Tagebuchbloggen Januar ’16

Ups, beinahe hätte ich in der Überschrift geschrieben, Januar ’15, aber das ist ja nun schon vorbei. Herzlich willkommen also zu einem neuen Jahr Tagebuchbloggen! Wie jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen wieder: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? und ich stehe nur allzu gerne Rede und Antwort.

Ich habe gerade vier Tage frei, das habe ich mir nach einem Arbeitsmarathon über Silvester auch schwerst verdieint. Von daher darf ich ausschlafen. Vermutlich so gegen 8 Uhr schlage ich zum ersten Mal die Augen auf, habe aber noch keine Lust aufzustehen, drehe mich nochmal rum, um etwas zu dösen und als ich dann das nächste Mal aufwache ist es 9.07 Uhr. Wow, ich habe zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen ca. 8,5 Stunden geschlafen, das ist für meine Verhältnisse schon richtig gut. Vielleicht wird dieses Jahr doch nicht ganz so schlaflos wie das letzte. Meine Schlafapp bescheinigt mir ebenfalls eine Schlafqualität von 92 %, das möchte ich allerdings dann doch leise anzweifeln, denn ich war definitiv einige Male kurz wach, wie man auch an den Kurven der App sehen kann. Aber hey, das lässt sich doch für diesen Tag recht gut an.

 
Ich stehe auf, mache mir einen Kaffee und wollte mich eigentlich aufs Sofa verziehen. Ich bin verdammt süchtig nach meiner Puzzle-App auf dem iPad und der ideale Tagesbeginn ist für mich eine halbe Stunde auf dem Sofa herumhängen mit Kaffee und puzzlen. Aber dann fällt mir ein, dass ich die neuen schönen warmen Haussocken, die ich zu Weihnachten von meinem Bruder bekommen habe, anziehen könnte (ich finde Hausschuhe furchtbar unbequem – wenn man aufs Sofa will, dann muss man die erst ausziehen und wenn man sie gerade NICHT ausziehen will, fallen sie einem von den Füßen, deshalb auf ausdrücklichen Wunsch hin Haussocken). Allerdings fällt mir dann auf, wie dreckig und voller Brösel der Fußboden in meiner Wohnung ist und es wäre doch schade, wenn schon nach zwei Wochen die neuen Haussocken voller Brösel kleben würden und deshalb gebe ich meinem inneren Putzfimmel nach und fege erstmal meine Wohnung (Memo an mich: Staubsauger kaufen!!!). Bis ich dann endlich fertig bin, die neuen Haussocken an den Füßen habe und mit Kaffee und iPad auf dem Sofa liege, ist der Kaffee leider kalt. 😉

Nach einer halben Stunde ist es dann auch schon 10:30 Uhr und ich beschließe, jetzt schnell in der Arbeit anzurufen. Heute ziehen nämlich vier unserer Jungs aus. Vier, das ist erstmal schon eine Zahl und zweitens, drei von diesen Jungs waren ziemlich lange – sehr lange – bei uns und irgendwie ist das alles schon ganz schön komisch, die „großen“ Kinder so in die Welt hinausziehen zu lassen. Und da ich mich am Wochenende als ich das letzte Mal in der Arbeit war nur von einem Jugendlichen verabschieden konnte, möchte ich heute gerne trotz frei kurz (!) in die Arbeit und das nachholen. Ich rufe also kurz den Kollegen an, um zu fragen wie denn die Umzugspläne sind und erfahre, dass der Umzug für 12 Uhr geplant ist. Das bedeutet, ich muss mich nun doch sputen, allerdings bin ich dann auch früher wieder daheim und kann vielleicht heute noch etwas nähen, juchu! Ich raffe also meine müden Knochen vom Sofa auf, springe unter die Dusche und ziehe mich an. Gegen 11.40 Uhr bin ich in der Arbeit. Die Jungs freuen sich sehr, mich zu sehen und finden es toll, dass ich zum Verabschieden gekommen bin. Spontan werde ich zur neuen „Präsidentin“ unseres Hauses ernannt (Als es mal um Berufe ging, hat er diesen „Berufswunsch“ genannt und das ist geblieben, nun über ein halbes Jahr. 😉 Ich war dann in Folge „Minister“ und wurde heute, weil der Junge eben auszieht, zur „Präsidentin“ befordert – so schnell kann man Karriere machen!!). Ich darf also würdevoll im Bürosessel Platz nehmen und bekomme ein Stück Pizza serviert. Präsident-sein ist ziemlich cool. Wir haben sehr viel Spaß, einzig mein armer Kollege hängt etwas schief auf dem Stuhl und schnieft ganz schön, aber die Verstärkung in Form meiner Lieblingschefin ist noch nicht in Sicht, also sage ich dem Kollegen, er könne ruhig schon einmal die erste Fuhre Jungs und Zeug in die neue Einrichtung fahren, ich bleibe kurz da bis meine Lieblingschefin kommt.

Ich esse noch ein Stück Pizza, denn inzwischen merke ich, dass ich mal wieder vergessen habe zu frühstücken, und räume eine Waschmaschine aus, wobei ich mir schwöre, dass das das einzige sein wird, was ich heute hier in der Arbeit tue. Wie gesagt, ich wollte ja nur kurz (!) mich von den Jungs verabschieden. Wir warten also auf die Lieblingschefin und als sie dann kommt, sitzen wir mit den übrig gebliebenen Jugendlichen im Büro und irgendwie ist es ganz schön leer jetzt in unserem Haus. Aber wir lachen auch viel und haben viel Spaß und wir haben viel zu erzählen, zum Beispiel von unserem Silvesterabend mit den Jungs. So ganz beiläufig bespreche ich mit der Chefin noch ein paar Dienstplan-Angelegenheiten, da fragt sie mich plötzlich, ob ich denn schon alle Belege für 2015 abgerechnet hätte. Mist! Total vergessen! Also muss ich das heute machen, denn heute wird die Kasse für 2015 abgeschlossen. Tja, und so wurden aus „einmal kurz (!) in die Arbeit“ dann letztendlich drei Stunden.

Gegen 14.30 Uhr kann ich endlich nach Hause gehen und erledige dabei gleich noch ein paar Einkäufe. DM, neue Glühbirnen beim Baumarkt (aus welch Gründen auch immer war das wahnsinnig kompliziert, weil es die alten nicht mehr gibt, und ich brauche aber gleich aussehende, weil bei einem Kronleuchter sieht das mit verschiedenen Birnen doch irgendwie komisch aus, aber hey, der Verkäufer war ziemlich schnuckelig!). Dann hüpfe ich noch schnell in den Supermarkt, bedauere sehr mich und mein trotz Weihnachten schon wieder armes Konto und hüpfe nach Hause. Jetzt habe ich wirklich Hunger, die zwei Stücke Pizza zum „Frühstück“ haben inzwischen auch ausgedient.

Zu Hause angekommen atme ich erstmal tief durch, es ist inzwischen 16.45 Uhr und ich war über fünf Stunden unterwegs. Was für ein Tag, ursprünglich hatte ich nur Couch und Nähen geplant, aber ich bin glaube ich so der Typ „Erstens kommt es anders, und zweitens…“. Ich seufze einmal tief, kremepele die Ärmel hoch und mache mir erst einmal etwas zu essen, einen Apfeltee und einen Chai Latte, ebenfalls ein Weihnachtsgeschenk und ziemlich lecker! Dann räume ich den Tisch leer, in der Hoffnung, dass wenigstens heute abend noch etwas geht mit Nähen, räume die Weihnachtsgeschenke ins Regal, den Adventskalender in den Müll und gieße den halbvertrockneten Weihnachtsstern (mein schwarzer Daumen kommt wieder zum Vorschein!). So langsam fange ich an, einiges was an Weihnachten erinnert wegzuräumen, vor allem die Dinge, die in meiner kleinen Wohnung eher im Weg herum stehen, bis es hier aber völlig entweihnachtet wird, wird es vermutlich noch einige Zeit dauern. Ich hänge nicht so sehr an diesem 6. Januar fest, meistens stehen die Weihnachtssachen eher bis Mitte Januar – oder bis ich eben mal Zeit finde, sie wegzuräumen. Auf alle Fälle vor Ostern.

Ich fahre den PC hoch, mache eine Überweisung, blogge und jetzt werde ich noch ein paar längst überfällige Mails an liebe Menschen schreiben. Danach kann ich es etwas ruhiger angehen lassen, auf jeden Fall gibt es zum Abendessen Spaghetti Carabonara (ich habe noch Speck von Weihnachten und da ich ja sonst eher selten Fleisch/ Wurst kaufe, weil einerseits zu teuer und andererseits ich sowas wie Teilzeit-Vegetarismus versuche, ist sowas mal eine schöne Abwechslung), danach gibt es für mich „Zuhause im Glück“ (Ja, ich stehe ziemlich sehr auf Einrichtungs-Dokus) im Fernsehen und einen kleinen Ausflug ins Nähstübchen. Das war’s dann irgendwie auch schon mit diesem 5. Januar, wie üblich vergeht die Zeit nämlich viel schneller wenn man frei hat als wenn man arbeitet, aber das wissen Sie ja bestimmt.

 

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