Neues aus dem Nähstübchen (III)

Ich bin ein kleines bisschen stolz und ein kleines bisschen sehr glücklich. Gestern kamen endlich die langerwarteten Etiketten und somit darf ich jetzt endlich das Geheimnis um den „Labelnamen“ lüften:

Vrenellis3

Ich freu mich riesig, denn ab jetzt ist mein ganzer Nähkram, den ich hier produziere noch ein Stück individueller und unverwechselbarer. Und wie die Frau Ansku halt so ist, musste sie sich natürlich gestern abend noch ans Maschinchen setzen und die Neuerwerbungen ausprobieren. Ich darf mit Stolz die ersten beiden Vrenellis präsentieren.

Vrenellis2

Vrenellis1

… denen sichelrich noch viele folgen werden. 😉

(Bei soviel Aufregung und Freude hatte leider die Qualität der Bilder etwas zu leiden, ich bitte das zu entschuldigen. :lol:)

Stoff

Manchmal fällt es schwer zu glauben, dass ich in einer Großstadt lebe. Dann nämlich, wenn die liebste Freundin und ich einen ganzen, geschlagenen Nachmittag durch’s Städchen laufen hecheln, auf der Suche nach einem einfachen, schlichten, viereckigen weißen Kissenbezug. Nicht zu groß, nicht zu klein. In weiß, natur oder creme. In einem schönen, nicht zu groben, aber auch einem nicht zu feinen Stoff, denn der Stoff soll noch durch ein Nähmaschinchen wandern. Bitte ohne Muster oder gar Farbe. Gibt es nicht, not available, unauffindbar, jedenfalls in dieser Stadt. Im Nähgeschäft, im Stoffladen, im großen Kaufhaus, nirgendwo war so etwas zu finden. Entweder hatte der Stoff eine blöde Struktur (geriffelt, bääh!), oder eine schlechte Qualität oder der Kissenbezug hatte schon Ränder dran oder es gab nur Stoffe mit Muster oder oder oder…

Vier Stunden später, im fünften Kaufhaus dann, umzingelt von Bergen aus Samt und Seide und Puschelwuschelkissenbezügen, da habe ich ernsthaft überlegt, mich auf den Boden werfen und zu schreien wie ein kleines Kind.

Hab’s aber doch nicht getan. Jetzt wird wohl oder übel selber genäht. Das kann auch sehr heiter werden.

(Nebenbei ’nen neuen Bikini geshoppt. Und mein persönliches Traum-Stoff-und-Marimekko und alles-was-ein-Mädchenherz-höher-schlagen-lässt-Lädchen entdeckt. Hach, hach, hach! Wie halt so üblich, wenn Frauen shoppen gehen. 😉 )

Ein neues Spiel

Heute ausprobiert: Mölkky

Mölkky stammt aus Finnland und steht nicht zuletzt deswegen seit einiger Zeit bei uns Finnougristen hoch im Kurs. Die Auswahl unserer besten Spieler Unser Team war sogar schon im Juni bei den deutschen Mölkky-Meisterschaften in Nürnberg – mehr oder weniger erfolgreich. 😉 Heute hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, mein mangelndes Werf-Talent unter Beweis zu stellen mich als Holzklotzwerferin zu versuchen einer Mölkky-Session mitzuerleben.

Es gibt 12 kleine Holzklötzchen, die jeder eine Nummer tragen. Diese Klötzchen werden am Anfang des Spiels aufgestellt, nämlich so:

Dann nimmt einer der Spieler das Wurfholz in die Hand und wirft ähnlich wie beim Kegeln wild drauflos auf die Klötzchen.

Die umfallenden Klötzchen werden dann folgendermaßen gezählt: Fällt nur ein Klötzchen, so zählt die Zahl, die auf dem Klötzchen steht. Fallen mehrere Klötzchen, so zählt die Anzahl der gefallenen Klötzchen. Obwohl hier im Bild beispielsweise die 7 und die 9 (hinten) umgefallen sind, gibt es hierfür nur 2 Punkte, weil nur zwei Hölzchen umgefallen sind. Klötzchen, die auf anderen Klötzchen zum Liegen kommen, zählen nicht als gefallen.

Dann werden alle umgefallenen Klötzchen auch das hinter der 12! wieder aufgestellt und zwar genau an der Stelle, wo sie zum Liegen kommen, dadurch ergibt sich dann diese „Streuung“ wie hier im Bild, die es im Verlauf des Spiels etwas leichter macht, einzelne Hölzchen zu treffen. Aber auch nur etwas leichter. 😉

Danach ist der nächste Spieler dran mit Werfen. Gewonnen hat der Spieler, der als erstes GENAU 50 Punkte erreicht, wer die 50 Punkte überschreitet, fällt zurück auf 25 Punkte.

Mir hat es obwohl ich wirklich mit einem beneidenswerten Talent, daneben zu werfen gesegnet bin und daher solche Spiele normalerweise eher meide,  wirklich großen Spaß gemacht und die nächste Saison vergeht sicherlich nicht mehr ohne mich.

Ach ja, und wer das auch mal ausprobieren möchte, kann sich das Spiel entweder in Eigenregie herstellen – einfach zwölf Holzklötze zurechtschneiden und Zahlen obendrauf plus ein rundes Wurfholz – oder im Internet bestellen.

Ein Monat

Happy Birthday Tube des Tages!

Seit einem Monat gibt es in diesem neuen Blogprojekt jeden Morgen einen aktuellen You Tube-clip. Ich finde die Auswahl wirklich klasse und finde es beachtlich, wie Du es Tag für Tag wieder schaffst, aus dem Tiefen des Internets solche Schätze hervorzugraben, lieber Markus.

Die Tube des Tages gehört jetzt seit 31 Tagen bei mir zum Pflichtprogramm während des ersten Kaffees nach dem Aufstehen und ist sehr sehr weiterempfehlenswert. 🙂

Weiter so, bitte noch viele viele Monate!