Tagebuchbloggen März ’18

Mein Wecker klingelt um 7.00 Uhr und ich bin sofort hellwach, habe aber trotzdem keine Lust aufzustehen. Also drehe ich mich nochmal um auf die andere Seite, gebe aber doch um 7.24 Uhr auf und steige aus dem Bett. Die Arbeit ruft, nicht zuletzt das lästige monatliche Ritual: Kasse. Ich mache mir einen Cappuchino, widerstehe dem Drang mich aufs Sofa zu setzen und verschwinde gleich unter die Dusche. Warm-kalt-warm-kalt. Ich bin so wach, ich bin selber über mich erstaunt. Soll aber nicht lange halten.

Gegen 8.35 Uhr verlasse ich das Haus. Das Stricken im Bus zur Arbeit ist längst ein liebes Ritual geworden. In der Arbeit schminke ich mich erstmal, das schaffe ich irgendwie nie zuhause. Dann erledige ich ein paar Anrufe und Emails und gehe in den Keller, um das Fach der Waschmaschine in eine Lauge aus Essigessenz einzulegen. Man kann – oder besser gesagt Jugendliche können Waschmaschinen seeehr lange ungepflegt lassen, bis schließlich seeeehr hartnäckige Kalkablagerungen entstehen. Der ganze Keller stinkt nach Essig.

Die Kasse anzufangen lohnt sich nicht mehr, denn ich muss sehr bald gegen 10.30 Uhr wieder los. Ich habe nach langer Pause mal wieder einen Termin bei meiner Heilpraktikerin. Das war überfällig und tut mir sehr gut. Ich verlasse die Praxis gegen 13 Uhr zwar etwas nachdenklich, aber doch mit deutlich mehr Energie als die letzten Wochen. Ein Stück muss ich laufen zur Ubahn und sehe an der Theresienstrasse lauter bekannte Bars und Geschäfte, in denen ich schon viel zu lange nicht mehr war.

Vor der Ubahn gönne ich mir noch ein Panini und einen Kaffee, außerdem nehme ich fürs Team noch zwei Muffins mit. Montags haben wir Team, zwar nur noch zu zweit, aber nicht weniger wichtig. Anfangs lachte mich due Kollegin etwas aus, als ich zu Anfang des Teams eine Befindlichkeitsrunde eingeführt habe, inzwischen ist sie schon nach wenigen Wochen fester Bestandteil unserer Teambesprechung und wird mehr und mehr ausgedehnt und es tut so gut. Ich muss etwas lächeln. Nach dem Team wurschtelt jeder so für sich hin. Nach vier Uhr geht natürlich niemand mehr ans Telefon, also verschiebe ich alle zu erledigenden Anrufe auf morgen früh. Und die Kasse verschieben wir nochmal auf morgen, wir machen das zusammen, die Kollegin soll nochmal lernen wie es geht. Die letzten Wochen waren so vollgestopft mit Terminen und diese Woche ist fast nichts, da tut es so gut, mal nur im Haus zu sein und Dinge in Ruhe abzuarbeiten. So mache ich mich zum Beispiel endlich an eine Präsentation für eine Feier in drei Wochen, auf der ich unsere Einrichtung vorstellen soll. Dafür gucke ich mich durch die vielen alten Photos und muss oft wirklich sehr lachen. Irgendwann kommt die Kollegin dazu und wir kichern gemeinsam bei vielen Schnappschüssen, die nicht immer so ganz zeigenswert sind. Wir schauen auch nach einem neuen Tisch für den Gruppenraum, den wir in den Ferien renoviert haben – gemeinsam mit unseren Jungs! – und werden beim gelb-blauen Möbelschweden fündig. Zwischendurch kommen zwei, drei Jungs kurz ins Büro, ansonsten ist es aber bemerkenswert still für einen Montag Spätnachmittag/ Abend. Lachend sage ich zur Kollegin: Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir die Kasse doch schon machen können. Aber man weiß es eben nie.

Kurz nach acht Uhr erinnere ich daran, dass es höchste Zeit für Feierabend ist. Die Kollegin nimmt mich ein Stück des Heimweges mit im Auto und wir quatschen ganz entspannt über Kochrezepte. Das tut auch mal gut, kein Gedanke an Arbeit. Dabei stelle ich fest, dass ich irgendwie den ganzen Tag über immer wieder gegessen habe, auch nicht gerade wenig, hier eine Semmel, da etwas Gemüse, dort eine Mandarine, dann den Muffin und ein halbes Croissant, aber trotzdem sehr hungrig bin. Vielleicht dieses Während-der-Arbeit-essen, will I ever learn?? Nach einem Salat und etwas aufgewärmten Resten (aber sehr lecker!), nach noch ein wenig Stricken und zwei Folgen Gilmore Girls, falle ich ins Bett. Morgen klingelt schließlich der Wecker wieder um 7 und ich muss die Kasse fertigmachen. 😉

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