Juhannus

Ein Traum.

Ein Wochenende wie ein Traum. Ein Traum aus dem ich mich seit einer Woche weigere, aufzuwachen.

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Gut gegessen.

Nichts müssen, nirgendwohin. Keine Termine.

Im See geschwommen.

Abends lange Saunagespräche mit der <;3-Freundin.

Eine halbe Flasche Autan verbraucht und trotzdem noch reichlich Blut gespendet.

Unglaublichst lecker gegessen.

Frischen Lachs gegrillt.

In eie Hütte verliebt.

Inngehalten.

Zur Mitte gefunden.

*****

Mehr brauchts nicht, keine Worte, nur Bilder.

Und vielleicht, vielleicht hätte es noch etwas mehr Zeit gebraucht.

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Direkt vor der Haustüre

Seit Anfang des Jahres tauchen immer wieder Berichte über die Beschneidung der Presse- und Meinungsfreiheit in Ungarn auf und mich entsetzt das mehr und mehr. Wie der geneigte Leser weiss, habe ich ja nicht nur für den hohen Norden, sondern auch für das wilde Ungarn eine Schwäche und habe zumindest einige Jahre die Sprache gelernt sowie den ein oder anderen Ausflug ins schöne Magyarenländle gemacht. Es liegt mir also durchaus am Herzen, das Land der Ungarn.

Seit einem Jahr machen nun immer wieder Berichte über die Beschneidung der Presse- und Meinungsfreiheit durch die Regierung die Runde. Das bereits hat mich sehr traurig gestimmt, aber seit Ungarn die EU-Ratspräsidentschaft wieder los ist nicht mehr die EU-Ratspräsidentschaft inne hat , scheint die Sache an Geschwindigkeit zugenommen zu haben. Noch im Juli wurden mehrere hundert regierungskritische Journalisten entlassen, im Herbst soll eine zweite Entlassungswelle folgen. Es wurde eine staatliche Medienagentur gegründet, die eine Art Zensur betreibt und regierungskritische Zeitungen erhalten keine Werbeanzeigen mehr. Kleineren Radio- und Fernsehsendern werden die Lizenzen entzogen und für so teures Geld wieder verkauft, dass die Sender sich das nicht mehr leisten können. Und urplötzlich wurde ein Gesetz verabschiedet, dass es plötzlich statt der rund 350 zugelassenenen Religionsgemeindschaften nur noch 14 zugelassen Religionen geben soll.

Das alleine finde ich bedrückend, fatal finde ich, dass die EU zu allem schweigt. Klar, momentan gibt es viele Krisenherde, aber gerade die EU, die sich in der Welt als Hüterin von Freiheits- und Menschenrechten präsentieren will, sollte so etwas nicht zulassen. Damit führt man sich selber ad absurdum, gerade wenn man solche „Schurkenstaaten“ wie Libyen und Syrien dazu bewegen will, Meinungs- und Pressefreiheit zuzulassen und die Menschenrechte zu respektieren. Vielleicht mag Ungarn für viele nicht „wichtig“ erscheinen, es mag oft als ein kleines wirtschaftlich unbedeutendes Land herabgestuft werden, aber diese Werte und diese Freiheitsrechte sind nicht klein und unbedeutend und sollten von niemandem ungestraft ignoriert werden dürfen.

Jetzt habe ich einen Blog gefunden, in dem man die neuesten Ereignisse nachlesen kann und kann nur sehr empfehlen, bei stargarten einmal vorbeizuschauen. Es passiert besonders in diesem Jahr vieles in der Welt, vieles Schreckliche, Beängstigende und Beunruhigende, aber vergessen wir darüber nicht, was direkt neben unserer Haustür bei unseren Nachbarn passiert.

Urlaubstagebuch, Teil drei

Jetzt feiern wir Mittsommer! So allmählich versinkt die Sonne, jedoch nicht für lang, denn es ist die kürzeste Nacht des Jahres. Naja, so ähnlich, denn eigentlich ist die kürzeste Nacht des Jahres ja am 21. Juni, aber weil der ja je nach Jahr auch einmal unter der Woche sein kann, wird Mittsomer oder wie man in Finnland sagt „Juhannus“, das Johannisfest, am Wochenende nach dem 21. Juni gefeiert. Denn Juhannus ist in Skandinavien ein wichtiger Feiertag, vielleicht nach Weihnachten der zweitwichtigste, da möchte keiner arbeiten müssen, sondern alle möchten gerne bei ihrer Familie und auf dem Land sein, die ganze „Nacht“ auf sein und fröhlich sein. Dieses Jahr war der 21. Juni ein Dienstag, deshalb wurde am Freitag, den 24. Juni gefeiert.

Bevor es dunkel wurde, habe ich am späten Nachmittag noch ein wenig in der Bar (mit WLAN fürs ApfelFon!) des Campingplatzes gesessen, einen Kaffee getrunken und versucht für die bald anstehenden Prüfungen in der Uni zu lernen. Nun ist Lernen im Urlaub ja immer so eine Sache, aber an diesem Tag wollte das so gar nicht gelingen. Ständig musste ich hochschauen und auf den traumhaften See schauen. Bei dieser Aussicht auch kein Wunder. 😉

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Wir waren beide an diesem Tag etwas erkältet und müde, deshalb sind wir dann ziemlich spät erst aus unserer Hütte gekrochen und losgezogen ins bunte Treiben. Leider haben wir so das Johannisfeuer verpasst, aber kein Problem, so haben wir nächstes Jahr nochmal einen Grund hinzufahren. 😉

Dann versank allmählich – so gegen 22.30 Uhr – die Sonne hinter dem Horizont. Wir hatten keinen festen Plan, wie wir diese Nacht begehen wollten, sondern begnügten uns einfach damit, die Finnen bei ihrem lustigen Treiben zu beobachten und darauf zu warten das es dunkel wird. Haha.

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Es wurde so ein bisschen dunkel.

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Aber eigentlich nicht richtig.

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Schließlich, nachts um ein Uhr war es am dunkelsten. Aber eigentlich war auch nicht so wirklich dunkel, wir konnten noch problemlos den Felsen neben dem See herunterklettern…

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… und unseren Aussichtssteg erreichen. Da wurde es bereits wieder heller.

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Zwischendurch waren wir auch mal in der Bar auf dem Campingplatz, wo heftig gefeiert wurde. Es gab eine Band, die liebste finnische Freundin kam irgendwann auch noch dazu mit ihrem Bruder und ein paar Freunden und es war ein sehr schönes, ausgelassenes Fest. Feucht-fröhlich, wie das in Finnland eben so ist. Leider aber wurden um Punkt zwei Uhr alle Gäste hinausgeschmissen und so gingen wir wieder zurück zum See und warteten auf den Sonnenaufgang. Der müsste in ungefähr einer Stunde kommen.

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Es wurde heller und heller und der Himmel verfärbte sich zu den schönste Farben, aber die Sonne wollte dann doch nicht aufgehen, die war verdeckt vom „harju“ gegenüber.

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Also beschlossen wir irgendwann dann doch ins Bett zu gehen. Ich glaube, das war eine der schönsten Nächte, die ich jemals erlebt habe. Und so ganz ohne Dunkelheit. Nun ist es ja nicht so – ich gebe es zu-, dass ich zum ersten Mal in Finnland war und zum ersten Mal eine so kurze Nacht erlebt hätte, aber irgendwie war diese kurze Mittsommernacht doch wieder etwas ganz besonderes. Weil so viel Leben war, weil überall Leute fröhlich feierten, weil es so viel zu sehen gab. Und bin ich normalerweise auf Partys die erste, die einschläft – ich bin einfach keine Nachteule – so war ich in dieser Nacht keine einzige Minute müde. So schön war das alles.

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Am nächsten „Morgen“ bot sich dann vor unserer Hütte dieser Ausblick.

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Danach verbrachten wir noch einen sehr gemütlichen Tag in unserer Hütte. Weil es später doch wieder regnete und gewitterte, machten wir es uns im Bett mit unseren neuen finnischen Büchern gemütlich und wanderten nur zwischendurch ein bisschen zum Waldmuseum, um die Ausstellung anzusehen. Der darauffolgende Sonntag war ein trauriger Tag, denn die erste Etappe der Heimreise bis nach Helsinki stand an. Ein letzter Rundgang durch den Helsinkier Hafen und ein letzter Blick auf das kleine rote Häuschen, dass ich so sehr mag, weil es auf der kleinen Insel mitten im Haupthafen von Helsinki unbeirrbar steht, während Tag für Tag die riesengrossen Fähren daran vorbeifahren.

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(das kleine rote Häuschen auf der Insel hinter dem blau-weissen Schiff)

Noch einmal in die Sauna und früh am nächsten Morgen zum Flughafen. So war das in unserem Urlaub. Ich hoffe, Ihnen hat dieses Urlaubstagebuch gefallen und Sie haben Sich ein wenig mit mir freuen können und mit beim Anblick der Fotos und schönen, warmen Urlaubserinnerungen schwelgen können.

Urlaubstagebuch

„Kleine“ Vorauswahl aller Urlaubsfotos aus Finnland: 53 Fotos. Mannomann.

Aber andererseits – sollte mich das wundern? Gab es schonmal einen Urlaub, bei dem das anders war? Und dazu noch, wo dieses Jahr sowohl Kamera als auch das ApfelFon mit dabeiwaren?

Aussortieren wäre eine Möglichkeit, aber wenig praktikabel, weil irgendwie gibt es doch zu jedem Bild eine Geschichte zu erzählen. Geschichten. Geschichten davon, wie unglaublich schön es dort war und wie wehmütig ich werde, wenn ich die Fotos wieder durchsehe. ♥

Nun, ich habe es versprochen. Also muss ich das Ganze wohl aufteilen auf mehrere Blogeinträge in den kommenden Tagen und Stück für Stück erzählen. Kommt Ihr, kommen Sie mit auf die Reise?

What keeps me alive

Die liebste Freundin und ich, wir wollen seit fünf Jahren Mittsommer in Finnland feiern. Falls man das überhaupt Feiern nennen kann, wenn man den ganzen Tag lang – und so ein Mittsommertag in Skandinavien kann ziemlich lang sein –  damit verbringt abwechselnd in Sauna und See zu springen, Unmengen von Würsten mit Kartoffelsalat in sich hineinzustopfen, eine Menge Alkohol dazu zu trinken und wie alle anderen Finnen auch am nächsten Tag in der Zeitung nachzusehen, wie viele Leute denn dieses Jahr in den See gefallen und ertrunken sind. Aber egal, wir wollen Mittsommer in Finnland feiern, im See baden und verwundert morgens um sechs feststellen, dass die Nacht ja nun vorbei ist, dabei war es doch noch gar nicht dunkel. 😉

Nun war es so, dass die liebste Freundin mir im Januar verkündete, sie würde im Juni drei Wochen Urlaub nehmen und gedenke, diese auch größtenteils in Finnland zu verbringen, woraufhin ich sie nur ziemlich erstaunt anstarrte und sagte: „Na toll, da hab ich noch Uni.“ Ich war ein wenig traurig, dass sie ohne mich fahren wollte, aber gut, wer kann schon ständig Rücksicht auf mich und meine Vorlesungszeiten nehmen? Der Termin für Mittsommer tat es jedenfalls nicht und so überlegte ich ein wenig hin und ein wenig her, ob man nicht vielleicht als braver Student die Gelegenheit nützen und schwänzen könnte – das geht später im Arbeitsleben nicht mehr – aber ich verwarf diese Idee wieder, sie schien mir zu riskant. Zumal zwei Wochen später die Prüfungszeit ansteht.

Irgendwann vor ein paar Wochen dann sass ich im Büro. Eigentlich wollte ich nur im Ferienkalender etwas anderes nachsehen, ich glaube, ich wollte für eine Kollegin überprüfen, in welchen Bundesländern Heilig drei König ein Feiertag ist und aus wievielen Arbeitstagen sich demnach der Januar für die einzelnen Bundesländer zusammensetzt, da fiel plötzlich ganz zufällig mein Blick auf den Juni und auf den 23.6. Fronleichnam. Das ist wie üblich ein Donnerstag und zumindest in Bayern frei, jedoch fiel mir auf, dass es ganz genau der Donnerstag vor dem Mittsommerwochenende ist. Mittsommer wird immer am Wochenende NACH dem 21.6. gefeiert und so überlegte ich weiter, dass ich ja dann schon einmal drei freie Tage zur Verfügung hätte. Ich wurde ganz aufgeregt, könnte man da nicht? Ein Blick in meinen eigenen Kalender ergab, dass ich am Freitag den 24.6. keinen Unterricht habe, weil meine Freitagskurse geblockt und daher unregelmäßig stattfinden. Mittwochs arbeite ich, da habe ich grundsätzlich keine Vorlesungen und Dienstags habe ich einen Kurs, den wir allerdings jetzt immer schon früher anfangen, daher wird er auch früher enden. Ich kam also zu dem Ergebnis, dass, sollte Chef mir zwei Tage in der Arbeit freigeben, ich mit nur einem Tag „Schwänzen“ eine ganze Woche freihaben könnte. Ganz zitterig vor Freude rief ich abends die allerliebste Freundin an und erzählte ihr von diesem Plan, ganz zitterig vor Freude bat ich letzte Woche Chef um Urlaub und ganz zitterig vor Freude habe ich so eben einen günstigen bezahlbaren Flug ausgeguckt und gebucht.

Und so hält mich seit gut drei Wochen zwischen all dem Trubel, zwischen zwei Jobs und Studium, zwischen Gerenne und Gedöns, zwischen Erschöpfung und familiären Tragödien irgendwie ein Gedanke am Leben und bringt mich mehrmals am Tag zum Lächeln und dazu freudig zu schmunzeln.

Das ist der Gedanke an Finnland. Nach zwei Jahren zurück in die Seelenheimat.

(Und nicht dass Sie Sich jetzt was denken, ist die denn nun übergeschnappt, die Ansku? War da nicht was von wegen Prüfungszeit und so? Die Ansku wird natürlich einfach vorher schon ganz kräftig für die Prüfungen pauken, so sehr brave gewissenhafte Studentin bin ich dann anscheinend doch. Und selbst wenn nicht, eine ruhige Hütte im Wald, fernab von Internet und sonstigen Ablenkungsmanövern, ist ja prinzipiell auch nicht der allerschlechteste Ort zum Lernen. 😉 )

Hymypoika

Vor etlichen vier Jahren während meiner Zeit in Finnland hab ich mir mal rein zufällig aus der Videothek einen Film ausgeliehen, von dem ich ziemlich begeistert war. Und dank einer wunderbaren Freundin, die jetzt Neu-Münchnerin ist 😉 konnte ich diesen Film letztes Wochenende nochmal anschauen.

Der Film heisst „Hymypoika“, die englische Übersetzung ist „Young Gods“. Es geht um eine Gruppe von Abiturienten, die im Rausch der Abschlussfeier auf die ziemlich abgefahrene Idee kommen, einen Club zu gründen. Sie wollen bessere Liebhaber werden und beschliessen, sich gegenseitig beim Sex zu filmen, um dann voneinander zu lernen. Dabei gibt es drei Regeln:

1. Alles wird gefilmt.

2. Jeder muss einen Film machen.

3. Keiner darf davon etwas wissen.

Interessant ist, dass alle Jungs aus unterschiedlichen Gründen zum Filmen kommen. Waisenkind z.B. Jere erbt pünktlich zu seinem 18. Geburtstag das verlassene Haus seiner Eltern und meint, nur durch die Kamera Erinnerungen an seine Kindheit in jenem Haus wiederzubekommen. Bald jedoch artet das Projekt in einen Wettkampf aus mit allen Nebenwirkungen, die man sich denken kann und jeder Menge verletzter Gefühle. Auch das Ende ist sehr dramtisch.

Der Film mag abstossend, verwirrend, unangenehm sein, aber das soll er auch. Ich finde ihn aus irgendwelchen Gründen, die ich selber nicht genau benennen kann, total faszinierend fesselnd und er geht mri seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf wie lange kein anderer Film. Ich habe ein Interview mit dem Regisseur gesehen, der erklärte, dass es ihm schlicht und einfach um die „Übersexualisierung“ unserer Gesellschaft geht, darum dass die viele Sexualität, mit der wir täglich draussen bombardiert werden, uns zusehends abstumpfen lässt. Das fand ich sehr interessant. Der Regisseur sagte zudem, dass all diese „Übersexualisierung“ in den Innenstädte, auf Plakaten, in den Medien etc. einem erst auffällt, wenn man einmal mit einem Kind, dass das alles nicht kennt, durch eine Innenstadt geht. Dagegen wollte er mit dem Film ein Zeichen setzen.

Ich finde es ist ein gutes Zeichen. Ich weiss, dass der Film in Finnland einige Preise gewonnen hat, ob er im Ausland gezeigt worden ist, weiss ich nicht.

Und ganz besonders liebe ich den Soundtrack zu diesem Film, der ebenfalls „Hymypoika“ heisst. Ein Ansku-tune-Ohrwurm über eine Beziehung, von der man sich nicht loslösen kann, in der man doch immer wieder dem Ruf des anderen folgt auch wider besseres Wissen. Ein Ansku-tune, der mir ebenfalls seit dem Wochenende einfach nicht mehr aus dem Kopf will.

Übersetzung erste und zweite Strophe & Refrain:

„Er ruft mich mit seiner Hand und nimmt mich wieder mit sich.

Kein Erbarmen kennt er, keine Wärme, gar nichts.


Er bringt mich dazu, zu folgen und gegen meinen Willen zu handeln.

Er geht neben mir her und ich komme nicht los um zu flüchten.


Und er bringt mich viel zu leicht dazu, alles zu vergessen.

Ich sage, dass ich ihm niemals mehr zuhören werde

an diesen Traum glauben.“

Frau Lehrerin (II)

So ein typisches Lehrerphänomen:

Für 60 min. Unterricht drei – vermeintlich – „kleine“ Übungen- und Wiederholungsaufgaben und eine Lesetext vorbereitet.

Dann ein bisschen erschrocken, als meine Schülerin zu Beginn der Stunde fragte, ob wir heute 60 oder 90 min. Unterricht machen wollen. Das reicht doch wirklich niemals nie für 90 Minuten!

Letzten Endes in 90 min. zwei Übungen (Objekt und Relativpronomen) gründlich durchbesporchen. Und eigentlich war das gut so. Meine Übungen kamen wohl gut an und waren hilfreich, ich bin sehr sehr erleichtert!

Ich schätze nur, jetzt darf ich dann mich wirklich Lehrerin schimpfen, denn schon meine erste Finnischlehrerin pflegte regelmäßig zu stöhnen, dass sie NIE alles, was sie sich für eine Unterrichtsstunde vorgenommen hatte, schaffen würde. 😉