Lesen! – Lesereport Herbst 2011

So wirklich viel zum Lesen bin ich ja in diesem Herbst nicht gekommen, ein paar Perlen möchte ich aber dennoch erwähnen.

Zunächst einmal möchte ich eine Buch erwähnen, für das ich mich eigentlich schämen müsste, da ich es schon vor langer langer Zeit von ihr geschenkt bekommen habe, aber erst jetzt dazu gekommen bin, es zu lesen. Leider jedoch ist das nicht das einzige Geschenk vom letzten Jahr, das hier noch auf seine Lektüre wartet…

Bittersüße Schokolade von Laura Esquivel. Ein ganz wunderbares Buch über Liebe, Sehnsucht und Verlangen. Tita verliebt sich in den Mann ihrer älteren Schwester, was aber im stockkonservativen Mexiko natürlich niemals ans Tageslicht kommen darf. So versteckt sie ihr Verlangen und ihre Gefühl in ihren Rezepten, die stets berauschend und aussergewöhnlich exotisch sind. Die Geschichte ist eingebettet in eine Reihe von faszinierenden Rezepten und viele Gedanken über die Empfindungen beim Kochen, beim Essen und die Gefühle, die Speisen und Essen auslösen können. Ich war fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite, sowohl von den starken Charaktären dieser Frauen als auch von der Bedeutung, die dem Essen beigemessen wurde und habe das Buch nach der Lektüre sofort an eine Freundin im Krankenlager weitergegeben. 😉

Eat Pray Love von Elizabeth Gilbert. Eine wahre Perle! Obwohl ich nicht von mir behaupten würde, so spirituell wie Frau Gilbert veranlagt zu sein, habe ich dennoch in dem Buch viele viele schöne und tröstliche Weisheiten über die Welt, das Leben und den Kosmos gefunden. Ein beeindruckender Bericht über eine Frau, die es schafft, aus ihrem gehetzten Alltag auszusteigen und über eine spannende Reise zu sich selbst. Ich liebe dieses Buch sehr, wirklich sehr, auf jeder Seite findet sich irgendeine Wahrheit, die ich mir gerne ganz gross auf die Wand an meinem Bett schreiben möchte. Unbedingter Lesebefehl!

Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling. Langerwartet und jetzt endlich ausgelesen. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass es langweilig gewesen wäre, nein, aber die Zeit nunmal, sie wissen schon. Auch dies ist ein spannender Bericht über eine Reise zu sich selbst, zwischendurch aufgelockert durch ein paar Anekdoten aus dem Leben des Herrn K. und ein paar ehrliche offene Ansichten über seine Karriere und das Showbiz. Ich hab ja hökschten Respekt vor jedem, der diesen Weg geht, die Strapazen auf sich nimmt und diese Reise zu sich selbst antritt, von daher Chapeau Herr Kerkeling!

Tja, und dann habe ich aus lauter Zeitmangel doch mal ein paar Hörbücher aufs Apfelfönchen heruntergeladen, so kann ich wenigstens auf den langen Fahrten zu Uni/ Arbeit „lesen“. Zwar fehlt mir immer noch schrecklich das Rascheln von Papier, aber insgesamt fühlt es sich doch nicht so schlecht an, im Zug zu sitzen, die Augen zu schließen und zu hörlesen. Geht wohl momentan nicht anders.

Da wäre zuerst Alle sieben Wellen von Daniel Glattauer. Eine süße Fortsetzung der Liebesgeschichte zwischen Emmi Rothner und Leo Leike. Die Beziehung entwickelt sich interessant und spannend weiter, dennoch hat mich das Buch nicht so sehr vom Hocker gereissen wie „Gut gegen Nordwind“, da sich in den Mails teilweise ewig lange an Kleinigkeiten aufgehangen wird. Ich hatte mich sehr auf diesen Band gefreut, aber so ganz konnte das Buch leider nicht mit meinen Erwartungen mithalten. Dennoch auf jeden Fall eine nette Unterhaltung.

Ausserdem gab es noch zwei Bücher, deren Gattung mit Jörg Maurer vielleicht als Alpenkrimi einzustufen wäre. Föhnlage von Jörg Maurer und Winterkartoffelknödel von Rita Falk. Beide Hörbücher waren sehr spannend und netterweise auch im typisch bayrischen Dialekt gelesen – Winterkartoffelknödel sogar von Christian Tramitz! Die Hauptpersonen waren beide im regional typischen Habitus knorzige Kerle und von ihren furchtbar greisen und anstrengenden Müttern geplagt, ganz in bester Voralpenlandmanier. Spannend, typisch boarisch, schön – und trotzdem natürlich nicht an den von mir so sehr verehrten Herrn Kluftinger heranreichend. Um Längen nicht. Aber wer auf der Suche nach einer netten, kurzweiligen Unterhaltung ist, dem kann ich diese beiden Krimis nur wärmstens empfehlen.!

Das war der Rest 2011. Jetzt werde ich mich wieder in mein Bett verziehen, denn natürlich lagen unter dem Weihnachtsbaum ja noch so die eine oder andere Perle der Literatur, auf die ich mich tierisch freue. Und noch das Nikolausbuch. Und dann wären da ja auch noch die Bücher vom letzten Weihnachten… Hach ja!

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