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Sie fühlt sich komisch, so ungewohnt und komisch. Hin- und hergerissen. Auf andere Menschen wirkt sie wie immer, glücklich und gelassen, klar nach so einer Reise wäre das jeder. Sie schweigt, sie würde es gerne erklären, aber sie kann nicht. Seit ein paar Wochen fühlt sich nichts mehr an, wie es mal war. Eigentlich hatte sie ihr kleines, beschauliches Zuhause immer so sehr geliebt. Sie war eine Person, die im Alltag aufgeht, bei ihrer Arbeit und ihren Freunden. Zumindest hatte sie das geglaubt. Sie dachte immer, dass sie ein Mensch ist, der eigentlich nur zuhause so richtig entspannen kann. Jetzt fühlt sich dieses Zuhause fremd an, da Straßen leer und einsam, fast schon steril, die Gesichter der Menschen verkniffen, gleichgültig. Sie vermisst das Gewusel und Gewühl der Straßen, sie hört in den Ohren noch das Rauschen des Meeres.

In der Ferne hat sie furchtbares Heimweh gehabt und sich so sehr in ihre kleine geordnete Welt zurückgesehnt, der Lärm, die vielen Menschen und weit und breit kein Ort sich zurückzuziehen, nein, das ist nicht ihres. Spannend fand sie es, spannend und aufregend und irgendwie auch schön, die ganze Reise war ein einziges Abenteuer. Aber eben leider nunmal nicht ihre Welt, hat sie sich gedacht, und hat die Schönheit der pulsierenden, nie ruhenden Städte und die vollkommene Natur der türkisblauen Strände bewundert – und gleichzeitig die Tage bis zum Rückflug gezählt. Ein bisschen komisch, aber so ist sie manchmal. Aber dann passierte irgendetwas und sie weiß bis heute nicht, was. Als sie endlich angekommen ist in dem geliebten, ersehnten Zuhause, fühlt sie sich fremd, irgendwie nicht dazugehörig und möchte am liebsten wieder weg. Sie ist zuhause, gleichzeitig aber hat sie unstillbares Fernweh. In der Ferne Heimweh, im Heim Fernweh. Ist das nicht verrückt, fragt sie sich? Sie würde es gerne verstehen, aber sie versteht es nicht. Sie kann nicht mit und sie kann nicht ohne.

Was eine Reise alles verändern kann, denkt sie sich.

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Sonntagsfreuden

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind :)“

Von hier, lange vorgenommen, endlich auch hier im Ansku-Blog realisiert.

Patchwork und Sonnenschein!

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GartyParty

Am Samstag fand hier das Fest der Feste statt, die lang und sehnsüchtig erwartete GartyParty.

Viele wunderbare Menschen sind gekommen. Freunde des Bruders und Freunde von mir. Einige brachten noch mehr Freunde mit, fast alle brachten köstlichstes Essen mit. Das Buffet Big sich unter der Last der köstlichen Speisen.

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Die Herzfreundin meinte, sie hatte noch nie eine so hübsch dekorierte Gartenparty gesehen, da sagte ich zu Ihr: Das Bruderherz wollte ein Fass Bier, ich wollte eben eine hübsche Tischdeko in Meedchenfarben. Alle glücklich, weißte? Ich muss nur noch mal mit dem Bruderherz schimpfeln, weil er den Anstich nicht offiziell angekündigt hat.

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Und als wir die letzten Gäste verabschiedet hatten und noch etwas aufgeräumt hatten, da brach frisch und wunderschön die Morgendämmerung herein. Was für ein toller Abend, dachte ich, als ich mir etwas GartyParty mit aufs Zimmer nahm und ins Bett ging.

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Juhannus

Ein Traum.

Ein Wochenende wie ein Traum. Ein Traum aus dem ich mich seit einer Woche weigere, aufzuwachen.

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Gut gegessen.

Nichts müssen, nirgendwohin. Keine Termine.

Im See geschwommen.

Abends lange Saunagespräche mit der <;3-Freundin.

Eine halbe Flasche Autan verbraucht und trotzdem noch reichlich Blut gespendet.

Unglaublichst lecker gegessen.

Frischen Lachs gegrillt.

In eie Hütte verliebt.

Inngehalten.

Zur Mitte gefunden.

*****

Mehr brauchts nicht, keine Worte, nur Bilder.

Und vielleicht, vielleicht hätte es noch etwas mehr Zeit gebraucht.

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Zwölf 2012 – Mai

Huch, da habe ich im April doch glatt vergessen, ein Photo vom Stachus zu schiessen. Ich war mir so sicher, dass ich bereits eines gemacht hätte, aber war dann doch nicht. Nun, jetzt im Mai bin ich wieder dabei!

Der Stachus mit angestelltem Brunnen und nahender Gewitterfront

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Die alte Ziegelei, es grünt so grün.

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Überhaupt war der Mai ja ein echter Wonnemonat, es dürfte von mir aus gerne so weitergehen!

Reisebericht aus Lisboa – Tag 6 und 7

Der Urlaub neigt sich rasant dem Ende zu. Nur noch ein Tag und morgen geht es in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen. Ich werde ein einziges Nervenbündel sein, bis ich im Flieger sitze, das weiss ich jetzt schon und mir graut jetzt schon etwas vor diesem Sonntagmorgen. Aber hey, immerhin: Vor den Heimflug haben die Götter noch einen Urlaubstag UND noch eine Geburtstagsparty gesetzt!

Ich scheine mich wirklich sehr gut an den Urlaubsmodus gewöhnt zu haben, denn besonders lange, habe ich auch an diesem – eigentlich kinderfreien – Morgen nicht geschlafen. Dafür nutzten die liebste Gastgeberin und ich die Gunst der frühen Stunde, um ungestört in der Bäckerei gegenüber frühstücken zu gehen bis die Kinder da waren. Lecker Toast, lecker Pasteis de Belém und lecker Kaffee, das sollten dann aber auch die letzten ruhigen ungestörten Stunden gewesen sein, ab da ging alles rucki-zucki. Sofort nach Ankunft der Kinder gingen wir für die große Party einkaufen. Dabei bekam ich mal so eine normale portugiesische Fisch-Tiefkühltruhe sozusagen „für den Hausgebrauch“ zu sehen. Und dies ist nur die EINE Seite davon, in die andere Richtung geht das nochmal genauso lang weiter.

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Zum Urlaub mit Familienanschluss gehört scheinbar auch eine Shoppingtour mit völlig übermüdeten Kindern. 😉 Und so balancierte ich in der folgenden Stunde abwechselnd ein Kind, eine Einkaufstüte und einen Kuchen auf meinem Arm, zeitweise auch mehreres davon gleichzeitig und war doch etwas erleichtert, als wir alles und alle heile nach Hause verfrachtet hatten.
Nach einer kurzen Stärkung ging es munter weiter, den ersten Teil des Samstagnachmittages verbrachte ich damit, Wäsche aufzuhängen und ein Zelt für die Kinder aufzubauen. Soso, Urlaub nennt sich das. 😉 Schließlich aber überließ ich doch die Küchenarbeit und die weitere Kinderbespassung der werten Gastgeberin, wenn auch nicht ohne ein leises schlechtes Gewissen, aber ich wollte doch noch einen Spaziergang durch das so liebgewonnene Lissabon machen und mich in Ruhe von der Stadt, ihren Plätzen und Gässchen und vom Fluss verabschieden.

In die Stadt hinein lief ich ein ganze Stück am Fluss entlang. Die Strecke war ich bereits einmal abends gelaufen und fand sie wunderschön. Nun auch bei Tageslicht. Dabei lief ich zuerst durch den Park von Belém und fand dabei diese interessante Pflanze. Schön wäre jetzt noch, wenn ich Ihnen sagen könnte, welche Pflanze das ist, aber ich weiß es leider nicht.

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[KLICK MICH!!]

Dann weiter am Fluss entlang. Am Fluss führt ein Fahrradweg entlang, der ziemlich interessant illustriert ist. *kicher*

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Dann fuhr ich ein letztes Mal mit der Metro zum Parque Eduardo VII. Was anfangs aussah wie ein kleiner unbedeutender Stadtpark, entpuppte sich nach einem kleinen Spaziergang zu meiner großen Überraschung als wahres Kleinod mit Streichelzoo und einer großartigen Aussicht auf das Stadtzentrum.

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Huch, nach diesen zwei kleinen Spaziergängen war es schon wieder furchtbar spät und Zeit, sich in Richtung Party zu begeben. Weil aber gerade die Sonne so schön hervorkam, lief ich ein paar Ubahnstationen die Avenida de Liberdade entlang, die große Prachtstraße von Lissabon vom großen Kreisverkehr Marc Do Pombal bis zum bereits erwähnten Bahnhof Rossio.

Das war dann auch das Aus für die eigentlich geplante Shoppingtour, aber man kann ja nicht alles haben und ich habe so noch mehr Gründe, bald wiederzukommen, Sie wissen ja schon Bescheid. 😉 So reichte die Zeit gerade noch, um eine Flasche portugiesischen Wein zu kaufen und auf dem Heimweg ein paar letzte Fotos vom Monasteiro Do Jeronimos zu machen. So von nahem betrachtet, durchaus eine beeindruckende Fassade, wow!

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Mit einem letzten Blick auf den Fluss verabschiede ich mich von dieser Stadt, sehr wehmütig und mit dem festen Vorsatz, wiederzukommen. So ambivalent das Gefühl dieser Stadt gegenüber am Anfang war, so verliebt ist es nun. Lissabon ist nicht so geschniegelt wie das heimische München, es hat deutliche Ecken und Kanten und auch richtig hässliche Ecken. Lernt man aber, die Stadt mit genau diesen Ecken und Kanten zu lieben, ist sie wunderwunderschön. Mit diesen Gedanken fahre ich heim zur Gastgeberin, die mit dem allerköstlichsten selbstgemachten Sushi wartet. Am Abend gibt es eine rauschende Geburtstagsparty, nur dass die Gastgeberin und ich am wenigsten davon mitbekommen. So müde sind wir. 😉 Aber immerhin, das Geburtstagskind ist glücklich und darf bis spät in die Nacht mit ihren Freundinnen im Matratzenlager tuscheln und kichern und die übrigen Gäste loben eifrig das tolle Sushi und mit irgendjemandem kommt man sowieso immer ins Gespräch. Irgendwann liege ich dann auch im Bett, ich glaube als ich zum letzten Mal auf die Uhr gesehen habe, war vorne eine böse 1 und hinten eine Zahl größer 20… Oh je, bis zum Weckerklingeln sind es demnach noch ganze viereinhalb Stunden…

Und natürlich bin ich schon viiiel früher wach, auf den Beinen und angezogen und gepackt. Etwas verschlafen, aber dennoch sehr herzlich verabschieden die Gastgeberin und ich uns. Ich bin wirklich froh und glücklich dort eine Woche lang so herzlich aufgenommen zu sein.

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Die Gastgeberin hatte mich bereits eindringlich vor Touristen abzockenden und stundenlang durch die Stadt kurvenden Lissabonner Taxifahrern gewarnt, deshalb steige ich etwas nervös ins Taxi und sage dem Fahrer eindringlich in gebrochenem und sicher nicht sehr überzeugendem Portugiesisch, dass ich sofort und auf direktestem Weg zum Flughafen muss. Dies wiederhole ich auch gefühlt alle zwei Minuten, aber immerhin, meine Strategie scheint Erfolg zu haben. Wir sind in einer Viertelstunde am Flughafen, dafür erklärt mir dann aber der Fahrer dort, dass die Fahrt drei Euro mehr kosten solle aufgrund der Beförderung meines
Koffers. Ich sage Ihm, dass das Quatsch ist, aber mein Hirn ist zu müde, um ausgiebiger auf Portugiesisch zu argumentieren. Schließlich gibt er um einen Euro nach und wir einigen uns irgendwo in der Mitte. Das reicht an Abenteuern für diesen frühen Morgen, finde ich.

Ein letzter sehnsüchtiger Blick vom Gate…

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… Und ein letzter aus dem Flugzeug (wieder mit Fensterplatz. 😉 )

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Und schon bin ich wieder in Madrid. Diesmal auf genau der anderen Seite der schönen bunten Regenbogen-Abflughalle, diesmal in rot, vielleicht erinnern Sie Sich noch an den Anfang unserer Reise?
Aber Zeit hatte ich dort massig, zum Frühstücken – lange nicht so gut wie in Portugal! Um endlich die ausgefallene Shoppingtour nachzuholen und um vom einen Ende der Halle bis ans andere Ende zu laufen. Dort am Gate erwartet mich noch ein Schreck, eine winzigkleine Propellermaschine. Für Leute mit Flugangst noch so ein Horrording, wenn ich das Maschinchen so ansehe wage ich kaum zu glauben, dass sie auch nur die Hälfte der Strecke bis München schafft, aber wie Sie sehen, sie hat es doch geschafft und ich kam müde, aber glücklich und wohlbehalten wieder zu Hause an. Auch wenn die Versuchung, mal so „aus Versehen“ in ein falsches Anschlussflugzeug zu steigen, ZIEMLICH hoch war: Bogotá, Miami, Dallas, Teneriffa…

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Dieses war der letzte Reisebericht aus Lisboa, aber gleichzeitig bleibt zu hoffen, dass es nicht der letzte für immer war. Ich hoffe, auch Ihnen hat es gefallen und Sie haben mein zeitweise etwas wirres Geschreibsel artig entschuldigt. 😉 Es war ein toller und erlebnisreicher Urlaub. Es war so ganz anders als vergangene Urlaube, zeitweise auch etwas anstrengend, aber auch unglaublich spannend. Ich habe so viel gesehen und kennengelernt, ich bin eingetaucht in ein neues fremdes Land und eine neue fremde Kultur. Ich habe mich in eine (weitere) 😉 Sprache verliebt und tolle Menschen getroffen und so vieles mitgenommen, dass sich all die Anstrengung mehr als gelohnt hat. Lissabon, ich komme wieder. ❤

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