Tagebuchbloggen März 2015

Jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Nachdem ich im Februar ausgesetzt habe aufgrund von Unblogbarkeit des Tages, bin ich nun wieder dabei. Wenn auch verspätet, der Grund jedoch sollte spätestens am Ende des Posts ersichtlich werden. 😉

4:00 Uhr ich bin wach.
7:36 Uhr zum zweiten Mal wach, fühle mich aber trotz 8 Stunden Schlaf wie von einer Dampfwalze überfahren. Ich möchte nicht aufstehen, sondern nur schlafen, aber das klappt leider auch nicht. Also döse ich noch etwas und fange dann an Tagebuch zu schreiben. Vor der Arbeit muss ich noch Pflegemittel für Kontaktlinsen kaufen und mein Paket von der Post holen. Überweisungen machen und den Hausmeister anrufen. Ganz schön volles Programm für 1,5 Stunden, also muss ich jetzt wohl doch aufstehen.

Nach Plan ist ja doof, deshalb schraube ich spontan das Kopfteil meines Bettes zusammen, das letztes Wochenende geliefert wurde. Danach räume ich auf und gehe kurz ins Treppenhaus, um die Nummer des Hausmeisters aufzuschreiben. Die Wohnungstür habe ich kurz offengelassen und ausgerechnet jetzt läuft im TV irgendein blödes Rapvideo, das jetzt das Treppenhaus beschallt. Wie peinlich, denke ich nur…
Um 9.23 Uhr verlasse ich das Haus. Auf dem Weg zu den Wertstoffcontainern (die ganze große Verpackung vom Kopfteil!) ist es schneidend kalt. Ich überlege kurz ob es sich wirklich lohnt, den Umweg zur Post zu laufen und das Paket zu holen, aber ich habe heute Abend keine Zeit dafür, keine Lust auf die Schlangen am Wochenende und außerdem sehe ich gerade die Tram zur Arbeit davonfahren. Also doch erst zur Post, Gottseidank habe ich heute einen Mitteldienst, da ist es relativ egal wann ich in der Arbeit auftauche.

10.20 Uhr. Ich sitze im Bus zur Arbeit. Mein Paket bei der Post war nicht da, dafür habe ich nochmal eine Stange Geld bei Al.natu.ra gelassen. Hmpf. Zuerst muss ich einige Anrufe erledigen, Arzttermine vereinbaren, Nachhilfe organisieren und mit Kollegen aus einer anderen Einrichtung wegen Informationen zur geplanten Ferienfahrt telefonieren. Aber zuerst einmal esse ich mein Müsli und verziehe mich dann in ein anderes Zimmer zum Telefonieren. Die Nachhilfe erreiche ich nicht, alles andere klappt gut. So richtig kann ich aber auch nicht arbeiten, da beide PCs besetzt sind. Aber gut, heute ist das nicht so schlimm. Ausser den Telefonaten liegt nichts wichtiges an und ich habe eh Kopfschmerzen. Zusammen mit dem Kollegen schreiben wir eine Mail an die Schule, weil die Jungs sich zum xten Mal über das Mittagessen beschweren und ich füge noch ein paar Dinge zu meiner Bestelliste für Bürobedarf hinzu. Ein Jugendlicher kommt aus der Schule und hängt erstmal bei uns im Büro herum und ist frustriert. Das Essen und die Schule überhaupt und ach, der allgemeine Weltschmerz. 😉

Dann wird es doch noch spannend, das Jugendamt ruft an und will dass wir einen kranken Jungen aufnehmen. Details kann ich natürlich nicht schreiben, die Sache ist aber ziemlich haarsträubend, das muss reichen und nach einigen Telefonaten mit Chefin, ChefChef und Jugendamt ist mein Adrenalinbedarf für diese Woche wieder gedeckt. Dass das Jugendamt das immer wieder so zuverlässig schafft, Wahnsinn.

Heute steigt eine After-Work-Party des Arbeitgebers und die liebste Chefin war eigentlich im Planungskomitee, kann aber nun doch nicht helfen. Ich springe für sie ein und bin kurz nach (hust!) 16 Uhr am verabredetem Treffpunkt im Büro des ChefChefs. Auf dem Weg dorthin brauche ich einen Kaffee und eine Apfeltasche um mich wieder abzuregen wegen dieser Jugendamtssache.

Bei CherChef angekommen geht es nochmal um diese Sache mti dem Jugendamt, dann laden wir einiges an Dekomaterial und Stehtische in den Bus und fahren zur Partylocation. Ich bin ziemlich gespannt, denn die Location hatte ich schon mal im Auge für die Party zu meinem 30. Geburtstag, aber dann hat es nicht geklappt. Es ist dann tatsächlich auch ein sehr netter Raum. Wir dekorieren etwas und unterhalten uns mit der Berufsschulklasse, die heute für das Catering verantwortlich ist. Zielgruppe auf der Sozialpädagogen-Party, haha. 🙂

Dann ist es schon 18 Uhr und die Party beginnt. Die Gäste trudeln sehr langsam ein, aber es ist so toll, nach langer Zeit die Kollegen aus den anderen Einrichtungen wiederzusehen. Und auch meine Chefin aus dem Praktikum ist da, mit ihr unterhalte ich mich lange. Es wird gegessen, getanzt, geredet, bis lange in die Nacht hinein. Mein 5. März endet so gegen 2.30 Uhr im Innenhof der Partylocation, recht angeheitert mit dem harten Rest der Kollegen. Der ChefChef fragt alle der Reihe nach, welchen Dienst sie morgen haben. Ich bin die einzige, die morgen . nein, heute – Frühdienst hat. Kommentar des ChefChef dazu: Super, alle anderen, die Spätdienste, Nachtidienst oder sogar komplett frei haben, kommentiert nur nur mit: Warmduscher. Einige andere ziehen noch weiter, aber eben, mein 5. März enddet nur wenige Stunden bevor bereits der 6. März beginnt und ich fahre dann wohl doch lieber mit dem Taxi nach Hause. Ziemlich glücklih und zufrieden. Gute (kurze) Nacht!

2014 in Bildern

Es ist wieder soweit. Ein Jahr in Bildern, große und kleine Momente, an die ich mich immer wieder gerne erinnere

Januar

IMG_1947Der erste Arbeitstag. Nachdem es kurz vor Weihnachten noch mit dem Job geklappt hat, darf ich gleich nach Neujahr ran und sogar noch ein bisschen mehr arbeiten als ich eigentlich gedacht hatte. Das Reinkommen in ein völlig neues Gebiet und in so ein großes Team ist anstrengend und fordert viel Energie. Energie, die ich eigentlich in die Bachelorarbeit investieren sollte, die ich ja noch so „nebenbei“ schreiben muss. Kaffee steigt auf zum vorherrschenden Thema dieses Jahres.

IMG_2254Darüber geht mein Geburtstag fast ein bisschen unter, aber die beiden allerbesten Freunde schaffen es mit einem furchtbar lieben und überraschenden Überraschungsbesuch, dass der Geburtstag dann doch nicht ganz so untergeht.

Meine Mama schenkt mir die ersten Stricknadeln zum Geburtstag und ab jetzt bin ich zusätzlich zum Nähen und Häkeln auch noch dem Strickvirus verfallen.

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Mein Job hat auch recht angenehme Seiten, zum Beispiel die Jungs zum Schwimmkurs bringen und warten, bis sie fertig sind.

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…. oder leckerstes Überraschungsessen von den Jungs gekocht…

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Februar

Nichts neues im Februar. Arbeit, Arbeit, Bachelorarbeit. Zwischendurch feiern wir die Zeugnisverleihung des Bruderherzens. Ach, was wünschte ich, ich wäre schon so weit…

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Zum Kaffee brauche ich eine Menge Nervenalkohol, äh Nervenschokolade! 😉

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März

Ich habe zwei Wochen Urlaub. Allerdings zum Bachelorarbeit schreiben. Nach einem recht anstrengenden Endspurt ist es aber dann endlich geschafft, der letzte Akt dieses Studiums. Ich bin jetzt fertige Sozialpädagogin, wenngleich auch noch ohne Zeugnis. Ich genieße eine kurze Auszeit: Zuhause und…

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IMG_2393… am Lieblings-Chiemsee in den ersten Frühlings-Sonnenstrahlen.

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April

Back to work. Back to coffee. #iseeghosts

IMG_1976Neuer Job, wenn auch der gleiche wie bisher. Nur eine Kleinigkeit ist anders, ich bin jetzt nicht mehr Aushilfe, sondern staatlich anerkannte Fachkraft. Man könnte meinen, die Jungs würden das anerkennen, jedenfalls bekomme ich immerhin Blumen, aber soweit ist es dann doch nicht. Dafür bekomme ich neue Kollegen, die dann auch umziehen werden in die neue Einrichtung. Irgendwann, wenn die dann mal fertig ist. Doch bis dahin sollte noch einige Zeit vergehen.
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Ich habe endlich wieder Zeit zu nähen und beende das erste große Taschenprojekt. Am Ende des Monats ist Ostern und um mich bei der besten Familie für all die Unterstützung während der langen Studienzeit zu bedanken, darf nun endlich auch einmal ich (als neue „Großverdienerin“) alle ganz fein zum Essen ausführen. Und dabei auch den neuen Mantel und das neue Täschchen.
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Mai

London, Baby! Ich nehme mir für ein verlängertes Wochenende etwas Urlaub und jette zum Bruderherz nach London. Die ersten zwei Tage in dieser großen großen Stadt – und im Regen – finde ich befremdlich, danach finde ich London einfach nur noch großartig.
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Eine Nierenentzündung zwingt mich zu einer Zwangspause. Statt Kaffee Blasen- und Nierentee.

IMG_3680Am Ende des Monats gibt es noch einen Ausflug mit dem Chor zum Gardasee, was sehr sehr schön ist. Allerdings neigt sich die Chorzeit dann auch schon dem Ende zu. Im Juni werde ich kurzerhand aus dem Chor geschmissen.

Juni

IMG_4393Ich bin weiterhin fleissig am Arbeiten, Berichte lesen, Berichte schreiben. Darüber komme ich fast kaum zum Lesen von „richtigen“ Büchern, was sehr schade ist, da im Netz die #30TageLesen Challenge läuft. Nun ja, immerhin kann ich mich mit Bildern, wie ich in der Arbeit lese, beteiligen. 😉
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Es wird langsam etwas sommerlicher.

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Juli

… und ich komme doch noch zum Lesen. 😉 Und zu Kaffee.

IMG_4202GartyParty, die dritte!!! Meine Urlaubswoche geht mehr oder weniger komplett für die Vorbereitungen drauf, aber dafür wird es ein großartiges Fest! Frau Ansku ist im siebten Deko-Himmel.

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IMG_4468August

Kaffeepause in der Arbeit. #iseefaces

IMG_4725Endlich ziehen wir im in die neue Einrichtung. Der Umzug ist recht anstrengend, das Ankommen mit den Jungs und mit dem neuen, verkleinerten Team dafür umso schöner.

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Kaffee in neuem Sterne-Tässchen

IMG_4796Ich würde mir sehr gerne eine Wohnung suchen. Leider jedoch komme ich vor lauter Arbeit kaum dazu. Ich fühle mich ziemlich ausgelaugt und urlaubsreif, aber ein … ähäm … denkwürdiger Wiesn-Besuch mit den liebsten Kolleginnen bringt dann die so dringend benötigte Abwechslung.

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Es herbstelt deutlich sichtbar. Auch auf meiner Jogging-Strecke.

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Oktober

Auf-dem-Weg-zur-Arbeit-Ansku.

IMG_5098Meine Kollegen sind mir inzwischen so sehr ans Herz gewachsen, dass ich für alle erstmal neue Schlüsselbändern nähen muss. Außerdem sollte es auch sozusagen ein paar good vibes bringen, damit wir im neuen Haus endlich eine Schließanlage bekommen. Gut, das mit der Schließanlage hat bis heute nicht geklappt, aber die Kollegen sind dafür umso begeisterter.
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Endlich habe ich auch einmal eine Woche Urlaub und nutze diese, um mal wieder zum Bruderherz nach London zu jetten. London my love!

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… mit durchaus erfolgreichem Shopping-Einlagen…
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… und einer Pint im Pub statt Kaffee. 😉

IMG_5312Und nach einer Reihe von Couriosita unterschreibe ich Ende des Monats endlich den Mietvertrag für meine erste eigenen Wohnung, hell yeah!!!

November

Ich fahre zum Wellnessen und Entspannen mit meinen Eltern ins schöne Niederbayern.
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Hier hole ich mir auch Inspirationen für die Einrichtung der neuen Wohnung. DAS Thema des Monats, endlich darf ich mich so richtig austoben! Vielleicht so???

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Nachtdienst folgt auf Nachtdienst. Am Ende des Monats stehen dann aber zwei wunderschöne Teamtage mit den besten Kollegen. Nur wir und ein Haus mitten im Wald, das ist wunderschön, aber ich merke auch, dass ich nach diesem aufregenden, arbeitsreichen und anstrengenden Jahr mehr als erschlagen bin.

Dezember

Ich spiele für die Jungs noch ein wenig Nikolausine 😉 und dann verabschiede ich mich für dieses Jahr von der Arbeit. Endlich Urlaub! 3 Wochen! Darauf einen traditionellen Urlaubs-Anfangs-Kaffee

IMG_6291Ich beschließe, die Vorweihnachtszeit so richtig auszukosten, aber dazu kommt es nicht, da ständig irgendetwas ist. Freizeitstress eben, aber immerhin lenkt mich das gut ab. Dennoch feiere ich mit Kollegen und Jungs nochmal eine wunderschöne Weihnachtsfeier und gehe noch einmal mit den Kollegen aus, was auch sehr toll wird.

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Kaffee im Zug. Ich fahre für drei Tage nach Koblenz, liebe Internetmenschen besuchen.

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Pimp my Weihnachtsbaum. Meine Mutter ist die Beste und bringt mir noch zu Weihnachten die Schokozapfen mit, die es früher in meiner Kindheit immer an Nikolaus gab.
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Leider nicht an Heilig Abend, aber immerhin am zweiten Weihnachtstag bekommen wir hier ein Winterwonderland, das seinem Namen alle Ehre macht. Jetzt bin ich in Weihnachtsstimmung.
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Oh what a year! Anstrengend, aber auch so ereignisreich und toll und glücklich und schön!

Morgen dann noch der Jahresrückblicks-Fragebogen.

Tagebuchbloggen 5. Juni

Jeden 5. eines Monats fragt Frau Brüllen: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” und hat diesen Tag zum WMDEDGT-Tagebuchblogging-Tag ausgerufen. Heute also sogar mal wieder pünktlich. Eigentlich schreibe ich ja fleissig schon seit Montag Tagebuch, um der wirren Gedanken wieder Herr zu werden, aber das ist dann doch eher keine Sache für den Blog. 😉

Da ich gestern eine sehr späte Spätschicht gearbeitet habe, bis ca. 23.30 Uhr, lasse ich mir heute morgen Zeit mit dem Aufstehen. Als ich das erste Mal die Augen aufschlage, ist es 8.10 Uhr, also ich das zweite Mal die Augen aufschlage, ist es 8.55 Uhr. Ich überlege, noch weiter zu schlafen, aber das ist heute scheinbar nicht möglich. Ich surfe ein wenig durchs Netz, mache mir einen Kaffee, wundere mich, warum die Düse vom Milchaufschäumer in letzter Zeit so regelmäßig herunterploppt und schaue Fernsehen. Eigentlich wollte ich diesen Vormittag produktiv verbringen, aber so wirklich funktioniert das nicht. Ich zwinge mich irgendwann, wenigstens ein bisschen aufzuräumen, zu duschen, einen Arzttermin auszumahen, zu bloggen und das Haus zu verlassen, um noch ein wenig Sonne zu tanken bevor es gegen 13 Uhr in die Arbeit geht. Das dauert und so verlasse ich das Haus doch wieder erst nach 11.30 Uhr. Daher reicht die Zeit auch nur noch, um eine Fahrkarte für diesen Monat zu kaufen, Geld auf der Bank einzuzahlen und – weil Haltestelle verpasst – einen mittelgroßen Umweg zur Arbeit zu fahren.

Um 13 Uhr bin ich in der Arbeit, ich bespreche kurz mit den Kollegen die Lage, was liegt an, was ist zu tun? Wer bereitet den Gruppenabend vor? Wer geht mit F. zum Zahnarzt? Ich erbarme mich freiwillig, zum Zahnarzt zu gehen, weil ich dort auch noch für meine beiden Jungs etwas zu erledigen habe. Wieder zurück bereiten die Lieblingskollegin und ich den Gruppenabend vor, allerdings sind wir scheinbar nicht die einzigen, die das möchten, denn alle Büros und Besprechungsräume sind belegt, entweder mit Betreuern, die Gespräche mit Betreuern führen oder mit Betreuern, die Gespräche mit Jugendlichen führen. Wir setzen uns also in den Hof und besprechen den heutigen Gruppenabend. Ich hätte gerne etwas zum Thema Gesundheit und Krankheit gemacht, aber die aktuellen Themen sind so vielen, dass dafür keine Zeit bleibt. Also wird das Thema Gesundheit auf die nächste Woche verschoben. Ich erbarme mich abermals und übernehme das Kochen, die Lieblingskollegen versorgt mich im Gegenzug mit einem bereits fertig ausgedruckten Rezept. Ungarisches Geschnetzeltes mit Pute und Paprika. Dazwischen spreche ich kurz mit unserer Psychologin, um einen Termin für einen Jugendlichen bei ihr zu vereinbaren, um den ich mir aus Gründen ein wenig Sorgen mache. Das Gespräch bestätigt meine Meinung und es tut mir gut, meine Sorgen der letzten Wochen zu teilen. Gegen 15.30 Uhr mache ich mich auf die Suche nach einem Jugendlichen, der mir heute beim Kochen assistieren wird und werde schnell fündig, A. erzählt zwar irgendetws davon, dass er zum Friseur will, verspricht aber bereitwillig, um 16 Uhr mit mir einkaufen zu gehen. Juchu! Das ging ja einfach, ich habe einen Belohnungskaffee verdient.

Ein Gruppenabend läuft bei uns idealerweise so ab, dass zwei Jugendliche aus der Gruppe für die Gruppe kochen. Dazu wird am Tag zuvor besprochen, was es zu Essen geben soll, dann wird eingekauft und ab 16 Uhr wird gekocht, damit das Essen um 18 Uhr fertig ist. Dann gibt es eine Stunde Gruppenabend, wo aktuelle Anliegen besprochen werden oder wir den Jungs Infos über das Leben in Deutschland (Asylverfahren, Schule/ Ausbildung, Gesundheit usw.) geben. Danach wird gegen ca. 19 Uhr gemeinsam gegessen. So läuft das. Idealerweise. Leider nicht heute.

Um 16 Uhr mache ich mich auf die Suche nach A. und finde ihn mit mehreren anderen Jungen in seinem Zimmer. Neben ihm steht ein junger Mann, den ich noch nie gesehen hab und bearbeitet A.s Kopf mit einem Rasierapparat, neben dem Stuhl liegen Haare, das Zimmer wurde also kurzfristig in einen Friseursalon umfunktionert. Y. möchte auch zum Friseur, also zücke ich den Geldbeutel und drücke dem jungen Mann weitere 10 Euro in die Hand. Nur jetzt nicht hysterisch loslachen. A. verspricht mir, dass wir in 20 Minuten einkaufen gehen können. Nach weiteren 20 Minuten klopfe ich wieder an die Zimmertür. A. kehrt gerade die Haare zusammen, erklärt mir aber, er müsse jetzt erst duschen, nach dem Friseur. Nur jetzt nicht hysterisch loslachen. Unterdessen erklärt mir der Lieblingskollege, dass jetzt S. gerne für die Gruppe kochen möchte. Ich schnappe mir also S. und gehe postwendend mit ihm einkaufen, beim Türken, denn der ist ja billiger als der Aldi. Sagt S. Beim Bezahlen merke ich davon wenig, dafür erklärt S. mir auf dem Heimweg, dass es ja besser wäre, dass ich nicht verheiratet bin, weil „ist einfach besser“. Bis wir zurückkommen ist es 17.20 Uhr, um 18.00 Uhr soll der Gruppenabend starten. Nur jetzt nicht hysterisch werden. Beide Küchen sind besetzt, wir quetschen uns irgendwo dazwischen. E. und A. kommen und möchten kochen helfen, dafür ist S. plötzlich wieder verschwunden. Ich finde ihn beim Kickern, wo er mir erklärt, dass er gar nicht kochen wollte, er will lieber nächste Woche ein afghanisches Gericht kochen, das Gericht heute sei ja ungarisch, nicht afghanisch. Ich lasse diese Ausrede nicht gelten und schleppe ihn wieder in die Küche, wo es wieder Diskussionen gibt, er aber schließlich doch mithilft. Als ich wieder in die Küche komme, sind E. und A. wieder verschwunden, ich ignoriere das großzügig und mache mich erstmal auf die Suche nach verschwundenen Messern, Schneidebrettern und Töpfen. Vier Betreuer, etliche Jugendliche kochen auf einem Herd für zwei verschiedene Gruppen, es ist sehr chaotisch und sehr laut. A. taucht wieder auf und schneidet bereitwillig Gemüse, dafür stellen wir fest, dass es nun schon 17.55 Uhr ist und die andere Gruppe gerne in der Küche jetzt ihren Gruppenabend starten möchte. Abermals ein Wechsel der Location bzw. der Küche. Die Lieblingskollegin kommt hinzu und fängt an, das Fleisch anzubraten, während mehrere Jugendliche ihr über die Schulter gucken und Kommentare abgeben. S. ist dabei besonders aktiv. Als die Lieblingskollegin ihm anbietet, er könne doch auch gerne selber statt ihrer kochen, ist er beleidigt und verlässt die Küche. Jetzt haben wir nur noch A. als Helfer, was eigentlich nicht der Sinn der Sache ist, da die Jugendlichen kochen sollten, aber ich nutze die Gelegenheit und die Ruhe, um A. der sehr wenig kochen kann, einige Gewürze und eine Arbeitsgänge beim Kochen zu erklären. Unterdessen kommt der Kollege in die Küche und wir beschließen, dass er schonmal die restlichen Jungen suchen und „zusammentreiben“ könnte. 5 Minuten später kommt er wieder und berichtet, dass E. das Haus verlassen habe, S. sei unauffindbar, ein anderer Jugendlicher befindet sich schlafend im Bett und zwei Jugendliche sind ebenfalls unauffindbar. Ich stelle fest, dass wir nun ein Gericht für 10-12 Personen kochen, dass tatsächlich 3 Jugendliche und 3 Betreuer am Tisch sitzen werden, aber dann ist das nun mal so.

Irgendwann ist das Essen fertig und wir gehen in den Besprechungsraum, um endlich unseren Gruppenabend abzuhalten. Es ist 18.50 Uhr. L. und F. sind plötzlich doch da und warten schon im Raum, A. und Y. holen noch ihre Teller. Sh. trudelt auch irgendwann ein, S. ist immer noch beleidigt und auf Krawall gebürstet, Zu meiner großen Freude ist plötzlich E. wieder aufgetaucht und wir können tatsächlich mit sieben von acht Jugendlichen unser Programm starten. Irgendwann kurz nach 19.00 Uhr taucht auch Sa., der zuvor im Bett befindlich war, auf. Wir diskutieren also über Regeländerungen für den rasant nahenden Ramadan, die Fußball-WM, über PC-Benutzung und Wecken, gehen aber sofort als alle Punkte abgehakt sind zum Essen über und holen die Töpfe aus der Küche. S. stellt fest, dass der Reis, den ich gekocht habe, „nicht gut“ ist und geht nochmal zurück in die Küche, um den Reis mit Schnittlauch und Zitrone zu verfeinern. Irgendwann können wir endlich essen. Wir fragen die Gruppe, wer in der nächsten Woche kochen möchte, um ähnlichen Katastrophen wie heute vorzubeugen, aber S. (Afghanistan) erklärt uns, dass es unhöflich ist, beim Essen zu sprechen. Glücklicherweise erklärt E. sich schnell bereit, nächste Woche das Kochen zu übernehmen. Insgesamt verläuft der Abend dann sehr friedlich und in angenehmer Athmosphäre, dennoch wanken wir Betreuer eher aus dem Zimmer, als wir gehen. Ich sehne mich nach einer Zigarette. Stattdessen wasche ich Geschirr ab, räume auf und fülle eine Anfrage für einen Dolmetscher für das Gespräch mit der Psychologin aus. Als ich sehe, dass Kollegen vor dem Haus stehen und reden, gehe ich dennoch kurz raus und wir diskutieren, wie man das Kochproblem in Zukunft etwas besser lösen kann. Kurze Zeit später ist es schon 20.45 Uhr und Zeit für die Übergabe an den Nachtdienst. Danach verzweifele ich noch ein wenig an der Abrechnung und verlasse gegen 21.30 Uhr endlcih das Büro Richtung Heimat. Ich freue mich, dass es noch hell ist und gehe das letzte Stück vom Bus nach Hause zu Fuß lauthals singend. Die paar Leute, die ich unterwegs treffe und die mich verdutzt ansehen, ignoriere ich, ich bin einfach nur froh, dass der Tag geschafft ist und ich die nächsten zwei Tage frei habe.

Ein ganz normaler Tag oder auch: Des Wahnsinns fette Beute. Das war also wieder der 5. eines Monats und ein kleiner Auszug dessen, was ich so tagtäglich (in meinem Job) tue. Ich hoffe, ich habe Sie gut unterhalten und Sie schalten auch nächsten Monat wieder ein, wenn es heißt: „Es ist der 5., es ist Tagebuchblogging-Tag“.

Tagebuchbloggen 5. Mai

Leicht verspätet, das Tagebuchbloggen vom Mai. Jeden 5. eines Monats fragt Frau Brüllen: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” und hat den 5. eines jeden Monats zum WMDEDGT-Tagebuchblogging-Tag ausgerufen. Dieser Montag (und diese Woche) hatte es definitiv in sich, deshalb bin ich auch nich dazu gekommen, bei zeiten zu bloggen. Aber ersteinmal von vorne,

Dieser Tagebuchblogging-Tag beginnt früh, und zwar in London. Jawohl, ich war ein verlängertes Wochenende beim Bruderherz in London. Eine neue Lieblingsstadt, das kann ich Ihnen versichern, aber dazu an anderer Stelle mehr. Es ist ca. 0.15 Uhr britischer Zeit, also 1.15 Uhr deutscher Zeit, als ich erschöpft ins Bett sinke und mir den Wecker auf 5.15 Uhr britischer Zeit stelle. Ein bisschen wenig Schlaf, aber was will man machen. Nachdem ich mit dem Bruderherz einen traumhaften Tag in London verbrachte, kamen wir abends nach Hause und ich lernte endlich – nachdem wir uns vier Tage hinweg verpasst haben – den französischen WG-Kumpanen des Bruderherzens kennen. Und dann haben wir eben mit diesem und seinem Freund noch ein, zwei Bier getrunken. Ich bete also, dass die fünf Stunden Schlaf ausreichen mögen, um mich morgens quer durch London den Flughafen finden zu lassen und schlafe ein…

… bis gegen 3.15 Uhr britischer Zeit vor dem Haus ein Höllenlärm losbricht und wir hochschrecken. Es hört sich an, als würde das Haus abgerissen wären und tatsächlich hämmert draussen vor dem Fenster ein Pressluftbohrer. Dieser reisst allerdings nicht das Haus ab, sondern den Gehweg davor. Das Bruderherz schaut zum Fenster hinaus, auf dem Auto steht irgendetwas von „South Gas“. Schön, die Briten bohren also am liebsten nachts um 3 Uhr an ihren Gasleitungen herum. Kein sehr beruhigendes Gefühl und auch als es irgendwann wieder still wird, kann keiner von uns mehr so recht einschlafen.

5.15 Uhr britischer Zeit, 6.15 Uhr deutscher Zeit. Der Wecker klingelt. Ich beneide lautstark das Bruderherz, das noch weiterschlafen kann, aber von Weiterschlafen war ja eh nicht mehr die Rede, also stehe ich auf, ziehe mich an und packe die letzten Sachen. Um 5.40 Uhr verabschiede ich mich vom Bruderherz und verlasse das Haus, sehr wehmütig, dass diese schönen Tage nun vorbei sind. In London ist an diesem Montag Bank holiday und so begegne ich auf der Straße noch ein paar verkaterten Partyleichen auf dem Weg nach Hause. Aber es ist schon so hell, sogar die Sonne zeigt sich schon vorsichtig und insgesamt ist die Stadt so ruhig und friedlich, wie ich sie in vier Tagen nicht erlebt habe. Nun ja, kein Wunder.

5.53 Uhr britischer Zeit. Ich habe es tatsächlich mit meinem Riesenkoffer (Sie kennen das, wenn man Familie besucht, muss man immer „nur noch eine Kleinigkeit“ mitbringen von zuhause/ mitnehmen nach Hause) ohne Pannen in die Ubahn geschafft.

6.20 Uhr britischer Zeit. Umsteigen in Paddington. Ich bin heilfroh, dass ich die frühere Ubahn genommen habe, denn so kann ich in Ruhe ein Ticket kaufen und vor allem das richtige Gleis finden. Obwohl die Station menschenleer ist und nur ein Taxifahrer mich anspricht, ist letzteres gar nicht so einfach.

Kurz nach 7.00 Uhr britischer Zeit bin ich am Flughafen, 2 Stunden vor Abflug. Trotzdem bin ich sehr froh, wäre ich später losgefahren, wäre wieder alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann, darauf gehe ich jede Wette ein. Auch der Check-In und die Sicherheitskontrolle sind überraschend schnell erledigt, ich hatte mich bei so einem großen Flughafen wie Heathrow schon auf böse Überraschungen eingestellt, aber alles läuft wunderbarst und ich werde sogar nach der Sicherheitskontrolle von einem Automaten nach meiner „security check experience“ gefragt, hihi.

Bereits um 7.30 Uhr britischer Zeit bin ich also im Abflugbereich und beweise mich als Queen des Last-Minute-Flughafen-Shoppings, mir fallen nämlich immer pünktlich im Abflugbereich 100.000 Dinge ein, die ich noch kaufen wollte. Ich habe natürlich Geschenke für die Familie vergessen, aber bei Harrods im Flughafen (ich war bei Harrods! Also nur am Flughafen, aber hey, egal.) werde ich schnell fündig. Lustigerweise finde ich sogar noch eine Postkarte für einen meiner Jungs in der Arbeit. Der Jugendliche hatte mich gebeten, ob ich ihm aus London zwei Postkarten mitbringen könnte, eine von der Tower Bridge, eine von den Hochhäusern. Alles andere interessierte ihn nicht. Nun habe ich vier Tage lang in London etliche Souvenirshops nach Postkarten von Hochhäusern abgesucht, aber vergebens, wie Sie Sich vermutlich denken können. Und während ich so durch den Wartebereich des Flughafen schlenderte, da fiel mir doch glatt eine Postkarte ins Auge, auf der die Tower Bridge und die neueste Attraktion Londons, der OXO Tower in einem Bild abgebildet waren. Ha! Wer ist Queen des Flughafen Shoppings? Danach habe ich mir erstmal ein Frühstück verdient.

Um 8.20 Uhr britischer Zeit informiert mich eine SMS der Fluggesellschaft über das geplante Abfluggate, fünf Minuten später dann auch tatsächlich die Anzeigetafeln am Flughafen. Also ab zum Gate. Um 9.05 Uhr britischer Zeit geht es los zur Startbahn, was in Heathrow scheinbar einer Rundumfahrt über den ganzen Flughafen gleichkommt. Wir müssen noch eine halbe Ewigkeit warten, aber dann dürfen wir endlich starten. Leider sitze ich auf der falschen Seite des Flugzeugs und habe keinen so spannenden Blick über die Stadt wie bei der Ankunft. Wie gesagt, darüber an anderer Stelle mehr. Danach schwebe ich zwei Stunden über den Wolken, bin fasziniert von der Aussicht und kann dabei sogar mein Flugangst herunterschlucken. Normalerweise geht das nur bei einem Glas Rotwein, aber so früh ist das dann selbst mir zu heftig. 😉

Wir landen ca. 12:00 Uhr deutscher Zeit, diese Zeitverschiebung spielt meinem Müdigkeitslevel sehr angenehm in die Hände. Dennoch muss ich jetzt ersteinmal in die Arbeit, ich habe heute Spätschicht von 13-21 Uhr. Fünf Urlaubstage müssen schließlich optimal ausgenutzt werden. 😉 Aber die Ankunft in München mit Passkontrolle und Gepäckausgabe dauert so lange, dass ich etwas zu spät in der Arbeit ankomme. Auf dem Weg dorthin treffe ich zufällig noch eine Kollegin, die gar nicht glauben kann, dass ich mit meinem Riesenkoffer jetzt noch in die Arbeit will. Aber ich kann sie überzeugen, dass wir uns gemeinsam auf den Weg dorthin machen und die Begrüßung in der Arbeit ist sehr fröhlich. Ich bin immer noch total verliebt und begeistert von London und echte Konzentration auf die Arbeit klappt heute nicht mehr wirklich. Deshalb verbringe ich den Nachmittag größtenteils damit, Jugendliche zum Putzen anzutreiben, einen Jungen zum Arzt zu begleiten und mir große ToDo-Listen für morgen zu schreiben – wenn ich dann wieder ausgeschlafen bin. Ha ha. Aus Heathrow habe ich mir einen Scone mitgebracht, weil mir nämlich auch noch kurz vor Abflug eingefallen ist, dass ich noch nie Scones probiert habe und das eigentlich in diesem London-Urlaub tun wollte und es dann doch wieder vergessen habe. Also zwischendurch in der Pause ein importierter Scone, mein Magen hängt mir inzwischen in den Kniekehlen. Mein Mittags-Urlaubs-Ankomm-Hoch weicht allmählich gegen abend einer bleiernen Müdigkeit. Gegen halb sieben sagt meine Chefin (die ja schon seit früh da ist): „Ich muss jetzt nach Hause.“ und ich pflichte ihr bei und sage: „Ich auch.“ Leider habe ich keinen Erfolg, sie lacht und sagt, dass ich ja wohl noch nciht so lange hier sei wie sie. Tja, Pech gehabt. 😉

Um 21 Uhr ist dann endlich Feierabend und ich rolle mit meinem Riesenkoffer nach Hause. Nach britischer Zeit gemessen wäre es jetzt erst 20 Uhr, wie gesagt, diese Zeitverschiebung ist manchmal gar nicht so schlecht, aber dennoch bin ich seit 14 Stunden auf den Beinen und unterwegs und das merke ich jetzt. Also schnell heim, kurz die Familie begrüßt. Außer dem Frühstück in Heathrow und den Scones habe ich heute tatsächlich nicht allzuviel gegessen, allerdings zeigt mein Kühlschrank mir natürlich gähnende Leere an. Also mache ich mich nochmal gegen 22 Uhr auf dem Weg zum nächstgelegenen Restaurant und lasse mir Käsespätzle zum Mitnehmen für müde Spätschichtarbeitende zubereiten. Danach ist dann endgültig Feierabend und ich falle ins Bett und schlafe sehr schnell ein.

 

 

 

 

 

Another Stöckchen!

Obwohl es hier so ruhig ist, werde ich ja derzeit förmlich mit Awards und Stöckchen überschwemmt. Vielen Dank Frau Küchenteufel für dieses zweite Stöckchen, mit dem ich nicht einmal beworfen wurde. 😉 Und da seit heute MEIN Wochenende beginnt – Jaja, Schichtarbeit – habe ich jetzt auch Zeit, um die Fragen in aller Ruhe zu beantworten.

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Die Regeln, ähnlich wie eim vorigen Stöckchen:

Bei dem Award geht es darum, sich ein wenig mehr kennen zu lernen, einfach mal zu sagen: “Mir gefällt, was du da machst!” und Blogs mit weniger als 200 Lesern bekannter zu machen. Die weiteren Regeln sind:

• es werden 11 Fragen gestellt, die man beantworten soll
• man verlinkt den Blogger, von dem man nominiert wurde
• man nominiert selbst wiederum 11 Blogger• und stellt diesen dann wiederum 11 eigene Fragen.

Dei Fragen:

  1. Welchen Trend (egal aus welchem Bereich! Mode, Essen, Frisuren, Autos, Smartphones, Musik, Kinder, Möbel, etc.) findest Du furchtbar und welchen machst Du gerne mit oder würdest gerne mitmachen?

Ich liebe diesen Vintage-Trend, den mache ich nur zu gerne mit. Ein Trend, den ich gar nicht ausstehen kann, hmm… Letztes Jahr hätte ich geschrieben Chinohosen, die sehen für mich aus wie eingelaufene Schlafanzughosen. Mit zunehmendem Alter gehen mir allerdings weniger bestimmte Mode- (oder andere) Trends auf die Nerven, sondern solche „Trends“, die sich gesellschaftlich bemerkbar machen. Zum Beispiel ein zunehmender Trend in der Gesellschaft zur Engstirnigkeit, Schubladendenken, über andere herziehen, um sich selber besser zu fühlen usw.

  1. Hast Du ein oder mehrere Haustiere? Wenn ja, erzähl doch mal!

Mit 16 hatte ich mal Ratten. Das war’s dann aber auch. Seitdem kann ich es nicht mehr ertragen, Tiere in eine häusliche Umgebung „einzusperren“ (auch wenn ich natürlich objektiv weiss, dass es vielen Hunden, Katzen usw. bei ihren Zweibeinern sehr gut geht). Tiere gehören für mich in Freiheit.

  1. Das beste Essen, das Du jemals gegessen hast oder das Dir in Erinnerung geblieben ist – was war es und wo?

Also, ich habe ja schon einmal im Jahresbericht 2013 erwähnt, dass das leckerste Essen die vietnamesische Nudelsuppe war, die meine Chefin im Praktikum vor einem Jahr für mich (und natürlich das ganze Team) zu meinem Abschied gekocht hat. Die Suppe war verdammt lecker, aber noch mehr hat mich diese Geste berührt. Und diese Suppe hätte schon starke Chancen auf den Titel bestes Essen ever, auf alle Fälle ist sie mir sehr in Erinnerung geblieben. Aber leider leider kocht das beste Essen ever iimmer noch meine Mutter. Manchmal bin ich richtig enttäuscht, wenn ich etwas im Restaurant essen und dann denke: Oh, zuhause hätte es aber interessanter geschmekt. 😉

  1. Bist Du ein To-Do-Listen-Schreiber und erledigst diese dann auch?

Hier fliegen inzwischen mehrere Dutzend To-Do-Listen herum, alleine auf meinem Smartphone habe ich zwei Apps für To-Dos/  Erinnerungen. Aber ja, es wird auch viel davon erledigt, was auf den Listen steht. ;9

  1. Es ist Sonntag. Für Dich ein toller Tag oder der langweiligste der Woche? Hast Du Vorschläge, was man mal machen könnte, wenn man in Deiner Nähe wohnt?

Ganz früher habe ich Sonntage gehasst, die zogen sich immer wie Kaugummi und keiner hatte Zeit. Inzwischen liebe ich Sonntage und bin dann meistens auch selber nicht wirklich „available“. Ich versuche mir an diesem Tag wirklich eine Auszeit zu nehmen und nur Dinge zu tun, die mich entspannen. Sogar Sport und Haushalt versuche ich möglichst Samstag zu ereldigen. Durch die Schichtarbeit werden die Sonntage allerdings wieder gehörig durchgewürfelt werden. Da ich das Wochenende gearbeitet habe und dafür jetzt zwei Tage frei habe, wird mein „Sonntag“ morgen sein, also ein Dienstag. 😉

  1. Gehst Du zur Pediküre?

Ja. Ich selber habe für solche Sachen keine Geduld, bei mir muss es im Bad schnell gehen. Allerdings war ich glaube ich im ganzen letzten Jahr höchstens einmal. Man könnte also mal wieder.

  1. Wenn Du in einem fernen Land zum Essen eingeladen wärst und es gäbe sowas wie Schlange, Heuschrecke oder Hühnerfuß – würdest Du probieren oder ablehnen?

Kann ich schlecht sagen. Eigentlich bin ich sehr neugierig und probiere immer gerne neues, möglichst exotisches aus, andererseits glaube ich, wäre bei mir bei Hühnerfuß auch eine gewisse Grenze erreicht. Wohl eher nicht.

  1. Hast Du deinen Traumpartner schon gefunden? Wenn ja, wo und seit wann? Wenn nein, suchst Du danach oder lässt Du dich finden?

Noch nicht gefunden, leider. Sagen wir mal so, ich halte die Augen offen, aber bin oft doch zu schüchtern, den ersten Schirtt zu tun.

  1. Das Buch in Deinem Leben, das Dich am meisten beeindruckt/geprägt/interessiert hat?

Oh je, da gibt es viele, sich für eines zu entscheiden, fällt mir schwer.

  1. Welchen Job würdest Du gern machen?

Den, den ich mache. Und keinen anderen. Niemals nie mehr.

  1. Valentinstag-Verweigerer oder -Liebender?

Ich finde Valentinstag großartig, obwohl ich noch nie einen selber gefeiert habe. Klar liebt man sich 365 Tage im Jahr, klar würde etwas schieflaufen, wenn man sich seine Liebe nur an diesem einen Tag im Jahr zeigen würde. Logisch ist es ein Fest der Blumenhändler und logisch ist es eigentlich alles Humbug. Aber ich bin der Meinung, FEste müssen gefeiert werden, wie sie fallen, warum also sollte es nicht auch einen Festtag der Liebe geben, an dem man sich – nochmal – zeigt, wie gerne man sich hat? Und wenn nicht durch einen Blumenstrauss, dann eben durch eine andere kleine nette Geste.

Danke für die interessanten und spannenden Fragen! Jetzt zu meinen Fragen:

1. Würdest Du Dich trauen, einen Fallschirmspring zu machen? Wenn nein, warum nicht?

2. Ordnung ist das halbe Leben. Bist Du ein Ordnungsfanatiker oder typischer Besuchsputzer?

3. Bist Du politisch aktiv? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?

4. Wenn Du zurückblickst auf Dich mit 18 Jahren, wie siehst Du Dein damaliges ich heute?

5. Kochen oder Backen? Was tust Du lieber? Oder doch am liebsten Pizza-Service?

6. Wochenende, Sonnenschein! Was tust Du am liebsten an einem schönen Frühlingswochenende?

7. Wer ist Dein7e älteste/r Freund7in? Seit wann kennt Ihr Euch? Sandkasten? Kindergarten? Schule? Was schätzt Du besonders an Deine freunden?

8. Dein allerliebster Lieblingsort zum Entspannen ist…?

9. Gibt es etwas, was Du gar nicht ausstehen kannst und sofort an die Decke gehst? Warum?

10. Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung! Trifft das für Dich zu oder bist Du ein Schlechtwettermuffel?

11. Die berühmte Frage: Wenn Du drei Wünsche – und nur drei!! – frei hättst, welche wären das?

Da ich schon einmal einige Blogs verlinkt habe, darf sich dieses Stöckchen gerne aufheben wer mag. Ich würde mich freuen, wenn jemand das Stöckchen aufhebt, mitnimmt und auch einen Kommentar hinterlässt.

Best Blog Award

Die liebe Marie hat mich schon vor einiger Zeit mit einem Award (Ein Award! Ein Award!) und einem Stöckchen beworfen. Leider komme ich aus bekannten Gründen erst jetzt dazu, den Award zu ehren und die Stöckchen zu beantworten, entschuldige bitte, liebe Marie! Es lag nicht daran, dass ich kein Interesse gehabt hätte…

bestblog

So ein hübscher Award! Auch wenn es mich ein wenig erstaunt, dass ich ihn bekommen habe, schließlich komme ich kaum noch zum Bloggen, aber hey! Ich freue mich. Aber leider gibt es nicht nur Awards, sondern auch Arbeit, nämlich 11 Fragen zu beantworten: 😉

1.   Warum wird das Jahr 2014 „dein“ Jahr und worauf freust du dich ganz besonders?

Ha! Eine gute Frage, wie geschaffen für mich. Also: Das Jahr 2014 wird nicht nur mein Jahr, es IST schon mein Jahr! a) Der Traumjob!! b) ein regelmäßiges Gehalt auf dem Konto!!! c) Studienabschluss!!! d) Freiheit, also ein Feierabend nach Dienstschluss!!! (Ich erwähnte das in diesem Blog bereits das eine oder andere Mal…. 😉 ) Also das Jahr hat ziemlich fulminant begonnen, jetzt darf es gerne etwas ruhiger weitergehen.

2.  Frühling, Sommer, Herbst oder Winter? Was ist deine Lieblingsjahreszeit?

Der Frühling fasziniert mich am meisten, ich bewundere die Kraft, mit der die Natur spriesst, erblüht und erwacht. Für mich gibt es nichts schöneres als einen kühlen Frühlingsmorgen mit blauem Himmel und zwitschernden Vögel. Allerdings habe ich in den vergangenen Jahren auch an den übrigen Jahreszeiten, vor allem dem Herbst und dem Winter sehr viele schöne Seiten entdeckt.

3.  Was bedeutet „Glück“ für dich?

Glück bedeutet für mich Zufriedenheit, Familie, Freunde.

4.  Welches Buch, das du in den letzten Monaten gelesen hast, hat dich nachhaltig        beeindruckt?

In den letzten Monaten habe ich vor allem Fachbücher gelesen, davon haben mich zwar einige durchaus beeindruckt, aber nicht in dem Sinne, wie es hier gemeint ist. 😉 Aber gerade dieses Wochenende habe ich nach der Abgabe endlich einmal wieder ein „gutes“ Buch gelesen und das hat mich sehr berührt. Ich griff letzten Donnerstag aus meinem grooooßen Stapel ungelesener Bücher (Zeit! Ich habe endlich wieder Zeit! 🙂 ) einfach wahllos eines herausgegriffen, eigentlich aber mit dem Vorsatz eine schöne und vor allem leichte Lektüre zu finden, die mich von den wissenschaftlichen Höhenflügen der Bachelorarbeit herunterbeamen könnte.

Im Meer schwimmen Krokodile“ von Fabio Geda ist die Geschichte eines zehnjährigen Jungen, der von seiner Mutter aus Afghanistan herausgeschmuggelt wird und danach weiter bis nach Italien flieht. Eine unglaubliche Geschichte, unfassbar grausam und zugleich unendliche toll erzählt. Interessanterweise habe ich das Buch letztes Jahr zum Geburtstag bekommen, bin aber jetzt erst dazu gekommen, es zu lesen – so ganz zufällig aus dem Stapel gegriffen. Das ist vor dem Hintergrund bemerkenswert, da ich ja inzwischen seit zwei Monaten auch beruflich mit dem Thema minderjährige Flüchtlinge befasst bin, und so habe ich ständig auch Gesichter dabei vor Augen gehabt. Das war manchmal beim Lesen ganz schön hart… Dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Lesebefehl!

5.   Und welches Buch würdest du immer wieder lesen können?

Früher habe ich sämtliche Bücher wieder und wieder gelesen, heute kann ich das irgendwie nicht mehr, vermutlich weil mein Stapel ungelesener Bücher eh schneller wächst als ich hinterherlesen kann (siehe Frage 4. …) Allerdings ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich meine Astrid-Lindgren-Bücher doch in schöner Regelmäßigkeit hervorziehe und ein weenig durchblättere. 😉

6.   Ebook-Reader, Papierbuch oder beides?

Papierbuch. Sorry, ich kann mir keinen Ebook-Reader vorstellen, mir fehlt die Haptik! Allerdings habe ich eine Kindle-App auf dem iPhone, für die paar Gelegenheiten, wenn es Bücher gratis gibt.

7.   Welche magischen Kräfte hättest du gerne?

Ich hätte gerne die magische Kraft, einen Tag auf 48 Stunden verlängern zu können! So viele schöne Dinge, die man in dieser Zeit machen könnte – nähen, stricken, draussen die Sonne geniessen, backen, lesen (siehe Frage 4. … 😉 ) und noch so vieles mehr.

8.   Was isst du für dein Leben gern?

Ganz klar, Pasta und asiatisch – lässt sich ja auch hervorragend kombinieren. 😉

9.   Was sind deine größten Schwächen?

Unsicherheit.

10.  In welches Land wolltest du immer schon mal reisen, hast es aber bisher noch nicht    geschafft?

Ein Land? Im Ernst? EIN Land? Australien, Südafrika, Indien, Chile, Brasilien, Russland (nicht momentan, aber so generell…), Vietenam und ich möchte gerne mal so eine Postkarten-Insel in der Südsee sehen, Malediven (im indischen Ozean) oder Samoa oder so ähnlich. Lustigerweise waren mir große Reisen früher nie so arg wichtig, aber seit Thailand im letzten Jahr bin ich da wirklich angefixt – mit neuem festen Job natürlich ziemlich schlechtes Timing. 😉

11.  Nenne mir deine 3 Lieblingsblogs

Puh, wieder so eine Zahl. Als ob ich mich für drei Blogs entscheiden könnte: Also, ich lese seit vielen Jahren sehr gerne das finnische Tagebuch von Karen, die Frau Gminggmangg und Nummer Neun, souffleurlos, Frau… äh… Mutti, Frau Brüllen und Draußen nur Kännchen. Relativ neu hinzugekommen sind Josephine im Chaos und patty. Außerdem freue ich mich sehr, dass die wunderbare Chrizzo wieder mit dem Bloggen angefangen hat!

Und nun gebe ich das Blogstöckchen an alle die gerade erwähnten weiter, also an die, die Lust darauf haben. Hier kommt die Bedienungsanleitung für Euch:
  • Verfasst einfach einen Post zum Thema, fügt das Bildchen vom Award ein und verlinkt mit demjenigen, der ihn verliehen hat (also mit mir).
  • Beantwortet meine 11 Fragen. Das schafft ihr schon!
  • Denkt euch 11 Fragen aus. Das klappt mit nem Drink am Pool ganz zügig – den hatte ich nicht und es ging auch so gut –
  • Stellt diese bestenfalls 10 Bloggern (habe ich auch nur fast geschafft) und verlinkt deren Blogs bei euch.
  • Et voilà, hier kommen meine Fragen an euch:

1. Worüber hast Du heute gelacht?

2. Welche Art von Urlaub bevorzugst Du? Städtereise, Strandurlaub oder Wandern?

3. Welche Eigenschaften schätzen Deine Freunde an Dir?

4. Was machst Du als erstes, wenn der Frühling da ist?

5. Wenn Du gerade nicht bloggst, wo sonst vertreibst Du Dir die Zeit im Netz? 😉

6. Schokolade, Gummibärchen oder Chips? Oder alle drei? 😉

7. Wofür kannst Du Dich total begeistern?

8. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

9. Wissen Deine Familie / Freunde im echten Leben, dass Du bloggst?

10. Wie kannst Du am besten entspannen?

11. Bist Du nachtragend?