Angekommen

Seit zwei Wochen bin ich Einrichtungsleitung. Chefin. Chefin hört und fühlt sich noch etwas komisch an, es impliziert dass man ein großes Team hat (hahaha, wir sind zu zweit) und klingt im Beigeschmack ein wenig bossy. Aber Leitung bin ich sehr sehr gerne. Es ist ein kleiner Traum, der in Erfüllung gegangen ist, nach langen Zeiten des Kämpfens und Ringens mit Menschen, mit Strukturen und nicht zuletzt mit mir selber. Aber irgendwann war ich es leid zu kämpfen, ich wollte nicht mehr ringen, sondern stellte mich einfach nur daneben und wartete ab, was da wohl passieren mag. Und siehe da, es passierte etwas. Völlig unverhofft und – was mich am allermeisten freut – völlig ohne Kämpfen und Ringen. Es war einfach so klar, es gab keine Konkurrenz, keinen Wettbewerb, nur ein „Also mir wäre es ja sowieso am liebsten, wenn Du es machst“.

Und jetzt bin ich da. Angekommen bei mir und angekommen da, wo ich gerne sein möchte. Ich bin gerne Leitung, auch wenn es grad am Anfang noch sehr anstrengend ist, weil trotz guter Vorbereitung so viel neues auf mich einprasselt. Ich entdecke ganz neue Seiten an mir, zum Beispiel fühlt es sich mit einem Mal gar nicht mehr so schwer an wie die letzten 34 Jahre, für meine Meinung einzustehen und sie nach außen hin zu vertreten.

Aber lange Tage und viel Arbeit sind nicht schlimm, wenn es sich so angekommen anfühlt. So richtig.

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