Hörbuchabo

Ich schrieb ja neulich, dass ich zunehmend mehr Hörbücher höre. Bei Spaziergängen, auf dem Weg zur Arbeit, einfach so zu Hause und es gefällt mir immer mehr, einfach zuzuhören und mich in ferne Welten zu träumen. Inzwischen bin ich auch stolze Besitzerin eines Hörbuchabos und fiebere jeden Monat eifrig auf den 22. hin, da darf ich mir wieder ein Hörbuch aussuchen. Die Merkliste dort ist inzwischen auch bereits durchaus umfangreich, allerdings – und das ist der Haken an der Sache – zu großen Teilen auch deckungsgleich mit meiner Amazon-Merkliste für Bücherwünsche.

Aber sagen Sie doch einmal, wie entscheidet man, ob man ein Buch lieber hört oder lieber „in echt“ liest? Für die kommenden Monate habe ich mir zunächst die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson vorgenommen, ich bin also erstmal versorgt, aber diese Entscheidung fiel mir nicht wirklich leicht. Wann ist es besser, ein Buch zu lesen und wann ist es besser, ein Buch zu hören?

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Weihnachten & Ostern

Bin mit der liebsten Freundin an einem Schuhladen vorbeigelaufen, nicht wie sonst vorbeigerannt.

Habe schöne Schuhe im Schaufenster gesehen.

Bin in den Laden gegangen und habe die Schuhe anprobiert.

Bin ein paar 10 15 20 Runden im Laden auf- und abgelaufen.

Könnte es nicht glauben.

Habe die Schuhe gekauft.

Hat insgesamt vielleicht 20 min. gedauert.

Habe jetzt schöne neue schicke Sommerschühchen.

Was erzählt uns die Ansku denn da, denken Sie Sich jetzt sicherlich. Spinnt die jetzt? Ist doch das normalste der Welt, Schuhekaufen. Interessiert doch kein Borstentier.

Nein, eben nicht. Und jetzt plötzlich doch schicke Schühchen, in 20 min. Fast shoes, sozusagen.

Fühle mich gerade wie Weihnachten und Ostern zugleich, sehr väliept.

Noch übrig

(Ich bin wohl noch nicht so ganz ans Arbeitsleben gewöhnt, denn ich bin immer noch am Ende eines jeden Monats unglaublich erstaunt darüber, dass ich es nicht geschafft habe, soviel Geld auszugeben wie ich verdiene noch Geld auf dem Konto übrig ist und zwar mehr als die üblichen 5 Euro. Gestern, nachdem ich so böse gesündigt hatte und soviel Geld für Klamotten ausgegeben hatte, wie eine Nacht im Eishotel in Kemi kosten würde, hab ich erstmal total Panik bekommen und mir gedacht: Naaaain, das kann doch nicht sein, das darf doch nicht sein, dass ich soviel Geld ausgegeben habe! Mönsch! Ich wollt doch sparen für den Urlaub! Und nun das ganz schöne Geld wieder futsch, – Frau Ansku, was hast Du da nur wieder angestellt, hm?  So eine typische Studentenreaktion war das: Oh! MEIN! GOTT! Ich habe Geld ausgegeben! Wovon soll ich mir jetzt morgen noch mein Brot kaufen?

Ich hab mich erst wieder beruhigt, nachdem ich zur nächsten Filiale der Bank meines Vertrauens gerannt gelaufen war und meinen Kontostand überprüft hatte und mich persönlich davon überzeugt hatte, dass immerhin noch soviel Geld da ist, dass davon schonmal einen fast einen halben Urlaub bezahlen könnte – und es ist noch nicht einmal mehr soviel vom Monat übrig, dann kommt schon das nächste Gehalt. So beruhigend, so schön ist das nach diesen ganzen Studentenjahren, das entschädigt für so vieles momentan!)

Power-Shopping-Week II

Heute endlich mit zwei Freundinnen shoppen gewesen!!!

Von halb sechs bis sieben!!

Nach Geburtstagsgeschenken geguckt! Warum müssen nur „alle“ meine Freunde und noch das eine oder andere Familienmitglied im März Geburtstag haben?

Außer ein paar Ideen nichts gefunden.

… nur am Schluss noch ein Poloshirt für mich in einer Farbe, die ich schon lange wollte.

😆

(Und jetzt erzählen Sie mir bitte nicht der nächste Samstag kommt bestimmt, denn erstens vermeide ich Shopping-Samstag in der Münchner Innenstadt, solange das Arbeitsleben mich noch nicht völlig in seinen Fittichen hat es noch irgendwie vermeidbar ist und zweitens muss ich nächsten Samstag, also übermorgen arbeiten.)

Jamba

Also mein neuer bester Freund, das ist ja der Nils, ne? Oder steht hier wirklich noch irgendjemand auf den Eddybär? Das ist doch Kinder.ka.cke! Ich spiel lieber, wenn ich mir nicht mindestens 10 Games pro Tag runterlade, dann fehlt mir was. Und so zwischendurch habe ich mir natürlich auch die Taschenlampenfunktion, den Treuetester, den PartnerTracker und den Liebestest für mein Handy heruntergeladen. Ach, haben Sie auch alle schon das brandneue Handysolarium??? Ich frag mich nur, warum meine Haut nicht braun wird, ich halt immerhin 6 Stunden täglich mein Handy vor mein Gesicht und meine Ti.tt.en halte, aber irgendwie wird das nicht, obwohl doch auf dem Bildschirm diese Solariumslichter zu sehen sind. ich versteh das nicht.

Ach diese ganzen harten, beleidigenden Klingelton-Sprüche, wissen Sie, darüber bin ich schon hinweg. Wenn ich mal jemanden so richtig „fies verarschen“ will, dann hol ich mir den Mobile Spy, damit kann ich per Handy herausfinden, wo meine Freunde sich gerade aufhalten und kann sie „voll verarschen“. Haben die in der Werbung gesagt. Und mich erstaunt auch nicht, dass die Julia-Video-Klingeltonwerbung auf VIVA mitten im Nachmittags- und frühen Abendprogramm läuft, ist doch ein Video-Klingelton wie jeder andere auch, oder? Oh, mein Handy stöhnt schon wieder! Sorry, isch muss weg… – Oh nein, der Handy-Wachhund, nein, aaaaah! Bitte nich‘ beißen, Auaaaa!!!

Ich glaube, wir brauchen langsam keine PISA-Studie mehr, um zu beweisen, wie es um das Bildungsniveau Deutschlands steht, wir haben ja gottseidank Jam.ba. (Auch wenn sie gerade anscheinend versuchen, wenigstens ansatzweise erzieherisch und abschreckend auf die Jugend einzuwirken.)

Frühshopping

Ich bin so gut wie weg. Die liebste Freundin ist für ein verlängertes Wochenende auf Heimatbesuch aus Wien und wir wollen den frühen, sonnigen Montag nützen, um shoppen zu gehen. Gelernt wird später!

Ich werde also einen wunderbaren Mädels-Shopping-Vormittag haben. Ich werde mich aber auch – eine Sensation, wenn man bedenkt, dass heute der 10. November ist – in Punkto Weihnachtsgeschenke etwas umsehen und inspirieren lassen. Wohl bewußt dessen, dass auch diese guten Vorsätze nicht verhindern werden, dass ich mich heute sowieso für nichts entscheiden kann und mit leeren Hände nach Hause zurückkehren werde und dann doch wieder alles eine Woche vor Weihnachten kaufen werde.

Ich werde mich aber auch ganz allmählich, still, leise und heimlich von einem der Vorzüge des Studentenlebens, von einer liebgewonnenen Tradition verabschieden, nämlich den gemöterlischen, ruhigen Weihnachtsshopping-Vormittagen mit leeren Geschäften und vor allem ohne Geschubse, Geschrei und Gezank mit anderen Kunden, wer den letzten Ohrwärmer für Oma aus dem Grabbeltisch bekommt. Der Luxus, mal einen Vormittag blau machen zu können sich um die normalen Arbeitnehmer-Shoppingzeiten und vor allem um die überfüllten Adventssamstage drücken zu können, hat das ganze in den letzten Jahren unglaublich entspannt und die Freude an Überraschungen und am Schenken bei mir noch mehr vergrößert, schließlich denkt, überrascht und konspiriert es sich leichter, wenn nicht gleichzeitig 3 Mütter im 50 Grad heißen Kaufhaus neben einem schreien „Marten-Levin!!!! Du lässt jetzt SOFFORTT den Stapel mit den Sektkelchen in Ruhe. MARTEN-LEVIN…!!!“, während von rechts eine Gruppe Teenager sich nähert, in der Meinung, sie müssten sich unbedingt noch durch die 2mm breiten Lücke zwischen mir und dem Rentnerehepaar durchquetschen.

Was nächstes Jahr sein wird? Ma weiss es nüscht, aber ich fürchte eher, dass es auf den Ernst des Lebens überfüllte Adventssamstage hinauslaufen wird, deshalb werde ich jetzt noch meine studentischen Mädels-Weihnachtsshopping-Vormittage soweit wie das Lernpensum es zu lässt ausgiebig geniessen und dann still leise und heimlich goodbye sagen.

Euch allen und Ihnen allen wünsche ich einen ebenso schönen Start in die Woche und viele schöne, spannende, erkenntnisreiche und inspirierende Erlebnisse!

Darf’s auch etwas teurer sein?

Samstag waren Frau Ansku und die Ansku-Mama sehr viel Geld ausgeben shoppen. Allerdings seit dem Umbau des Modehauses unseres Vertrauens in der Nähe war ich dort noch nicht wieder und somit kommt, was kommen musste: Frau Ansku landet ersteinmal in der falschen Abteilung, nämlich die Abteilung für den wohlgefüllten Geldbeutel, merkt das aber nicht.

Also gucke ich ziellos durch die Klamottenberge Reihen und ziehe eine graue Strickjacke heraus. Die Ansku-Mutter und die plötzlich aufgetauchte Verkäuferin sind sehr begeistert von dem Teil, ich bin mir etwas unsicher, ob ich dadrin nicht etwas schwanger aussehe. Dennoch schaue ich weiter, ob es die Jacke auch noch in einer anderen Farbe gibt. Grau ist sowieso nicht ganz so meines. Steht mir einfach nicht. Währenddessen hat die liebste Ansku-Mutter die Jacke in der Hand, sieht auf das Preisschild und keucht bemerkt: „Ansku, das ist Kaschmir, die Jacke kaufen wir ganz bestimmt nicht. Die kostet 299 Eur. Ich glaube, wir sind hier in der falschen Abteilung, wir gehen jetzt besser ganz schnell mal rüber in die andere Abteilung für JUNGE Mode.“ Ich lasse fast die Jacke in der anderen Farbe fallen und wir wollen uns schnell aus dem Staub machen, da ruft uns die Verkäuferin noch hinterher:

„Ich hätte aber auch noch andere Jacken hier! Die kostet auch nur 199 Euro…“