bösen Jungs” bezeichnet werden. Es handelte sich dabei um Fragebögen, aber auch so in den kurzen Gesprächen mit den Jungs waren alle äußerst zuvorkommend und höflich zu mir. Einige erzählten mir auch ein wenig über ihre Probleme und einige hätte ich am liebsten in den Arm genommen, u.a. einen afghanischen Jugendlichen, der erst seit 1,5 Jahren in Deutschland ist und sich so unglaublich bemüht, die Sprache zu lernen, eine Ausbildung zu finden etc. Ich finde das faszinierend.

Am Abend traf ich mich mit einer Herzensfreundin. Wir redeten über dies und das und ich klagte ihr mein momentanes Job-Desaster. Dann erzählte ich ihr von den Jugendlichen und dass ich eigentlich sehr begeistert von ihnen war. Ich überlegte so hin und her, dass diese Jugendlichen doch nicht so böse sind wie es immer heißt. Dass sie einfach in verdammt schwierigen Umständen aufwachsen und dass die Leute, die die wirklichen Probleme haben doch woanders zu finden sind, z. B. solche Chefs, die vor lauter Macht und Zwang und Kontrolle keinem Mitarbeiter Luft zum Atmen lassen.

Die Herzensfreundin hörte zu und stellte dann ganz einfach und klar fest: Aber dann hast Du doch die Gewissheit, dass Du in Deinem Beruf den richtigen hilfst, statt solche miesen Systeme zu unterstützen.

Oh ja, die habe ich.

Tagebuchbloggen 5. November

Es ist mal wieder der 5. eines Monats und Frau Brüllen fragt: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” und hat den 5. eines jeden Monats zum Tagebuchblogging-Tag ausgerufen.

6:30 Uhr vom Weckerklingeln geweckt werden, nochmal herumdrehen, dann feststellen, dass ich doch erstaunlich wach bin und aufstehen.
7:00 Uhr viel zu früh fertig angezogen sein, aber die Zeit vertrödeln und dann trotzdem irgendwie zu spät aus dem Haus gehen.
7:38 Uhr mit erbeutetem Frühstück in der Ubahn sitzen. Pünktlich geht anders.
8:04 Uhr bei den Lieblingskollegen ankommen, wo ich heute mal wieder ausnahmsweise arbeiten darf. Fast pünktlich, puh.
9:30 Uhr Pause. Nutze diese, um einen Termin für heute Abend in der Uni auszumachen und einen anderen (Chorprobe) dafür abzusagen.
12:00 Uhr Kinder weg.
12:30 Uhr Kollege und ich beim Mittagessen. Der Currywurst schmeckt auch nicht mehr wie früher.
13:00 Uhr Sitzen zusammen für die Auswertung des heutigen und Planung des morgigen Tages.
14:00 Uhr Abschied, gottseidank nur bis morgen.
15:00 Uhr ich trinke eine heisse Schokolade in der Sonne und streunere danach noch durch einige Läden, immer diese Zeitlücken. Immerhin bleibt der Geldbeutel dieses Mal in der Tasche.
16:05 Uhr ich mache mich auf den Weg zur Uni.
16:30 Uhr in der Uni, Zeit zum Lesen… Äh, Bloggen.
17:00 Uhr #waitingformyJugendlicher
17:30 Uhr #stillwaitingformyJugendliche
17:45 Uhr Jugendliche nicht da. That’s life oder auch: business as usual. Mit der Dozentin abklären, wie es nun weitergeht.
17:50 Uhr Ich kann einen anderen Fall übernehmen. Nach etlichem Hin und Her und langen Spaziergängen durch die Uniflure habe ich dann auch das Buch für den Fall.
18:00 Uhr Feierabend. Ich verlasse die Uni unverrichteter Dinge. Ob ich wohl noch joggen gehe?
19:00 Uhr Kurzer Abstecher zum Supermarkt. Dabei stoße ich auf die Aktion von Rewe, bei der man eine Tüte Lebensmittel für die Tafel kaufen kann und kaufe ebenfalls begeistert eine Tüte.
19:45 Uhr zuhause. Und wieder die Frage nach dem Joggen… Dabei bin ich so müde und es ist so kalt.
20:00 Uhr Wettergott, I love you! Die Frage nach dem Joggen hat sich soeben erledigt. Das gibt jetzt sicher mieses Karma oder so, auf alle Fälle aber ein paar Kilo mehr auf den Hüften.
20:15 Dusche, Bier, Bett, TV. Irgendwann zwischendurch noch kurz Brote schmieren für morgen früh, denn der morgige Tag wird ähnlich verlaufen und ähnlich früh beginnen wie dieser, und dann sinke in die Kissen.

Wenn es hier momentan etwas ruhiger ist…

… so liegt das daran, dass das Real Life mal wieder etwas aufregender ist.

Langjährige und erfahrene Leser des Ansku-Blogs erinnern sich vielleicht noch an Don Jefe? Erinnert sich jemand noch daran? Genau so etwas hab ich jetzt wieder: Willkürliche Stundenkürzungen, Blossstellen von Mitarbeitern und so weiter. Ich werde an diesem Ort nicht ausführlicher werden, aber es ist wahrlich eine Freude. Das Schöne daran ist, dass ich drei Jahre nach Don Jefe herzhaft drüber lachen kann, dass ich weiß, dass ich im Recht bin und mich korrekt verhalten habe und mich auch arroganten Chefs gegenüber zu wehren weiß. Das Schlimme daran ist, dass es trotz allem viel Zeit, viel Nerven, viel Energie, viel Adrenalin frisst und das nur wegen eines 2-Tage-Jobs. Das Schlechte ist ebenfalls der Zeitpunkt. all das Adrenalin, die Nerven, die Energie und natürlich nicht zuletzt meine Zeit sollte ich eigentlich in die Bachelorarbeit stecken. Glück für mich geht mein Vertrag nur noch bis Mitte Dezember, Pech für mich hatte ich gedacht, dass ich mir mit der Suche nach einer Anstellung als Sozialpädagogin noch Zeit lassen kann bis nächstes Jahr…

Bisschen viele Baustellen also gerade, aber es ist alles gut und es wird alles gut. Und dann habe ich auch wieder mehr Zeit zum Schreiben.

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