Was man ausstrahlt

Gestern und heute hatte ich eine Fortbildung. Fortbildungen und ich, das nimmt kein glückliches Ende mehr in diesem Leben, das wird nicht mehr gut, es gab wieder eine Menge Wischiwaschi und Larifari und einzig der enorne Kaffeekonsum hielt mich davon ab, gleich mit dem Dozenten zusammen einzuschlafen, aber mei, anderes Thema. 

Für mich war eine Situation ganz am Anfang dennoch sehr berührend, und zwar ganz unabhängig vom eigentlichen Thema, nur für mich: Bei der Begrüssungsrunde sollten wir Assoziationen überlegen, also in Kleingruppen zu dritt oder zu viert nacheinander über jedes Mitglied der Gruppe Vermutungen äußern ohne die Person bis dahin zu kennen. XY ist verheiratet, XY ist gerne in der Natur unterwegs, XY arbeitet in diesem oder jenem Bereich, XY kauft seines Weihnachtsgeschenke alle erst am 23. Dezember usw. Erst nach drei Minuten darf derjenige über den spekuliert wird, dann auflösen, welche Aussagen stimmen. 

Dann war ich an der Reihe und abgesehen davon, dass wirklich fast alle Vermutungen welche die anderen Teilnehmer äußerten gestimmt haben (Ansku singt gerne, vielleicht in einem Chor. Ansku ist gerne kreativ, ihr Hobby ist vielleicht Habdarbeit), war ich wirklich baff und sprachlos, was da so alles über mich gesagt wurde: Ansku lacht gerne, ihr sitzt der Schalk im Nacken. Gut, das war nicht sonderlich schwer zu erkennen, ich musste natürlich schon bei der zweiten Aussage kichern, obwohl während der Übung Kommentare nicht erlaubt sind. Aber es ging noch weiter: Ansku ist gerne mit Freunden unterwegs, sie ist ein sehr geselliger Mensch. Ansku weiß das Leben zu genießen, sie umgibt sich gerne mit schönen Dingen, und macht es sich einfach so angenehm wie möglich. Sie nutzt ihre Freizeit aus und gestaltet sie aktiv. Wirklich, es fiel mir sehr sehr schwer, mich zu beherrschen, nicht zu kommentieren, während über mich geredet wurde und auch, nicht vor Rührung in Tränen auszubrechen. Vermutlich war ich noch recht beschwöngt vom Wochenende, aber das konnten natürlich die anderen Seminarteilnehmer nicht wissen.  Wenn man bedenkt, dass vor ein paar Monaten noch nicht einmal ich selber, nein, am allerwenigsten ich selber so etwas über mich gesagt hätte, dann ist das ziemlich großartig und zeigt mir deutlich, wofür ich dieses Jahr so hart gekämpft habe: Frieden, Freude und Freiheit. 

Was man völlig unbewusst ausstrahlt, welchen Eindruck man einfach so ohne darüber nachzudenken bei anderen hinterlässt, so spannend! 

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