Reloaded: Liebe Valentins und Valentinas

Wieder etwas aus der Kategorie Reloaded. Weil es jedes Jahr wieder richtig und wichtig ist und weil es so ein Glück ist, wenn man heute feiern kann und darf. Und weil dem eigentlich auch so gar nichts mehr hinzuzufügen ist:

mal ehrlich, ich kann dieses Gejaule nicht mehr ab! Dieses Gejammere alle Jahre wieder vorm Valentinstag über Pink und Konsumterror und WIIIIR brauchen SOWAS ja sowieso nicht, wir wissen auch so, dass wir uns lieben und das ist ja eh nur wegen den Blumenhändlern und ihrem Umsatz erfunden worden und überhaupt – das kommt ja wie Halloween aus Amerika, Oh my god!

Liebe Liebende, es ist vollkommen klar und wirklich sehr toll, dass Ihr nicht nur an Valentinstag wisst, dass Ihr Euch liebt, sonst wärt Ihr logischerweise gar nicht mit Eurem Partner zusammen, aber herrgottnochmal warum könnt Ihr Euch nicht einfach freuen? Freuen, dass es diesen Tag gibt, der nur den Verliebten gewidmet ist und Euch freuen, dass Ihr diesen Tag mit einem geliebten Menschen verbringen dürft und Euch FREUEN, JAUCHZEN und JUBELN, dass es einen Menschen gibt, mit dem Ihr Euer Leben teilen könnt? Dass Ihr die berühmte bessere Hälfte bereits gefunden habt und wisst, dass es der/ die Richtige ist.

Menschen, nicht nur Kinder, brauchen Traditionen und Rituale, um innezuhalten, sich zu erinnern und sich zu besinnen auf das Wichtige im Leben und nur weil diese Tradition aus Amerika stammt, nur weil halt Blumen ein Zeichen von Liebe sind und somit den Blumenhändlern einen Großteil ihres Jahresgewinns einspielen, muss dieser Tag und dieses Ritual doch nichts schlechtes sein, oder? Wir feiern Muttertag und Vatertag, wir haben einen Weltkindertag, einen Weltbüchertag, einen Weltaidstag, einen Welttoilettentag, warum in aller Gottes Namen darf es nicht auch einen Tag für die “Väliepten” geben? Ich geh mal davon aus, dass die meisten hier Anwesenden es auch schaffen, sich mehr als einmal pro Jahr zu sagen, dass sie sich lieben und schätzen, ansonsten hätte das Ganze wahrlich einen etwas fahlen Beigeschmack, aber ehrlich, welche funktionierende Beziehung macht sowas? Und wir können doch auch Muttertag, Vatertag und Welttoilettentag feiern ohne uns dem Konsumterror zu ergeben, einfach nur mit einem einfachen Satz, dass man sich wichtig ist und mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Und das reicht. Deshalb, liebe Liebende, feiert morgen! Feiert und freut Euch des Lebens und freut Euch darüber, dass Ihr den Tag mit Eurem oder Euren Lieben verbringen könnt! Kauft eine nette, wohlüberlegte Kleinigkeit und wenn Ihr tatsächlich eine persönliche Agression gegen Blumenhändler und Schokolade habt, dann lasst Euch einfach etwas anderes einfallen, seid kreativ! Kommt gleich doppelt gut an! Macht ein schönes Valentinstags-Ritual, in dem Ihr z.B schön essen geht und sagt Euch, wie unglaublich glücklich Ihr seid, dass Ihr Euch habt und dass Ihr diesem einen Menschen im Leben begegnet seid!

Wobei, eine Sache muss ich doch zugeben. Ich selber halte auch nicht viel von übertriebenem Konsumterror, eine nette, wohldurchdachte Kleinigkeit, wie oben beschrieben, kann tausend Mal mehr sagen, aber eines steht trotzdem jetzt schon fest: Wenn Frau Ansku nämlich irgendwann einmal in diesem Leben noch Valentinstag feiern sollte, dann gibt es Konsumterror delüks! Dann gibt es Rosa und Herzchen und Kitsch bis zum Erbrechen Abwinken für all die ausgefallenen Valentinstage, das schwöre ich! Und wenn ich dafür die komplette Wohnung für einen Tag quietschrosa streichen muss! Wird hier dokumentiert, WENN es denn mal soweit ist.

So, und wer jetzt immer noch ein Problem mit dem Valentinstag hat, der ist hiermit herzlich eingeladen, mit mir nach finnischer Sitte “ystävänpäivä” zu feiern, den Tag der Freundschaft. Da reicht es auch, seinen Freunden eine kleine Nachricht zu schicken, ihnen “hyvää ystävänpäivää” (‘frohen Freundestag!’) zu wünschen und sich zu sagen, dass man sich wichtig ist. Herzen sind ja auch ein Symbol der Freundschaft und das klingt doch gleich noch netter als Valentinstag, weil es für alle Menschen gilt – egal ob väliept oder nicht väliept. Oder? 😉

HYVÄÄ YSTÄVÄNPÄIVÄÄ!!!

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Reloaded: Silvesternacht

Ich bin ja grundsätzlich dagegen, sich selbst zu zitieren, aber als ich gestern ziemlich früh spät nach Hause lief, da kam mir dieser Blogeintrag von vor zwei Jahren in den Sinn und er stimmt immer noch so perfekt und das Gefühl ist immer wieder genau das, diese Vorfreude und Erwartung und der Zauber dieser einen Nacht, an dem die vertraute Stadt so ganz anders, so zauberhaft, verwunschen und geheimnisvoll ist.

Und noch etwas mehr, dieses Gefühl setzt sich am Neujahrstag noch fort. Ich bin leider, ganz gleich wann ich ins Bett gegangen bin, nicht so sehr der Langschläfer und so war ich gestern um Punkt 9:26 nach fünfeinhalb Stunden Schlaf wach. Irgendwann bin ich dann aufgestanden und habe trotz Restalkohol 😉 einen Spaziergang zum Cappucino holen gemacht, und so in dieser unberührten Stille eines verschlafenen Neujahrsmorgens das neue Jahr für mich begrüßt und diesen Neuanfang genossen. Die Luft noch schwer vom Schwefel der vergangenen Nacht und doch ist alles so still, so rein, so unberührt und noch so neu. Ist es nicht die Hoffnung, von der wir alle leben und zehren? Die Hoffnung auf ein neues bessers Jahr, die Hoffnung darauf, Altes und Schwieriges ablegen zu können und die Hoffnung, etwas Neues, Größeres und Wunderbareres anfange zu können? Das, genau das, ist der Neujahrsmorgen.

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Und dann denke ich mir, dass es den Ansku-Blog doch schon ganz schön lange gibt, fast fünf Jahre und in diesen Jahren ist so viel Bewegtes und Bewegendes passiert, dass es vielleicht manchmal doch ganz interessant wäre, in den alten Kisten und Kategorien zu stöbern. Deshalb gibt es nun eine neue Kategorie: Reloaded, in der ich nochmal alte Einträge, die mich besonders berührt und fasziniert haben, wiederaufgreifen möchte und vielleicht manchmal noch etwas hinzufügen möchte. Manchmal habe ich etwas Angst, dass irgendwann alles in diesem Blog gesagt ist, dass es nichts mehr zu schreiben gibt, Weihnachten, Ostern, Silvester, zu all diesen Ereignissen habe ich nun schon so oft und so gerne meine Gedanken mit Ihnen geteilt, aber irgendwann ist es doch immer wieder dasselbe und keiner will das mehr hören oder lesen. Aber dann denke ich mir wieder, nein, es geht immer weiter, es wird niemals dasselbe sein und es wird immer etwas zu sagen und zu schreiben geben. Das glaube und hoffe ich zumindest.

Es geht immer weiter, also auf ein fröhliches, gesundes und gutes 2012! Für Sie alle und Ihre Liebsten.