Bewegtes und Bewegendes

Dinge gibt’s…

November 20, 2009 · Kommentar schreiben

Wenn das Büro in der Privatvilla vom Chef ist, dann kann es schon mal passieren, dass man zur Arbeit kommt und plötzlich vor verschlossenen Türen steht.

So geschehen heute morgen. Der Plan war extra früh zu kommen und dafür auch eine halbe Stunde früher zu gehen, DENN immerhin erwartete mich heute nachmittag mein Zweitjob und ein kleiner Rest Besuchsputz, noch eine Menge Kleinkram und dies und das, was erledigt werden möchte. Also stand ich statt um 9 Uhr immerhin um kurz nach halb 9 vor der Haustür und klingelte. Als keiner öffnete, dachte ich noch, die Frau des Chefs bringt schnell die Kinder zur Schule und kauft noch schnell was ein oder so ähnlich. Leider öffnete um 9 Uhr immer noch niemand die Tür, ebensowenig um 9.15 Uhr. Der Chef war in London und auch per Handy nicht erreichbar. Das Problem an der Sache war, dass ich heute mein erstes selbstorganisiertes „meeting“ ;) hatte, eine Dame von einer Personalvermittlung wollte um 10 Uhr kommen. Als es langsam auf 9.30 Uhr zuging und ich immer noch (bei strahlendem Sonnenschein und 15 Grad immerhin nicht unangenehm, dafür leider mit voller Blase) vor der Haustür stand, rief ich den weltbesten Vater an und bat ihn, mir im Internet die Nummer der Dame herauszusuchen. Natürlich zu spät, sie war bereits nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz. Dennoch regten sich in mir leise Hoffnungen, dass das Treffen nicht zustande kommen würde und ich, wenn weiterhin keiner im Haus anzutreffen ist, ja doch vielleicht gehen könnte.

Also wartete ich und wenige Minuten nach 10 Uhr betrat tatsächlich eine junge Dame, kaum älter als ich das Grundstück. Sie fragte mich dann, ob wir nicht auch das bei einem Kaffee besprechen könnten, sie könnte mir ja die Arbeitsweise der Personalvermittlung auch in einem Café erklären. Notgedrungen willigte ich ein und wir machten uns auf die Suche nach einem Café. Das Gespräch selber dauerte nicht lange, in etwa so lange wie die Suche nach einem Café in einem Münchner Vorort auch deshalb, weil ich nur sehr lückenhaft Auskunft geben konnte, was genau wir suchen, nur was wir NICHT suchen. ;)

Da das Auto der Dame aber immer noch vor dem Haus des Chefs stand, begleitete ich sie zurück. Gerne hätte ich mich einfach an der Abzweigung zur S-Bahn-Haltestelle verabschiedet, aber das wäre irgendwie zu peinlich gewesen und so ging ich nochmal zum Haus zurück, wo ich dann ganz zufällig vor dem Haus die Frau des Chefs antraf. Sie entschuldigte sich auch mehrmals, dass ich vor verschlossenen Türen gestanden hatte. Die Ursache des Ganzen war, dass sie dachte, dass ich jeden Tag um 8 Uhr anfange und um 8.20 Uhr, als ich nicht da war, das Haus verlassen hatte.

Also ging ich wohl oder übel hoch ins Büro. Inzwischen war es fast 11 Uhr und ich hatte den festen Vorsatz, trotzdem früher zu gehen, weil ich ja auch früher gekommen war und meine Schuld war diese Verzögerung nicht. Im Gegenteil, ich finde es sehr sehr nett von mir, dass ich über eine Stunde dort gewartet habe. Ich erledigte also peu a peu meine Aufgaben, besonders viel war es heute nicht einmal. Ich fing an, die Minuten zu zählen…

Und jetzt raten Sie mal, was passierte: Genau, wenige Minuten vor 12 Uhr rief mein Chef aus London an.

„Frau Ansku, können Sie mal bitte meinen Boarding Pass ausdrucken und nach London faxen. Und wenn Sie schon dabei sind, dann können Sie auch gleich noch den Terminkalender für meine Meetings heute mit folgenden Adressen (…*diktiert Adressen*…) aktualisieren und ebenfalls faxen. Außerdem muss ich noch wissen, wie ich zum nächsten Meeting komme, welche U-Bahn-Station ist da die nächste? Die Faxnummer ist 0044-123455677 und bitte verwenden Sie ein ausgefülltes „cover sheet“! Was ist mit dem Termin mit meinem Bewerber heute um 17 Uhr? Noch keine Bestätigung da? (nach längerem Suchen findet selbige sich um Posteingang des Chefs) Rufen Sie den an und klären Sie, wo wir uns treffen. Wie, Sie erreichen den nicht? Dann schreiben Sie ihm eine Email und eine SMS…“

Gegangen bin ich dann 20 Minuten später als meine eigentliche Arbeitszeit endet, 13.20 Uhr.

So ein verrückter Tag. Ich bin wohl eindeutig zu nett und zu pflichtbewusst, aber dafür weiss ich jetzt: Früher ins Büro zu gehen um schneller fertig zu werden lohnt sich nicht. Es sei denn, man ist scharf darauf, genau die Zeit, die man früher gehen wollte, an die eigentliche Arbeitszeit dranzuhängen. ;)

Morgen um 9 Uhr und keine Minute früher. Vielleicht steigen damit auch meine Chancen, pünktlich den Besuch empfangen zu können.

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Abgehakt

November 19, 2009 · 2 Kommentare

* Wohnung besuchsgeputzt, das Bad blinki-blitzi saubergescheuert, einen Grundstand an Lebensmitteln eingekauft, die Gästematratze *hust* entstaubt. Vergessen, meine Eltern nach einer zweiten Garnitur Bettwäsche zum Leihen zu fragen. *Häkchen hinter*

* Letztes Wochenende der weltbeste Vater und der weltbeste Bruder extra für den Besuch (!) einen neuen Klospülkasen angebracht. der alte hat dann nach ca. 30 Jahren doch irgendwann schlappgemacht.*Häkchen hinter*

* Touriprogramm steht fast. Und der Besuch hat auch versprochen, brav den München-Stadtführer mitzubringen, damit ich wieder daraus vorlesen und somit geschickt mein Unwissen vertuschen kann. *Häkchen hinter*

* Den festen Vorsatz gefasst, morgen entgegen aller bösen Angewohnheiten der letzten Zeit um Punkt 13 Uhr und keine Minute später aus dem Büro zu gehen, um 13.10 Uhr (naja, da gehören immer zwei dazu…) die S-Bahn zu besteigen und um 13.39 Uhr (naja, da gehören immer zwei dazu…) am Hauptbahnhof zu stehen und den ICE aus Hamburg-Altona einrollen zu sehen. *to do*

* freigenommen und -bekommen bis (mindestens) Montag mittag. (Hören Sie mich jubeln? 86 Stunden ohne mein Büro!)  *Häkchen hinter*

* Sämtliche beruflichen Pflichten aus drei verschiedenen Jobs heute weitestgehend abgearbeitet, so dass morgen nach Dienstschluss nur noch ein ganz klitzekurzer Besuch in der Uni fällig wird und jetzt auch dementsprechend k.o. und platt wie eine Flunder. *Häkchen hinter*

* Beine hochlegen und freudig erwartungsvoll durchschnaufen. *Häkchen hinter*

-> Fast Alles fertig für den lieben Wochenendbesuch!

Liebe Lottea, herzlich willkommen! Ich freue mich, dass es mit uns geklappt hat und bin schon sehr gespannt auf das Wochenende!

(Gleich zwei Treffen in einem Jahr, wow! Soviel haben wir in den letzten fünf Jahren insgesamt hingekriegt!)

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edschssdlschadschssss

November 19, 2009 · 4 Kommentare

Sprechen Sie doch bitte mal eczaciyim [das c wie "dsch" wie in "Dschungel", das z stimmhaft wie in "summ summ", y wie "j"] aus, dann sag ich Ihnen auch, was das bedeutet.

(Hat heute im Kurs für extreme Zungenverknotungen und Lachanfälle gesorgt.)

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Lichtblicke im November

November 18, 2009 · Kommentar schreiben

Öfters mal statt sich in den überfüllten Bus zu quetschen zur Fuß zur U-Bahn laufen oder von der Bahn nach Hause und dabei laut einen wiedergefundenen und gerne gehörten Ansku-tune mitsingen ohne sich darum zu kümmern was andere Leute auf der Straße denken, hebt die Stimmung ganz ungemein:

Ultra Bra – Sinä lähdit pois (Du bist weggegangen)

(Auch wenn man sich manchmal am nächsten Tag für solche Ausrutscher in der Musikauswahl Ohrwürmer schämen muss, ich brauch sowas ab und zu zum laut Mitgröhlen, unkontrolliert durchs Zimmer tanzen usw.)

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Aus dem Fenster geblickt

November 18, 2009 · 1 Kommentar

Schon vor einiger Zeit warf mir Frau Zimtapfel ein Stöckchen zu, welches ich natürlich gerne beantworte, es dauert nur alles zur Zeit etwas bei mir…

Das ist der Blick aus dem Fenster im Flur/ Schreibtischecke, so ähnlich sieht es auch im Bad aus.

.. und solch schöne Sonnenuntergänge sehe ich zur Zeit aus dem Fenster meines Zimmerchens. Die Einfahrt gehört zu unserem Garten, alles dahinter zu Nachbars Garten.

Noch schöner finde ich den Blick aus dem Bürofenster – leider nicht mein Fenster, sondern das des Chefs. Im Oktober war vor dem Fenster ein Traum in Gelb, über die gesamte Fensterfront, leider finde ich das Photo nicht mehr. :(

Ich werfe das Stöckchen weiter an Frau Agichan (wenn sie wieder gesund ist), Muckeltiger, Imke, Familie Schwaner und Chrizzo. Wenn Ihr wollt…?? :)

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Z wie…

November 18, 2009 · Kommentar schreiben

Mal wieder viel zu spät, ich komm hier zu gar nichts!

Z wie Zwillinge

Diese netten Zwillinge haben mich während der letzten paar Wochen immer auf dem Weg zur Bushaltestelle begrüßt. Natürlich hatte ich, als sie tatsächlich einmal erleuchtet waren, meinen Photoapparat nicht dabei…

Z wie zynisch??

Auch wenn es sehr gemein aussieht, ich habe das Photo so nicht drapiert. Ich lag lesend im Bett und als ich mich nach einem neuen Stück Schoki aus dem Bett beugen wollte, da lag die tatsächlich ganz zufällig so da. Wie fies!

So, und obwohl ich mal wieder der ABC-community meilenweit hinterherhinke: Bei Z ist noch nicht Schluss!  Ich habe mir fest vorgenommen, auch noch etwas zu ä, ö, ü und was es da noch so an Umlauten gibt zu fotografieren und zu posten! Da fühle ich mich fast ein bisschen bei meiner Sprachwissenschaftlerehre gepackt. ;) Es gibt soviele wundervolle Laute und Buchstaben, die hier noch nicht berücksichtigt wurden, aber mir fällt schon noch etwas ein!

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Suchtverhalten

November 17, 2009 · 2 Kommentare

Zu Koffein-, Chips-, Schoki-, Prosecco- und Internetsucht begrüßen wir hiermit aufs herzlichste seit etwa zwei Wochen ganz neu:

Schokocroissant-Sucht.

Ich habe ständig Heißhunger auf Schokocroissants, fast täglich zur Zeit. Sobald ich aus dem Büro heraustrete, nur noch ein Gedanke: Schokocroissant.

Und wie behandelt man sowas? Muss ich mir jetzt einen Therapeuten suchen, der auch Backwaren-Süchtige behandelt?

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Chef – Deutsch, Deutsch – Chef

November 16, 2009 · 12 Kommentare

Wenn ich für meinen Chef Dokumente ablege, dann steht rechts oben auf dem Dokument nicht, in welchen Ordner das Dokument gehört, sondern in welchen „File„.

Wenn ich für meine Chef eine Kontenübersicht mache, dann ist das keine Kontenübersicht, sondern ein „Dispo Sheet.“

Wenn ich die Ordner für Personalangelegenheiten und Recruiting holen will, dann suche ich nach „Personnel“ auf dem Ordnerrücken.

Und so weiter.

Sorgt zwar bisweilen für Erheiterung bei Frau Ansku, wie affektiert diese Geschäftssprache doch sein kann selbst wenn man nur zu zweit und keine englischsprachige Person im Büro angestellt ist, gelegentlich auch für aufgerollte Zehennägel vor lauter Schaudern in meinem kleinen Sprachwissenschaftler- und Sprachpuristenherz über soviel Kauderwelsch-Denglish, aber bisher noch alles verständlich.

Letzte Woche aber wollte ich die Filter des Wasserentkalkers wechseln und suchte verzweifelt nach den Ersatzfiltern. Nicht zu finden. Chef an dem Tag gerade out of office, also fragte ich beim nächsten Telefonat nach, wo denn die Wasserfilter sind.

Chef: „Na, die sind doch da im Zimmer auf dem Highboard. Ich hab sie doch neulich erst dahin gestellt!“

Frau Ansku: „Oh. Hätte ich die sehen müssen? Und was in aller Welt ist ein Highboard? Ach ja, gut, dann such ich die dort. Wunderbar, danke Chef. Einen schönen Tag noch Chef.“ :)

Frau Ansku legt das Telefon auf und überlegt fieberhaft, was denn nun ein Highboard sein könnte und wo in unserem Büro sich ein solches befindet. Schließlich kommt sie zu dem Schluss, dass ein Highboard ein relativ hohes Regal sein muss, vielleicht sogar etwas ähnlich wie ein Sekretär oder ein Stehpult? Auf alle Fälle wohl ziemlich edel, wenn es schon Highboard heißt. In meinm Zimmer steht sowas sicherlich nicht, da steht nur ein billiges Regal mit Büromaterial. Also begibt sich Frau Ansku auf die Suche in das Büro des Chefs, durchkämmt dort sämtliche Regale und findet tatsächlich ein ziemlich hohes, fast schon sekretärähnliches Ding. Aber auch hier keine Wasserfilter.

Letzten Freitag dann, der Chef ist wieder da und erkundigt sich nach den Wasserfilter. Frau Ansku gesteht kleinlaut, dass sie sie nicht gefunden hat.

Chef (leicht genervt): „Aber die müssen doch da sein, in dem Highboard!“ dreht sich um und geht gezielten Schrittes in Frau Anskus Büro, verschwindet hinter der Tür in der Ecke…

Ach so, in dem ollen Billy-Regal für Bürokrams sind die Wasserfilter!!

:lol:

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Bestätigung

November 15, 2009 · Kommentar schreiben

Auch wenn es vermutlich hier schon weithin bekannt sein dürfte, für’s Protokoll hier nochmal: Ich liebe die Musik Shakira, über alle Maßen. Ich liebe sie für vor allem für ihre wunderbaren, poetischen Texte. Und obwohl ich ja eigentlich von der ersten neuen Single aus dem neuen Album nicht wirklich viel hielt und die zweite Single ganz hörbar, aber beileibe nicht mit Shakiras früheren Werken vergleichbar fand, kam es dann plötzlich vor etwa eineinhalb Wochen auf der Homepage eines namenhaften Internetversandes zu unkontrollierbaren Zuckungen in meinem rechten Zeigefinger und wenige Klicks Tage später flatterte das neueste Werk von Frau Shakira hier ins Haus.

Die Enttäuschung in den ersten paar Tagen war groß, inzwischen nach einer Woche habe ich mich wohl so sehr daran gewöhnt, dass ich den meisten Liedern etwas abgewinnen kann, jedoch so richtig Dauerbrenner-Ohrwurm-Stimmung wie bei den letzten Alben kam bisher noch nicht auf. Tanzbar sind die meisten Songs, das kommt mir sehr entgegen, ich mag es momentan lieber etwas bunter, schneller und bewegter. Mit dem „tanzbar“ kam aber leider auch sehr viel Einfluss aus der internationalen Musikwelt einher, einige Lieder klingen schon sehr nach Beyoncé und der ganzen bekannten R&B – Riege. Das widerum ging natürlich teilweise – nicht komplett, aber öfters – auf Kosten von Shakiras individueller Mischung aus lateinamerikanischen, arabischen und Rockeinflüssen.

Und zu meiner allergrößten Enttäuschung suche ich auch weitest gehend vergeblich nach Vergleichbarem mit ihren früheren Texten, die in so schönen Worten so perfekt Gefühle ausdrucken konnten. In den Genuss dieser Texte kommt man am ehesten, wenn man ihre alten Songs aus den Anfängen ihrer Karriere anhört, ich kann da z.B. „Grandes Exitos“ (Große Erfolge) empfehlen. Die zwei englischsprachigen Alben „Laundry Service“ und „Oral Fixation Vol.2″ sind zwar auch sehr nett anzuhören und textlich durchaus gut gemacht, sind aber dennoch nicht wirklich gleichwertig wie die früheren spanischen.

Ein Vergleich:

Antologia

para amarte necesito una razon
y es dificil creer que no exista
una mas que este amor
(…)
y aprendi a quitarle al tiempo
los segundos tu mi hiciste
ver el cielo aun mas profundo junto
a ti creo que aumente mas de
3 kilos con tus tantos
dulces besos repartidos
dessarollaste mi sentido
del olfato y fue por ti que
aprendi a querer los gatos
(…)
pero olvidaste una final
instruccion porque aun
no se como vivir sin tu amor

Übersetzung (frei nach Frau Ansku):

Um Dich zu lieben brauche ich einen Grund

und es ist schwer zu glauben, dass da noch ein anderer

existieren sollte als diese Liebe

(…)

und ich habe gelernt, mir von der Zeit die Sekunden zu nehmen,

Du hast mich dazu gebracht, in die Tiefen des Himmels zu sehen.

Gemeinsam mit Dir habe ich glaube ich drei Kilo zugenommen mit Deinen

ständigen süßen Küssen.

Du hast meinen Sinn für Parfüm entwickelt

und es war für Dich,

dass ich gelernt habe Katzen zu lieben.

(…)

Aber Du hast eine finale Anweisung vergessen, weil

ich immer noch nicht weiss, wie man ohne Deine Liebe leben soll.

Auf Spanisch klingt das ganz noch etwas poetischer als auf Deutsch, das mag aber auch an meiner Übersetzung liegen. ;) Aber auch auf Laundry Service findet man noch solche bilderreichen Texte, z.B. in Poem to a horse

(…)

I’ll leave again
Cuz I’ve been waiting in vain
But you’re so in love with yourself
If I say my heart is sore
Sounds like a cheap metaphor
So I won’t repeat it no more

I’d rather eat my soup with a fork
Or drive a cab in New York
Cuz to talk to you is harder work
So what’s the point of wasting all my words
If it’s just the same or even worse
Than reading poems to a horse

(…)

Die neue Platte dagegen hält sich mit Platitüden, Allgemeinplätzen und vom Sinn her bereits 1000 mal in der Popwelt geschmachteten Zeilen wie „Let’s get physical.“, „Something’s coming on, coming on strong / Don’t take too long / Don’t you wanna know / Baby come home.“ oder „One more / Night with you / I won’t / Think it through / Time’s money / But you knew / Nothing in the world / You can think of / That I won’t do to you.“ nicht zurück. Ein Beispiel:

„Good stuff“

Tell me all your wishes
I am here to make them true, don’t wonder
You don’t have to rub a lamp
‘Cause I’ll take care of you

Nobody knows, nobody knows
Nobody knows, nobody knows

Tell me what you think I’m one of your kind
You know a girl like me is difficult to find
I bet you’ve never seen nothing like this before
I bet you’ve never met someone who loved you more

You know that I’m a witch and I can read your mind boy
Where do I have to sign
I’m on a board

Schöne Texte gibt es, gelegentlich, aber man muss sie suchen. Das, was von allem meiner Meinung nach textlich und musikalisch noch am ehesten von allem an die frühere Shakira herankommt und Frau Ansku regelmäßig zum Mithüpfen veranlässt, ist „Mon amour“

Und noch etwas fällt auf: An manchen Stellen merkt man bei „Whenever, whatever“ deutlich, dass der Song eigentlich auf die spanische Version „Suerte“ (Glück) zugeschnitten war, der Rythmus, der Klang, alles passte viel besser zu „Suerte“, man merkte dass Frau Shakira in ihre eigenen Muttersprache, in der sie sich sicher fühlte sang und nach ein paar Mal Hören der Originalversion war eigentlich klar, dass „Whenever, whatever“ eine auf den Song angepasste Übersetzung war. Es gibt für mein Gehör immer wieder kleine Haken im Rythmus oder im Text. Einen direkten Vergleich und eine kleinen Ahnung, was ich meine, bekommt man vielleicht hier bei diesem Experiment. Auf dem neuen Album sind von den zwei Singles „She Wolf“ und „Did it again“ und einem weiteren Song („Why wait“) die spanischen Versionen enthalten und als ich die entdeckte und freudig-erwartungsvoll anhörte, wurde ich derbe enttäuscht: „Lobo“ (Wolf) und „Lo hecho está hecho“ (Das Getane ist getan.) passen für mein Gefühl irgendwie so gar nicht zur Musik, der Text hört sich an wie auf einem anderen Band als die Musik: Manchmal habe ich das Gefühl, die Silbenanzahl einer Liedzeile passt aber gar nicht zum Takt oder ich habe das Gefühl, es wird absichtlich ein anderes Wort verwendet, um den Rythmus passender zu machen, nicht so wie früher, wo eigentlich jedes Wort an der Stelle wo es war passte.

Ich bin natürlich kein Musikexperte und kann das alles nicht beweisen, aber ich war jetzt schon einige Male beim Hören der CD etwas irritiert von den Übersetzungen und meinte, mich verhört zu haben. (Vielleicht macht es manchmal etwas aus, was man zuerst hört? Aber eigentlich habe ich bei allen dieser Songs zuerst die englische Version gehört.)

So, jetzt sitz ich hier mit meinem neuen Album und muss mir eingestehen, dass sowas wie früher wohl doch nicht mehr kommt und dass manche Dinge einfach nicht oder nur sehr bedingt wiederholbar sind. Ich wollte es vorher nicht glauben, also musste ich mich selber davon überzeugen, nur blöd, dass der Spass mich gleich 12,99 Eur gekostet hat. Schade.

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Licht und Schatten

November 15, 2009 · Kommentar schreiben

Heute hier leider alles grau in grau, aber diese Photos hatte ich noch von einem Herbstspaziergang vor zwei Wochen. Ich hab mal mit Licht und Schatten herumexperimentiert.

(so rein phototechnisch ist der Herbst ja schon eine phantastische Jahreszeit – wenn’s nur nicht immer so früh dunkel wäre… ;) )

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Lichtblicke im November (2)

November 14, 2009 · 3 Kommentare

Winterzeit ist Puzzlezeit und Frau Ansku ist ziemlich ziemlich puzzleverrückt (wie schon letztes Jahr). Immer gut dabei, ein helles, buntes, fröhliches Sommermotiv zu verwenden, das vertreibt auch gleich die grauen Gedanken.

Das hier war eigentlich ein „Quickie“ für „mal so zwischendurch“, obwohl man eigentlich keine Zeit hat zum Puzzeln. 1000 Teile, ausgeliehen von einer Freundin, fertiggestellt in zwei Wochen – hauptsächlich zwei Wochenenden, weil ich unter der Woche, wenn ich erst abends im Dunkeln heimkomme nicht mehr oder nicht mehr so lange bei künstlichem Licht puzzeln mag. Dafür musste ich aber trotzdem jeden Morgen, bevor ich zur Arbeit ging, wenn es schon hell war, wenigstens kurz an meinem mal wieder zum Puzzeltisch umfunktionierten Schreibtisch vorbeigehen und wenigstens ein kleines Teilchen an seinen richtigen Platz einsetzen. Die paar Minuten muss Zeit sein.

(Ob ich mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag wohl mal 5000 3000 Teile wünschen soll?? Dazu muss ich aber ersteinmal ein Platzproblem lösen.)

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Max Mustermann und seine Verwandten

November 11, 2009 · 6 Kommentare

Anfrage einer lieben Freundin beim benachbarten großen Internetnetzwerk, was denn „Matti Meikäläinen“ bedeutet. Matti Meikäläinen bedeutet frei übersetzt „Matti Unsereiner“ und ist ähnlich wie Max Mustermann in Deutschland ein Platzhalternamen.

Beim Googlen fand ich dann noch eine Liste von Platzhalternamen in vielen verschiedenen Sprachen und sowas darf natürlich dann auch der Bloggerwelt nicht vorenthalten werden. Der kleine Sprachwissenschaftler in uns allen kann daraus wieder interessante Details zur Namensbildung in verschiedenen Sprachen und Kulturkreisen erkennnen, hach schön!

Einen schönen Mittwoch noch!

Ihre Frau Ansku Anskumann :) )

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Für eine aktive Freizeitgestaltung

November 10, 2009 · 8 Kommentare

Auch so ein typisches Berufsanfängerphänomen ist, dass ja zunächst soviel neues auf einen einströmt, dass mit Arbeitsschluss gegen 13 oder 14 Uhr die Arbeit noch nicht getan, im Sinne von abgehakt ist. Besonders gravierend wird das dann, wenn man als Werkstudentin in 19 Stunden eigentlich fast das komplette Aufgabengebiet einer Sekretärin abdeckt, keine Kollegen zur Unterstützung hat und den ganzen Laden alleine schmeißen muss, wenn man damit ein kleines bisschen überfordert ist und wenn der Arbeitsberg auf dem Schreibtisch wie auch das schlechte Gewissen trotz Überstunden von Woche zu Woche größer wird… Ziemlich genau um 13.15 Uhr/ 13.45 Uhr/ 14.15 Uhr/ 15.15 Uhr, je nachdem wie ich rauskomme, wenn ich dann zum S-Bahnhof gejapst bin, gerade noch meine Bahn erwischt habe, fängt nämlich das Kopfkino an. „Ach, ich hätte noch tun können…“ „Ach, ich müsste noch XY anrufen.“ „Hab ich die Unterlagen XYZ ordentlich genug vorbereitet für den Chef?“ „Hab ich daran gedacht, XYZ zu erledigen und dem Chef auf den Tisch zu legen?“ „Ach, ich hätte noch….“ Solche Gedanken scheinen sicherlich dem einen oder anderen bekannt, aber wenn man über Stunden nicht schafft, abzuschalten, dann ist das doch ziemlich nervig und anstrengend.

Gestern nachmittag war es mal wieder richtig schlimm. Ich überlegte lange, ob ich noch etwas länger bleiben sollte und noch dies oder das erledigen sollte, entschied mich aber dann dagegen, weil 1. ich aufgrund von zuwenig Schlaf hundemüde war, 2. trotzdem schon eine Menge erledigt hatte, 3. alle weiteren anstehenden Aufgaben ein hohes Maß an Konzentration und Wachheit erfordert hätten und 4. der Chef nicht da war und ich weiss, dass wenn er Ende der Woche wiederkommt, noch eine Menge Arbeit auf mich zu kommt, Überstunden nicht ausgeschlossen. Außerdem muss ich sowieso morgen nochmal rein. Vielleicht war das die falsche Entscheidung, denn sobald ich in der S-Bahn sass, nahm das schlechte Gewissen überhand und rollte über mich wie ein Güterzug. Alle Versuche, mich davon zu überzeugen, dass erst Montag ist, der Chef erst wieder am Donnerstag da und morgen auch noch ein Tag ist, schlugen fehl, ich fühlte mich hundeelend. Der nächste Versuch, Ablenkung mit Musik und Lesen schlug ebenfalls fehl. Ein Spaziergang von der U-Bahn nach Hause konnte diese Unzufriedenheit, diesen fahlen Nachgeschmack im Gegensatz zu sonst auch nicht lindern, auch nicht ein Tee zu Hause und eine Runde durch das geliebte Bloggersdorf. Schlussendlich legte ich mich ins Bett und schlief eine halbe Stunde, das half dann endlich abzuschalten und Job Job sein zu lassen. Morgen Mittwoch ist auch noch ein Tag.

*seufz* So hab ich mir das mit dem Bürotür zu und Schluss! schönen Feierabend, Wochenende, Urlaub des Arbeitenden nicht vorgestellt, aber ich denke, das ist so ein typisches Anfängerphänomen und gibt sich mit der Zeit.

Derweil hab ich mich jetzt entschlossen, das allnachmittägliche Kopfkino mit aktiver Freizeitgestaltung zu umgehen, anders geht es leider nicht. Alleine zu Hause lässt sich kein Kopfkino anhalten, also werd ich versuchen, mich täglich möglichst häufig, nach Möglichkeit gleich nach der Arbeit mit lieben Freunden zu verabreden, um auf andere Gedanken zu kommen, auch wenn jeden Tag irgendwo Mittagessen oder Kaffeetrinken vermutlich auf Dauer ziemlich teuer wird und mein knappes Gehalt auch in kürzeser Zeit wohl wieder versoffen verfressen wäre. Aber anders geht es nicht. Also, ich bin für alle Schandtaten bereit werd dann mal mein Telefonbuch durchtelefonieren, wer wann Zeit hat.

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Lichtblicke im November (1)

November 9, 2009 · 6 Kommentare

Lichtblicke allerorten in Bloggersdorf, da möchte ich nicht nachstehen und auch ein bisschen Licht in den grauen November bringe.

Meine Lichtblicke sind:

so oft wie möglich mit lieben Freunden einen Kaffee trinken gehen und sich plötzlich mitten in Afrika wiederfinden.

(to be continued)

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X wie…

November 9, 2009 · Kommentar schreiben

X fehlt ja auch noch:

X wie X-Beine

Das war die Idee der Frau Ansku Mutter, als ich sagte, das ich X-Photos brauche. Und das sind auch die schönen Schuhe der Frau Ansku Mutter.

X wie X


X wie römisch X :)


[klick aufs Bild]

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W wie…

November 9, 2009 · Kommentar schreiben

Bisher konnte ich sie ja nicht zeigen, weil Flickr mich nicht liess, aber zumindest für W und X hab ich eifrig geknipst:

W wie Wolke


W wie Weinen


W wie Weg


W wie Walk the line


[KLICK aufs Bild]

W wie Wunder der Natur



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Begegnungen

November 9, 2009 · 3 Kommentare

Neulich gab es eine Begegnung der besonderen Art und die war sogar sofort sehr zutraulich und sehr klebrig anhänglich. Faszination pur, trotz und gerade wegen Gartenarbeitstag. Bei solch spannenden Begegnungen geht sogar die Frau Ansku zwischendurch mal freiweillig in den Garten und die schwer schuftende Familie im Hintergrund schimpft, weil Frau Ansku die ganze Zeit nur fasziniert vor der Kamera steht.

Und dafür, dass ich diese Photos jetzt endlich zeigen kann, ergeht ein ganz besonderer Dank an die Frau Mäusedoktor mit vielen lieben Grüßen nach Finnland. Flickr wollte mich plötzlich nicht mehr meine Photos in den Blog einbauen lassen.

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Die Sache mit der Belohnung

November 8, 2009 · 8 Kommentare

Mit Zähneknirschen las ich die Woche Frau Schussels Artikel über Essegewohnheiten und musste schweren Herzens zugegeben, das entspricht auch ziemlich genau meinem Verhalten. Allerdings kann ich das auch noch toppen: Richtig übel wird das Ganze dann, wenn diese Belohnung gleich zweimal stattfindet, einmal wenn z.B. ein Tag ziemlich stressig war und glorreich „überlebt“ ist und einmal, wenn ein Tag richtig gut gelaufen ist. In beiden „muss“ abends, nach dem Abendessen oder vorm Fernseher eine Belohnung her und das ist dann eben am besten etwas Süßes.

Aber, der kleine Unterschied dabei ist: Ich kann eine Erklärung dafür liefern. :D Neulich erzählte mir meine Mutter, dass sie in einer Zeitschrift gelesen hat, dass das Gehirn während es nachts die Ereignisse des Tages verarbeitet ziemlich massiv Glucose abbaut und diese Gluccose quasi schon im vorneherein einfordert, deshalb hat man abends vorm Fernseher oft so einen „Jieper“ auf etwas Süßes. Hach, das ist doch schön, wenn man für alles eine Rechtfertigung Erklärung hat, dann „darf“ man auch in aller Seelenruhe sündigen! ;) :D

(Ganz ehrlich, ich habe dieses Verhalten, sich mit Essen zu belohnen und zwar eben gleich doppelt und damit zu fast jedem Anlass auch schon häufiger bei mir beobachtet und ich finde das eigentlich auch nicht wirklich gut, nicht in erster Linie wegen dem vielen Zucker und den paar Pfunden zuviel, die ich mit mir herumtrage, sondern wegen dem Verhalten an sich. Dennoch hat es für mich momentan keine Priorität, da etwas zu ändern. Dauerhaft werde ich sicherlich mal was ändern müssen, aber momentan hab ich – gottseidank – kein Kind, dem ich ein Vorbild sein müsste ;) und hab auch gerade genügend zu tun, gewisse andere Dinge zu regeln und in geordnete Bahnen zu lenken. Da ist mir das bisschen viel Schoki zuviel grad herzlich wurscht. Ich passe auf, dass es nicht überhand nimmt und esse z.B. meistens davor erst noch etwas Obst als Ausgleich, aber das war’s dann. Projekt Zuckerfrei daher verschoben auf nächstes Jahr)

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Reiselustig

November 8, 2009 · 9 Kommentare

Ich hätte Lust, mal wieder zu verreisen, für ein paar Tage, irgendwohin. Sehr Lust.

Die letzte Reise ist ja auch erst schon zwei Monate her. :)

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Geburtstagsmarathon

November 7, 2009 · Kommentar schreiben

Mit dem Geburtstag des besten Bruders den man sich vorstellen kann, wird heute der alljährliche Geburtstagsmarathon eingeläutet. Was bedeutet, dass ich ab jetzt bis ca. Ende März (Ausgenommen noch Februar) ungefähr ein Mal pro Woche irgendwo irgendjemandes Geburtstag feiern werde, allen voran die Geburtstage in der Familie und die der liebsten Freunde. Find ich schon jedes Mal wieder faszinierend, wie sehr sich das in meinem Umfeld doch auf die Zeit von Oktober/ November bis ca. März/ April konzentriert, ein kurzes Zwischenhoch Ende Mai/ Anfang Juni und dann kommt – bis auf die ganzen Weihnachtskinder Ausreisser im September – lange lange (fast) nichts.

Leider leider merkt man das dann irgendwann auch finanziell, aber bis jetzt haben wir das ncoh immer geschafft, dass es für die letzen auch noch reicht. ;)

Aber was rede ich lange, ich muss los! Die Familie und die Vorspeisenplatten beim besten Italiener in Town (wer jetzt wissen will, wo das ist, muss mir eine Mail schreiben. ;) ) warten auf mich!

Einen bombastischen Abend Euch allen!

 

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