Pfeffer

Aus der Reihe linguistische Beispielsätze der etwas anderen Art:

Neulich im Kurs mit diesen komischen Klick-Sprachen ;), da hatten wir folgenden Beispielsatz:

„Wenn kein Pfeffer drinnen wäre, dann würde ich mich übergeben.“

Mir scheint, die Lebensmittelindustrie hierzulande hat sich an dieser Äußerung über die Essgewohnheiten eines Namibiers ein Beispiel genommen. Früher bemängelte man ja gerne, zu Recht und ständig, dass vor allem in Fast Food und Fertiggerichten, aber auch allgemein in allen Lebensmitteln zuviel Salz enthalten wäre und das ist ja sehr ungesund. Das hat sich in den letzten Jahren gebessert, heutzutage scheinen die Lebensmittelproduzenten sehr sparsam mit Salz umzugehen – nur um jetzt auf einmal in jeden Burger, jedes Schnitzel und überall, egal ob vom Fast Food Riesen oder aus dem Supermarkt, Pfeffer reinzuhauen, dass einem Hören und Sehen vergeht und man ersteinmal nach dem Genuss des Burgers japsend nach Luft schnappt. Oder warum muss ich selbst wenn ich im Supermarkt fertige Fleischbällchen kaufe, gleich ersteinmal zu einem Brot oder einem Glas Wasser greifen, um den Brand im Mund zu löschen?

(Und nicht, dass Sie jetzt denken: Ich gebe zu, ich bin kein großer Liebhaber von (zu) scharfem Essen, aber ich bin auch nicht die, die jedes Pfefferkorn aus dem Essen einzeln herauspult überempfindlich, wenn etwas mal pikant gewürzt ist!)

Warum das nun?? Bitte erkläre mir jemand warum dieser neue Angriff auf unsere Geschmacksnerven jetzt nötig war? Und woher wissen deutsche Lebensmittelhersteller von südafrikanischen Essgewohnheiten? 8)

3 Kommentare zu „Pfeffer“

  1. Nun, ganz einfach: wenn da kein Pfeffer / Salz drin wäre, würdest du es nicht essen, denn wenn du schmecken würdest, wie es ohne Würze tatsächlich schmeckt, dann…siehe Beispielsatz. 🙂

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  2. Also eins muss ich jetzt schon mal sagen: eure Beispielsätze, die sind regelmäßig der Brüller 🙂 Besonders so einzeln dastehend.

    Und: mit dem Pfeffer, das ist mir noch gar nicht so aufgefallen. Habe ich schon so abgetötete Geschmacksnerven? Meist finde ich es sogar zu wenig. Mir ist nur vieles immer zu salzig, weil ich selbst mit recht wenig Salz koche.

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  3. Ich denke auch, es ist so, wie Susan sagt. So Fertiggerichte bestehen ja in der Regel nicht gerade aus den allererlesensten Zutaten und sind insgesamt ein ziemlich übles Zusammengemantsche. Und wenn das alles nicht ganz schön kräftig gewürzt wäre, sei es mit Salz oder Pfeffer oder wasweißichwas, dann würde es kein Mensch mehr essen wollen, weil man dann den eigentlichen Geschmack zu sehr rausschmecken würde. Dieser Beispielsatz ist schon ziemlich gut! 😆

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