. (II)

Übrigens: Die liebste Freundin und ich, wir hatten uns schon gewundert, als wir letzten Dienstag bereits schon einmal vor der verschlossenen Fahrpreisnacherhebungsstelle standen und auf dem Zettel an der Tür lesen mussten, dass die Mitarbeiter auf einer Fortbildung sind, was das wohl für eine Fortbildung sein mag. Wir hatten zunächst vermutet, dass es eine Fortbildung ist, wie man pünktlich um 17.58 Uhr die Tür abschliesst, da ich am Tage zuvor bereits schon einmal* um 17.59 Uhr vor verschlossenen Türen gestanden hatte.

Aber nein, es geht um viel elementarere Dinge – Danke, liebe Frau Zimtapfel, für die Aufklärung!

* Meine Deutschlehrer in der Schule würden jetzt allesamt entsetzt das Gesicht verziehen, aber manchmal lassen sich Wiederholungen im Satzbau einfach nicht vermeiden. Und wiederholte Besuche in der Fahrpreisnacherhebungsstelle eben leider auch nicht.

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Ich halte mich für einen sehr höflichen Menschen, der selbst wenn andere ihm mehr als blöd kommen, noch Haltung und Höflichkeit bewahrt. Anders hätte ich wohl auch kaum neun Monate bei Don Jefe durchgehalten. Ich bin manchmal auch zu höflich und verpasse den richtigen Moment um andere Menschen in ihre Schranken zu verweisen. Es ist äußerst schwer, mich so auf die Palme zu bringen, dass ich wirklich unhöflich werde und zum Beispiel ohne auch nur den geringsten Gruß den Raum verlasse.

Aber die arrogante, unhöfliche, unkulante Ziege heute bei der Fahrpreisnacherhebungsstelle im Hauptbahnhof, die hat es geschafft, dass ich mich einfach umgedreht habe und rausmarschiert bin.

(Gut, ich hatte vergessen eine Monatsmarke zu kaufen. Gut, ich bin erwischt kontrolliert worden. Gut, das war vielleicht ein bisschen blöd. Aber ich habe das nachgeholt und hey, deshalb braucht man mich nicht arrogant und zickig und derart unhöflich behandeln.)

Fragen, die die Ansku bewegen (11)

* Warum gibt es kein KinderJoy mit zweimal Joy? Sozusagen die Erwachsenen-Version? 😉

* Warum werden die Tage wieder kürzer, bevor überhaupt der Sommer angefangen hat?

* Wenn man, wie es so schön heisst, aus Schaden klug wird, habe ich dann jetzt für den Rest meines Lebens an Weisheit ausgesorgt? #Riesenriesenriesendummheit

Erkenntnis

Manchmal liest man durch einen blöden Zufall etwas, was eigentlich nicht für mich bestimmt war, wo es aber um mich geht.

Zuerst wird es einem ein bisschen schlecht und dann kommt die Erkenntnis, dass mein alter Arbeitsplatz (Büro) sich vom Niveau her gar nicht so sehr von meinem neuen Arbeitsplatz (Hauptschule) unterscheidet.

(Eine Woche nur noch, eine Woche!)

Ab heute

Regelmäßig um die Jahresmitte kommt die Meldung, dass ab heute der Bürger nicht mehr für die Steuern und den Staat arbeitet, sondern nur noch in die eigene Tasche wirtschaftet. Dei Bürgerpflichten sind erfüllt.

Noch lieber wäre mir momentan allerdings eine Meldung wie diese:

„Liebe Bürger,

ab heute haben Sie Ihr jährliches Soll an Regentagen erfüllt und es wird für den Rest des Jahres nur noch die Sonne scheinen. Ab heute können Sie ganz in die eigene Tasche den Sommer geniessen.“

(Seit Pfingstmontag quasi Dauerregen. Wirste verrückt.)

Dusselcontent

Fragen Sie mich bitte nicht, WIE man ein Buch in der U-Bahn verlieren kann. Fest steht nur, ICH kann.

Lesend in der U4 gesessen, am Umsteigebahnhof schnellschnell meine Siebensachen zusammengepackt, das Buch nur locker in meine Buchhülle gelegt und zusammen mit zwei Handtaschen so schlau kann auch nur frau sein 😉 in der Hand gehalten, um auch gleich in der nächsten U-Bahn weiterlesen zu können 😉 , ausgestiegen und mich durch Massen von Kirchentagsbesuchern geprügelt mich zur U6 durchgekämpft. Einen Sitzplatz ergattert, darauf niedergesunken, weiterlesen wollen und festgestellt, dass ich nur noch die Hülle in der Hand halte. Das Buch war unauffindbar, Dusselcontent par excellence…

Und dabei habe ich gerade erfolgreich angefangen, endlich einmal wieder mehr zu lesen, z.B. in der U-Bahn. Mein Lesepensum für 2010 ist bisher mehr als kläglich, das liegt vor allem daran, dass der Kopf in den letzten Monaten viel zu voll mit anderen Dingen war und ich eigentlich fast nur lese, wenn ich wirklich Zeit und Ruhe habe. Das finde ich aber eigentlich sehr schade und möchte das gerne wieder ändern und eben deshalb wollte ich wieder mehr lesen, z.B. in der U-Bahn statt Musik zu hören.

Das Buch war ein Geschenk, deshalb möchte ich es gerne ersetzen. Nun, ich wollte heute sowieso noch eine Bestellung an den großen Onlinebuchhändler losschicken, dann lohnt es sich gleich doppelt.  😉

In Schubladen

Was ich ebenfalls so gar nicht abkann, ist so eine ganz gewisse Form von Schubladendenken:

Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass ich – wie jeder Mensch – auch Fehler (hier: ganz gleich welcher Art) mache, Fehler die meinen Mitmenschen mal mehr und mal weniger auf den Zeiger gehen. Da ich jedoch versuche, mit dieser Tatsache möglichst offen und bewusst umzugehen, darf man mir diese Fehler gerne auch sagen und ich bemühe mich dann, diese Fehler möglichst zu vermeiden, mich zu verbessern, dazuzulernen. Dennoch treffe ich in meiner Umgebung immer wieder auf Menschen, die sich scheinbar so auf die Fehler eines Menschen fixiert haben, dass sie nicht einmal mehr die Versuche, mich zu verbessern zur Kenntnis nehmen können. Einmal als schlampig, chaotisch und unordentlich etc. abgestempelt, bleibt man für immer und ewig ein schlampiger, chaotischer und unordentlicher Mensch.

Don Jefe zum Beispiel warf mir im Laufe unserer „Zusammenarbeit“ so dies und das vor und am Anfang hatte er sicherlich auch Recht mit seinen Korrekturen. Ja, es mag sein, dass ich das am Anfang alles noch nicht so drauf hatte, inzwischen bin ich aber ein halbes Jahr in dieser Firma und die normalen Arbeiten sollten langsam Routine sein, ja, sie sind es natürlich auch. Ich habe mich eine Zeitlang sehr bemüht, Don Jefes Erwartungen zu entsprechen, weil ich meine Arbeit gut machen wollte und weil ich ihm und mir etwas beweisen wollte. Inzwischen weiss ich, dass seine Erwartungen nicht zu erfüllen sind, egal wieviel ich arbeite oder wie gut oder schlecht ich arbeite. Dennoch bin ich natürlich besser geworden, das Gefühl aber, bei jedem Fehler wie ein kleines dummes Kind behandelt und belehrt zu werden, das hat sich auch nach sechs Monaten nicht im Geringsten geändert. Das mag zum Teil an den unerfüllbaren Erwartungen liegen, zum Teil aber auch daran, dass Don Jefe nicht zu sehen vermag, dass die Dinge, ja dass ich mich verbessert habe und inzwischen zumindest ein bisschen die Erwartungen erfüllen kann, die meisten Vorgänge (über die Buchhaltung breiten wir nun ein großes Tuch des Schweigens…) gut im Blick und im Griff habe und gute Arbeit abliefern kann.

Don Jefe ist nun zugegebenermaßen ein ziemlich schlechtes Beispiel für Sozialkompetenz, eigentlich bräuchte ich gar nicht so weit auszuholen, denn dieses Schubladendenken begegnet einem tagtäglich, sei es im persönlichen Umfeld oder in der Öffentlichkeit, sei es z.B. ständig wiederkehrende Anschuldigungen und Vorwürfe meiner Mutter oder sei es beispielsweise ein Krimineller, der bei jedem sich neu ereigneten Verbrechen, sofort und unverzüglich als verdächtig gilt. Es ist so unglaublich einfach, jemanden wegen eines einmal begangenen Fehlers zu verurteilen. Manchmal, zugegebenermaßen gottseidank ziemlich selten, habe ich selbst im Freundes- und Familienkreis das Gefühl, die Bilder, die jeden einzelnen hier, über seine Stärken und Schwächen hier herumschwirren, entsprechen häufig nicht der Realität oder einer Realität von vor etwa fünf Jahren. Das ist nicht böse gemeint, aber das ist so. Ich frage mich, ob unser Bild von unseren Mitmenschen so fest und vorgefertigt ist, dass wir nicht mehr in der Lage sind, zu erkennen, dass der andere sich geändert hat und das Bild gegebenenfalls zu korrigieren. Lieber drücken wir dem anderen einen Stempel, der für uns in unser Weltbild passt auf und nehmen so dem Menschen jegliche Chance, zu beweisen, dass er es auch anders kann. Aber für uns ist es einfacher, wir brauchen nicht hinzuschauen und nichts an unserem Weltbild zu verrücken.

Vielleicht aber brauche ich mich ganz bald zumindest nicht mehr mit Don Jefes Schubladensystem auseinanderzusetzen, denn die Zeichen stehen auf Neuanfang. Auch wenn es finanziell eine Verschlechterung um 180 Grad Prozent ist, werde ich das Zahlenjonglieren schrittweise einstellen und stattdessen lieber Kräftemessen mit präpubertären Hauptschülern der 5. bis 8. Klasse spielen. Endlich ein richtiger, interessanter, sinnvoller und angenehmer Job, der mich gleichzeitig noch ein gutes Stück weiterbringt! Eigentlich ist es schon seit etwa zwei Wochen mehr oder weniger klar, ich war schon ein paar Mal zum Hospitieren und Probearbeiten und seit dieser Woche auch regulär zum Arbeiten dort, ich warte eigentlich nur noch darauf, meine Unterschrift unter den Arbeitsvertrag und direkt danach unter die Kündigung bei Don Jefe setzen zu dürfen. Auch dieser Job ist anstrengend, die Kinder fordern mich auf der ganzen Linie und bocken, nölen und testen ihre Grenzen aus, aber holladieWaldfee! Aber es ist auf eine andere, auf eine schöne Weise anstrengend. So anstrengend eben, dass man sich danach angenehm und wunderbar wohlig müde, aber sehr zufrieden fühlt. (Nun wissen Sie auch, warum es hier im Blog so ruhig ist zur Zeit, zwei Jobs, wenn auch nur Teilzeit, fordern ganz schön ihren Tribut.) Dieser Job kam allerdings nicht ganz ohne Zutun der wunderbaren Frau Sturm! Sie war es, die mich auf den Job aufmerksam gemacht hat und die ersten Kontakte hergestellt hat und mir damit diese tolle Chance ermöglicht hat, wofür ich ihr hiermit die goldene Freundschaftsmedallie verleihe und sie aufs Herzlichste drücke!

Es geht weiter, frohen Mutes, endlich!

Schulhof

Ich gebe gerne zu, ich verstehe nur Bahnhof bei diesem Gerede vom Spekulanten und Griechenland bankrott und den Euro und Schutz unserer Währung und ich verstehe auch nicht, was das soll und wer sich jetzt davon warum welche Gewinne verspricht.

Aber heute morgen, als ich noch kurz die Nachrichten schaute und staunend versuchte wenigstens nachzuvollziehen, was diese mysteriösen, gesichtslosen Spekulanten da abziehen, da drängte sich mir so spontan die Assoziation einer Situation auf dem Schulhof auf. Aus Zeiten der frühesten Kindheit kommen schemenhafte Erinnerungen an ganz spontane Zusammenrottungen frei nach dem Motto: „Und jetzt alle gegen den Lukas!!! JAAAAA!!!“

Jetzt hauen wir alle mal auf den Lukas ein und schauen mal wie lange es dauert, bis er weint.

Umzug, leider ohne Dusselcontent

Ich verstehe immer noch nicht, wieso ein Zwei-(Bald-Drei-)Mann-Büro drei Kaffeemaschinen, sechs Räume, sieben Schreibtische und einen Konzferenztisch mit acht Stühlen drumherum braucht. Ich kann nicht verstehen, wieso ein Zwei-Mann-Büro einen Karton voll Spül- und Putzmittel, von dem die Hälfte ausgelaufen war (bäääh!) mitumziehen muss. Und ich werde nicht nachvollziehen können, warum 139 qm für ein Zwei-Mann-Büro nun plötzlich angeblich doch zu klein sind. Naja, vielleicht doch, wenn man es so voll stellt???

Aber das macht eigentlich gar nichts. Ansonsten ist nämlich alles gut und alles mitumgezogen, auch sämtliche Büroklammern und es gab nur einen ganz kleinen Schreck heute morgen, weil der Schlüssel vom Kellerabteil plötzlich nicht auffindbar war. Dann war er’s aber doch. Immerhin: Ich DURFTE keine schweren Kisten und Möbel schleppen, das haben alles die starken Jungs aus der Slowakei gemacht. Vielleicht bin ich ja etwas asozial, aber als ich den Jungs dabei zugesehen habe, wie sie den großen Kopierer zwei Stockwerke die Treppe heruntergetragen haben und das war wirklich nicht schön anzusehen, da hab ich doch leicht geseufzt und musste an dieses Lied von wegen „Mir geht’s so gut“ und „Mädchen“ denken. Sie wissen schon, welches Lied. Es gibt eben so Momente, da halte ich durchaus gerne an althergebrachten Geschlechterverteilungen fest, einfach weil ich es nicht anders kann.

Nun ja, ich hab’s immerhin nicht laut gesagt, sondern reumütig den Schirmständer ins Umzugsauto getragen. Dennoch und gerade deswegen: Das Feierabendbier ist heute besonders hart erarbeitet, als Bonus gibt’s aber dafür gleich ein Wochenende mit dazu. Welch Wohltat!

Wochenende ist…

… das, was von Donnerstag bis Dienstag geht, oder nicht? Ach nein, das war ja letzte Woche. Damn it.

Also werde ich mich aufmachen und diese Woche unser gesamtes Büro in Umzugskartons verpacken. Ja, wir ziehen tatsächlich um! Nach einem halben Jahr Drama hat Don Jefe nun selbst einen Blick in Zeitungen und ImmoScout geworfen, dann eingesehen, dass seine Vorstellungen vom zentralen Altbaubüro an der feinsten Adresse der Stadt, dass aber bitteschön möglichst nichts kosten darf, doch „etwas“ realitätsfremd waren und dann ging plötzlich alles ganz schnell. Vor zwei Wochen erklärte Don Jefe mir, dass er ein Büro gefunden hätte, vorletzte Woche unterzeichnete er den Mietvertrag und letzten Dienstag verkündete Don Jefe, dass wir am Freitag umziehen. Das hätten wir auch schneller und einfacher haben können, wage ich zu behaupten. Aber immerhin, jetzt!

Der erste Umzug, den ich organisiere und dann ist es noch nicht einmal mein eigener. Fettnäpfchenalarm und Dusselcontent gesichert, würd ich da mal sagen.

Entschuldigung, ich…

Was ich ganz und gar nicht abkann: Wenn mir ein Fehler (also zum Beispiel ein blödes kleines Missgeschick oder Unachtsamkeit im Alltag, z.B. ich lasse jemanden unnötig lange warten) und dieser jemand reagiert darauf (zu Recht) verärgert, woraufhin ich meinen Fehler einsehe und mich entschuldige. Ich denke dann, die Sache ist gegessen, aber dann wird NACH und trotz meiner deutlichen Entschuldigung trotzdem noch weitergezetert. Das ist für mich nur Frustablassen, das hat nichts Konstruktives mehr.

Ich weiss nicht warum, aber solche Situationen sind für mich nur ganz schwer auszuhalten. Sie haben irgendetwas in sich, was mich schwerst reizt und ich muss mich manchmal schon zusammenreissen, dass nicht ICH wegen solcher Nichtigkeiten an die Decke gehe.

Ich glaube, es wird zuviel Trara um Nichtigkeiten gemacht. Das ist es wohl.

Freie Sicht

Ich würde zwar wirklich liebend gerne am Donnerstag selber ein Flugzeug besteigen und mich von ebendiesem nach Stockholm fliegen lassen, um endlich den langersehnten (Kurz-)Urlaub mit der liebsten Freundin nachzuholen (von ruhigem Gewissen will ich – von Haus aus mit Flugangst gesegnet – ja gar nicht anfangen) und ich fände es jammerschade, wenn auch dieser gemeinsame Urlaub ins Wasser fallen würde, noch lieber aber würde ich auch heil wieder landen und diese ganze Sichtfluggeschichte trägt nicht unbedingt dazu bei, das Vertrauen in die Vulkanaschewolke (Wort des Jahres!) und die moderne Technik zu stärken.

Ich hör‘ die ganze Zeit nur, dass diese Sichtflüge voll auf Verantwortung der Piloten gehen und frage mich leise, wo da noch Platz für Übernahme von Verantwortung ist, wenn die Fluggesellschaft zum Piloten sagt: „Du fliegst jetzt und zwar auf Sichtflughöhe. Oder wir fliegen auch in Zukunft ohne Dich.

Und nein Herr Ramsauer, auch wenn Sie tausend mal behaupten, dass Sie nichts verantworten würden, was Sie „nicht selber als Passagier auch mitmachen würden“, dann glaube ich Ihnen das nicht. Ich glaube Ihnen ganz einfach nicht, dass Sie selber persönlich auch aus freien Stücken momentan in ein Flugzeug steigen würden, nein das halte ich sogar für ziemlich unwahrscheinlich.

Meine Schwestern im Geiste, die ebenfalls diese Woche verreisen wollten, ich bin ganz doll bei Euch!

Online.

Irgendwann im letzten Sommer habe ich einmal das Projekt „Partnersuche im Internet“ angefangen, aber ziemlich bald entnervt wieder aufgegeben. Alles viel viel zu künstlich, Partneranfragen, die sich entweder steif wie Bewerbungsschreiben lasen oder so betont auf netter Kumpel getrimmt, dass ich hätte kotzen mögen, blöde Missverständnisse beim Schreiben, nein, nichts für mich.

Vor einigen Wochen dachte ich mir, das kann doch nicht sein, dass da nirgendwo jemand ist, dass da nicht doch auch irgendjemand vernünftiges am anderen Ende des Bildschirms sitzt, dass es nicht doch vielleicht einmal für wenigstens einen kleinen Flirt reicht? Was war eigentlich so schlimm daran, Leute per Internet kennenzulernen?

Also hab ich dem Experiment eine zweite Chance gegeben.

Jetzt weiß ich wieder, was so schlimm daran war:

Es sind Namen wie „Ritschy75“, „dr_mario7“, „Energydrop“ oder sogar „Gurkenschorsch“ (was mich doch tatsächlich eine Sekunde lang an Daniel K. und den Gurkenlaster denken liess, aber der Daniel sucht ja nicht nach Frauen) und in mir steigt die üble Ahnung hoch, dass der Name schon alles aussagt…

Brrrrr, ich lehne dankend ab und erkläre das Experiment hiermit auch ganz schnell wieder für beendet.

😀

Gratis

Ich war von Freitag auf Samstag kurz und auch relativ kurzentschlossen in Frankfurt am Main und habe mich dort mit lieben Freunden aus Finnland getroffen, die gerade einen Kurz-Ostertrip nach Frankfurt gemacht haben. Zu der mir in den letzten Tagen häufig gestellten und mit großen Augen gestellten Frage, warum meine Freunde denn im Himmels Willen ausgerechnet in Frankfurt Urlaub machen wollen dann ein anderes Mal.

Jedenfalls, vor dem Treffen lief ich nachmittags ein wenig los auf eigene Faust durch die Stadt zu erkunden und da passierte, was irgendwann zwangsläufig passieren muss: Natürliche Bedürfnisse.

Leider jedoch bin ich immer noch nicht bereit, für natürliche Bedürfnisse zu bezahlen und während ich da so einige Zeit lang auf der Suche nach einer öffentlichen, und zwar einer wirklich ÖFFENTlichen, Toilette über die Zeil und durch die Straßen lief, da dachte ich mir so bei mir still und leise, das es doch wirklich etwas skurril ist:

In den deutschen Innenstädten prangt inzwischen an jedem zweiten Café dick und gross ein Schild „Gratis W-Lan“, geht man aber in das Café hinein und möchte diesem natürlichen Bedürfnis nachkommen, wird man sofort aufgefordert zu zahlen.

Könnte man also nun denken, dass die Freiheit, im Internet zu surfen, dem Menschen in diesen Zeiten ein größeres Bedürfnis ist als das natürliche Bedürfnis an sich oder warum sonst gibt es nirgendwo ein – meinetwegen auch ganz kleines – Schild, welches einem einen „Gratis WC“-Besuch erlaubt?

( 😉 )

Winterschlussverkauf

Heute ein tolles Angebot von Frau Ansku:

WSV! Top-Angebot! Halsschmerzen sehr günstig abzugeben! NUR NOCH HEUTE!

Äußerst hartnäckige haltbare, schmerzhafte qualitative hochwertige Halsschmerzen abzugeben. Ich hatte jetzt schon fast zwei Wochen lang meinen Spaß mit denen, jetzt möchte ich sie zum Ende der Wintersaison gerne loswerden jemandem zukommen lassen, der sie nötiger braucht als ich. Ein Schnäppchen, das ultimative Sonderangebot zum Ende der Wintersaison, unschlagbar günstig! Nur hier bei Frau Ansku!

Top-Angebot: Die ersten drei Besteller bekommen jeweils eine Packung Erkältungstee GRATIS dazugeliefert.

Melden Sie Sich also heute noch und Sie bekommen das Komplett-Paket mit Halsschmerzen und Erkältungstee heute noch zugeschickt!


Wie? Will keiner? So’n unschlagbar günstiges Angebot?

Ach Möst! 😉

3 aus 2010

Das Jahr 2010 ist noch keine drei Monate alt und trotzdem gibt es schon drei Lieder, mit denen man dieser Tage ständig und überall zugedröhnt wird und die ich (persönlich) bereits jetzt nicht mehr hören kann. Sorry, aber die gehen mir tierisch auf den Senkel. Das ist so eine Mischung aus diesem Dauerbeschallungsphänomen, welches einem manchmal selbst die tollsten Lieder verleidet, wenn sie ZU häufig gespielt werden und einer persönlichen Abneigung gegen dauerbetrunkene, möchte-gerne-coole Blondinen. 😉

Das (fand ich am Anfang sogar sehr gut, aber jetzt irgendwie nicht mehr),

das und

das.

(Und weil ich die so ganz föschterlisch nervig finde, beschränke ich mich hier auf Verlinkungen. In den Ansku-Blog kommen nur original erprobte und für gut befundene Ansku-tunes. So ist das.)