Home and happy

Voller Eindrücke, Bilder, Emotionen, Menschen, Gewusel und hach überhaupt so vieles hat mich seit gestern abend die „Zivilisation“ wieder. Dieses Thailand, das ist schon irgendwie was. Schön war’s, spannend, interessant, bereichernd, unglaublich, lecker, erkenntnisreich, beeindruckend, faszinierend, farbenfroh, aber auch anstrengend, laut und hektisch.

Wieder in der Zivilisation hat es 19 Grad und regnet, ich bin seit 9:53 Uhr wach – also 9:53 Uhr thailändischer Zeit, hier war es dann doch eher 4:53 Uhr. (Die Bäckersfrau staunte nicht schlecht, also ich um 7:30 Uhr nach einem Regenspaziergang ihren Laden betrat, um einen Cappucino zu schlürfen, weil ich erst um 9 Uhr bei meinen Eltern zum Frühstück eingeladen war: „Naja, sonst kommen Sie ja schon immer etwas später.“). Generell gesehen aber ist so ein Regentag doch ziemlich gut, um einen Jetlag auszukurieren, viel Zeit um zu erzählen, zu verarbeiten und zu sortieren. Bilder, Eindrücke und Emotionen.

Das kann noch etwas dauern, ich hoffe, Sie haben so lange Geduld mit mir? Stay tuned!

 

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Hilfe für Aschenputtel!

Als ich mich am Donnerstag mit zwei lieben Komilitoninen traf, um die allerletzte, diesmal mündliche, Prüfung für dieses Semester vorzubereiten, da der Dozent bitteschön nicht nur 45 Minuten lang trockene Theorie hören möchte, sondern dabei auch Transferleistungen, Bezüge zu aktuellen sozialpolitischen Themen, Vergleiche, Fallbeispiele – ach, sagen wir es doch einfach und direkt: Entertainment – präsentiert bekommen möchte, eröffneten mir die beiden, dass sie bereits einen Plan hätten. Drei Stunden, ein Märchen und einige Playmobilfiguren später war das Konzept fertig und so werden wir nun morgen unsere Theorie (anhand eines ganz kleinen Auszugs aus) einer familientherapeutischen Sitzung mit Aschenputtel und ihrer Familie präsentieren. Die Komilitonin bringt Playmobilfiguren mit und ich breche jetzt schon alleine bei dem Gedanken daran ab vor Lachen. Aber hey, Konfliktpotential, Konkurrenz, Unterdrückung, Ausgrenzung und Diskriminierung gibt es in Märchen ja grundsätzlich genug, und mit Aschenputtel, der bösen Stiefmutter, dem ständig abwesenden Vater, den Stiefschwestern und last but not least dem Herrn Prinz haben wir auch eine recht interessante Rollenkonstellation. So betrachtet finde ich es richtig gut, dass wir hier endlich mal etwas tun können, um diese prekären Familienverhältnisse aufzubrechen und das arme Aschenputtel nicht noch weitere 100 Jahre lang mit all seinem Leid in den Märchenbüchern vor sich hinschmoren zu lassen. Ha! 😉

Bei den lösungsorientierten Ansätzen in der Sozialarbeit wird weniger über das Problem, als vielmehr über die Lösung geredet. Das geht in der Theorie teilweise sogar so weit, dass das Wort „Problem“ gar nicht in den Mund genommen wird, weil hier ein sehr sehr positives Menschenbild vertreten wird, in dem der Mensch grundsätzlich fähig ist, seine „Probleme“ anhand der Ressourcen, die er von Natur aus mitbringt, selber zu lösen.

  1. Probleme sind Herausforderungen, die jeder Mensch auf seine ganz persönliche Art zu bewältigen sucht.
  2. Alle Menschen haben Ressourcen, um ihr Leben zu gestalten. In eigener Sache ist der Einzelne kundig und kompetent. Der Klient ist der Experte für das eigene Leben.

Das finde ich grundsätzlich in meiner grenzenlosen Naivität ersteinmal eine ganz tolle Haltung, ob es sich in der Realität bewährt, werde ich wohl erst ein paar Jahren erfahren. 😉

Die erste Schwierigkeit morgen wird also, das Wort „Problem“ nicht in den Mund zu nehmen, die zweite und viel größere – wer mich kennt – wird, nicht nach zwei Minuten vor Kichern unterm Tisch zu liegen. Das kann ja heiter werden…

Väter

Dienstag morgen unterrichtete ich mal wieder noch vor Unibeginn Finnisch. Wir hatten eine nette Stunde, plauderten viel (auf Finnisch natürlich) und lernten (hoffentlich) auch ein bisschen was. Schließlich verabschiedete ich mich und machte mich auf den Weg in die Uni, zur Sbahn. Meine Schülerin hatte mich für den nächsten Termin zum gemeinsamen Frühstück eingeladen, die Sonne schien und die Ansku hatte ziemlich gute Laune.

Im Sbahnhof mir entgegen kommend sah ich plötzlich einen Zwillingskinderwagen. Ich bin da ja so ein bisschen kinderfanatisch und sah sofort genauer hin. Als ich auch etwas weiter nach oben blickte, sah ich dass der Kinderwagen geschoben wurde von einem jungen Mann in Jogginghose, daneben ging ein zweiter Mann, telefonierend.

Ich war zömlösch beeindruckt. Ein Vater mit Zwillingen am Dienstag vormittag in der Sbahn. Wow! Es ist nicht so, dass ich wirklich für oder gegen Rollenklischees bei der Kinderbetreuung bin, ich denke einfach jede Familie muss da ihren eigenen Weg finden. Aber irgendwie beeindruckte mich dieser Zwillingspapa doch und ich dachte bei mir: „Yo Ansku, schau an, der rockt die Kiddies während die Mama arbeiten geht und Geld ranschafft. Und der Freund ist auch noch dabei. Toll toll toll!“

Gerade als ich so richtig begeistert war, den Mann anstrahlte und bei mir dachte „Yeah, solche Väter braucht das Land!“, da war der Zwillingswagen auf meiner Höhe und weil ich da ja nunmal so ein kleinesbisschen kinderfanatisch bin, musste ich dann auch reinschauen und ein Blick auf die süßen Babies erhaschen. Ich verrenkte mir den Kopf, sobald die beiden direkt neben mir waren und ich irgendwie einen Blick in das Innere des Wagens werfen konnte und potzblitz, da sassen…

Zwei Terrier! 😆

Neues aus dem Nähstübchen (III)

Ich bin ein kleines bisschen stolz und ein kleines bisschen sehr glücklich. Gestern kamen endlich die langerwarteten Etiketten und somit darf ich jetzt endlich das Geheimnis um den „Labelnamen“ lüften:

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Ich freu mich riesig, denn ab jetzt ist mein ganzer Nähkram, den ich hier produziere noch ein Stück individueller und unverwechselbarer. Und wie die Frau Ansku halt so ist, musste sie sich natürlich gestern abend noch ans Maschinchen setzen und die Neuerwerbungen ausprobieren. Ich darf mit Stolz die ersten beiden Vrenellis präsentieren.

Vrenellis2

Vrenellis1

… denen sichelrich noch viele folgen werden. 😉

(Bei soviel Aufregung und Freude hatte leider die Qualität der Bilder etwas zu leiden, ich bitte das zu entschuldigen. :lol:)

Parallelfunk

Heute trotz Grippe in den Endzügen in die Uni geschleppt. Vorlesung mit Anwesenheitspflicht. Willkommen im Bachelorstudiengang.

Anyway, die Vorlesung an sich war ziemlich besch… eiden, eine Aufheiterung brachten da nur kleine Botschaften aus dem BWLer-Paralleluniversum, die sich ebenso plötzlich wie unvorhergesehen bei uns einschlichen. Sie müssen Sich vorstellen, großer Hörsaal, 200 Schlafende Studenten, da geht natürlich nichts ohne Mikro. Doch immer wieder erklangen plötzlich aus den Lautsprechern statt den Worten des Dozenten einzelne Fetzen und Satzteile einer BWL-Vorlesung, die in einem anderen Hörsaal des Gebäudes stattgefunden haben muss.

Dennoch erzählte der Dozente tapfer weiter und bemühte sich doch immer wieder wenn es verheissungsvoll im Mikro knackte redlich, die Paragraphen und Steuergesetze des BWLers zu übertönen und uns von der Gründung der großen karitativen Wohlfahrtsverbände zu be- und unterrichten. Es ging um die Leitmotive, die katholische Sozialethik, die die Gründer von Caritas und Diakonie zu ihrem Tun bewegten, es ging um Leidenschaft, um Liebe und um Freundschaft.

Plötzlich fragte der Dozente das schlafende anwesende Publikum:

„Was ist denn der Unterschied zwischen Liebe und Freundschaft?“

Er setzt ab und wartet auf eine Antwort.

Ein paar Sekunden vergehen, plötzlich knackt es abermals im Mikro und die Stimme des BWL-Dozenten aus dem Paralleluniversum verkündet klar und deutlich:

„…Umsatzsteuerschulden“

Neues aus dem Nähstübchen

Ich versuche momentan mich selbst dazu zu zwingen, bei diesem Blog eher auf Qualität als auf Quantität zu setzen. Nach vier Jahren Blog haben Beiträge wie „Schönen Sonntag Euch allen!“, „Mein Hamster (den ich nicht habe) hat heute Durchfall“, genaueste Schilderungen meiner (ereignislosen) Wochenenden und diverse Freitags-Füller sich irgendwann selber ad absurdum geführt. Mal sehen, ob es gelingt. Falls Sie Sich aber trotzdem letzte Woche fragten, was die Ansku so macht und warum es hier so still ist, ich zeige es Ihnen gerne:

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Das ist unter anderem der Grund, warum ich zur Zeit ziemlich beschäftigt bin. Daneben tobt das „normale“ Leben, das Buch in der schönen Buchhülle zu lesen schaffe ich schon gar nicht mehr. 😉 Aber es macht Spass und wie, ich gebe viel zu viel Geld für Stoffe aus und ab und zu tun sich sogar neue und ganz ungeahnte Möglichkeiten auf.

(Heute aber erster Nadelbruch hier, grande Katastrophe. Beim Wechseln der abgebrochenen Nadel habe ich zunächst die Nadel beim Herausnehmen in der Spule für den Unterfaden versenkt. Daraufhin also das Maschinchen vorsichtig auf den Kopf gedreht und die Nadel kam tatsächlich so heraus, aber nur um gleich darauf im oberen Gehäuse zu verschwinden. Wo sie jetzt immer noch feststeckt… Gratulation, Frau Ansku. Grandios haben Sie das hinbekommen!)

Lustiges und Kurioses aus der bunten Welt der Sprache – Sonntagsrätsel

Noch so ein Vorurteil gibt es ja im Bezug auf das Verhältnis von Konsonanten und Vokalen. All jenen, die glauben, dass das hier schlimm gewesen wäre, sei gesagt, dass folgende Konsonantenverbindungen, nein eher Konsonantenketten ganz normalen Wörtern der deutschen Sprache entstammen. Aber welchen? Das dürfen Sie jetzt den verbleibenden Sonntag herausfinden. 😉

chch

chsch

chtch

chtdsch

chtsch

chtschr

ckschn

cktschn

ngsgn

nschschn

nzn

pfpf

rchschr

rffr

rschschr

schdsch

schsch

schtch

sdn

tschf

tschfr

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tschtsch

tschw

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