Schnipsel

* Momentan wenig wirklich bloggenswertes. Das Leben rauscht und fliesst.

* Ich habe letzte Woche meine Hauptschüler abgegeben. Ich glaub, ich werd sie eher nicht so sehr vermissen, das ist nicht so ganz mein Terrain. 😉

* Einige vielleicht doch.

* Mit den Schulferien fangen auch meine Ferien an, der August ist weitestgehend frei. Ich muss ehrlich gestehen, dass der ungewohnte und unregelmäßige Arbeitsrythmus der letzten Wochen ohne richtiges Wochenende mich doch ein wenig geschlaucht hat. Obwohl ich nicht so schrecklich viel gearbeitet habe, fehlten doch die Wochenenden als Zäsuren und Ruhepausen. Jetzt wird viel die Seele baumeln gelassen, in den Tag hinein gelebt und neue Pläne geschmiedet.

* Ich hätte nie gedacht, dass ich in diesem Monat mit *hüst* nur Mini-Jobs fast soviel verdient habe wie seinerzeit bei Don Jefe.

* Sonntagabend war die Abschiedsparty vom liebsten kleinen Bruder am – na, wo natürlich? – am Skateboardplatz. Es war ganz spontan (Sonntags Grillfleisch organisieren…), aber auch sehr schön. Eher suboptimal war nur die Idee nachts um zwölf und nach ein-zwei Bierchen auf sein Skateboard zu steigen. Lief auch ganz super, bis wir auf die Idee kamen, dass ich ja mal die Rampe (keine Halfpipe, beieleibe nicht, sondern so eine leichte Schräge) hoch- und wieder runnterfahren könnte… #Dusselcontent

* Karriere als Skateboard-Queen vorläufig wieder abgeblasen.

* Festival ist toll. Das Wetter ist steigerungsfähig, aber diese Festivalleute kann ja nichts schrecken und so werden selbst bei strömendem Regen die Stände aufgebaut, immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen. Samstag vier Stunden gefroren und 12 Euro eingenommen, aber das war ja erst der Anfang der Festivalwoche. Ich hab mir sagen lassen, dass es Sonntag bei strahlendem Sonnenschein wunderbarst lief. Und das Festival dauert ja noch bis 1.8., also alle fleissig kommen!

* Programm für heute: Entscheidungen fällen.

* Sommerloch. Es gibt also nicht wirklich viel Spannendes momentan hier.

* Ich weiss nicht, was ich bloggen soll.

* Vielleicht mal die anderen fragen?

* Was wollt Ihr lesen?

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Festival Festival!

Ich versuche ja, diesen Blog weitgehend werbefrei zu halten, aber manchmal muss ich doch eine Ausnahme machen.

Ab heute – leider mit gänzlich ngeeignetem Wetter für dieses Wochenende – findet in Erding das Sinnflut-Festival statt, auf dem auch die wunderbare Frau Sturm einen Stand mit wunderbarem Schnickeldi und Schnickelda ihres Labels Sturmkind – Selbstgenähtes mit Herz hat.

Wer schon immer mal dringend ein Bruderherzkissen, ein Erdbeerkissen, eine Windradhaarspange oder „einfach nur“ eine U-Hefthülle oder einen neuen schicken Klammerbeutel braucht, der kommt am besten einfach bis zum 1.8. dort vorbei, wird entweder die Frau Sturm oder mich antreffen und darf sich dann gerne stundenlang durch all die sommerlich bunten Dingelchen, die es da zu bestaunen gibt wühlen. Ich freu mich schon riesig auf das Festival. 🙂

Zwölf2010 – Juli

Für meine Verhältnisse außerordentlich pünktklich, die Juni Photos

Die Tropenhitze ist jetzt auch hier angekommen, bereits am frühen Morgen schon steht die Luft und die Sonne brennt.

Hier mal zur Abwechslung ein Blick von München im Sonnenschein, nachdem ich bisher immer nur nachmittags oder abends dort war und immer etwas im Gegenlicht fotografieren musste. Allerdings war es dann doch etwas gruselig dort, denn der Monopterus ist ja immer noch als Junkie-Treffpunkt verschrieen und tatsächlich lag dort, als ich gegen neun Uhr morgens und mutterseelenalleine im fast menschenleeren Englischen Garten die Stufen dort hochstieg irgendetwas oder irgendjemand schlummernd in einem Schlafsack. Oh, wie schnell habe ich das Photo gemacht und bin wieder runtergerannt!

. (II)

Übrigens: Die liebste Freundin und ich, wir hatten uns schon gewundert, als wir letzten Dienstag bereits schon einmal vor der verschlossenen Fahrpreisnacherhebungsstelle standen und auf dem Zettel an der Tür lesen mussten, dass die Mitarbeiter auf einer Fortbildung sind, was das wohl für eine Fortbildung sein mag. Wir hatten zunächst vermutet, dass es eine Fortbildung ist, wie man pünktlich um 17.58 Uhr die Tür abschliesst, da ich am Tage zuvor bereits schon einmal* um 17.59 Uhr vor verschlossenen Türen gestanden hatte.

Aber nein, es geht um viel elementarere Dinge – Danke, liebe Frau Zimtapfel, für die Aufklärung!

* Meine Deutschlehrer in der Schule würden jetzt allesamt entsetzt das Gesicht verziehen, aber manchmal lassen sich Wiederholungen im Satzbau einfach nicht vermeiden. Und wiederholte Besuche in der Fahrpreisnacherhebungsstelle eben leider auch nicht.

.

Ich halte mich für einen sehr höflichen Menschen, der selbst wenn andere ihm mehr als blöd kommen, noch Haltung und Höflichkeit bewahrt. Anders hätte ich wohl auch kaum neun Monate bei Don Jefe durchgehalten. Ich bin manchmal auch zu höflich und verpasse den richtigen Moment um andere Menschen in ihre Schranken zu verweisen. Es ist äußerst schwer, mich so auf die Palme zu bringen, dass ich wirklich unhöflich werde und zum Beispiel ohne auch nur den geringsten Gruß den Raum verlasse.

Aber die arrogante, unhöfliche, unkulante Ziege heute bei der Fahrpreisnacherhebungsstelle im Hauptbahnhof, die hat es geschafft, dass ich mich einfach umgedreht habe und rausmarschiert bin.

(Gut, ich hatte vergessen eine Monatsmarke zu kaufen. Gut, ich bin erwischt kontrolliert worden. Gut, das war vielleicht ein bisschen blöd. Aber ich habe das nachgeholt und hey, deshalb braucht man mich nicht arrogant und zickig und derart unhöflich behandeln.)

Stoff

Manchmal fällt es schwer zu glauben, dass ich in einer Großstadt lebe. Dann nämlich, wenn die liebste Freundin und ich einen ganzen, geschlagenen Nachmittag durch’s Städchen laufen hecheln, auf der Suche nach einem einfachen, schlichten, viereckigen weißen Kissenbezug. Nicht zu groß, nicht zu klein. In weiß, natur oder creme. In einem schönen, nicht zu groben, aber auch einem nicht zu feinen Stoff, denn der Stoff soll noch durch ein Nähmaschinchen wandern. Bitte ohne Muster oder gar Farbe. Gibt es nicht, not available, unauffindbar, jedenfalls in dieser Stadt. Im Nähgeschäft, im Stoffladen, im großen Kaufhaus, nirgendwo war so etwas zu finden. Entweder hatte der Stoff eine blöde Struktur (geriffelt, bääh!), oder eine schlechte Qualität oder der Kissenbezug hatte schon Ränder dran oder es gab nur Stoffe mit Muster oder oder oder…

Vier Stunden später, im fünften Kaufhaus dann, umzingelt von Bergen aus Samt und Seide und Puschelwuschelkissenbezügen, da habe ich ernsthaft überlegt, mich auf den Boden werfen und zu schreien wie ein kleines Kind.

Hab’s aber doch nicht getan. Jetzt wird wohl oder übel selber genäht. Das kann auch sehr heiter werden.

(Nebenbei ’nen neuen Bikini geshoppt. Und mein persönliches Traum-Stoff-und-Marimekko und alles-was-ein-Mädchenherz-höher-schlagen-lässt-Lädchen entdeckt. Hach, hach, hach! Wie halt so üblich, wenn Frauen shoppen gehen. 😉 )

Zwölf2012 – Juni

Natürlich habe ich auch im Juni ein Photo für Sie. 😉 So wie es hier grünt und blüht wäre alles andere auch eine wahre Schande.

Zunächst der Blick aus der Haustür: Die Sternmagnolie mit voller Blätterpracht.

Man bedenke nur, so sah das im Januar aus:

Kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Aber egal, jetzt ist ja auch Sommer. Und da kann ich mich gerade nicht an den Farben sattsehen, dieses satte Grün der Pflanzen und dieses unendlich blaue Blau des Himmels. Nur leider ist es so schwer, diese beiden Farben auch mal fast originalgetreu auf ein Photo zu bannen. Hier ist es mir endlich einmal gelungen.

Die grüne Laube ist jetzt fast vollständig zugewachsen, von der Skyline sieht man nichts mehr, aber wenn man darunter langläuft fühlt es sich wirklich an wie eine Laube, die sich die ganze Straße entlang zieht. Und wenn man morgens unten am Berg durch den Park joggt läuft, spielen die Sonnenstrahlen so wunderschön mit dem Laub. Ich muss das demnächst auch irgendwann einmal fotografieren.

Und so sah das im Januar aus:

Und auch der Englische Garten blüht und grünt und ist an solch schönen Tagen kaum noch betret- bzw. befahrbar vor Sonnenanbetern.

Sommer!