Ham se’s gehört?

Haben sie meinen Schrei mein Gebrüll gehört??

Drei auf einen Streich, das darf doch nicht wahr sein!!! Eine alte Füllung, die angeblich undicht ist und zwei neue Löcher, nicht gross, aber doch Loch. Und das nach all dem Geputze und Gepopele.

Ice blended moccha macchiato mit Schoko-Kaffetschko gab es dann doch, zum Trost. Ich hab der Zahnärztin, die die Reinigung gemacht hat, von meinem Versprechen erzählt und sie hat gemeint, ich soll mir den Kaffee trotzdem kaufen. Das war nett, ich muss wohl sehr frustriert ausgesehen haben. Meinen Vorschlag sämtliche blöde, faulige, unnütze Zähne rauszureissen, weil ich brauch ja für die Magisterarbeit eh nur Kaffee als Nahrung, fand sie aber dann doch nicht so gut.

Meine Fresse (im wortwörtlichen Sinne) wat ist das das ist frustrierend!!! Ich geh jetzt schreien weinen und nächste Woche Mittwoch früh geht es weiter im Zahnarztpraxis-Spasstempel. Stay tuned wer weiss, was noch passiert?!

Zahnarzt

Zahnärzte sind etwas ganz ganz Grausames, das sind sicherlich verkappte Sadisten, die sich hinter dem weissen Kittel verstecken und heute ereilt auch mich diese halbjährliche Qual, Kontrolle. An sich nichts schlimmes, das Schlimme kommt meistens als delikater Nachschlag, weil die bei mir IMMER was finden.

Ich hab daher das letzte halbe dreiviertel Jahr Zähne geputzt wie einer Besessene, ich habe – weil ich früher immer wieder Predigten zu hören bekam, ich müsste doch für besseres Zahnfleisch und so. JEDEN Tag Zahnseide benutzen – ich habe also brav jeden Abend vor dem Spiegel gestanden und mit der Zahnseide da rumgefuchtelt ausser höchstens, wenn ich mal nachts um drei völlig rotz.beso.ffen nach Hause gekommen bin. Wenn die heute noch was finden, dann schrei ich, dass man es bis Hamburch hört, dat schwör‘ ick!!!

Wenn die allerdings nichts finden, gibt’s danach Kiepschn und irgend so einen wunderbar sündigen Doublecaramelespressowhitechoclatecreammacchiato von meinem Lieblings-Kaffeeröster.

An manchen Tagen

An manchen Tagen ist es einfach zuviel. Es ist zuviel und es ist überall und es macht mich einfach nur traurig.

Zuviel Egoismus, zuviel Intoleranz, zu viel Rechthaberei, zuviel Engstirnigkeit und zuviel Beharren auf der eigenen Meinung, zuviel Verletzung.

Zuwenig Toleranz gegenüber anderen Menschen und anderen Meinungen, zuwenig Offenheit, zuwenig Aufgeschlossenheit, zuwenig Einfühlungsvermögen, zu wenig Rücksichtnahme.

In was für einer Welt leben wir hier, wo keine zwei Meinungen nebeneinander existieren können???

knapp

Jetzt haben wir „so knapp“ das EM-Finale verloren und ich habe „so knapp“ mein Projekt „Back to Basics – Verletzungsfreies Wochenende“ verloren.

Es war einmal am Samstag ein ziemlich böses Bild, es war einmal eine zerbrochene Glasscheibe und es war einmal eine Frau Ansku, die diese Glasscheibe gaaaahaanz vorsichtig auswechseln wollte, nachdem sie am Freitag mit dem besten Vater den wo gibt eine neue besorgt hatte. Aber dann war da noch die neue Glasscheibe, die gemeinerweise an den Rändern ziemlich scharf zugeschnitten war…

(Ganz ganz mini-kleiner Schnitt am linken Mittelfinger, am Übergang zur Hand und anner rechten Mittelfingerkuppe, jetzt schon kaum mehr sichtbar.)

Wenigstens hat zumindest beim Fussball der gewonnen, der es verdient hat. 😀 Aber ich??? War das jetzt schon wieder Dussel-Content? Ma weiss es nich…

auch mal wieder…

… Terminchaos. Nach zwei Wochen Pfingstferien bin ich gestern -montag- mittag endlich mal wieder hochmotiviert losgezogen meine Krippenkinder zu besuchen und mein Karmapunktekonto zu befüllen. Ich laufe also fröhlich durch den sonnigen Park zu U-Bahn, fahre mit der U-Bahn in die Stadt, laufe von der U-Bahn-Station Richtung Krippe, denn Montag nachmittag ist Krippentag, alles super – und dann zwei Minuten vor der Krippe zu merken, dass wir ja vor den Ferien meinen Krippentag auf den Dienstag verschoben hatten!

Ich weiss jetzt leider nicht, zu wievielten Mal mir sowas passiert, bei 23.478 hab ich aufgehört zu zählen, aber es müssen seeeehr viele Male gewesen sein. Biddebidde sag mir mal jemand, dass ich nicht die einzige bin!!!

Also dann heute nachmittag fröhliches Kinderfressen. 😉

Auf dem Rückweg zur U-Bahn dann noch an so einem Sex-Shop-Videokabinen-Puff-weissnichwas-Dingens vorbeigekommen, aus dem es mit voller Insbrunst aus dem Radio/ CD-Player schmetterte: „Ti aaamo! Tiii amo, ti aaaamo…“ Irgendwie hatte das etwas Berührendes und ich hab echt zwei Sekündchen lang überlegt, ob ich da rein gehen soll und anfangen zu schunkeln und dann: „Ach, Sie sind gar keine Italo-Bar…?!?“

Amstetten

Seit Sonntag spricht alle Welt von Amstetten. Das wahre Ausmass dieser Tat kommt erst allmählich Stück für Stück ans Licht und man kann sich kaum vorstellen, welche Grausamkeit dahintersteckt.
Mir geht es da so ein bisschen ähnlich wie Frau Ami, ich hör am Sonntag mit halbem Ohr Nachrichten und denke mir nur: Ach, schon wieder so ein Verrückter. Wie grausam, wie schlimm, aber schockt mich das noch?
Auch scheint es so, dass es in der Medienwelt eine ungeschriebene Regel gibt, die lautet: Finden wir einen Fall, finden wir auch noch 10 weitere und so kommt es dann, dass jeweils innerhalb von wenigen Wochen 10 U-Bahn-Schlägereien und 15 Kindesvernachlässigungen auftauchen. Jedoch das einzige, was (bei mir) dadurch erreicht wird, ist, dass man von Fall zu Fall „verroht“ und sich irgendwann denkt: Ach ja, noch einer. Und hofft, dass das irgendwann ein Ende hat. Dann verebbt das Medieninteresse an U-Bahn-Schlägereien und Kindesvernachlässigungen, es gibt „urplötzlich“ keine U-Bahn-Schlägereien und Kindesvernachlässigungen mehr und man fühlt sich wieder sicher und geborgen in der kleinen, heilen Welt. Bis dann ein neues, noch grausameres Verbrechen die Medien durcheinanderwirbelt.
Und so kommt dann auch bei Missbräuchen wie diesem zuerst der beschämende Gedanke: Ach, jetzt haben sie noch einen Fall wie Frau Kampusch gefunden. Grausam, traurig, aber kennen wir ja schon. Und ganz schnell schämt man sich für diesen Gedanken, denn auch diese Menschen haben gelitten ohne Ende. Und dann beim zweiten Hinsehen bemerkt man, dass wir das nicht kennen, dass es noch grausamer geht und schämt sich noch mehr wegen dieser Gedanken und hofft nur noch, dass jetzt noch ein nächster noch grausamerer Fall auftaucht.

Überhaupt ein bisschen komisch, von solchen Dingen als Fall zu sprechen, mir fällt grad kein anderes Wort ein. Traurig und schrecklich, sowas, schrecklich die Sache an sich und schrecklich diese Reaktion.

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Heute meinen Musiklehrer aus dem Gymnasium zufällig in der U-Bahn getroffen und erfahren, dass dort auch nicht mehr alles so ist, wie es mal war und dass langsam so allgemeine Tendenzen unter Jugendlichen auch auf „meine“ alte Schule übergreifen. Ich hab mich dort auch nicht immer wohlgefühlt, aber jetzt tut’s mir doch sehr Leid. War ja nicht die schlechteste Schule, so ist es ja nicht.

Wann tut endlich mal jemand was für die Kinder, um ihnen einen guten Start ins Leben mit der Bildung, die sie brauchen, aber auch mit Zeit, Kind zu sein, zu ermöglichen, statt ihnen nur sinnlose, überfüllte und konzeptlose G8-Lehrpläne vorzusetzen und dann müssen die Kinder/ die Familien zusehen, wie sie damit klarkommen?