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Sie fühlt sich komisch, so ungewohnt und komisch. Hin- und hergerissen. Auf andere Menschen wirkt sie wie immer, glücklich und gelassen, klar nach so einer Reise wäre das jeder. Sie schweigt, sie würde es gerne erklären, aber sie kann nicht. Seit ein paar Wochen fühlt sich nichts mehr an, wie es mal war. Eigentlich hatte sie ihr kleines, beschauliches Zuhause immer so sehr geliebt. Sie war eine Person, die im Alltag aufgeht, bei ihrer Arbeit und ihren Freunden. Zumindest hatte sie das geglaubt. Sie dachte immer, dass sie ein Mensch ist, der eigentlich nur zuhause so richtig entspannen kann. Jetzt fühlt sich dieses Zuhause fremd an, da Straßen leer und einsam, fast schon steril, die Gesichter der Menschen verkniffen, gleichgültig. Sie vermisst das Gewusel und Gewühl der Straßen, sie hört in den Ohren noch das Rauschen des Meeres.

In der Ferne hat sie furchtbares Heimweh gehabt und sich so sehr in ihre kleine geordnete Welt zurückgesehnt, der Lärm, die vielen Menschen und weit und breit kein Ort sich zurückzuziehen, nein, das ist nicht ihres. Spannend fand sie es, spannend und aufregend und irgendwie auch schön, die ganze Reise war ein einziges Abenteuer. Aber eben leider nunmal nicht ihre Welt, hat sie sich gedacht, und hat die Schönheit der pulsierenden, nie ruhenden Städte und die vollkommene Natur der türkisblauen Strände bewundert – und gleichzeitig die Tage bis zum Rückflug gezählt. Ein bisschen komisch, aber so ist sie manchmal. Aber dann passierte irgendetwas und sie weiß bis heute nicht, was. Als sie endlich angekommen ist in dem geliebten, ersehnten Zuhause, fühlt sie sich fremd, irgendwie nicht dazugehörig und möchte am liebsten wieder weg. Sie ist zuhause, gleichzeitig aber hat sie unstillbares Fernweh. In der Ferne Heimweh, im Heim Fernweh. Ist das nicht verrückt, fragt sie sich? Sie würde es gerne verstehen, aber sie versteht es nicht. Sie kann nicht mit und sie kann nicht ohne.

Was eine Reise alles verändern kann, denkt sie sich.

GartyParty

Am Samstag fand hier das Fest der Feste statt, die lang und sehnsüchtig erwartete GartyParty.

Viele wunderbare Menschen sind gekommen. Freunde des Bruders und Freunde von mir. Einige brachten noch mehr Freunde mit, fast alle brachten köstlichstes Essen mit. Das Buffet Big sich unter der Last der köstlichen Speisen.

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Die Herzfreundin meinte, sie hatte noch nie eine so hübsch dekorierte Gartenparty gesehen, da sagte ich zu Ihr: Das Bruderherz wollte ein Fass Bier, ich wollte eben eine hübsche Tischdeko in Meedchenfarben. Alle glücklich, weißte? Ich muss nur noch mal mit dem Bruderherz schimpfeln, weil er den Anstich nicht offiziell angekündigt hat.

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Und als wir die letzten Gäste verabschiedet hatten und noch etwas aufgeräumt hatten, da brach frisch und wunderschön die Morgendämmerung herein. Was für ein toller Abend, dachte ich, als ich mir etwas GartyParty mit aufs Zimmer nahm und ins Bett ging.

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Juhannus

Ein Traum.

Ein Wochenende wie ein Traum. Ein Traum aus dem ich mich seit einer Woche weigere, aufzuwachen.

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Gut gegessen.

Nichts müssen, nirgendwohin. Keine Termine.

Im See geschwommen.

Abends lange Saunagespräche mit der <;3-Freundin.

Eine halbe Flasche Autan verbraucht und trotzdem noch reichlich Blut gespendet.

Unglaublichst lecker gegessen.

Frischen Lachs gegrillt.

In eie Hütte verliebt.

Inngehalten.

Zur Mitte gefunden.

*****

Mehr brauchts nicht, keine Worte, nur Bilder.

Und vielleicht, vielleicht hätte es noch etwas mehr Zeit gebraucht.

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Zwölf 2012 – Mai

Huch, da habe ich im April doch glatt vergessen, ein Photo vom Stachus zu schiessen. Ich war mir so sicher, dass ich bereits eines gemacht hätte, aber war dann doch nicht. Nun, jetzt im Mai bin ich wieder dabei!

Der Stachus mit angestelltem Brunnen und nahender Gewitterfront

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Die alte Ziegelei, es grünt so grün.

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Überhaupt war der Mai ja ein echter Wonnemonat, es dürfte von mir aus gerne so weitergehen!

Reisebericht aus Lisboa – Tag 6 und 7

Der Urlaub neigt sich rasant dem Ende zu. Nur noch ein Tag und morgen geht es in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen. Ich werde ein einziges Nervenbündel sein, bis ich im Flieger sitze, das weiss ich jetzt schon und mir graut jetzt schon etwas vor diesem Sonntagmorgen. Aber hey, immerhin: Vor den Heimflug haben die Götter noch einen Urlaubstag UND noch eine Geburtstagsparty gesetzt!

Ich scheine mich wirklich sehr gut an den Urlaubsmodus gewöhnt zu haben, denn besonders lange, habe ich auch an diesem – eigentlich kinderfreien – Morgen nicht geschlafen. Dafür nutzten die liebste Gastgeberin und ich die Gunst der frühen Stunde, um ungestört in der Bäckerei gegenüber frühstücken zu gehen bis die Kinder da waren. Lecker Toast, lecker Pasteis de Belém und lecker Kaffee, das sollten dann aber auch die letzten ruhigen ungestörten Stunden gewesen sein, ab da ging alles rucki-zucki. Sofort nach Ankunft der Kinder gingen wir für die große Party einkaufen. Dabei bekam ich mal so eine normale portugiesische Fisch-Tiefkühltruhe sozusagen „für den Hausgebrauch“ zu sehen. Und dies ist nur die EINE Seite davon, in die andere Richtung geht das nochmal genauso lang weiter.

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Zum Urlaub mit Familienanschluss gehört scheinbar auch eine Shoppingtour mit völlig übermüdeten Kindern. 😉 Und so balancierte ich in der folgenden Stunde abwechselnd ein Kind, eine Einkaufstüte und einen Kuchen auf meinem Arm, zeitweise auch mehreres davon gleichzeitig und war doch etwas erleichtert, als wir alles und alle heile nach Hause verfrachtet hatten.
Nach einer kurzen Stärkung ging es munter weiter, den ersten Teil des Samstagnachmittages verbrachte ich damit, Wäsche aufzuhängen und ein Zelt für die Kinder aufzubauen. Soso, Urlaub nennt sich das. 😉 Schließlich aber überließ ich doch die Küchenarbeit und die weitere Kinderbespassung der werten Gastgeberin, wenn auch nicht ohne ein leises schlechtes Gewissen, aber ich wollte doch noch einen Spaziergang durch das so liebgewonnene Lissabon machen und mich in Ruhe von der Stadt, ihren Plätzen und Gässchen und vom Fluss verabschieden.

In die Stadt hinein lief ich ein ganze Stück am Fluss entlang. Die Strecke war ich bereits einmal abends gelaufen und fand sie wunderschön. Nun auch bei Tageslicht. Dabei lief ich zuerst durch den Park von Belém und fand dabei diese interessante Pflanze. Schön wäre jetzt noch, wenn ich Ihnen sagen könnte, welche Pflanze das ist, aber ich weiß es leider nicht.

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Dann weiter am Fluss entlang. Am Fluss führt ein Fahrradweg entlang, der ziemlich interessant illustriert ist. *kicher*

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Dann fuhr ich ein letztes Mal mit der Metro zum Parque Eduardo VII. Was anfangs aussah wie ein kleiner unbedeutender Stadtpark, entpuppte sich nach einem kleinen Spaziergang zu meiner großen Überraschung als wahres Kleinod mit Streichelzoo und einer großartigen Aussicht auf das Stadtzentrum.

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Huch, nach diesen zwei kleinen Spaziergängen war es schon wieder furchtbar spät und Zeit, sich in Richtung Party zu begeben. Weil aber gerade die Sonne so schön hervorkam, lief ich ein paar Ubahnstationen die Avenida de Liberdade entlang, die große Prachtstraße von Lissabon vom großen Kreisverkehr Marc Do Pombal bis zum bereits erwähnten Bahnhof Rossio.

Das war dann auch das Aus für die eigentlich geplante Shoppingtour, aber man kann ja nicht alles haben und ich habe so noch mehr Gründe, bald wiederzukommen, Sie wissen ja schon Bescheid. 😉 So reichte die Zeit gerade noch, um eine Flasche portugiesischen Wein zu kaufen und auf dem Heimweg ein paar letzte Fotos vom Monasteiro Do Jeronimos zu machen. So von nahem betrachtet, durchaus eine beeindruckende Fassade, wow!

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Mit einem letzten Blick auf den Fluss verabschiede ich mich von dieser Stadt, sehr wehmütig und mit dem festen Vorsatz, wiederzukommen. So ambivalent das Gefühl dieser Stadt gegenüber am Anfang war, so verliebt ist es nun. Lissabon ist nicht so geschniegelt wie das heimische München, es hat deutliche Ecken und Kanten und auch richtig hässliche Ecken. Lernt man aber, die Stadt mit genau diesen Ecken und Kanten zu lieben, ist sie wunderwunderschön. Mit diesen Gedanken fahre ich heim zur Gastgeberin, die mit dem allerköstlichsten selbstgemachten Sushi wartet. Am Abend gibt es eine rauschende Geburtstagsparty, nur dass die Gastgeberin und ich am wenigsten davon mitbekommen. So müde sind wir. 😉 Aber immerhin, das Geburtstagskind ist glücklich und darf bis spät in die Nacht mit ihren Freundinnen im Matratzenlager tuscheln und kichern und die übrigen Gäste loben eifrig das tolle Sushi und mit irgendjemandem kommt man sowieso immer ins Gespräch. Irgendwann liege ich dann auch im Bett, ich glaube als ich zum letzten Mal auf die Uhr gesehen habe, war vorne eine böse 1 und hinten eine Zahl größer 20… Oh je, bis zum Weckerklingeln sind es demnach noch ganze viereinhalb Stunden…

Und natürlich bin ich schon viiiel früher wach, auf den Beinen und angezogen und gepackt. Etwas verschlafen, aber dennoch sehr herzlich verabschieden die Gastgeberin und ich uns. Ich bin wirklich froh und glücklich dort eine Woche lang so herzlich aufgenommen zu sein.

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Die Gastgeberin hatte mich bereits eindringlich vor Touristen abzockenden und stundenlang durch die Stadt kurvenden Lissabonner Taxifahrern gewarnt, deshalb steige ich etwas nervös ins Taxi und sage dem Fahrer eindringlich in gebrochenem und sicher nicht sehr überzeugendem Portugiesisch, dass ich sofort und auf direktestem Weg zum Flughafen muss. Dies wiederhole ich auch gefühlt alle zwei Minuten, aber immerhin, meine Strategie scheint Erfolg zu haben. Wir sind in einer Viertelstunde am Flughafen, dafür erklärt mir dann aber der Fahrer dort, dass die Fahrt drei Euro mehr kosten solle aufgrund der Beförderung meines
Koffers. Ich sage Ihm, dass das Quatsch ist, aber mein Hirn ist zu müde, um ausgiebiger auf Portugiesisch zu argumentieren. Schließlich gibt er um einen Euro nach und wir einigen uns irgendwo in der Mitte. Das reicht an Abenteuern für diesen frühen Morgen, finde ich.

Ein letzter sehnsüchtiger Blick vom Gate…

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… Und ein letzter aus dem Flugzeug (wieder mit Fensterplatz. 😉 )

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Und schon bin ich wieder in Madrid. Diesmal auf genau der anderen Seite der schönen bunten Regenbogen-Abflughalle, diesmal in rot, vielleicht erinnern Sie Sich noch an den Anfang unserer Reise?
Aber Zeit hatte ich dort massig, zum Frühstücken – lange nicht so gut wie in Portugal! Um endlich die ausgefallene Shoppingtour nachzuholen und um vom einen Ende der Halle bis ans andere Ende zu laufen. Dort am Gate erwartet mich noch ein Schreck, eine winzigkleine Propellermaschine. Für Leute mit Flugangst noch so ein Horrording, wenn ich das Maschinchen so ansehe wage ich kaum zu glauben, dass sie auch nur die Hälfte der Strecke bis München schafft, aber wie Sie sehen, sie hat es doch geschafft und ich kam müde, aber glücklich und wohlbehalten wieder zu Hause an. Auch wenn die Versuchung, mal so „aus Versehen“ in ein falsches Anschlussflugzeug zu steigen, ZIEMLICH hoch war: Bogotá, Miami, Dallas, Teneriffa…

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Dieses war der letzte Reisebericht aus Lisboa, aber gleichzeitig bleibt zu hoffen, dass es nicht der letzte für immer war. Ich hoffe, auch Ihnen hat es gefallen und Sie haben mein zeitweise etwas wirres Geschreibsel artig entschuldigt. 😉 Es war ein toller und erlebnisreicher Urlaub. Es war so ganz anders als vergangene Urlaube, zeitweise auch etwas anstrengend, aber auch unglaublich spannend. Ich habe so viel gesehen und kennengelernt, ich bin eingetaucht in ein neues fremdes Land und eine neue fremde Kultur. Ich habe mich in eine (weitere) 😉 Sprache verliebt und tolle Menschen getroffen und so vieles mitgenommen, dass sich all die Anstrengung mehr als gelohnt hat. Lissabon, ich komme wieder. ❤

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Reisebericht Lisboa – Tag 5 – Alfama

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Am Tag 5 der Reise begab sich die Ansku auf einen großen Berg. Davor aber noch kurz in die Metro, wo sie mal wieder ein paar fotografierenswerte Schätze entdeckte:

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Zu diesem Foto gibt es eine nette Geschichte: Als ich da so im U-Bahnhof stand und versuchte, das Motiv möglichst gut aus verschiedenen Winkeln aufs Bild zu bannen, bemerkte ich aus den Augenwinkeln, dass eine Frau mich beobachtete. Kurze Zeit später stand ich vor dem Plan des Lissabonner U-Bahnnetzes und versuchte, meine Reiseroute für diesen Tag festzulegen, als plötzlich wieder diese Frau neben mir stand und mir erklärte, an welchen Bahnhöfen ich noch solche kunstvollen Motive finden könne. Auch hier lief die Kommunikation wieder auf Portuspanisch oder so, aber immerhin, wie konnten uns verständigen. Das war vielleicht nett von der Frau, überhaupt habe ich größtenteils nur nette Portugiesen getroffen. Leider habe ich es dann doch nicht mehr zu den vorgeschlagenen Orten geschafft, noch ein To-Do für den nächsten Besuch.

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Dann begab sich die Ansku durch ein paar enge und urige Gassen auf den Berg.

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…hoch und höher hinauf…

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… auf den großen Burgberg. Inzwischen schnaufte ich ganz schön, aber etwas schönes zu fotografieren gab es zwischendurch immer wieder!

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… Bis zur wunderschönen, wenn auch etwas grauen Aussicht oben:

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Nach einem kurzen Cappuccino und einem langen Blick über die Stadt machte ich mich weiter. Mein Reiseführer hatte extra für das castelo eine Tour vorgeschlagen, also wollte ich diese auch entlanglaufen um auch ja, alles zu sehen. Schwer sah diese Tour nicht aus, den Anfangspunkt hatte ich auch gefunden, dann einmal rechts, ein paar Mal links, wieder rechts und einmal um die Burg herum, das kann ja nicht schwer sein. Dachte ich mir. In der Praxis habe ich mich vermutlich bereits an der ersten Ecke verlaufen und irrte dann mehrere Stunden durch das Lissabonner Burgviertel… äh, Burglabyrinth. Irgendwann gab ich entnervt auf und um irgendwie wieder dort rauszufinden, schloss ich mich auffällig unauffällig einer deutschen Touristengruppe an und lief dort mal mit, mal hinterher gerade als ob ich ganz zufällig dort entlanglaufen würde. Schön war es dort, das unbestritten, aber ich hatte keine Ahnung mehr wo ich mich befand und was ich da sah. Deshalb – Asche auf mein Haupt – gibt es nun für Sie viele hübsche bunte Bildchen zu bestaunen ohne dass ich auch nur bei einem einzigen sagen könnte, was das war und wo das war. ;).

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Aber das war es noch lange nicht mit Tag 5, nachher geht es nämlich an den Strand! Sind Sie noch dabei?

Reisebericht Lisboa – Tag 4

In den Tag 4 starteten wir nach dem vorausgegangenen Abend bei den lieben Freunden etwas müde. Aber nach dem ersten Kaffee ging es dann doch wieder. Leider mussten meine Freunde an dem Tag noch etwas arbeiten und Vorbereitungen für eine Reise treffen, deshalb kamen bald nach dem Frühstück die Großeltern um auf den Sohnemann aufzupassen. Die Großeltern sprechen nur portugiesisch, von daher war es mit der Kommunikation am Anfang nicht so weit her. Irgendwann kamen wir aber doch ins Gespräch, zuerst über die Abfahrtszeiten meines Busses, dann über meine Gastgeberin in Lissabon, dann unter zweisprachige Erziehung. Ich habe einmal ein Semester Portugiesisch gelernt, viele Jahre ist das schon her, aber Wunder oh Wunder, es reichte für eine kleine Kommunikation! Die Oma war sehr sehr lieb, sprach extra langsam Wort für Wort für mich und korrigierte geduldig meine Fehler, Wenn ich ein Wort nicht wusste, konnte ich es auf Spanisch sagen und die Oma übersetzte auf Portugiesisch. Call me Freak, aber ich muss unbedingt, jetzt und sofort Portugiesisch lernen!! So ein schöne Sprache!

Dann kam der Bus und brachte mich zurück nach Lissabon. Das schön WLAN an Board konnte ich dieses Mal leider gar nicht nutzen, denn irgendwie muss der Fahrer in einem früheren Leben Henker gewesen sein, jedenfalls fuhr er so über die kurvigen Landstraßen und mir wurde furchtbar übel. Nach zwei Stunden fiel ich mehr oder weniger aus dem Bus, auch wenn das letzte Stuck der Fahrt auf der Autobahn immerhin etwas Londerung gebracht hatte und ich nicht sofort mit dem Klo kuscheln musste. Ich lief dann ein wenig in Lissabon herum und versuchte mich mit viiiel frischer Luft, noch mehr Cola und einem kleinen Mittagessen zu regenerieren.

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(Eine Örtlichkeit aufsuchen musste ich irgendwann dennoch, aber eben gottseidank nicht mehr, um dort zu kuscheln. Ein wenig Liebe fand ich dort aber trotzdem. 😉 )

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Die beruhmte Touri-Tram 28, die einmal quer durch die Altstadt von Lissabon klettert fährt. Leider habe ich nicht mehr geschafft, damit zu fahren, aber ich lasse mir ja bei jeder Stadt einen guten Grund, dort uuunbedingt nochmal hinfahren zu müssen. Schlau, nicht wahr?? 😉

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Irgendwann beim herumlaufen merkte ich aber, dass ich doch unglaublich müde und geschafft von der Busfahrt war, deshalb machte ich mich auf den Weg nach Hause um ein wenig zu schlafen, da es wenig Sinn machte, mich weiterhin so durch die Stadt zu schleppen, nur um ja alle wichtigen Punkte abzuklappern. Im Nachhinein war das auch die richtige Entscheidung, denn gerade als ich vor dem Haus stand, brach ein heilloses Gewitter los. Gut, also schnell hinein ins Trockene und die ruhige, kinderfreie 😉 Wohnung genießen. Nach einem kurzen Schläfchen ging es mir deutlich besser und nachdem das Gewitter vorbei war, wurde ich schnell doch wieder unruhig, ich hab ja selbst im Urlaub Hummeln im Hintern… 😉 Da traf es sich gut, dass es gleich in der Nähe der Wohnung noch ein paar Sehenswürdigkeiten gibt, ein Kloster (Monasteiro do Jeronimos), einen Aussichtsturm (Torre de Belém) und ein Seefahrerdenkmal, da von hier aus ja auch die ganzen berühmten Weltumsegler und Entdecker aufgebrochen waren. Und somit brach ich auf zu einem Spaziergang durch Belém. Weit kam ich leider nicht, den Turm habe ich nur noch aus der Ferne gesehen, da es ziemlich bald erneut anfing zu regnen und zu gewittern. Herrje, was für ein verkorkster Nachmittag! 😉 Aber immerhin, für ein paar stimmungsvolle Fotos hat es noch gereicht und dann kamen auch schon gleich die liebste Gastgeberin und die entzückenden Kinderlein nach Hause und die Wiedersehensfreude war groß.

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Reisebericht Lisboa – Tag 2

Heute geht es los, Lisboa! Ich freu mich. Geplant war, dass meine Gastgeberin zunächst am Morgen die entzückenden Kinderlein in die jeweiligen Bildungseinrichtungen verfrachtet, ich währenddessen ausschlafe, dann wollten wir frühstücken und losziehen zur Stadtbesichtigung. Ich hätte also ausschlafen können, hätte… ja hätte da nicht um kurz vor sieben dieses entzückende dreijährige Mädchen vor meinem Bett gestanden und mir ganz stolz das Stickerheft gezeigt, dass ich ihr am Abend vorher geschenkt hatte. Kaffee wäre natürlich besser gewesen, aber Spielzeug ist ja imimerhin ein Anfang, oder? 😉 Spätestens da war es jedenfalls um mich geschehen und ich bis über beide Ohren verknallt in das kleine Frollain, leider jedoch war es spätenstens da auch mit meiner Nachtruhe vorbei. Also stand ich auf und wir frühstückten mit den Kindern. Ich bekam endlich den langersehnten Kaffee und konnte dann während die Kinder in die entsprechenden Bildungseinrichtungen verfrachet wurden, gemütlich duschen. Danach ging es los in die Stadt. Wir begannen am Marktplatz, der umgeben ist von wunderschönen Gewölbegängen.

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Durch einige Hintergassen führte mich meine Gastgeberin durch einige kleine Straßen und Gässchen, bis wir plötzlich vor einem wunderbaren kleinen Laden standen, in dem Bonbons und Lutscher von Hand gefertigt wurden. Man konnte dabei zusehen wie zwei Männer mit unglaubelich geschickten Händen die Bonbons formten und das taten wir für sicherlich gut eine halbe Stunde inklusive Bestaunelung der unglaublich vielen Bonbonformen, -früchten und Lutscher, die es dort im Laden gab.

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Diese grosse Schnecke wurde geformt, während wir im Laden waren. Sie besteht aus etlichen verschiedenfarbigen Bonbonsträngen, die dann nebeneinandergelegt und zusammen mit den weißen Strängen kunstvoll zu dieser grossen „Wurst“ gerollt wurden. Die „Wurst“ wird dann so lange gerollt, bis sie ganz dünn ist und dann aus dem dünnen Ende die Lutscher geformt. Das war so spannend!

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Aber auch solche Lutscher gab es in dem Laden, möchte jemand noch eine Rose? 😉

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Dann gingen wir weiter durch die eleganten Strassen von Chiado, wo es viele Geschäfte und schicke Cafés gibt. Unter anderem gingen wir die Rua Aurea entlang, an der sich viele Juweliere und Goldschmiede niedergelassen haben. Schliesslich kamen wir zu dieser interessanten Attraktion:

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Das ist tatsächlich ein Aufzug, mit dem man in den oberen Teil der Stadt fahren kann. Zuerst fanden wir den Eingang nicht, und als wir schon dachten, dass der Aufzug nicht (mehr) fährt, da fanden wir ihn doch und fuhren flugs-flugs nach oben. Und so sah das dann von oben aus:

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Dieses höhergelegene Viertel heisst Baixa, und ist noch entzückender als das vorige. Es gibt ganz kleine, urige, wunderschöne Plätze, kleine, entzückende Kirchen.

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Und hier sah man auch ganz deutlich, was Lissabon und Portugal so einzigartig macht: Seine Häuser. Die Fassaden dieser beiden hübschen Altbauten sind mit Fliesen beklebt. Ich weiss nicht, ob ich wirklich in so einem Haus leben wollen würde, aber hübsch sieht es irgendwie schon aus, vor allem wenn man mehrere solcher bunten Häuser nebeneinander sieht.

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Vor lauter Staunen sollte man in Lissabon aber doch ab und an auch einmal auf den Boden schauen, denn auch die Böden sind unglaublich hübsch bepflastert. Aber sehen Sie selbst!

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Und es lohnt sich auch immer wieder, während man dort oben in Bairro Alto herumspaziert, den unglaublichen Ausblick zu geniessen. Wir sind inzwischen in Bairro Alto angekommen, direkt neben Baixa. Das war ursprünglich das Arbeiterviertel von Lissabon und beherbergt viele kleine süße Arbeiterhäuschen, inklusive der für den Süden so typischen Kulisse mit Wäsche vor den Fenstern. Spätestens, wenn ich Wäsche vor Fenstern sehe, spätestens dann bin ich immer im Süden angekommen und in Urlaubsstimmung.

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Irgendwann gönnten wir uns eine kleine Mittagspause bei Starbucks. Wenn man deutsche und besonders Münchner Verhältnisse gewohnt ist, ist der in Portugal fast schon bezahlbar, also hatten wir jeder ein kleines feines Mittagessen und einen stärkenden Caramel Macchiato, twitterten dank WLAN ein wenig und ruhten uns von den anstrengenden Märschen aus. Und genossen diesen Ausblick. 😉

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Der Starbucks befand sich übrigens in diesem Bahnhof, in Rossio. Auch wieder so ein Schmuckstück, wow!

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Am Nachmittag mussten wir noch einige Einkäufe und Besorgungen erledigen und fuhren u.a. in ein Einkaufszentrum. Später trennten wir uns für ein paar Stündchen, weil meine liebe Gastgeberin und Touriführerin einen Termin hatte. Mich zieht es ja immer magisch ans Wasser, deshalb ging ich nocheinmal zurück zum Marktplatz am Fluss, fotografierte und genosse die Abendsonne. Diese Szene fand ich irgendwie sehr nett mit dem alten Mann, der so nachdenklich an den Pfosten gelehnt steht, das musste ich einfach schnell fotografieren.

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Und hier der Platz einmal aus der anderen Richtung, mit Fluss. Hach. Ich sass auch noch ein Weilchen am Fluss und genoss Sonne, Wasser und das Gefühl, Urlaub zu haben und hier so nett aufgenommen worden zu sein.

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Dann lief ich noch ein Weilchen durch die Straßen und Gassen, eigentlich auf etwa denselben Wegen die wir schon zuvor gelaufen waren, aber auch durch ein paar Seitenstraßen, die wir vormittags nicht genommen hatten. Und mit viel mehr Zeit zum Fotografieren:

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Und dabei gab es immer wieder so entzückende, stimmungsvolle Ecken, Plätze, bunte Häuser und Aufgänge. Lissabon ist auch irgendwie so ein permanentes Auf und Ab. 😉

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Tja, und dann führte mein Heimweeg so gaaaanz zufällig auch nocheinmal am Fluss vorbei, vorbei an diesem gemütlichen Fleckchen… iPhone 256

… und liess mich ncoh einen letzten Blick auf den Fluss erhaschen, bevor ich zu meiner Gastgeberin und Touriführerin und den entzückenden Kindern nach Hause fuhr.

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Das war Tag 2, das waren schon ganz schön viele Eindrücke, oder? Na, das war NUR Tag 2, morgen geht es munter weiter, warten Sie nur ab!

Stay tuned und stay gespannt!

Reisebericht aus Lisboa – Tag 1

Auf besonderen Wunsch einiger Damen 😉 muss ich den Reisebericht von Lissabon nun tageweise verbloggen und auch sämtliche 3.054 Fotos verbloggen, die ich von Lissabon gemacht habe. Da es nun nach ca. anderthalb Stunden Foto-Vorauswahl doch schon reichlich spät ist, beschränke ich mich auf ein paar interessante Bilder von Tag 1 der Bloggerreise. Den Rest gibt es die nächsten Tage häppchenweise.

Von Tag 1 gibt es wenig zu berichten, ausser vielleicht, dass ich sehr sehr aufgeregt war, denn es war ja wie gesagt, der erste Bloggerbesuch über die Landesgrenzen hinweg. Die kleine Ansku ganz weit weg in Portugal, na das kann ja was werden. Vermutlich aber war meine Gastgeberin nicht weniger aufgeregt, vermute ich mal. Zunächst aber musste ich meine Flugangst überwinden: Auf dem Flug nach Madrid sass neben mir eine Spanierin, die besonders bei Start und Landung zitterte wie Espenlaub. Im Vergleich dazu war ich dieses Mal richtig mutig!

Auf dem Flughafen von Madrid, ich fand diesen Regenbogen in der Abflughalle total faszinierend.

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Ein erster Blick aus dem Terminal nach draussen, blauer Himmel, Sonne. Urlaubsfeeling macht sich breit. Ich werde noch ein wenig aufgeregter.

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Für den Flug von Madrid nach Lissabon war ich NOCH mutiger und habe beim Check-In einen Fensterplatz genommen. Fensterplätze sind Gift, wenn man Flugangst hat, hat mir mal vor vielen Jahren jemand erklärt, weil man quasi direkt heruntersehen kann auf die Erde. Das kann man vom Gang aus glücklicherweise meistens nicht und deshalb habe ich seitdem diesen Ratschlag befolgt und immer brav beim Check-In einen Gangplatz eingefordert – oftmals sehr zum Erstaunen des Bodenpersonals. 😉 Dieses Mal aber hatte mir meine Gastgeberin eindringlich zum Fensterplatz geraten, weil sich dem (mutigen) Flugreisenden beim Anflug auf Lissabon stets ein besonderes Schauspiel bietet. Und das Mutig-Sein hat sich ausgezahlt, würde ich sagen.

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Auf dem zweiten Bild lässt sich die große Brücke über den Tejo erkennen. Diese Aussicht macht doch eindeutig Lust auf mehr! 😉 Zuerst aber habe ich meine Gastgeberin am Flughafen getroffen und ach, die Chemie hat eigentlich von Anfang an gestimmt. Die Anspannung war im Nu verflogen und wir kamen sofort ins Quasseln und ließen uns auch davon nicht die Laune verderben, dass der Busfahrer mich mit meinem riesengroßen Koffer nicht in den Bus einsteigen liess und wir ein Taxi nehmen mussten.

Ob ich Ihnen noch Teaserchen für morgen hierlasse? Gut gut, ich will ja nicht so sein. Da Sie den Fluss Tejo nun schon von oben gesehen haben, kann ich Ihnen auch hier noch ein Bild vom Ufer des Flusses zeigen.

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Morgen dann werden wir uns auf den Weg in die Stadt machen und es kommt zu einem ersten Kennenlernen. Es gibt wunderschöne Plätze, enge Gassen und noch viel mehr Bilder vom Fluss. Stay tuned und stay gespannt! 😉

Zwölf 2012

Ha! Gerade noch rechtzeitig geschafft!

Den grossen Schnee hab ich leider auf dem Stachus verpasst, aber bei der Kälte konnte ich mich ja auch definitiv nicht weiter als 2 km von zu Hause wegbewegen… Sie werden das verstehen, oder?

Hier also das offizielle Februarbild.

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Und ausserdem noch das Foto von der alten Ziegelei:

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Das dafür war eindeutig in der Woche, die hier als richtiger Winter gelten sollte. 😉

Nono

Es war irgendwie wieder genau dasselbe wie vor einigen Monaten. Das türkis-grün-orange Stoffpaket lag seit Monaten hier herum, ich hatte die Kombination im Sommer im Lieblingsstoffladen entdeckt, mich spontan verliebt und es ebenso spontan mitgenommen. Von ersten Augenblick an wusste ich, was ich daraus nähen wollte. Seitdem schlich ich wieder und wieder darum herum, packte es aus, befingerte die schönen Stöffchen, kombinierte, hatte je länger die Zeit verstrich ein ganz genaues Bild um Kopf – und legte das Paket wieder in den Schrank. So verging Monat um Monat.

Und ganz plötzlich, an einem verschlafenen Sonntagnachmittag, als ich eigentlich ja gerade mit meinem neuen Buch auf dem Weg zurück ins Bett war, da packte es mich. Da konnte ich nicht mehr an dem Stoffpaket vorbeilaufen und das Bild, das sich in meinem Kopf seit Monaten festgesetzt hatte, musste Realität werden.

Und so wohnt seit gestern Abend Nono hier, mein neuer Mitbewohner. Nono ist wundervoll. Er ist supersoft und frisst mit seinem grossen orangen Maul am liebsten kleine und grosse Sorgen! Einfach Zettel schreiben, ihm damit das Maul stopfen und Klappe (äh… Reißverschluss!) zu! 😉 Ich bin sehr verliept und sehr glücklich, dass er genauso geworden ist, wie ich ihn mir so lange schon vorgestellt habe.
(Ich gebe zu, die Idee stammt nicht von mir, aber ich fand die Kerlchen so süß, dass ich sofort wusste, ich muss es einfach ausprobieren, als ich die Seite letztes Jahr entdeckte.)

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Zwölf2012

Neues Jahr, neuer Versuch: Zwölf2012.

Das Hauptmotiv für dieses Jahr: der Stachus im Herzen von München.

Januar:

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Im Vordergrund ist keine Baustelle, sondern eine Schlittschuhbahn aufgebaut. Drumherum gibt es Glühweinhütten und Würstlstände, die auch nach der Weihnachtszeit noch den ganzen Winter über so stehen bleiben und irgendwann im Lauf des Frühjahrs verschwinden.

Außerdem und weil ich mich wie üblich nicht zwischen verschiedenen Motiven entscheiden kann, mein täglicher Weg zur Ubahn sowie die alte Ziegelei hier in der Nähe, die für mich genau das wiederspiegelt, was das Viertel hier mal war.

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Alle Fotos selbstverständlich gibt es selbstverständlich auch auf der Projektseite und nun wünschen Sie mir etwas mehr Ausdauer und Durchhaltevermögen als letztes Jahr, damit ich wirklich zwölf Monate lang jeden Monat ein Foto liefere und nicht wieder nur sechs oder sieben… Oder nein, vielleicht wünschen Sie mir doch lieber etwas Zeit und Ruhe. Vielen Dank!

Winter

Der Winter kommt hier eher so in homöopathischen Dosen. Dann schneit es mal einen Tag, dann ist am nächsten Morgen alles auch schon wieder weggeschmolzen. Deshalb musste ich neulich abends, als ich zufällig aus dem Dachfenster sah und bemerkte, dass es dicke weisse Flocken schneite, ganz dringend spät abends und trotz erhöhtem Lernpensum nochmal raus, um wenigstens einmal für einen kurzen Moment die Welt in Zuckerwatte zu bestaunen.

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Zwölf2011

Und dann war da ja noch Zwölf2011, was irgendwie in der zweiten Jahreshälfte total untergegangen ist. Ich finde das sehr sehr schade und es tut mir auch Leid, weil Jana sich mit der Organisation immer so grosse Mühe gibt. Ich bitte also hiermit herzlich um Verzeihung.

Andererseits aber kann ich inzwischen berichten, dass sich auf dem einen meiner Motive herzlich wenig getan hat, anders als ich erwartet hatte.

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Das ist schade für mein Photo, andrerseits auch wieder gut für die Umwelt. Der Baubeginn aber wird wohl auf alle Fälle kommen, so wie es aussieht, kann ich mich für Zwölf2013 nocheinmal mit diesem Motiv bewerben…

Und dennoch hat sich auf der anderen Seite, ausserhalb des Motivs ganz viel getan dieses Jahr. Wir haben eine neue Trambahnlinie bekommen  und die alten Bushaltestellen sind nun entweder weggefallen oder ausgetauscht. Das ist interessant, denn statt CosimaBAD, Evastrasse und Pionierschule heissen die Haltestellen nun: Cosimapark, Schlösslgarten und Prinz-Eugen-Park, so dass man meinen könnte, wir wohnen hier quasi umzingelt von Parks, Gärten und sowieso ganz mitten im Grünen. Aber realistisch betrachtet, auf meinem Motiv für Zwölf2011 sollen spätestens 2013 über kurz oder lang 1.600 neue Wohneinheiten entstehen, damit hat sich dann auch die Mär mit dem „mitten im Grünen“ erledigt…

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Wie dem auch sei: Ich würde es trotz allem gerne 2012 nocheinmal probieren mit den Monatsfotos. Vielleicht suche ich mir dann ein Motiv, was noch einfacher zu erreichen und zu realisieren ist, allerdings bliebe dann wohl nur noch der Blick aus meinem Fenster übrig. Ob das so spannend ist?

Nun ja, ich lasse mir etwas einfallen. Wie letztes und vorletztes Jahr auch schon. Bleiben Sie mir gewogen.

Weihnachtsmarkt

Es ist doch eigentlich genau falsch herum, dass die Weihnachtsmärkte am 24.12. schließen, oder seh ich das falsch? Ich meine, all die Lichter, die schönen Büdchen in den Städten und Dörfern, all das ist pünktlich zum Lichterfest wieder verschwunden und es wird dunkel und einsam.

Ganz abgesehen davon, dass man pünktlich zum Ende des Weihnachtsstresses ja auch endlich Zeit und Ruhe hätte, die Weihnachtsmärkte auch tatsächlich zu besuchen. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte…

Spaziergang durch den Vigelandpark

Einer meiner Lieblingsorte in Oslo ist der Vigeland Skulpturenpark geworden. Das war aber auch ein wunderschöner, strahlend sonniger Nachmittag dort. Zuerst habe ich eine Menge fotografiert, später habe ich mich hingesetzt und gelesen – zumindest so lange, bis eine lärmende Schulklasse kam.

Die Figuren in dem Park stellen alle in irgendeiner Weise menschliche Beziehungen dar, das finde ich wunderschön. Es fängt an bei einer Brücke, wenn man diese überquert hat und an einem Rosengarten und dem Brunnen vorbeispaziert ist, kommt man zu einem Hügel mit einer Säule obendrauf. Um diese Säule herum stehen wieder eine Menge Skulpturen. Während ich um die Säule herum spaziert bin und mir die einzelnen Skulpturen angesehen habe, hatte ich den Eindruck, dass diese gegen den Uhrzeigersinn den Lauf eines Lebens darstellen, von spielenden Kindern am Anfang bis zu einem greisen Ehepaar, das ganz innig beeinandersitzt. Ich finde solche Motive sind die schönsten, die man sich überhaupt suchen kann und war oft erstaunt, über die Szenen, die die Künstler so ausdrucksvoll eingefangen haben.

Und jetzt sage ich nichts mehr, jetzt dürfen Sie selber staunen.

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Spaziergang durch Oslo

Sie dürfen gerne ein bisschen sauer sein auf mich und ein bisschen schimpfeln. Schon wieder eine Woche vergangen und immer noch KEIN Reisebericht. Und ein Rätsel verlangt auch noch danach, aufgelöst zu werden. Aber hier ist was los, das sag ich Ihnen. Es wird gehochzeitet wie verrückt und manchmal auch ein ganzes Wochenende, der beste aller Opas hat vergangenen Freitag die goldenen 90er betreten und all das muss natürlich gebührend gefeiert werden. Ehre, wem Ehre gebührt.

Also, zunächst das Rätsel: Für zwei Tafeln Schokolade und eine Tüte Chips habe ich genau 86,70 Kronen gezahlt, laut Währungsrechner waren das am 9. September 11,37 €.

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Am nächsten mit ihrem Tipp liegt demnach die Frau mit der Skandinavien-Erfahrung, Nordmädchen, die sogar noch ein bisschen höher auf 13,49 € getippt hatte. Was theoretisch auch gut hätte sein können. Auch wenn die junge Dame hier einen leichten Vorteil hatte, gratuliert die Redaktion recht herzlich der Siegerin und zittert jetzt vor der nächsten Kreditkartenabrechnung. Der Siegerpreis ist eine Postkarte aus dem nächsten Skandinavien-Urlaub. 😉 11,37 €, damit haben Sie nicht gerechnet, wa‘?

Die Ansku

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nimmt Sie jetzt mit auf einen Spaziergang durch das schöne Zentrum Oslos. Los geht es am Bahnhof

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vorbei am Dom.

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Und an hübschen Häuschen. In Oslo gab es sooooo viele Altbauten, das war so so so sehr toll!

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Finde ich ja sehr nett. 😉

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Neben Altbauten gibt es auch viele viele hübsche kleine Cafés.

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Und weil die Ansku so sehr auf so altes Zeug steht, hat sie sich auch sehr gerne und sehr oft wenn die liebste Freundin studieren musste, hier beim Parlament und beim Grand Hotel aufgehalten. Einfach nur gesessen, Zeit baumeln und Seele verstreichen lassen. 😉 Urlaub gehabt…

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… Leute beobachtet

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…einen Kaffetschko getrunken

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… und einen Lieblingsbrunnen entdeckt.

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Ein schlauer Mann sagte einst:

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Aber Zeit hatte die Ansku ja gottseidank genug. Also marschierte sie am nächsten Tag auch weiter durch andere Stadtteile. Und am übernächsten auch. Und am überübernächsten noch etwas weiter und am darauffolgenden Tag… 😉 Wenn man sich etwas vom Zentrum weg bewegt, findet man auch interessante Statuen. Von Statuen werde ich Ihnen aber ein anderes Mal noch mehr erzählen oder nein, mehr zeigen, sonst glauben Sie mir ja gar nicht, wo ich war.

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Und interessante Steine stehen da rum. Das ist aber nicht Stonehenge.

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Oslo hat mich sehr durch seine alternative Stimmung beeindruckt. Hier ist man anscheinend sowohl liberal als auch gottverbunden (im Hintergrund eine Kirche).

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und sogar die Schilder vorm Gefängnis sehen hier irgendwie einladender aus. 😉

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Auf dem Weg Richtung Frogner, noch viele viele Altbauten mehr.

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Am letzten Tag hat die Ansku noch einen kurzen Ausflug nach Bygdøy, so eine Art Reichen- und Museumsinsel gemacht. Dort fährt man mit dem Boot hin, obwohl es theoretisch ja auch einen Bus gäbe. Aber das war mir zu „old school“. 😉

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Dort gab es ein Museum mit alten Häusern, aber ich hatte zu wenig Zeit (ich musste noch die Chips und die Schokolade kaufen 😉 ) um da hineinzugehen. Also hab ich mich aufs Fotografieren von aussen beschränkt.

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Und auch ein Museum über Wikingerschiffe gab es da. War ich aber auch nicht drinnen, ich hebe mir am Urlaubsort ja immer einen Vorwand auf, um nocheinmal wieder dorthin fahren zu können. 😉

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In Oslo waren Kommunalwahlen. Meine Stimme wäre an diese Partei gegangen, für den schönsten Wahlwerbe-„Stand“.

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… oder vielleicht auch an diese. Aber gottseidank musste ich mich gar nicht entscheiden, ich musste an dem Tag sowieso wieder nach Hause fliegen.

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