Nachgereicht: Tagebuchbloggen Februar ’16

Jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Dieses Mal wieder nachgereicht, weil irgendwie war da schon wieder so viel. 

Mein Monatafünfter beginnt im Nachtdienst. Eigentlich ist es herrlich ruhig, alle Jungs sind durch einen Ausflug ins Spassbad müde gespielt und seit 23 Uhr in ihren Zimmern. Ich könnte eigentlich schlafen gehen. Könnte, denn unvernünftig wie ich nun mal bin, sitze ich im 0.00 Uhr noch am Schreibtisch und schreibe Berichte. Nicht zu empfehlen, wie sich auch später bei der Korrektur herausstellen wird. Gegen 0.45 Uhr mache ich mich aber dann auch auf ins Bett. 

Der Wecker klingelt um 7.00 Uhr und ich quäle mich aus dem Bett. Nach dem ersten Kaffee geht es aber, für drei Nachtdienste hintereinander fühle ich mich erstaunlich gut. Ich hatte diese Woche drei Nachtdienste am Stück, aber das war gewollt. Dafür muss ich jetzt im Februar keine mehr machen. Es war so eine Art Experiment, ich wollte versuchen, alle Nachtdienste für diesen Monat am Stück zu machen, weil ich das Gefühl hatte, dass mir der ständige Wechsel zwischen Tags und nachts arbeiten nicht gut bekommt. Bis jetzt fühle ich mich gut, aber die wahre Belastungsprobe folgt später. Ich räume auf, ziehe mich an und fange an, die Jungs zu wecken. 

Da meine Mama und ich eh geplant haben, gleich in der Früh zum Ikea zu fahren (die Belastungsprobe) und der Ikea erst um 10.00 Uhr aufmacht, sprich meine Mama mich erst nach 9.00 Uhr abholt, habe ich dem Kollegen gesagt, er kann ruhig etwas später kommen. Ich bin guter Dinge und freue mich sehr auf etwas Shopping, es ist nicht mehr allzu viel Arbeit, also rufe of meine Mama an, dass sie ruhig früher kommen kann. Nachdem alle Jungs aus dem Haus sind, ich noch einen Kaffee intus habe und etwas Büroarbeit erledigt habe, ist es allerdings schon 8.45 Uhr und ich fange langsam doch an, mich etwas zu wundern. Also rufe ich den Kollegen an, der nur ein verschlafenes „binschonunterwegs“ ins Telefon haucht. Alles klar. 🙂 Ich rufe Mama nochmal an, dass sie doch nicht so schnell kommen braucht. Eine halbe Stunde später sind dann der Kollege, noch eine Kollegin und meine Mama da und ich verabschiede mich ins Wochenende. 

Mama und ich düsen zum Ikea und dann geht es los. Wir schlendern zur Badezimmerabteilung und planen, berechnen und überlegen hin und her. Ich versuche Mama von einer dunklen Hemnes-Kommode zu überzeugen, sie versucht wiederum mich von einem sündhaft teuren Putzschrank zu überzeugen. Der Putzschrank schafft es leider nicht, aber die Kommode setzt sich schon bald durch. Irgendwann sind wir so reizüberflutet, dass wir erstmal frühstücken gehen. Beim Lachs-Frühstück und zwei weiteren Kaffees wird der Plan dann festgeklopft und jetzt geht es nur noch ans Einsammeln. Klar, dass dabei diverse Kleinigkeiten und Schnickeldi aus der Markthalle mit in den Einkaufskorb wandern, so z. B. eine Lampe und ein Vorhang für meinen begehbaren Kleiderschrank (die Vorhangstangen dagegen waren alle hässlich, die werden noch im Baumarkt gekauft), zwei Orchideen usw. usw. etc. Ups.

Beim Einladen aller Einkäufe (sooo teuer wie befürchtet war’s dann doch nicht) hätte es beinahe noch einen Streit gegeben, aber in letzter Sekunde haben wir es dann doch noch geschafft und ich beschließe zufrieden, dass das Experiment Nachtdienste geglückt ist. Ich bin zwar jetzt schon ziemlich müde und meine Augen brennen und fühlen sich an wie aufgequollene Schwämme, aber der Gedanke daran, dass ich jetzt diesen Monat keine Nachtdienste mehr machen muss – und der Monat ist erst am Anfang – versetzt mich in wahre Euphorie. Ja, und natürlich die vielen schönen neuen Möbel. 

Wir düsen also wieder heim, trinken noch einen Kaffee bei mir, essen einen Rest selbstgemachter Pizza von gestern und dann brauche ich wirklich eine Pause. Ich verabschiede „sanft“ meine liebste Mutter und muss erstmal ins Bett. Inzwischen ist es beinahe 16.00 Uhr. Ich schlafe eine gure Stunde, dann habe ich wieder Kraft für neues und fange aber, die Einkäufe zu verräumen, alte Schränke auszuräumen, Gerümpel in den Keller zu räumen und den Keller aufzuräumen, damit man morgen die alten Badezimmermöbel dort unterstellen kann. Zwischendurch whatsappe ich noch mit einer lieben Bloggerfreundin und mache mir nochmal Pitzareste warm. Gerade als wir so herrlich über Vergesslichkeit und Ofen anlassen sprechen (MIR kann so etwas ja nicht passieren…), ist die Pizza fertig und leider, als ich das Blech aus dem Ofen ziehe, nicht nur die Pizza, sondern auch eines meiner Messer, welches auf dem Blech wunderbarst in seine Einzelteile zerschmolzen ist. Das sind wohl dann scheinst die Folgen von drei durchwachten Nächten. 

  

Nur wenige Minuten später bemerke ich dann auch, dass ich ebenfalls den Ofen angelassen habe. Dennoch wage ich mich nach dem Abendessen noch mutig an den Aufbau des Badezimmerschranke, aber nach ca. zwei Stunden, inzwischen ist es sicherlich an die 22 Uhr, lasse ich es gut sein, verschiebe den Aufbau der weiteren Möbel auf morgen und mich aufs Sofa. Das war’s, reicht ja auch irgendwie für so einen Nach-Nachtdienst-Tag. 😉 

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