Auf der Suche

Manchmal finde ich zuhause keine Ruhe. Ich merke dass ich dringend Ruhe bräuchte, die Woche war lang, zehrend, mit wenig Schlaf, dafür aber einigen Tücken. Ich möchte gerne nur auf dem Sofa sitzen und Stricken. Oder lesen. Oder vielleicht auch nur Löcher in die Decke starren. Aber ich kann das nicht, ich springe alle fünf Minuten auf, weil mir noch dies einfällt und das und jenes. Aufräumen wollte ich noch. Abwaschen und die Sockenschublade aussortieren. Das Bett neu beziehen. Ich setze mich wieder aufs Sofa und nehme das Buch in die Hand, jetzt aber Ruhe! Da fällt mein Blick auf die Palme auf der Fensterbank, die seit mehreren Tagen kein Wasser bekommen hat und deren Blätter sich schon bedenklich gelb verfärben. Oh nein! denke ich, die Palme muss Wasser bekommen und all die anderen Pflanzen auch.

Keine Ruhe heute, jedes Mal dasselbe Spiel, sobald ich mich gesetzt habe. Maximal einen halben Artikel in einer Zeitschrift schaffe ich zu lesen. Das geht so doch nicht mit der Ruhe, ich schnappe mir meinen Rucksack, packe Buch, Picknickdecke und etwas zu essen ein und lasse Sockenschublade Sockenschublade sein.

Und dann bin ich am Fluss und da, am stetigen Rauschen des Wassers, da ist sie endlich, die Ruhe.

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