11 Fragen 

Die wunderbare Souffleurlos hat mir elf Fragen gestellt und ich finde das ganz wunderbar, weil es ja allgemein in den Blogs, die ich früher gelesen und gemocht habe recht still geworden ist und deshalb hier schon lange kein Stöckchen mehr vorbeigeflogen ist. Ich antworte also äußerst gerne, wenn auch leider wegen Geburtstag feiern und Nachtdiensten und so weiter etwas verspätet. Ich bitte um Verzeihung!

1.) Welche ist deine liebste Kindheitserinnerung?
Ich glaube, das dürften so generell die Ferien bei meinen Großeltern und auf dem Bauernhof meines Onkels in NRW sein. Da gab es Wald, Wiesen und für mich ganz wichtig – Pferde!

Außerdem gibt es ein paar einzelne Ereignisse, an die ich mich gerne zurückerinnere. So gab es zum Beispiel einmal ein Weihnachten, an dem meine Eltern finanziell etwas knapp waren und uns daher schon vorher angekündigt hatten, dass es wohl nicht so viele Geschenke geben würde wie all die Jahre zuvor. Aber dann, am Weihnachtsabend, kamen wir Kinder ins Wohnzimmer und der Boden war nahezu übersäät mit Geschenken! Das war eine Überraschung, wir trauten unseren Augen kaum. Als wir dann anfingen auszupacken, waren zwar ein Drittel der Geschenke Gutscheine („Du darfst einmal den Tisch abdecken.“ „Du darfst einmal Staubsaugen“ „…den Müll runterbringen“) und ein weiteres Drittel einfach Nieten („leider nicht“), aber das Auspacken war ein Erlebnis und ist auf jeden Fall in Erinnerung geblieben, allerdings auf unterschiedliche Arten: Ich habe es als sehr spaßig im Gedächtnis, meine Mutter erzählte neulich, auf das Thema angesprochen, dass ich einen furchtbaren Wutanfall bekommen hätte. 😉

Die dritte Erinnerung, die mir spontan in den Sinn gekommen ist, ist der Tag als wir umzogen in die jetzige Wohnung meiner Eltern. Viele Nachbarn und Freunde haben meinen Eltern geholfen und wir Kinder waren für diesen einen Tag alle bei Opa und Oma ausgelagert und durften machen, was wir wollten. Bei Opa und Oma durften wir sowieso immer das tun, was wir wollten, aber an diesem Tag, mit allen Freunden, war es besonders schön und wir haben sehr sehr lange gespielt.

2.) Welcher Moment war der schlimmste deines Lebens? Als du dachtest, du wirst nie wieder glücklich?

Das war definitiv – wenn man den ersten Gedanken ernst nimmt, der einem bei so eine Frage kommt – die Krankheit im letzten Sommer. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt und keiner konnte mir helfen. Ich hatte wirklich Panik, dass mein Leben, so wie es bisher war, vorbei ist und ab jetzt nur noch von Medikamenten benebelt an mir vorbeizieht. Gottseidank ist es anders gekommen und es geht mir heute wieder gut! Nicht ganz 100% wie früher, aber doch 95% und mit den wenigen an und zu noch auftretenden Einschränkungen kann man gut leben.

3.) Bist du glücklich gerade?

Ich habe im letzten Jahr einige entscheidende Änderungen in meinem Leben eingeleitet und habe sehr viel lernen dürfen über mich, über mein bisheriges Leben und über das Leben im Allgemeinen. Und ich lerne gerade, aus mir selbst heraus glücklich zu sein, einfach so, zur Not auch ohne Mann und Kinder, ohne Befingungen und Erwartungen. Noch gelingt es nicht immer (vor allem nicht todmüde nach drei Nachtdiensten, so wie jetzt gerade), aber ich bekomme gerade eine leise Ahnung davon, wie es sein könnte. Und das wiederum macht mich gerade sehr glücklich. Also noch glücklicher.

4.) Welcher Ort wärmt dein Herz?

Ich glaube bei mir hängt es eher von den Menschen als von den Orten ab. Ich habe keinen wirklichen Herzensort, zumindest nicht in München. Als ich in Helsinki gelebt habe, gab es allerdings tatsächlich einen Ort in der Nähe des Hafens, an dem ich völlig zur Ruhe kommen und loslassen konnte. So ein Ort des totalen inneren Friedens und das war zu dieser Zeit wirklich nicht so einfach mit dem inneren Frieden. Ich würde allgemein sagen, dass am Wasser mein Herz auflebt und natürlich in meiner Wohnung.

5.) Wenn du gerade woanders sein könntest, wo oder bei wem wärst du dann?

Da muss ich tatsächlich passen, mir fällt gerade ein andere Ort und keine Person ein. Also es gibt da natürlich diesen einen Herzenswunsch, und bei derjenigen (zukünftigen) Person wäre ich gerne, aber das ist ja noch Zukunftsmusik.

6.) Ein Buch, das dich verändert hat?

Meine Mutter hat mir einmal zwei Bücher geschenkt von Marlo Morgan über die Aboriginies, Traumfänger und Traumreisende. Und ich erinnere mich, dass mich die Spirituralität dieser, die Kultur und diese Reise zu den eigenen Wurzeln sehr fasziniert haben und mich sehr geprägt haben. Das war aber schon vor zehn ooder fünfzehn Jahren und ich weiß den Inhalt nicht mehr sonderlich gut, vielleicht sollte ich die Bücher mal wieder lesen.

7.) Ein Hobby für das du gern Zeit fändest?

Ich hätte gerne für ALLE meine Hobbys mehr Zeit, ich arbeite seit Jahren insgeheim in meinem Kellerlabor an der Einführung des 48-Stunden-Tages! Nähen, stricken, lesen, singen, kochen, schreiben, puzzlen, es gibt so viele schöne Dinge, die man machen könnte, wenn nur die Zeit… Manchmal sitze ich am Wochenende (oder hahaha, wenn ich dann mal frei habe) da und weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll, weil ich so gerne alles machen möchte.

Wenn es aber darum geht, Zeit für ein Hobby zu haben, das ich noch nicht ausübe, dann würde ich gerne einen Tauchschein machen (allerdings fehlt mir da auch noch ein bisschen der Mut zu, siehe Frage 10) und wieder in einem Chor singen. Und ich würde mich gerne ehrenamtlich und/ oder politisch engagieren, z.B. in einem Verein, auch um ein bisschen neue Leute kennenzulernen. Nur leider habe ich da immer noch keine Entscheidung getroffen, was genau ich eigentlich machen will.

Wie gesagt, Einführung des 48-Stunden-Tages usw.!

8.) Was magst du überhaupt nicht an dir?

Sorry, aber diese Frage verbietet sich von selbst. 😉 Man sollte sich selber wertschätzen, statt ständig an sich herumzukritisieren (siehe Frage 3!!!), also erzähle ich jetzt mal, was ich an mir mag: Meine Zuverlässigkeit, meinen Humor und dass ich mich für die Dinge die mir wichtig sind bis zum bitteren Ende engagiere und kämpfe.

9.) Was mögen andere an dir?

Diese Frage ist schon besser. 😉 Mein Lachen, meine Warmherzigkeit und meine Treue.

10.) Wofür hättest du gern Mut?

Oben schon geschrieben, ich hätte gerne den Mut, einen Tauchschein zu machen.  Und offener und ehrlicher meine Meinung zu sagen, zu mir selber zu stehen. Aber ich arbeite dran!

11.) Der Soundtrack deines Lebens?

Ich hab ein Lied, dass mich inzwischen seit 10 Jahren immer wieder mitreisst, immer wieder unter meinen Lieblingsliedern auftaucht. Das ist von Joss Stone „Karma“. Als einen Soundtrack meines Lebens würde ich das aber nicht bezeichnen, das Lied hat nicht wirklich etwas mit mir oder meinem Leben zu tun.

So, jetzt wäre die nächste Aufgabe, sich elf neue Fragen auszudenken und diese an elf neue Blogger weiterzugeben. Da aber alle Blogs, die von meinen alten Lieblingsblogs noch aktiv sind (z.B. Frau Brüllen, Frau Mutti, soulsilence) das Stöckchen bereits beantwortet haben, spare ich mir das und lasse das Stöcklein hier liegen. Wer mag, darf es gerne aufheben und die Fragen beantworten, gerne auch in den Kommentaren. Ich hoffe, die liebste Frau Kassiopeia hat nichts dagegen. 😉

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