Nachgereicht: Tagebuchbloggen September ’15

Es war mal wieder der fünfte des Monats. Genauer gesagt am Samstag. Am Samstag befand ich mich jedoch nicht in Deutschland, sondern einmal wieder bei meinem Bruderherz in London. Und da ich in London anderes zu tun hatte als zu bloggen, folgt der Tagebucheintrag eben jetzt:

Ich wache so gegen 9 Uhr auf umf fühle mich tatsächlich recht ausgeschlafen – nachdem ich in der Nacht zum Freitag erst um 1.30 Uhr nachts ankam und die Nacht entsprechend kurz war, eine Wohltat. Ich warte, dass das Bruderherz aufwacht und surfe noch etwas auf dem iPad. Als er schließlich wach wird, gehe ich zum Supermarkt, um noch Obst und Gemüse für das Frühstück zu holen. Und für mich einen Cappuchino decaf. Ich bin nun doch wiederverwendet müde, aber da ich zur Zeit aus medizinischen Gründen keinen Kaffee trinken darf, hoffe ich hier auf immerhin einen Placebo-Effekt. Ich schlendere durch das Einkaufszentrum auf der Suche nach Kaffee und komme an einem Imbiss vorbei, der zwar Frühstück und Kaffee verspricht, als ich aber den Laden betrete, entdecke ich aber nur asiatische, mexikanische und arabische Familien, die gegen 10.30 Uhr am Morgen bereits Burger und Pommer inhalieren. Aber tatsächlich, als ich nach einem Cappuchino decaf frage, scheint das gar kein Problem zu sein. Übrigens habe ich überall wo ich in London gefragt habe, einen entkoffeinierten Kaffee bekommen, das scheint dort verbreiteter zu sein als hier. Ich kaufe schnell ein und ziehe dann mit meinem Kaffee wieder nach Hause, leider schmeckt der Kaffee nicht so richtig gut, aber anyway. 

Während ich einkaufe, beantwortete das Bruderherz noch Arbeitsemails, dann können wir endlich frühstücken. Inzwischen ist es bereits nach 11 Uhr und wir müssen uns am Ende doch ein wenig beeilen, weil wir heute nach Brighton ans Meer wollen und die Fahrt dorthin dauert doch über eine Stunde. Wir fahren die kurze Strecke mit dem Bus nach blackfriars und nehmen dann den Zug nach Brighton.  

Gegen 13.30’Uhr sind wir dann endlich da und laufen ersteinmal die Hauptstraße hinunter zum Strand. Ich bin recht überrascht, ich hatte einen kleinen Beach erwartet, so ein kuscheliges kleines Nest, aber was ich dann tatsächlich sehe, ist eine hohe Uferpromenade an der Treppen hinunterführen zu einem langegezogenem Kiesstrand. Entlang der Uferpromenade gibt es sowohl oben als auch unten Bars, Stände, Kleinkunst, Wahrsager, Tattoos, Schausteller, Essen, Karussells und natürlich an jeder zweiten Bude fish&chips. Wie sollte es in einer englischen Küstenstadt auch anders sein? Am einen Ende der Promenade ist sogar ein riesiger Pier, auf dem ein halber Vergnügungspark aufgebaut ist. 
Wir laufen am Strand entlang zum Pier und dann den Pier bis ganz nach vorne, überlegen dabei, wie man die kleine Achterbahn noch spektakulärer hätte bauen können („weißt Du, wenn man das so gemacht hätte, dass man beim fahren in der Kurve denkt, man fällt gleich ins Meer…!“), machen wie alle Touristen Selfies am Ende des Steges vor dem offenen Meer und laufen den langen Pier wieder zurück. 

Wir beschließen, noch etwas in den „Lanes“ herumzulaufen, das ist ein Viertel mit lauter kleinen Gässchen, Pubs, Geschäften etc.  und nach einer Gelegenheit zum Essen Ausschau zu halten. Weit kommen wir jedoch nicht, gleich in der ersten Straße entdeckt das Bruderherz einen Türken, wo wir ein sehr phantastisches spätes Mittagessen bekommen. Schon die Appetizer sind zum hineinsetzen und dementsprechend vollgekrakelt verlassen wir dann auch den Laden. Wir laufen noch etwas durch die Lanes, danach durch die königlichen Gärten mit den ehemals königlichen Ställen, aber irgendwie zieht es uns doch wieder zum Strand zurück. Das ist das Größte ans Brighton, da gibt’s nichts dran zu rütteln. Also holen wir uns im Off License Store noch ein Bier und setzen uns für den phantastischen Sonnenuntergang ans Wasser, sammeln Muscheln, halten kurz die Finger ins Wasser (erstaunlich warm noch) und das Brzderherz flippt Steine über das (auffallend ruhige!) Meer. Viel zu schnell ist es schon 19 Uhr und wir müssen zurück zum Bahnhof. 

Im Zug schlafen wir beide erst einmal ein, aber als wir nach 1,5 Stunden  in London ankommen, sind die Kräfte wieder so weit mobilisiert, dass wir wie geplant zu einer kleinen Pub Tour aufbrechen können. Wir steigen in Farringdon aus und lassen uns einfach durch die Straßen treiben auf der Suche nach einem Pub. Schließlich entdecken wir einen, beschließen aber noch weiterzugehen. Dann fällt uns ein kleiner Pub in einer Seitenstraße auf, der sich als ziemlich großartig herausstellen sollte. Gute Stimmung, gutes Bier und für den bekanntlicherweise abends schnell einsetzenden Bierhunger gibt es kleine Burger zu bestellen innerlichen verschiedenen Variaten. Wir entschieden uns für Fisch mit Kräutermayo, aber der mit Roter Beete und Chillichutney klang auch ziemlich toll! Ich würde außerdem genötigt, noch eine Art belgischen Bierlikör zu probieren, auf von dem der Ex-Mitbewohner meines Bruders (der wiederum Franzose ist) so sehr schwärmt, dann zogen wir doch nich mal um und gingen zurück in den ersten Pub. Auch der war sehr sehr schön und nett und gemütlich. Gegen 23.30 Uhr ging es dann mit dem Bus zurück nach Hause – was für ein schöner, was für ein perfekter Urlaubstag! 

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