Jahresrückblick 2013: 2013 in Zahlen

Jetzt! Endlich! Jahresrückblickssaison, nun auch im Ansku-Blog!

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Ich gebe eine 7. Das Jahr war über weite Strecken ziemlich zäh, anstrengend und auf der Stelle tretend. Ich schrieb schon mal vom Aufräumen, das war wichtig und richtig, aber eben auch mühsam. Aber es gab auch einige großartige Highlights wie die Thailand-Reise und als krönenden Abschluss DEN Traumjob. 2014 kann kommen!

2. Zugenommen oder abgenommen?
Ich zitiere 2012: Zugenommen. Sie wissen ja, ich halte nichts von Vorsätzen….

3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Gefällt mir deutlich besser.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Sehr viel weitsichtiger. Mit vielen aufgeräumten Altlasten und ein Stückchen weiser.

5. Mehr Kohle oder weniger?
(Ich zitiere 2012:) In der zweiten Jahreshälfte das ganze Jahr deutlich weniger.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Am Anfang des Jahres Traumjob, dann Job-Desaster, dafür jetzt wieder Traumjob. Ich finde, so etwas nennt sich ausgleichende Gerechtigkeit.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Ungefähr gleich viel.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Selbstbewusstsein.

9. Mehr bewegt oder weniger?
In der ersten Jahreshälfte sehr viel mehr, ich habe mich sogar in ein Fitnessstudio getraut! In der zweiten Jahreshälfte dann leider krankheits- und stressbedingt sehr viel weniger.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Halsschmerzen von Juni bis Dezember und eine Grippe ausgerechnet in der letzten Praktikumswoche. Außerdem jede Menge Zipperlein als Rache dafür, dass ich vorher nicht an den körperlichen Verfall der Generation Ü30 geglaubt habe…

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Halsschmerzen (mal wieder…)

12. Der hirnrissigste Plan?
Der hirnrissigste Plan 2013 wurde im Sommer geboren und heute, am 30. Dezember 2013, noch in die Tat umgesetzt. Mit Freunden 9 Stunden lang sämtliche U-Bahn-Strecken Münchens abzufahren – hin und zurück, versteht sich, ja? Aber lustig war’s!! 😉

Der zweithirnrissigste Plan war wohl, zwei Wochen vor Abflug einen Flug nach Thailand zu buchen, aber auch dieser Plan war ein guter, denn ich bekam einen Direktflug zum gleichen Preis wie ein Flug mit Umsteigen. Ha!

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Keine gefährliche Unternehmung, eventuell könnte man den Rückweg durch die Dunkelheit über die Felsenküste mit unadäquatem Schuhwerk auf Ko Samet als gefährlich bezeichnen. Muss man aber nicht.

Ich werde wohl alt. 😉

14. Die teuerste Anschaffung?
Ein Flug nach Thailand.

15. Das leckerste Essen?
Die vietnamesische Nudelsuppe, die meine Chefin zu meinem Abschied gekocht hat.

16. Das beeindruckendste Buch?
Wie immer viel zu viele, um sie alle hier aufzuzählen.

17. Der ergreifendste Film?
Da hat sich im Gegensatz zu 2012 nicht viel geändert, Greys und Breaking Bad. 😉 Allerdings war ich tatsächlich dieses Jahr zwei Mal im Kino, „Fack ju Göthe“ war zwar nicht im engeren Sinne ergreifend, aber irgendwie doch schon. Und ein paar Tricks für meine Arbeit im neuen Jahr konnte ich mir auch gleich abschauen. 😉

18. Die beste CD?
Emeli Sandé – Our version of events

19. Das schönste Konzert?
Leider keines.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mir. Tat aber auch mal sehr gut. Meiner Familie und Freunden

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Meiner Familie und Freunden

22. Zum ersten Mal getan?
Eine Fernreise unternommen, einen Langstreckenflug überlebt, alleine in Bangkok gewesen.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Operiert worden und im Chor gesungen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Das Deja-Vu mit Don Jefe, aber andererseits auch wiederum nicht.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das ich die richtige für den Job bin.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Für eine Freundin ein Stück aus der Carmina Burana umgedichtet.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Reise nach Thailand, die Beachparty und der Traumjob

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wir möchten Sie gerne einstellen.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
weiß ich nicht

30. Dein Wort des Jahres?
Das hat sich erst auf den letzten Metern herauskristallisiert. Nachdem ich schon im Herbst überlegt hatte, welches Wort Chancen hat, zum Wort des Jahres zu avancieren, kam es jetzt ganz plötzlich, einfach und klar kurz vor Weihnachten einfach so um die Ecke: Es ist „Kollegin“.
Als ich die liebste Praktikums-Kollegin anrief, um ihr die frohe Botschaft vom Traumjob mitzuteilen, da sagte sie sofort: Wow, super, Kollegin! Und das stimmt, wir sind nämlich beim selben Arbeitgeber, nur in verschiedenen Bereichen.

31. Dein Unwort des Jahres?
Hier zum Wort des Jahre gewählt, für mich Unwort des Jahres sowohl in der Sache als auch die Abkürzung: GroKo

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
So viele geliebte Blogs haben Bloggersdorf verlassen. Das ist jammerschade. Stellvertretend für viele liebgewonnene Blogs seien hier Nord & Süd und Gminaggmangg erwähnt, die eisern und standhaft Bloggersdorf treu bleiben!

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!

2012; 2011, 2010; 2009, als ich mich weigerte, das Stöckchen auszufüllen; 2008; 2007;

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Hilfe für Aschenputtel!

Als ich mich am Donnerstag mit zwei lieben Komilitoninen traf, um die allerletzte, diesmal mündliche, Prüfung für dieses Semester vorzubereiten, da der Dozent bitteschön nicht nur 45 Minuten lang trockene Theorie hören möchte, sondern dabei auch Transferleistungen, Bezüge zu aktuellen sozialpolitischen Themen, Vergleiche, Fallbeispiele – ach, sagen wir es doch einfach und direkt: Entertainment – präsentiert bekommen möchte, eröffneten mir die beiden, dass sie bereits einen Plan hätten. Drei Stunden, ein Märchen und einige Playmobilfiguren später war das Konzept fertig und so werden wir nun morgen unsere Theorie (anhand eines ganz kleinen Auszugs aus) einer familientherapeutischen Sitzung mit Aschenputtel und ihrer Familie präsentieren. Die Komilitonin bringt Playmobilfiguren mit und ich breche jetzt schon alleine bei dem Gedanken daran ab vor Lachen. Aber hey, Konfliktpotential, Konkurrenz, Unterdrückung, Ausgrenzung und Diskriminierung gibt es in Märchen ja grundsätzlich genug, und mit Aschenputtel, der bösen Stiefmutter, dem ständig abwesenden Vater, den Stiefschwestern und last but not least dem Herrn Prinz haben wir auch eine recht interessante Rollenkonstellation. So betrachtet finde ich es richtig gut, dass wir hier endlich mal etwas tun können, um diese prekären Familienverhältnisse aufzubrechen und das arme Aschenputtel nicht noch weitere 100 Jahre lang mit all seinem Leid in den Märchenbüchern vor sich hinschmoren zu lassen. Ha! 😉

Bei den lösungsorientierten Ansätzen in der Sozialarbeit wird weniger über das Problem, als vielmehr über die Lösung geredet. Das geht in der Theorie teilweise sogar so weit, dass das Wort „Problem“ gar nicht in den Mund genommen wird, weil hier ein sehr sehr positives Menschenbild vertreten wird, in dem der Mensch grundsätzlich fähig ist, seine „Probleme“ anhand der Ressourcen, die er von Natur aus mitbringt, selber zu lösen.

  1. Probleme sind Herausforderungen, die jeder Mensch auf seine ganz persönliche Art zu bewältigen sucht.
  2. Alle Menschen haben Ressourcen, um ihr Leben zu gestalten. In eigener Sache ist der Einzelne kundig und kompetent. Der Klient ist der Experte für das eigene Leben.

Das finde ich grundsätzlich in meiner grenzenlosen Naivität ersteinmal eine ganz tolle Haltung, ob es sich in der Realität bewährt, werde ich wohl erst ein paar Jahren erfahren. 😉

Die erste Schwierigkeit morgen wird also, das Wort „Problem“ nicht in den Mund zu nehmen, die zweite und viel größere – wer mich kennt – wird, nicht nach zwei Minuten vor Kichern unterm Tisch zu liegen. Das kann ja heiter werden…

Von Demut und Dankbarkeit

Die Jahresrückblick-Saison ist bereits in vollem Gange, deshalb auch von mir ein paar kleine Gedanken dazu.

Dieses 2011 war in erster Linie eines: Anstrengend. Es gab so viele Projekte, soviele Baustellen, eine endlose Liste von Dingen, die „noch zu erledigen“ sind. Es gab kaum Pausen zum Durchschnaufen und teilweise waren sogar Wochenenden und Ferien arbeitsreich, wenn auch – das muss ich natürlich zugeben! – voll von schöner Arbeit, aber trotzdem käftezehrend. Zeitweise hat es mich an die Grenzen meiner Kräfte gebracht. Dafür finde ich es umso erstaunlicher, dass ich dennoch auf ein im Grunde genommen ziemlich gelungenes Jahr zurückblicken kann. Eigentlich habe ich, wenn ich zurückdenke, absolut gar keinen Grund mich zu beschweren, vieles was ich wollte, habe ich erreicht, meine Projekte sind rundherum ziemlich gut gelungen, alles ist wunderbar gediehen und geworden. All die Mühe und die Arbeit haben sich voll ausgezahlt (sogar noch wie ich überaschend am Weihnachtsmorgen entdeckte finanziell).

Für mich war das Jahr also anstrengend, aber für viele Menschen um mich herum war es ein verdammt hartes Jahr. Während viele liebe Menschen sehr zu kämpfen hatten, arg einstecken mussten und herbe Verluste erleiden mussten, bin ich zwar von der vielen Arbeit ausgelaugt und müde, aber sozusagen – natürlich abgesehen von meiner geliebten Oma – von Todesfällen, schweren Krankheiten und anderen Katastrophen weitestgehend verschont geblieben. Das kann in diesem Jahr, wo es auch in der Welt so hoch herging und eine Krise der anderen folgte, wohl beileibe nicht jeder von sich behaupten und deshalb verneige ich mich in Demut und Dankbarkeit, sage leise „Danke 2011“, denke an all die Leute, die das Schicksal teilweise dieses Jahr übel mitgespielt hat. Und damit schließe ich und werde jetzt ganz still.

Danke 2011.

Wort zum Samstag

Während der Rest Deutschlands das Wochenende im kollektiven Hitzeflash verbracht hat, hat Frau Ansku den Freitag und Samstag mit organisationspolitischen – oder so ähnlich – Referaten verbracht. Sehr erheiternd ist dann, wenn die Komilitonen versuchen, den Rest der müden Truppe zum mitmachen zu animieren. Die einen versuchen es mit Gummibärchen für alle, die anderen lieber so:

„Also ich hab jetzt nur Schokolade für den Sieger [des Wettbewerbs, Anm. d. Red.] dabei. Ich weiss dass das in unserem Studium so üblich ist, dass immer alle gleich was kriegen, aber wir haben uns jetzt für diese Lösung entschieden…“

(Es war eine Ritter Sport Nougat, ich mag eh kein Nougat. 😉 )

Die magische Grenze

Memo an mich: Halte Dich niemals und unter keinen Umständen nach 16 Uhr noch im Bürogebäude auf. Sei lieber ein fleissiger Mensch, der Punkt 8 Uhr früh am Schreibtisch sitzt, aber halte Dich nicht nach Ablauf der 8 Stunden, also nach 16 Uhr im Bürogebäude auf.

Es gibt nämlich scheinbar eine magische Grenze um 15.59 Uhr, vor Erreichen derer es ein Leichtes ist, seine Arbeit zu beenden, den Schreibtisch aufzuräumen, PC runterzufahren und das Büro zu verlassen. Bleibst Du jedoch aufgrund guter Vorsätze oder gesteigertem Arbeitsaufkommens länger als 16.01 Uhr, so kann es Dir locker passieren, dass Du vor 18.00 Uhr oder 18.30 Uhr die Bürotüre nicht mehr zu Gesicht bekommst und Glück hast, wenn Du noch schnell wenigstens Deine Arbeitszeiten im System eingeben kannst, bevor Du zur Sbahn sprintest. Es ist inzwischen nämlich wissenschaftlich bewiesen, dass es irgendein Arbeitsloch gibt, das sich nach Überwindung der magischen Zeitgrenze Punkt 16.01 Uhr öffnet und Dich mit „Könntest Du noch…“, „Das muss uuuunbedingt noch…“ oder „Kannst Du nicht gerade noch schnell…?“ überschwemmt. Längst im Gewirr der Büroflure verloren geglaubte Kollegen und Chefs sind ebenfalls wie von Zauberhand plötzlich wieder ansprechbar und somit auch wieder in der Lage Dir in ausreichendem Maße Aufgaben zuzuweisen und urplötzlich fallen ihnen auch wieder unglaublich wichtige Dinge ein, die sie eigentlich schon letzte Woche mit Dir besprechen wollten…

Sei schlau und verlasse das Kampfgelände,  solange Du noch kannst. Und zwar vor 15.59 Uhr!

😉

Frau Ansku verbreitet Angst und Schrecken

Am Sonntag war ich in einer Lernpause spazieren, um das schöne Wetter auszunutzen. Auf dem Weg zum nahegelegenen Lieblingsfluss kam ich an einem zömlisch schöcken und herrschaftlichen Haus vorbei und spontan fiel mir wieder ein, dass ich dort einmal beinahe gearbeitet hätte.

Irgendwann, so mit 14, 15 Jahren hängte ich in der nahen Bäckerei einen Zettel mit einem Babysitterangebot aus. Bereits wenige Tage später meldete sich eine Frau, die zunächst fragte, ob ich auch Englisch spreche. Es stellte sich dann heraus, dass es eine englischsprachige Familie ist, die auch noch ganz in der Nähe wohnt. Sie wollten mich einigermaßen regelmäßig als Babysitterin haben, das Gehalt war okay, dazu noch die einmalige Chance mein Englisch aufzupimpen und ich solle doch ganz bald einmal vorbeikommen zum Kennenlernen. Ich ging hin und war ersteinmal gehörig beeindruckt von dem Haus. Das Gespräch verlief aber dann doch ganz super, wir waren uns auf Anhieb sympathisch, das Baby, das eigentlich schon ein Kleinkind war, wahnsinnig süss und eigentlich hatte ich den Job schon in der Tasche. Wenn nicht…

…ja wenn nicht die Frau schon beim Verabschieden den Kratzer auf meiner Hand entdeckt hätte. Ob ich eine Katze hätte, fragte sie mich, oder woher denn der Kratzer käme? Naiv und wahrheitsgemäß antwortete ich, nein, keine Katze, sondern kleine süße Ratten. Die Frau war zömlisch erschrocken, aber zunächst begriff ich gar nicht warum, denn meine Ratten waren doch sauber und gesund und ganz wahnsinnig süß. Ausser ihrem Käfig bekamen die sowieso nichts zu sehen – leider im Nachhinein gesehen. (Heute würde ich das nicht mehr machen.) Die Frau fragte mit sehr irritiertem Gesichtsausdruck nach, ob ich denn die Hände gewaschen hätte. Aber ja, natürlich, das tue ich jedes Mal, wenn ich mich mit den Ratten beschäftigt habe, ist ja selbstverständlich. Und ob die Ratten denn gesund seien? Klar, sowas von gesund, regelmäßig beim Tierarzt und auch ganz sauber. Wieviel Zeit die am Tag mit Fellpflege verbringen, da kann ich am wahrsten Sinne des Wortes nicht nur gegen anstinken! 😉

Ganz so habe ich das natürlich nicht gesagt, aber ich habe ihr deutlich gesagt, dass von meinen Ratten keinerlei Gefahr ausgeht und schon gar nicht von mir.

Das Ende vom Lied? Die Mutter erklärt mir, dass ich wohl eine Gefahr für ihr Kind bin, dass sie das nicht möchte, also kein Babysitterjob für mich. Ich weiß aber auch heute nicht mehr, ob ich diesen Job wirklich gewollt hätte. Aber immerhin wieder einmal erfolgreich Angst und Schrecken – und dazu anscheinend noch ein paar Seuchen – verbreitet. 😉

(Frau Tunisianna, Ihr wart schuld, damit das nur mal geklärt ist! 😉 )

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Manchmal ist es 22.48 Uhr und Du merkst, dass auch dieser Tag leider keine 48 Stunden hat und dass aus dem Film, den Du eigentlich gan gemöterlisch heute abend schauen wolltest, auch heute wohl wieder nichts wird, weil Du den Abend mal wieder mit „Nur scnell noch das hier organisieren.“ „Nur hier mal eben…“ „Nur kurz Mails beantworten.“ „Nur schnell noch…“ verbracht hast.

Genauso eigentlich wie gestern. Und vorgestern. Und vorvorgestern. Und letzte Woche. Und das ganze Jahr. Und überhaupt.