Reloaded: Silvesternacht

Ich bin ja grundsätzlich dagegen, sich selbst zu zitieren, aber als ich gestern ziemlich früh spät nach Hause lief, da kam mir dieser Blogeintrag von vor zwei Jahren in den Sinn und er stimmt immer noch so perfekt und das Gefühl ist immer wieder genau das, diese Vorfreude und Erwartung und der Zauber dieser einen Nacht, an dem die vertraute Stadt so ganz anders, so zauberhaft, verwunschen und geheimnisvoll ist.

Und noch etwas mehr, dieses Gefühl setzt sich am Neujahrstag noch fort. Ich bin leider, ganz gleich wann ich ins Bett gegangen bin, nicht so sehr der Langschläfer und so war ich gestern um Punkt 9:26 nach fünfeinhalb Stunden Schlaf wach. Irgendwann bin ich dann aufgestanden und habe trotz Restalkohol 😉 einen Spaziergang zum Cappucino holen gemacht, und so in dieser unberührten Stille eines verschlafenen Neujahrsmorgens das neue Jahr für mich begrüßt und diesen Neuanfang genossen. Die Luft noch schwer vom Schwefel der vergangenen Nacht und doch ist alles so still, so rein, so unberührt und noch so neu. Ist es nicht die Hoffnung, von der wir alle leben und zehren? Die Hoffnung auf ein neues bessers Jahr, die Hoffnung darauf, Altes und Schwieriges ablegen zu können und die Hoffnung, etwas Neues, Größeres und Wunderbareres anfange zu können? Das, genau das, ist der Neujahrsmorgen.

*****

Und dann denke ich mir, dass es den Ansku-Blog doch schon ganz schön lange gibt, fast fünf Jahre und in diesen Jahren ist so viel Bewegtes und Bewegendes passiert, dass es vielleicht manchmal doch ganz interessant wäre, in den alten Kisten und Kategorien zu stöbern. Deshalb gibt es nun eine neue Kategorie: Reloaded, in der ich nochmal alte Einträge, die mich besonders berührt und fasziniert haben, wiederaufgreifen möchte und vielleicht manchmal noch etwas hinzufügen möchte. Manchmal habe ich etwas Angst, dass irgendwann alles in diesem Blog gesagt ist, dass es nichts mehr zu schreiben gibt, Weihnachten, Ostern, Silvester, zu all diesen Ereignissen habe ich nun schon so oft und so gerne meine Gedanken mit Ihnen geteilt, aber irgendwann ist es doch immer wieder dasselbe und keiner will das mehr hören oder lesen. Aber dann denke ich mir wieder, nein, es geht immer weiter, es wird niemals dasselbe sein und es wird immer etwas zu sagen und zu schreiben geben. Das glaube und hoffe ich zumindest.

Es geht immer weiter, also auf ein fröhliches, gesundes und gutes 2012! Für Sie alle und Ihre Liebsten.

Advertisements

.

Vor gar nicht allzulanger Zeit, als Frau Ansku mal wieder ihre nicht-vorhandenen Rechenkünste eindrucksvoll unter Beweis stellte („7 x 8 =46… äääh nein stimmt ja gar nicht. 56!!“), da lachte mich eine liebe Freundin etwas aus und sagte zu mir:  „Frau Ansku, versprich mir, dass Du Dich nie niemals in Deinem Leben bei einer Bank bewirbst.“ Okay, versprochen. Hab ich nicht vor.

Keine Bank, dafür jetzt aber allerhöchstwahrscheinlich ein Nebenjob bei einem kleinen Investmentunternehmen. 8)

(Frau Ansku in einem Investmentunternehmen, ich glaub das immer noch nicht das wird der Blogcontent die Sensation des Jahres… Wenn ich jetzt nochmal nachfrage, was die eigentlich überhaupt von mir und mit mir wollen, kommt ein bisschen doof, ne?)

Ein neues Spiel

Heute ausprobiert: Mölkky

Mölkky stammt aus Finnland und steht nicht zuletzt deswegen seit einiger Zeit bei uns Finnougristen hoch im Kurs. Die Auswahl unserer besten Spieler Unser Team war sogar schon im Juni bei den deutschen Mölkky-Meisterschaften in Nürnberg – mehr oder weniger erfolgreich. 😉 Heute hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, mein mangelndes Werf-Talent unter Beweis zu stellen mich als Holzklotzwerferin zu versuchen einer Mölkky-Session mitzuerleben.

Es gibt 12 kleine Holzklötzchen, die jeder eine Nummer tragen. Diese Klötzchen werden am Anfang des Spiels aufgestellt, nämlich so:

Dann nimmt einer der Spieler das Wurfholz in die Hand und wirft ähnlich wie beim Kegeln wild drauflos auf die Klötzchen.

Die umfallenden Klötzchen werden dann folgendermaßen gezählt: Fällt nur ein Klötzchen, so zählt die Zahl, die auf dem Klötzchen steht. Fallen mehrere Klötzchen, so zählt die Anzahl der gefallenen Klötzchen. Obwohl hier im Bild beispielsweise die 7 und die 9 (hinten) umgefallen sind, gibt es hierfür nur 2 Punkte, weil nur zwei Hölzchen umgefallen sind. Klötzchen, die auf anderen Klötzchen zum Liegen kommen, zählen nicht als gefallen.

Dann werden alle umgefallenen Klötzchen auch das hinter der 12! wieder aufgestellt und zwar genau an der Stelle, wo sie zum Liegen kommen, dadurch ergibt sich dann diese „Streuung“ wie hier im Bild, die es im Verlauf des Spiels etwas leichter macht, einzelne Hölzchen zu treffen. Aber auch nur etwas leichter. 😉

Danach ist der nächste Spieler dran mit Werfen. Gewonnen hat der Spieler, der als erstes GENAU 50 Punkte erreicht, wer die 50 Punkte überschreitet, fällt zurück auf 25 Punkte.

Mir hat es obwohl ich wirklich mit einem beneidenswerten Talent, daneben zu werfen gesegnet bin und daher solche Spiele normalerweise eher meide,  wirklich großen Spaß gemacht und die nächste Saison vergeht sicherlich nicht mehr ohne mich.

Ach ja, und wer das auch mal ausprobieren möchte, kann sich das Spiel entweder in Eigenregie herstellen – einfach zwölf Holzklötze zurechtschneiden und Zahlen obendrauf plus ein rundes Wurfholz – oder im Internet bestellen.

Die Töchnök, die Töchnök!!

Ich sitze hier und neben mir stehen zwei externe Festplatten mit allerfeinstem, hochspannenden Filmmaterial von unserem Krippen-Sprachförderungsprojekt Ich würd’s ja so gerne herzeigen, das ist so spannend ich würd ja gerne, aber ich DARF nicht!!! So andere Leute Kinder im Web usw. – ich darf einfach nicht… Dieses allerfeinste Filmmaterial wurde im August von mir und der allerliebsten Kollegin etwas vorbearbeitet, mit dem Ergebnis, dass jetzt das totale Chaos herrscht: Da wurde hier mal von mir auf der einen Festplatte geschnipselt, da wurde dort auf der anderen Festplatte von der allerliebsten Kollegin geschnipselt, da wurde wiederum hier das allerneueste Filmchen überspielt, da gibt es aber für jedes Filmchen (wohlgemerkt einmal ursprünglicher Film und einmal die bearbeitete Version!) alleine schon insgesamt drei verschiedene Dateitypen (wohlgemerkt im günstigsten Falle, also wenn beim Bearbeiten alles richtig gemacht wurde!) usw. usf. – da kenne sich noch jemand aus!

Meine Aufgabe daher: Die Festplatten synchronisiern. Auf beiden soll bitteschön zweimal das gleiche drauf sein, so dass jeder zu jeder Zeit jede Festplatte benutzen kann. Klingt einfach, ist es aber nicht. Nicht bei diesem unserem Chaos.

Doch heute, als ich die Festplatten abholte, da schlich sich so ein Gedanke in mein Hirn, mich dünkt nämlich, dass der liebste Bruder mal etwas von einem Programm erzählt hätte, mit dem man Speichermedien synchronisieren kann. Leider kann ich den liebsten Bruder erst wieder Mitte nächster Woche fragen, der paddelt momentan auf einem Surfbrett irgendwo vor der Küste Frankreichs im Atlantik. Deshalb – meine letzte Rettung – frage ich das www die allwissende Leserschaft: Gibt es sowas? Gibt es ein Programm, mit dem man zwei Speichermedien synchronisieren kann? Wo? Wie? Was? Und warum??? Alle Infos bittedanke zu mir!

O wie … O’zapft is‘

Ich bin die letzten Wochen – eigentlich seit meinem Urlaub – nicht mehr richtig dazu gekommen, das ABC-Projekt weiterzuführen und wollte eigentlich O, P, Q ganz auslassen, ich wollte auch eigentlich die Wiesn dieses Jahr aus dem Blog auslassen, nicht mehr über Weiber, die in 10cm-HighHeels auf Bierbänken herumtanzen schreiben, aber dann kam es doch ein bisschen anders.

Gestern war ich relativ spontan mit einer finnischen Freundin in der Innenstadt, um die Parade, den Einzug der Wiesn-Wirte zu sehen. Das war nämlich auch wieder so ein Ding, was ich als Münchner Kindl noch nie geschafft habe zu sehen, normalerweise gilt: Wer in München lebt und keine Lust hat, den Freitod durch Erquetschung zu wählen, hält sich dieses und die nächsten zwei Wochenenden so weit wie möglich fern von Münchens Innenstadt, von den Massen an Touristen und von den wild umhertorkelnden Betrunkenen. Und so kam es, dass ich zwar in der Schule jedes Jahr gefragt wurde, ob ich als Tafelträger beim Umzug mitlaufen möchte, aber schlussendlich das ganze Spektakel noch nie selbst miterlebt habe. (Meine Eltern übrigens auch nicht, die leben immerhin schon seit 30 Jahren in dieser Stadt.)

Und irgendwie war das zu meiner großen Überraschung richtig schön, die vielen Pferde und die schönen Trachten und die prachtvoll geschmückten Brauereiwagen, aber sehen Sie selbst:

Das Münchner Kindl in der Münchner Kutte

natürlich die prachtvoll geschmückten Pferde

Mittelalterlich gekleidete Männer mit ihrer Klampfe. 😉

Das Objekt der allgemeinen Begierde 😉

Dieser Mann hat ganz tolle (und vor allem laute) Kunststücke mit der Peitsche vollbracht.

gute Laune und prachtvoller Blumenschmuck

nochmal prachtvoller Blumenschmuck

Womit bewiesen wäre: Was ein echter Bayer ist, kann auch mit Dirndl reiten. 😉

Etwas Abwechslung: Die Damen vom Weinzelt

Oh, ein Franke zu Besuch! 🙂

Noch mehr gibt‘ s hier.

Und irgendwie war das alles wahnsinnig schön und mit so viel Mühe gemacht und irgendwie wurde mir da plötzlich richtig warm ums Herz.

Urlaub am Meer

Noch ein paar Photos aus Holland, kommen Sie doch mit mir ans Meer und fühlen Sie den frischen Wind im die Nase!

Ich war am Meer, ich war am Meer und es war so unglaublich schön! Wir sind sogar barfuss durch den Sand und durch ie Dünen gewandert, abends im Sonnenuntergang, nur ich und die liebste Freundin.

Lieblingshobby: Testen ob die Jungvögel schon fliegen können. 😆

In den Dünen

Hinter den Dünen kommt man sich fast ein bisschen wie in Irland vor.

Am nächsten Tag in Amsterdam: Ein typisch holländischer Hauseingang, derartige Hauseingänge mussten wir auch wegen heftiger Regenschauer konsequent alle 15 min. aufsuchen, ab und zu waren es auch Kirchen. Da bekommt der Satz Mit dem Nachbarn Tür an Tür eine ganz neue Bedeutung…

Aufgrund des ekelhaften Wetters wollten wir dann auch nicht ins Hausbootmuseum rein. Find ich persönlich nicht schade, ich würde eh nicht in so einer schmalen Sardinenbüchse wohnen wollen, da kriesch’ch Platzangst.

Irgendwo in Amsterdam

Muss sein, eine Gracht

🙂

Am nächsten Tag und bei etwas besserem Wetter machten wir einen Ausflug nach Nordholland, genauer gesagt nach Hoorn, ein kleines Fischerdorf auf diesem Landzipfel, der ins Ijsselmeer reinragt. Dort gab es:

Viele Schiffe, die mitunter auch zu anderen Zwecken verwendet wurden.

und wieder viel Meer.

Solche Marienkäfer findet man in Holland häufiger. Als meine Freundin das erste Mal vor einem solchen stehenblieb und eine Schweigeminute ausrief, war ich noch etwas erstaunt. Inzwischen weiss ich aber, dass diese Marienkäfer daran erinnern sollen, gegen Gewalt im häuslichen Bereich vorzugehen.

Und natürlich auch eine Windmühle, diese in Haarlem. Haarlem ist auch ein ganz entzückendes kleines Städtchen, sozusagen das bessere Amsterdam und das sieht man auch.

Sieht man auch hier:

Und hier:

Schön war’s und sehr erholsam!

Good hair (and feet) week

Heute ist es soweit, heute ist der große Tag!

Frau Ansku darf endlisch endlisch zum Frisör, auch der Mond und die Sonne und der Geldbeutel und ach überhaupt alle sind mir ab heute für zwei Tage gnädig gestimmt bei dem Versuch, mein Stroh aufm Kopp wieder in eine Frisur zu verwandeln, jucheee!

Überhaupt ist diese Woche Aufhübschungswoche de luxe: Gestern war ich zum ersten Mal in meinem Leben bei der Pediküre, dafür war es bitterst!! nötig hat sich’s aber auch so richtig gelohnt. Mein Körper ist nicht gerade ein Luxuskörper, aber insgesamt okay. Wenn es allerdings ein Körperteil gibt, welches immer wieder sträflich und schändlich vernachlässigt wird, dann sind es die Füße. Die schmerzhaften und unansehlichen Details erspare ich der Leserschaft, Sie können es sich sicherlich denken. Nur soviel: Ich hab mich schon gar nicht mehr getraut, mit vorne offenen Schuhen rumzlaufen.

Aber jetzt – tadada, zeigt her Eure Füßchen!! Ein in neuem, rotem Lack Glanz erstrahlter Fuß der Frau Ansku. Isch bin begeistert!

(Allerdings, so wirklich entspannen kann ich mich bei solchen Aktionen nicht. Ich empfinde da immer einen schalen Beigeschmack und muss mich immer ein bisschen schämen, wenn jemand mir die Füße und andere Körperteile küsst manikürt, pedikürt etc. Hökscht komische Situation, hökscht komische Rollenverteilung. Obwohl die Frau wirklich nett war. Es hört sich für mein Ohr immer noch so abgehoben an. Ich kann da mir nicht helfen.)