Tagebuchbloggen Oktober ’15

Alle Jahre Monate wieder will Frau Brüllen wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Hier meine Antwort auf diese Frage für den Oktober. Es ist ein Montag, aber da ich das Wochenende über gearbeitet habe, ist es für mcih ein freier Montag, also quasi Wochenende, wenn auch nur für einen Tag.

Deshalb kann ich auch ausschlafen, wobei das natürlich bedeutet, dass ich um 8:15 Uhr wach bin. Ich bin erstaunt, dass ich die Waschmaschine im Bad so fast gar nicht höre, ich habe sie gestern noch programmiert,  dass sie fertig ist, wenn ich aufwache. Dann aber setzt der Schleudergang ein und den höre ich doch. Ich stehe auf, ziehe mich an, denn bald schon kommt lieber Besuch zum Frühstücken und davor muss noch das gröbste Chaos nach sieben Tagen Arbeit beseitigt und der Kühlschrank aufgefüllt werden. Ich warte, bis die Waschmaschine fertig ist, stelle den Trockner an und mache mich auf den Weg zum Einkaufen. Natürlich gebe ich viel mehr Geld aus als ich wollte (gehe niemals ohen Frühstck einkaufen, gehe niemals ohne Frühstück einkaufen, gehe niemals ohne Frühstück…) und natürlich dauert alles viel länger als geplant. Meine Gedanken schweifen immer wieder ab in die Arbeit, weil einer unserer Jungs heute an einem Finger operiert wird und ich hoffe, alles geht gut. Aber es ist nur ein ganz kleiner Eingriff. Wieder zuhause, hänge ich Wäsche auf, besuchsputze zumindest das Bad, stelle die mitgebrachten Blumen ins Wasser und decke den Frühstückstisch. Die Ankunft meiner Freundin verzögert sich etwas, aber so habe ich gottseidank noch etwas Zeit zum Durchschnaufen, nachdem ich vorhin schon dachte, ich schaffe alles nicht mehr rechtzeitig.

Das Wiedersehen mit meiner Freundin wird wunderbar, über ein Jahr haben wir uns nicht mehr gesehen und zudem ist es das erste Mal, dass sie zu mir kommt. Wir frühstücken gemütlich und reichlich und taschen Neuigkeiten aus. Viel zu schnell muss sie wieder aufbrechen und ich merke, dass ich immer noch sehr sehr müde bin. Zu mehr als den Tisch abdecken reicht es nicht mehr, dann sinke ich auf das Sofa. Eigentlich müsste ich so vieles erledigen und die liebste Freundin wollte mich auch noch heute abend sehen, wenn ich schon einmal frei habe, aber ich will eigentlich gerade nichts und niemanden mehr sehen und vor allem nicht mehr sprechen. Ich wälze mich also auf dem Sofa herum und meditiere, was noch alles zu tun wäre und oh, eigentlich sollte ich bei dem strahlenden Wetter ja rausgehen und etwas unternehmen, aber die Kraft reicht absolut nicht mehr. Also schreibe ich der liebsten Freundin eine Mail, ob wir unser Treffen verschieben können und verziehe mich ins Bett. Den Rest des Nachmittages verbringe ich zwischen Sofa, Bett und Puzzleecke, bis ich mich schließlich gegen 16.30 Uhr doch endliche aufraffe, den Müll rausbringe, Schuhe zum Schuster bringe und kurz nach Schwabing fahre, um eine Kette reparieren zu lassen. Leider hat der Schuster montags zu und auch den Laden finde ich nicht mehr, dafür aber finde ich in einem anderen Laden gleich neuen Schmuck. Gut für mich, schlecht für mein Konto.

Gegen 18 Uhr mache ich mich auf ins PEP, wo ich noch kurz durchschlendern will und danach einen Rucksack bei einer Freundin abholen will. Mein Magen knurrt gar sehr, deshalb genehmige ich mir bei einem Thai eine Ente mit gelben Thai-Curry. Ich war schon so lange nicht mehr asiatisch essen und für einen Imbiss schmeckt es ziemlich gut. Dann springe ich noch schnell in den DM und kaufe Tee und etwas Nervennahrung für die Freundin, die gerade in der Endphase ihrer Dissertation steckt.

Die Freundin wohnt nur zwei U-Bahn-Stationen weiter und auch sie habe ich über ein Jahr nicht gesehen. Deshalb bleibe ich „kurz“ (ca. eine Stunde), um die wichtigsten Neuigkeiten auszutauschen, dann aber ist es mir gar nicht unrecht, dass meine Freundin noch weiterarbeiten muss, denn ich bin schon wieder müde und freue mich auf mein Sofa.

Zuhause angekommen sehe ich im Fernsehen eine Dokumentation über Asylbewerber an, währenddessen lackiere ich mir die Nägel neu. Eigentlich hätte ich gerne noch etwas gelesen, aber wie üblich fallen mir schon vorher die Augen zu, deshalb geht es gegen 0:00 Uhr ohne Buch ins Bett. Ich gelobe Besserung! 😉

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