11 Fragen 

Die wunderbare Souffleurlos hat mir elf Fragen gestellt und ich finde das ganz wunderbar, weil es ja allgemein in den Blogs, die ich früher gelesen und gemocht habe recht still geworden ist und deshalb hier schon lange kein Stöckchen mehr vorbeigeflogen ist. Ich antworte also äußerst gerne, wenn auch leider wegen Geburtstag feiern und Nachtdiensten und so weiter etwas verspätet. Ich bitte um Verzeihung!

1.) Welche ist deine liebste Kindheitserinnerung?
Ich glaube, das dürften so generell die Ferien bei meinen Großeltern und auf dem Bauernhof meines Onkels in NRW sein. Da gab es Wald, Wiesen und für mich ganz wichtig – Pferde!

Außerdem gibt es ein paar einzelne Ereignisse, an die ich mich gerne zurückerinnere. So gab es zum Beispiel einmal ein Weihnachten, an dem meine Eltern finanziell etwas knapp waren und uns daher schon vorher angekündigt hatten, dass es wohl nicht so viele Geschenke geben würde wie all die Jahre zuvor. Aber dann, am Weihnachtsabend, kamen wir Kinder ins Wohnzimmer und der Boden war nahezu übersäät mit Geschenken! Das war eine Überraschung, wir trauten unseren Augen kaum. Als wir dann anfingen auszupacken, waren zwar ein Drittel der Geschenke Gutscheine (“Du darfst einmal den Tisch abdecken.” “Du darfst einmal Staubsaugen” “…den Müll runterbringen”) und ein weiteres Drittel einfach Nieten (“leider nicht”), aber das Auspacken war ein Erlebnis und ist auf jeden Fall in Erinnerung geblieben, allerdings auf unterschiedliche Arten: Ich habe es als sehr spaßig im Gedächtnis, meine Mutter erzählte neulich, auf das Thema angesprochen, dass ich einen furchtbaren Wutanfall bekommen hätte. ;)

Die dritte Erinnerung, die mir spontan in den Sinn gekommen ist, ist der Tag als wir umzogen in die jetzige Wohnung meiner Eltern. Viele Nachbarn und Freunde haben meinen Eltern geholfen und wir Kinder waren für diesen einen Tag alle bei Opa und Oma ausgelagert und durften machen, was wir wollten. Bei Opa und Oma durften wir sowieso immer das tun, was wir wollten, aber an diesem Tag, mit allen Freunden, war es besonders schön und wir haben sehr sehr lange gespielt.

2.) Welcher Moment war der schlimmste deines Lebens? Als du dachtest, du wirst nie wieder glücklich?

Das war definitiv – wenn man den ersten Gedanken ernst nimmt, der einem bei so eine Frage kommt – die Krankheit im letzten Sommer. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt und keiner konnte mir helfen. Ich hatte wirklich Panik, dass mein Leben, so wie es bisher war, vorbei ist und ab jetzt nur noch von Medikamenten benebelt an mir vorbeizieht. Gottseidank ist es anders gekommen und es geht mir heute wieder gut! Nicht ganz 100% wie früher, aber doch 95% und mit den wenigen an und zu noch auftretenden Einschränkungen kann man gut leben.

3.) Bist du glücklich gerade?

Ich habe im letzten Jahr einige entscheidende Änderungen in meinem Leben eingeleitet und habe sehr viel lernen dürfen über mich, über mein bisheriges Leben und über das Leben im Allgemeinen. Und ich lerne gerade, aus mir selbst heraus glücklich zu sein, einfach so, zur Not auch ohne Mann und Kinder, ohne Befingungen und Erwartungen. Noch gelingt es nicht immer (vor allem nicht todmüde nach drei Nachtdiensten, so wie jetzt gerade), aber ich bekomme gerade eine leise Ahnung davon, wie es sein könnte. Und das wiederum macht mich gerade sehr glücklich. Also noch glücklicher.

4.) Welcher Ort wärmt dein Herz?

Ich glaube bei mir hängt es eher von den Menschen als von den Orten ab. Ich habe keinen wirklichen Herzensort, zumindest nicht in München. Als ich in Helsinki gelebt habe, gab es allerdings tatsächlich einen Ort in der Nähe des Hafens, an dem ich völlig zur Ruhe kommen und loslassen konnte. So ein Ort des totalen inneren Friedens und das war zu dieser Zeit wirklich nicht so einfach mit dem inneren Frieden. Ich würde allgemein sagen, dass am Wasser mein Herz auflebt und natürlich in meiner Wohnung.

5.) Wenn du gerade woanders sein könntest, wo oder bei wem wärst du dann?

Da muss ich tatsächlich passen, mir fällt gerade ein andere Ort und keine Person ein. Also es gibt da natürlich diesen einen Herzenswunsch, und bei derjenigen (zukünftigen) Person wäre ich gerne, aber das ist ja noch Zukunftsmusik.

6.) Ein Buch, das dich verändert hat?

Meine Mutter hat mir einmal zwei Bücher geschenkt von Marlo Morgan über die Aboriginies, Traumfänger und Traumreisende. Und ich erinnere mich, dass mich die Spirituralität dieser, die Kultur und diese Reise zu den eigenen Wurzeln sehr fasziniert haben und mich sehr geprägt haben. Das war aber schon vor zehn ooder fünfzehn Jahren und ich weiß den Inhalt nicht mehr sonderlich gut, vielleicht sollte ich die Bücher mal wieder lesen.

7.) Ein Hobby für das du gern Zeit fändest?

Ich hätte gerne für ALLE meine Hobbys mehr Zeit, ich arbeite seit Jahren insgeheim in meinem Kellerlabor an der Einführung des 48-Stunden-Tages! Nähen, stricken, lesen, singen, kochen, schreiben, puzzlen, es gibt so viele schöne Dinge, die man machen könnte, wenn nur die Zeit… Manchmal sitze ich am Wochenende (oder hahaha, wenn ich dann mal frei habe) da und weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll, weil ich so gerne alles machen möchte.

Wenn es aber darum geht, Zeit für ein Hobby zu haben, das ich noch nicht ausübe, dann würde ich gerne einen Tauchschein machen (allerdings fehlt mir da auch noch ein bisschen der Mut zu, siehe Frage 10) und wieder in einem Chor singen. Und ich würde mich gerne ehrenamtlich und/ oder politisch engagieren, z.B. in einem Verein, auch um ein bisschen neue Leute kennenzulernen. Nur leider habe ich da immer noch keine Entscheidung getroffen, was genau ich eigentlich machen will.

Wie gesagt, Einführung des 48-Stunden-Tages usw.!

8.) Was magst du überhaupt nicht an dir?

Sorry, aber diese Frage verbietet sich von selbst. ;-) Man sollte sich selber wertschätzen, statt ständig an sich herumzukritisieren (siehe Frage 3!!!), also erzähle ich jetzt mal, was ich an mir mag: Meine Zuverlässigkeit, meinen Humor und dass ich mich für die Dinge die mir wichtig sind bis zum bitteren Ende engagiere und kämpfe.

9.) Was mögen andere an dir?

Diese Frage ist schon besser. ;) Mein Lachen, meine Warmherzigkeit und meine Treue.

10.) Wofür hättest du gern Mut?

Oben schon geschrieben, ich hätte gerne den Mut, einen Tauchschein zu machen.  Und offener und ehrlicher meine Meinung zu sagen, zu mir selber zu stehen. Aber ich arbeite dran!

11.) Der Soundtrack deines Lebens?

Ich hab ein Lied, dass mich inzwischen seit 10 Jahren immer wieder mitreisst, immer wieder unter meinen Lieblingsliedern auftaucht. Das ist von Joss Stone “Karma”. Als einen Soundtrack meines Lebens würde ich das aber nicht bezeichnen, das Lied hat nicht wirklich etwas mit mir oder meinem Leben zu tun.

So, jetzt wäre die nächste Aufgabe, sich elf neue Fragen auszudenken und diese an elf neue Blogger weiterzugeben. Da aber alle Blogs, die von meinen alten Lieblingsblogs noch aktiv sind (z.B. Frau Brüllen, Frau Mutti, soulsilence) das Stöckchen bereits beantwortet haben, spare ich mir das und lasse das Stöcklein hier liegen. Wer mag, darf es gerne aufheben und die Fragen beantworten, gerne auch in den Kommentaren. Ich hoffe, die liebste Frau Kassiopeia hat nichts dagegen. ;)

Passwort

Der vorige Blogpost hat mit der Arbeit zu tun und ist deshalb mit einem Passwort geschützt. Wer von meinen treuen und bekannten Lesern möchte, darf aber natürlich gerne das Passwort haben. Ich werde das in Zukunft auch so beibehalten. 

Einfach hier einen kurzen Kommentar hinterlassen. ;)

Mehr in 2016

Willkommen in 2016. ich hoffe Sie hatten schöne und erholsame Weihnachtstage und haben es sich gut gehen lassen, sich die Bäuche vollgeschlagen und alles, was dazu gehört. Und hoffentlich sind Sie auch gut in das neue Jahr gerutscht – nicht wörtlich genommen – und haben einen netten Abend mit Ihren Liebsten verbracht. 

Ein neues Jahr liegt vor uns, leer und unbeschrieben. Ich für meinen Teil kann sagen, dass selbst dieses noch so jungfräuliche Jahr bereits so einige Böcke geschossen hat, so dass sich das übliche erwartungsschwangere, hoffnungsvolle Neujahrsgefühl bei mir bisher nicht einzustellen vermochte. Dennoch möchte ich kurz ein paar Dinge für dieses Jahr loswerden, einiges davon geht mir seit längerer Zeit im Kopf herum. 

Viel zu oft höre ich von Menschen, dass ja alles zu viel wäre. Weihnachten ist zuviel, und überhaupt ist ja alles nur Konsum. Und man schenkt sich ja neuerdings unter Erwachsenen nichts mehr. Und überhaupt, die Feiertage, alles nur Stress, die Verwandtschaft. Deshalb gibt es an Weihnachten traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat,  weil das macht wenig Arbeit. Und dieser Valentinstag, den feiern wir schon gar nicht. Wir haben das nicht nötig, denn wir zeigen uns ja regelmäßig dass wir uns lieben. (Tun wir das wirklich?). 

Auch scheine ich einer der letzten Eremiten zu sein, die ihren Geburtstag feiert. Weil “nein, mir ist das unangenehm im Mittelpunkt zu stehen” oder “ach, ist ja nicht so wichtig, dieser Tag”. Auch der neueste Schrei beim Konsum geht in die Richtung “Verzichte!” “Möglichst wenig haben, möglichst wenig besitzen” “bloß nicht zu viel”. 

Gleichzeitig wird aber unser aller Alltag immer voller, immer hektischer. Es gibt immer mehr Termine, ToDs, Hin und Hers, immer noch etwas zu tun. Ich beobachte das in meinem Umfeld, aber auch an mir selbst. Der Alltag ist so viel und so voll, dass wir abends vollkommen überfüttert und ermattet auf das Sofa sinken und am liebsten nichts mehr sehen und hören möchten, statt noch ein wenig spazieren zu gehen. Oder eine Freundin anzurufen. Freizeitaktivitäten bestehen hauptsächlich aus Fitnessstudio, denn man muss ja in Form bleiben, die neue Art der Selbstverwirklichung. 

Unser Privatleben, Feste, Freunde, Freizeit schränken wir also immer mehr ein, verzichten auf immer mehr zugunsten von was? Zugunsten der Arbeit? Sind wir nur noch Arbeitstiere, die nach Feierabend brav zurück in ihren Bau kriechen? Ich nehme mich da nicht aus, auch mich kostet es enorme Anstrengungen, um wieder vom Sofa hochzukommen. Um Feste zu organisieren und Freunde zu treffen. 

Denn ja, mir ist es wichtig, meinen Geburtstag zu feiern. Nicht wegen dem Geburtstag, sondern wegen dem feiern. Es ist eine Gelegenheit (im günstigsten Fall eine von vielen), wo ich alle meine Lieblingsmenschen um mich herum versammelt habe, wo ich mit ihnen allen feiern und sie verwöhnen und die Zeit mit ihnen genießen kann. 

Und ja, mir ist es wichtig Weihnachten zu feiern mit allem was dazugehört. Mit Baum, Geschenken, festlicher Dekoration und Essen bis allen die Bäuche platzen. Weil es mir das wert ist, auch wenn ich dafür drei Tage in der Küche stehe und wenn ich mir dafür die Hacken wund laufe auf der Suche nach ein paar kleinen liebevoll ausgesuchten Geschenken (denn bei GEschenken geht es ja schon qua Definition nicht um Konsum, sondern um Aufmerksamkeit für den BEschenkten, auch das ist so ein grundlegender Irrtum unserer übersättigten Wohlstandsgesellschaft). Weil meine Familie es mir wert ist und weil es kein einziges Mal sonst im Jahr so eine festliche und erhabene Stimmung gibt. Weil das die Momente sind, an die man sich später erinnert. Nicht der fünfhundertste Nachmittag in der Arbeit oder die Schinderei im Fitnessstudio ist es, an den wir später einmal gerne zurückdenken, sondern an diese Momente, die für einen Augenblick den ganzen Alltag, das ganze Gewusel vergessen machen. Und weil Feste wichtig sind. Sie sind wiederkehrende Rituale, die uns daran erinnern, was wirklich wichtig ist im Leben. Nämlich Freunde (Geburtstag), Famille (Weihnachten) und der Partner (Valentinstag). 

Und deshalb wünsche ich mir und ihnen allen da draußen in 2016 nur eines: Mehr. Mehr Feste, mehr Feiern, mehr Zeit mit Freunden, mehr Unsinn im Sinn, mehr Urlaub, mehr Verschwendung, mehr durchwachte und durchzechte Nächte, mehr Ich im Jetzt und Hier, mehr Herzklopfmomente, mehr Frezeit, mehr Überraschungen, mehr sich auch mal etwas gönnen, mehr Mut zur Lücke, mehr Konfetti, mehr hemmungsloses Kichern und Lachen. Mehr von allem. 

Und auch ich wünsche mir dieses Jahr ein bisschen mehr von allem, ich möchte vor allem mehr Freizeit und mehr diese auch sinnvoll nutzen. Ich möchte mich mehr politisch emgagieren, möchte gerne etwas ehrenamtlich arbeiten und ich möchte wieder mehr sprachwissenschaftliches lesen; ich möchte mehr nähen und stricken und vor allem möchte ich wieder mehr Zeit mit Freunden verbringen. 

Das sind meine Wünsche für mich und für unsere ganze Gesellschaft für dieses noch so jungfräulichen Jahr. Oder auch nur ein großer Wunsch. Mehr in 2016. 

Angepasst 

Alles neu macht 2016. Sollte man zumindest meinen, wenn man sich einmal Fernsehwerbung anschaut. Den Supermarkt-, Technik- und Süsskramspots der Vorweihnachtszeit sind nun hauptsächlich Werbung zu den folgenden Themen gewichen: Abnehmen, Fitness, Reiseportale, Jobportale, Kinofilme, Hobbies wie z. B. Stricken oder Modellbau, Immobilienportale. 

Neues Jahr, neuer Look, neue Wohnung, neuer Job, neues Hobby, neue Urlaubspläne. Ein Auswachs unseres wachsenden Zwanges zur Selbstoptimierung. Und eine interessante Manipulation unseres Kaufverhaltens. Oder gibt es tatsächlich SO viele Menschen, die nach der Geschäftigkeit der Weihnachtstage, dem Ende der glühweinschweren Weihnachtsmärkte jetzt nicht mehr wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen, dass sie das Fernsehen  brauchen, um ein neues Hobby auszuprobieren? 

Und? Haben Sie in 2016 schon ihren Traumjob gefunden und ihr Wunschgewicht erreicht? Den Urlaub gebucht, die neue Yoga-Kollektion eines namhaften deutschen Kaffeerösters erworben und den Mietvertrag für die Traumwohnung unterschrieben? Nein? Na dann wird es jetzt höchste Zeit! 

2015 in Bildern

Januar

Es gibt laut meiner Kollegin ein Sprichwort, nachdem man das, was man am 1. Januar tut, auch das ganze Jahr hindurch tat. Am 1. Januar war mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub, ich habe also gearbeitet. Ein böses Omen für dieses Jahr?

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Schnee! Endlich gibt es Schnee, wie es sich für einen richtigen Winter gehört! Und ich darf endlich – natürlich auch bei Schneesturm – umziehen in meine neue, meine erste eigene Wohnung. Meine liebste Freizeitbeschäftigung sind in den nächsten Monaten Möbelhäuser, aber nach einigen Startschwierigkeiten fühle ich mich sehr schnell sehr heimisch.img_6656

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Alles bereit für den Umzug

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Angekommen! Das wichtigste “Möbelstück” steht schonmal!

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Februar

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Es ist immer noch ziemlich kalt und wir feiern eine ziemlich rauschende und lustige Einweihungsparty mit Familie und Freunden.

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Ich verbringe viel Zeit in Möbelhäusern, aber allmählich wird es wohnlich in meiner Stube!

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März

Es wird zunehmend gemütlicher bei mir, daher dreht sich auch bei Fotos vieles im meine Wohnung und um Essen… Der März scheint ein recht ruhiger Monat gewesen zu sein, die Ruhe vor dem Sturm sozusagen.

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April

Ich feiere mit den Jungs Ostern in der Arbeit, das ist doch unerwartet schön. IMG_7355.JPG

Mit den liebsten Kollegen fahren wir für vier Tage nach Straßbourg oder besser gesagt für drei Nächte. Ich staune, mit wie wenig Schlaf der Mensch auskommen kann (in drei Nächten acht Stunden insgesamt), aber alles ist sehr sehr toll.

Dann darf ich gleich danach für ein Wochenende zum Bruderherz nach London hoppen, London my love!

Mai

Den Mai möchte ich bitte in diesem Jahr streichen. Gegen Monatsende bekomme ich eine Diagnose oder auch eine Hiobsbotschaft, die den weiteren Verlauf des Jahres ziemlich verändert. Ich muss Medikamente nehmen, deren Nebenwirkungen mich fast umhauen. Den Geburtstag meiner Mama erlebe ich größtenteils von der Couch aus, zu mehr reicht es nicht. Aber dennoch geht es erstmal mit der Familie nach Italien, auch wenn ich den Urlaub nicht ganz so genießen kann, weil mir von jeder Pizza übel wird und ich bei 25 Grad am Strand friere wie ein Schneider und taube Hände habe.

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Juni

Nach der Wohnung wird nun endlich auch meine Terrasse wohnlich. Ich entdecke meinen bisher nicht vorhandenen grünen Daumen, meine beiden neuen Rosen entwickeln sich prächtig und fühlen sich scheinbar bei mir ziemlich wohl. Sie blühen bis weit in den Dezember hinein, was mich wirklich sehr glücklich macht, weil ich ein bisschen Angst hatte vor diesem Experiment “eigene Terrasse”, eben weil nicht vorhandener grüner Daumen.

Ich bin also bereit für den Sommer, hätte sogar zwei Wochen Urlaub, allerdings verbringe ich diese dann doch hauptsächlich krankgeschrieben auf der Couch, mir geht es sehr elend.

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Juli

Auch über den Juli gibt es wenig zu berichten. Mir geht es immer noch gesundheitlich schlecht, ich schleppe mich mehr oder weniger zur und durch die Arbeit. Ich nehme jetzt ein homöopathisches Medikament, damit geht es langsam aufwärts. Dafür darf ich für lange Zeit keinen Kaffee mehr trinken, aber das ist alles besser als das davor.Der letzte Cappuchino auf der Terrasse, danach probiere ich mich durch sämtliche aufindbaren Sorten Getreidekaffee und lande letzten Endes doch wieder bei entkoffeiniertem Kaffee.

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Gegen Ende des Monats wird es endlich besser, dafür habe ich die bescheuerte Idee, einen zweiwöchigen Intensivekurs Persisch zu machen ohne dafür Urlaub bekommen zu haben. Mein Leben sieht für zwei Wochen ungefähr so aus: Tagsüber in der Uni lernen, abends und am Wochenende in die Arbeit. Danach bin ich richtig k.o., aber auch irgendwie glücklich. Der Kurs war großartig und ich habe viele tolle Menschen kennenlernen dürfen.

August

Ganz allmählich geht es mir besser und ich kann nun doch noch einen Rest dieses Traumsommers genießen. Das tue ich ausgiebigst Ende August und auch noch in meinem Urlaub im September an verschiedenen bayrischen Badeseen. #seentour

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(Nach dem Joggen die Füße in den See stecken, herrlich!)

September

Endlich “richtig” Urlaub! Meine Beschwerden habe ich dank Homöopathie einigermaßen im Griff und kann mich jetzt endlich auf einen zweiwöchigen Urlaub freuen. Der beginnt auch gleich ziemlich großartig mit einer After Work Party über den Dächern der Stadt.

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Und weil ich an Rituale glaube, gibt es auch jetzt wieder ein Urlaubsanfangs-Frühstück. Einmal habe ich das ausfallen lassen und wie der Urlaub geendet hat, lesen Sie bitte im Juni nach…

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Es geht noch einmal nach London Baby!! Wieder einmal oder immer noch – eine große Liebe.

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Dieses Mal geht es auch ans Meer, nach Brighton.

Oktober

Mein erstes selbstgenähtes Shirt ist endlich fertig! Ich bin ein bisschen stolz wie Bolle.

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November

(Urlaubsanfangsfrühstück beim Lieblingsbäcker, obligatorisch.)

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Ich habe nochmal Urlaub und es geht nach Berlin! Ich war 10 Jahre nicht mehr in der Stadt und beschließe, dass das auf gar keinen Fall wieder passieren darf, denn irgendwie ist Berlin schon ziemlich dufte.

Sagte ich shcon, dass Berlin dufte ist? Sogar mit Einhornpupsen auf dem Mülleimer.

Kleine Stärkung für den Ausflug nach Potsdam

Hier war ich schonmal in der 11. Klasse. Das war vor ca. 16 Jahren. Ich werde sehr melancholisch.

Zum Abschied gibt es ein richtig feines Sushi mit meinen wunderbaren Gastgebern. Ach, Bloggersdorf ist schon toll, selbst wenn es nicht mehr so existiert wie früher.

Dezember

Ich springe mal eben für meine kranke Chefin ein und halte einen Vortrag für die VHS – der dann letztendlich doch nur aus vier Teilnehmern und einer netten Gesprächsrunde besteht.

Endlich Weihnachten! Und Urlaub!

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Ich bastele zum ersten Mal selber einen Adventskranz. Für mich! Und auch für die urlaubenden Eltern.

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Und überhaupt wird es recht schön weihnachtlich bei mir, unter anderem sind auch die Vorhänge endlich fertig genäht!

Tagebuchbloggen Januar ’16

Ups, beinahe hätte ich in der Überschrift geschrieben, Januar ’15, aber das ist ja nun schon vorbei. Herzlich willkommen also zu einem neuen Jahr Tagebuchbloggen! Wie jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen wieder: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? und ich stehe nur allzu gerne Rede und Antwort.

Ich habe gerade vier Tage frei, das habe ich mir nach einem Arbeitsmarathon über Silvester auch schwerst verdieint. Von daher darf ich ausschlafen. Vermutlich so gegen 8 Uhr schlage ich zum ersten Mal die Augen auf, habe aber noch keine Lust aufzustehen, drehe mich nochmal rum, um etwas zu dösen und als ich dann das nächste Mal aufwache ist es 9.07 Uhr. Wow, ich habe zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen ca. 8,5 Stunden geschlafen, das ist für meine Verhältnisse schon richtig gut. Vielleicht wird dieses Jahr doch nicht ganz so schlaflos wie das letzte. Meine Schlafapp bescheinigt mir ebenfalls eine Schlafqualität von 92 %, das möchte ich allerdings dann doch leise anzweifeln, denn ich war definitiv einige Male kurz wach, wie man auch an den Kurven der App sehen kann. Aber hey, das lässt sich doch für diesen Tag recht gut an.

 
Ich stehe auf, mache mir einen Kaffee und wollte mich eigentlich aufs Sofa verziehen. Ich bin verdammt süchtig nach meiner Puzzle-App auf dem iPad und der ideale Tagesbeginn ist für mich eine halbe Stunde auf dem Sofa herumhängen mit Kaffee und puzzlen. Aber dann fällt mir ein, dass ich die neuen schönen warmen Haussocken, die ich zu Weihnachten von meinem Bruder bekommen habe, anziehen könnte (ich finde Hausschuhe furchtbar unbequem – wenn man aufs Sofa will, dann muss man die erst ausziehen und wenn man sie gerade NICHT ausziehen will, fallen sie einem von den Füßen, deshalb auf ausdrücklichen Wunsch hin Haussocken). Allerdings fällt mir dann auf, wie dreckig und voller Brösel der Fußboden in meiner Wohnung ist und es wäre doch schade, wenn schon nach zwei Wochen die neuen Haussocken voller Brösel kleben würden und deshalb gebe ich meinem inneren Putzfimmel nach und fege erstmal meine Wohnung (Memo an mich: Staubsauger kaufen!!!). Bis ich dann endlich fertig bin, die neuen Haussocken an den Füßen habe und mit Kaffee und iPad auf dem Sofa liege, ist der Kaffee leider kalt. ;)

Nach einer halben Stunde ist es dann auch schon 10:30 Uhr und ich beschließe, jetzt schnell in der Arbeit anzurufen. Heute ziehen nämlich vier unserer Jungs aus. Vier, das ist erstmal schon eine Zahl und zweitens, drei von diesen Jungs waren ziemlich lange – sehr lange – bei uns und irgendwie ist das alles schon ganz schön komisch, die “großen” Kinder so in die Welt hinausziehen zu lassen. Und da ich mich am Wochenende als ich das letzte Mal in der Arbeit war nur von einem Jugendlichen verabschieden konnte, möchte ich heute gerne trotz frei kurz (!) in die Arbeit und das nachholen. Ich rufe also kurz den Kollegen an, um zu fragen wie denn die Umzugspläne sind und erfahre, dass der Umzug für 12 Uhr geplant ist. Das bedeutet, ich muss mich nun doch sputen, allerdings bin ich dann auch früher wieder daheim und kann vielleicht heute noch etwas nähen, juchu! Ich raffe also meine müden Knochen vom Sofa auf, springe unter die Dusche und ziehe mich an. Gegen 11.40 Uhr bin ich in der Arbeit. Die Jungs freuen sich sehr, mich zu sehen und finden es toll, dass ich zum Verabschieden gekommen bin. Spontan werde ich zur neuen “Präsidentin” unseres Hauses ernannt (Als es mal um Berufe ging, hat er diesen “Berufswunsch” genannt und das ist geblieben, nun über ein halbes Jahr. ;) Ich war dann in Folge “Minister” und wurde heute, weil der Junge eben auszieht, zur “Präsidentin” befordert – so schnell kann man Karriere machen!!). Ich darf also würdevoll im Bürosessel Platz nehmen und bekomme ein Stück Pizza serviert. Präsident-sein ist ziemlich cool. Wir haben sehr viel Spaß, einzig mein armer Kollege hängt etwas schief auf dem Stuhl und schnieft ganz schön, aber die Verstärkung in Form meiner Lieblingschefin ist noch nicht in Sicht, also sage ich dem Kollegen, er könne ruhig schon einmal die erste Fuhre Jungs und Zeug in die neue Einrichtung fahren, ich bleibe kurz da bis meine Lieblingschefin kommt.

Ich esse noch ein Stück Pizza, denn inzwischen merke ich, dass ich mal wieder vergessen habe zu frühstücken, und räume eine Waschmaschine aus, wobei ich mir schwöre, dass das das einzige sein wird, was ich heute hier in der Arbeit tue. Wie gesagt, ich wollte ja nur kurz (!) mich von den Jungs verabschieden. Wir warten also auf die Lieblingschefin und als sie dann kommt, sitzen wir mit den übrig gebliebenen Jugendlichen im Büro und irgendwie ist es ganz schön leer jetzt in unserem Haus. Aber wir lachen auch viel und haben viel Spaß und wir haben viel zu erzählen, zum Beispiel von unserem Silvesterabend mit den Jungs. So ganz beiläufig bespreche ich mit der Chefin noch ein paar Dienstplan-Angelegenheiten, da fragt sie mich plötzlich, ob ich denn schon alle Belege für 2015 abgerechnet hätte. Mist! Total vergessen! Also muss ich das heute machen, denn heute wird die Kasse für 2015 abgeschlossen. Tja, und so wurden aus “einmal kurz (!) in die Arbeit” dann letztendlich drei Stunden.

Gegen 14.30 Uhr kann ich endlich nach Hause gehen und erledige dabei gleich noch ein paar Einkäufe. DM, neue Glühbirnen beim Baumarkt (aus welch Gründen auch immer war das wahnsinnig kompliziert, weil es die alten nicht mehr gibt, und ich brauche aber gleich aussehende, weil bei einem Kronleuchter sieht das mit verschiedenen Birnen doch irgendwie komisch aus, aber hey, der Verkäufer war ziemlich schnuckelig!). Dann hüpfe ich noch schnell in den Supermarkt, bedauere sehr mich und mein trotz Weihnachten schon wieder armes Konto und hüpfe nach Hause. Jetzt habe ich wirklich Hunger, die zwei Stücke Pizza zum “Frühstück” haben inzwischen auch ausgedient.

Zu Hause angekommen atme ich erstmal tief durch, es ist inzwischen 16.45 Uhr und ich war über fünf Stunden unterwegs. Was für ein Tag, ursprünglich hatte ich nur Couch und Nähen geplant, aber ich bin glaube ich so der Typ “Erstens kommt es anders, und zweitens…”. Ich seufze einmal tief, kremepele die Ärmel hoch und mache mir erst einmal etwas zu essen, einen Apfeltee und einen Chai Latte, ebenfalls ein Weihnachtsgeschenk und ziemlich lecker! Dann räume ich den Tisch leer, in der Hoffnung, dass wenigstens heute abend noch etwas geht mit Nähen, räume die Weihnachtsgeschenke ins Regal, den Adventskalender in den Müll und gieße den halbvertrockneten Weihnachtsstern (mein schwarzer Daumen kommt wieder zum Vorschein!). So langsam fange ich an, einiges was an Weihnachten erinnert wegzuräumen, vor allem die Dinge, die in meiner kleinen Wohnung eher im Weg herum stehen, bis es hier aber völlig entweihnachtet wird, wird es vermutlich noch einige Zeit dauern. Ich hänge nicht so sehr an diesem 6. Januar fest, meistens stehen die Weihnachtssachen eher bis Mitte Januar – oder bis ich eben mal Zeit finde, sie wegzuräumen. Auf alle Fälle vor Ostern.

Ich fahre den PC hoch, mache eine Überweisung, blogge und jetzt werde ich noch ein paar längst überfällige Mails an liebe Menschen schreiben. Danach kann ich es etwas ruhiger angehen lassen, auf jeden Fall gibt es zum Abendessen Spaghetti Carabonara (ich habe noch Speck von Weihnachten und da ich ja sonst eher selten Fleisch/ Wurst kaufe, weil einerseits zu teuer und andererseits ich sowas wie Teilzeit-Vegetarismus versuche, ist sowas mal eine schöne Abwechslung), danach gibt es für mich “Zuhause im Glück” (Ja, ich stehe ziemlich sehr auf Einrichtungs-Dokus) im Fernsehen und einen kleinen Ausflug ins Nähstübchen. Das war’s dann irgendwie auch schon mit diesem 5. Januar, wie üblich vergeht die Zeit nämlich viel schneller wenn man frei hat als wenn man arbeitet, aber das wissen Sie ja bestimmt.