Reisebericht Thailand: Chiang Mai 15.8.-17.8.

Hier kommt der dritte Teil des Reiseberichtes, es darf übrigens gerne kommentiert werden! Vorausgesetzt natürlich, jemand schafft es, sich durch meinen etwas ausführlich (hust) geratenen Bericht bis zum Schluss durchzukämpfen. 😉 IMG_0392

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Als ich am Morgen aufwachte und aus dem Fenster sah, erblickte ich als erstes in der Sonne Reisfelder. Aber wir fuhren auch durch bergiges Gebiet und Urwald und ich war sehr begeistert und aufgeregt. In Chiang Mai angekommen, beratschlagten wir, wann wir das Rückfahrticket buchen sollten. Zwei oder drei Nächte in Chiang Mai? Ich überzeugte dann das Bruderherz davon, dass wir schon nach drei Tagen zurückfuhren und im Nachhinein gesehen war das glaube ich eine gute Zeit.

Danach suchten wir uns als erstes etwas zum Frühstücken und fanden ein kleines – sehr westliches – Cafe, in dem es richtigen Cappucino und für den Bruder einen Kuchen sowie für mich einen Toast gab. Das war toll! Ich bin ja sehr dafür, auf Reisen landestypisches Essen zu essen, aber dreimal am Tag Reis oder Nudeln oder Suppe wurden mir langsam doch zuviel und ich sehnte mich nach einem „Continental Breakfast“ – einfach nur zur Abwechslung. Danach ließen wir uns mit einer Art Tuk-Tuk in die Stadt in ein Gebiet mit vielen Hostels fahren. Das war sehr nett. Schon ziemlich bald stieg eine muslimische Frau zu, die sich sofort freute, als sie uns auf der Rückbank erblickte und sofort anfing, uns auszufragen. Später stiegen zwei Männer zu, die nicht ganz so redselig waren, dennoch war es eine nette Fahrt und als wir ausstiegen, mussten wir tatsächlich nicht weit laufen, um eine Straße mit mehreren Hostels zu finden. Das Guesthouse, das wir uns schließlich aussuchten, war sehr urig. Es lag in einer kleinen Seitenstraße umgeben von kleinen Restaurants und wurde von einer Frau und einem jungen Mädchen geführt. Beider waren unglaublich nett und zuvorkommend, und während ich mich als erstes im Zimmer frisch machte, unterhielt sich das Bruderherz gleich längere Zeit mit der alten Dame. Der Flur der oberen Stockwerke war an beiden Ende offen, rechts und links davon gingen die Zimmer ab. War der Flur sehr offen geschnitten, so hatte unser Zimmer dafür nicht einmal ein Fenster, aber zum Schlafen sollte es wohl reichen. 😉 Leider mussten wir einmal umziehen, eigentlich hatten wir ein sehr schönes Zimmer zur Straße hin bekommen, aber gerade als wir endlich fertig waren, einen Motorroller für den nächsten Tag gemietet hatten und abmarschbereit waren, kam die ältere Frau auf mich zu und meinte, dass wir die Zimmer wechseln müssten. Sie hätte eine Buchung eines Gastes übersehen, der jedes Jahr genau zur selben Zeit genau dasselbe Zimmer bucht. Also bekamen wir das fensterlose Zimmer mit einem etwas renovierungsbedürftigen Bad – dafür aber mit Stuck an der Decke! IMG_8855

Endlich waren wir abmarschbereit. Auch Chiang Mais Altstadt ist von einem Viereck aus Stadtmauern und Wassergräben umgeben, liegt aber sehr malerisch. Die Hauptsehenswürdigkeiten waren das Heldendenkmal, der Wat Phra Singh – und das Frauengefängnis. Nun, das Gefängnis sahen wir uns nur von außen an und konnten wenig interessantes daran feststellen, bis auf dass es sich wohl tatsächlich um eine Zucht- und Besserungsanstalt handelte. Ansonsten spazierten wir durch die Straßen von Chiang Mai, kauften für mich einen Gürtel, weil mir die Hosen rutschten und aßen eine Kleinigkeit zu Mittag. Das war in einem kleinen Restaurant, das in einem unscheinbaren Hinterhof untergebracht war. Wir hatten einige Schwierigkeiten zu bestellen, da die Kellner sehr schlecht englisch sprachen, daraufhin wurden aber einige Gäste um uns herum auf uns aufmerksam und halfen beim Bestellen. Wir unterhielten uns daraufhin beim Essen angeregt mit einem thailändischen Studentenpärchen, beide angehende Zahnärzte. Als die beiden wieder zurück in die Uni gegangen waren, sprach uns ein älterer Herr am Nebentisch an, der sehr gut Englisch sprach und scheinbar lange Zeit als Touri-Führer gearbeitet hatte. Ich war begeistert, lauter nette Menschen hier! Die waren deutlich offener als im Süden.

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Nach dem Essen fanden wir einen Stand mit allerhand kuriosen kalten Getränken und probierten tatsächlich einen Bubble-Tea. Meiner war mit Sago und tatsächlich nicht schlecht, hier werde ich aber trotzdem auch in Zukunft keinen BubbleTea trinken. Einmal reicht. 😉

Nachmittags besichtigten wir noch den Haupttempel von Chiang Mai, den Wat Phra Singh, der nicht großartig anders als die anderen Tempel war, aber doch von sehr schönen Gärten umgeben war. In den Gärten wurde man sogar beim Umhergehen noch von allerlei weisen Sprüchen, z.B. „Was Du säst, wirst Du ernten.“ aufgeklärt. Auf dem Weg zurück zum Hostel sahen wir einen Stand, der Eiskaffee verkaufte und weil ich mich schon den ganzen Tag nach Kaffee gesehnt hatte, spendierte mir das Bruderherz einen. Das war der komischste Eiskaffee meines Lebens. Wie oft üblich, war dieser Laden ein Familienbetrieb, ein winziger Laden, in dem Vater, Mutter und Tochter standen und somit drei Leute mit der Zubereitung meines Eiskaffees beschäftigt war – wir waren die einzigen Kunden. Das haben wir in Thailand öfters beobachtet, sehr spannend. 🙂 Die Tochter fragte mich, ob ich Milch und Zucker in den Kaffee haben wollte, was ich beides bejahte. Daraufhin zog der Vater die Tiefkühltruhe auf und ich rief dazwischen, dass ich bitte kein Eis wolle. Der Mann machte die Truhe wieder zu, aber die Tochter sagte, dass der Kaffee sonst zu süß sei, sie hätte ihn jetzt schon so angerührt, dass er mit Eis serviert werden würde. Also stimmte ich seufzend zu, in Thailand wird ja sogar das Bier mit Eis serviert. Dann traute ich meinen Augen nicht. Der Mann zog einen Beutel voller Eis aus der Truhe, knotete ihn auf, die Frau schüttete einen halben Becher Kaffee darüber, der Beutel wurde wieder zugeknotet und in einen Papierbeutel gesteckt. Dann wurde ein großer Strohhalm in den Beutel gestochen und mir das ganze ausgehängt. Crushed ice mit Kaffee, oder so ähnlich. Ich war sehr perplex, aber es war doch recht lecker! IMG_8392IMG_8422

Danach wollten wir ins Hostel zurück und uns kurz frischmachen, um etwas essen zu gehen. Am Himmel wurde es schon recht düster und gerade als wir im Hostel angekommen waren und ich unter der Dusche stand, brach ein Regenguß los, den ich bisher noch nicht erlebt habe. Das ist also Monsun. Es regnete wie aus Kübeln und war so laut. Wir sassen auf dem Balkon unseres offenen Flurs und sahen dem Getose draussen zu, während die Thai noch relativ ungerührt mit ihren Motorrädern draussen herumfuhren. Aber gottseidank, der Regen hörte tatsächlich irgendwann auf, allerdings war jetzt die Straße knöcheltief überflutet. Irgendwann hatte ich richtig Hunger und überzeugte das Bruderherz, mit Regenmantel und Schirm und FlipFlops an den Füßen loszuziehen, zumindest bis zum benachbarten Restaurant. Die Thai taten das schließlich auch. Also wagten wir uns aus dem Hostel und siehe da! Die Überflutung war nur in unserer Straße, zwei Straßen weiter war alles trocken. Erleichtert machten wir uns auf, etwas zu Essen zu suchen, die Küchen in unserer Straße hatten nämlich bereits zu gemacht. Aber gottseidank wohnten wir in einem Backpacker-Viertel, also gab es nicht weit entfernt allerlei nette Bars, von der „Bierstube“ bis zum burmesischen Restaurant. Nach längerem Suchen und weil wir keine Lust auf die laute Cocktailbar hatten, landeten wir schließlich in einem hübschen Restaurant, aber danach war das Bruderherz noch nicht satt und wir zogen ein paar Läden weiter und landeten schließlich in einem kleinen Lokal, welches nur vier Gerichte anbot und aßen eines der beste Pad Thai der ganzen Reise! Allerdings gab es dort kein Bier, aber die Besitzer versicherten uns, wir könnten uns gerne aus dem nächsten Laden Bier holen und das hier trinken, sie aber würden aus Überzeugung keinen Alkohol verkaufen. Man stelle sich so etwas mal hier in Deutschland vor, hahah. Weil wir morgen früh raus mussten, ließen wir es aber dann dabei bewenden, holten uns unser Bier aus dem SevenEleven und machten es uns noch eine Weile auf unserem Balkon gemütlich. Hier lernten wir dann auch den Besucher kennen, der „unser“ Zimmer bezogen hatte, einen sehr alten Australier, der uns zunächst die Odyssee seiner Reise nach Chiang Mai und darauf noch die Odyssee seiner kompletten Krankengeschichte erzählte – ungefragt versteht sich – aber es war dennoch noch ein ganz gemütlicher Abend. Als wir ins Bett gingen, hatte ich leise Bedenken, wie ich auf dieser Matratze schlafen sollte – die war so hart, dass man sich eher den Finger brechen würde beim Versuch, ihn in die Matratze hineinzubohren, als dass die Matratze nachgeben würde – aber dennoch schlief ich ganz hervorragend und wunderbar und wachte am Morgen seit langer Zeit mal wieder ohne Verspannungen im Nacken auf. Lustig war ebenfalls die Bettwäsche. Das Laken hatte dasselbe Muster wie der Kissenbezug und als Bettdecke diente eine einfache Wolldecke. Aber wie gesagt, das tat der Freude keinen Abbruch, nur ein bisschen vermisste ich das sanfte – oder auch mal ruppigere – Schaukeln des Nachtzuges.

Am nächsten Morgen mussten wir früh raus, denn um 8.00 Uhr sollte unser Motorrad kommen. Klar, dass es dann 8.30 Uhr wurde, der Verkehr mal wieder. Dann aber fuhren wir schnell los und brauchten ersteinmal eine Weile, bis wir mit Karte und iPhone den Weg aus Chiang Mai heraus gefunden hatten, danach aber war es umso toller, der Stadt zu entfliehen. Wir kamen in immer ländlichere und auch bergigere Gebiete, sahen Dörfer, Palmen, tolle Ausblicke auf phantastische Landschaften und auch ein paar Bauern bei der Landarbeit. Ich brauchte ein wenig, um mich an das Sitzen auf dem Roller zu gewöhnen, aber nach einer Weile machte es tierisch Spaß und ich brauchte mich nicht mehr krampfhaft am Sitz festzuhalten. Unser erstes Ziel war Samoeng, ungefähr eine Stunde von Chiang Mai entfernt. Dort war ein kleiner Markt, auf dem wir dann auch frühstückten. Nun ja, auf dem Dorf gibt es natürlich nur thailändisches Frühstück, also aßen wir Pad Thai, gebratenen Reis und einen Papaya-Salat. Ganz ehrlich, ich kann das nicht, nicht morgens zum Frühstück…

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Bald fuhren wir weiter und während die Landschaft immer schöner und faszinierender wurde, wir durch entlegene Dörfer und kurvige Bergstraßen fuhren – wurde mir immer schlechter. Ich hatte zwar ein homöopathisches Mittel gegen Reiseübelkeit genommen, allerdings versagte das auf diesem Motorrad gerade komplett. Irgendwann bat ich das Bruderherz an einem einsamen Straßenstand anzuhalten und verzog mich in die Büsche. Glücklicherweise stellte sich aber dann heraus, dass wir auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel gen Norden, den Höhlen von Chang Dao, sowieso bald auf eine ausgebaute Straße wechseln mussten. Gut, ein Stückchen Bergstraße würde ich noch durchhalten. Tatsächlich ging es mir auf der ausgebauten Straße wieder gut und wir düsten fröhlich Richtung Norden, dennoch zog sich die Fahrt ewig hin und es war weit nach Mittag, als wir bei den Höhlen ankamen. Das Dorf, in dem die Höhlen lagen, war wunderschön und malerisch, aber weil es schon so spät war, wollten wir erst die Höhlen besichtigen. Die waren sehr toll, mit lauter Buddha-Altären drinnen und mein Bruderherz war extremst begeistert und fotografierte sich die Finger wund. Anscheinend gefiel es ihm so gut, dass er sich noch einen Führer in einer der nicht ausgebauten Höhlen nahm, so richtig mit Gaslaterne. Mir war das zu abenteuerlich und so ging ich hinaus und fotografierte mit letztem Handyakku die Dorfstraße. Als das Bruderherz wieder herauskam aus seiner dunklen Höhle 🙂 , waren wir zwar beide hungrig, aber der Weg nach Chiang Mai war lang und so beschlossen wir, zuerst zurück zu fahren. Das hatte sich als richtig herausgestellt, denn als wir gegen 17 Uhr in Chiang Mai ankamen, war es bereits wieder sehr dunkel.

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Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch DEN Tempel in Chiang Mai, den Wat Phra That Doi Suthep, der außerhalb der Stadt auf einem Berg gelegen war, besuchen, aber ich dachte an den vergangenen Abend und hatte echte Bedenken, ob wir wieder heil vom Berg herunterkommen würden. Ganz zu schweigen davon, ob der Tempel überhaupt noch geöffnet war. Wäre es nicht besser morgen früh (na gut, dann hätten wir den Roller nicht mehr). Wieder überredete mich das Bruderherz und wieder hatte er absolut recht! Wir waren recht schnell bei dem Tempel und fuhren eine ca. 9 km lange Bergstraße hinauf mit kurzem Halt auf einem Aussichtsplatz und einem atemberaubenden Blick über die Stadt. Hier entstand auch das einzige Foto dieser Reise, auf dem wir zu zweit zu sehen sind, eigentlich schade. Aber ich mag das Photo wirklich sehr. Außer uns gab es keine Menschen mehr, die den Berg hinaufwollten und ich hatte echt Schiss, dass wir den langen Weg umsonst gemacht hatten, aber siehe da, als wir die dreihundertundnochirgendwas Stufen bis hoch zum Tempel erklommen hatten, wurden wir belohnt. Zum einen erstrahlte der Tempel in einem wundervollen Abendlicht, zum anderen kamen wir genau rechtzeitig zur Abendmessen, von der ein Teil im Freien auch für die Touristen abgehalten wurde und das war ganz ganz ganz bezaubernd. Es herrschte so eine friedliche und schöne Stimmung und ich war so dankbar für diesen tollen Tag, für diese Einblicke in die thailändische Kultur und für das Bruderherz, dass ich am liebsten trotz der rasch eintretenden Dämmerung ewig dort geblieben wäre. Auf dem Weg herunter in die Stadt hielten wir nochmal auf der Aussichtsplattform und hatten wieder einen atemberaubenden Blick, diesmal auf das hell erleuchtete Chiang Mai.

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Wieder zurück in der Stadt brachten wir den Roller zurück zum Hostel und gingen dann etwas essen und trinken. Nach einem kleinen Streit, da wir beide relativ unentschlossen waren, wo wir essen wollten, landeten wir doch wieder bei dem kleinen Laden, in dem wir schon am Tag zuvor das leckere Pad Thai gegessen hatten und tranken dann noch ein Absacker-Bier in einer Bar.

Am nächsten Morgen mussten wir zwar wieder früh aufstehen, um den Roller zurückzugeben, aber wir konnten uns mehr Zeit lassen und gingen erstmal in der Nachbarschaft frühstücken – wieder Continental Breakfast mit Toast und Obstsalat! 😉  Für den Tag hatten wir eine „Tempeltour“ geplant, also die Besichtigung einiger weitere Tempel in Chiang Mai.

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Wat Chiang Man – mit dem sog. „Kristall-Buddha“ aus Bergkristall, aus dem 7. Jahrhundert, von König Mangrai bei der Eroberung von Haripunchai erbeutet.IMG_8954

Als wir eigentlich schon müde und der vielen Tempel überdrüssig waren, fanden wir doch noch dieses bezaubernde Kleinod: IMG_9075IMG_9106IMG_9111

Einmal fanden wir beim Laufen durch die Stadt einen ganz kleinen Tempel, unbekannt, unscheinbar, quasi ein Nachbarschaftstreff.

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Den Abschluss unserer Tour bildete wieder eine Ruine: Wat Chedi Luang – mit Ruine einer riesigen Chedi, die 1545 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Im nördlichen Teil kleiner Viharn, der zu Ehren des Meditationsmeisters Ajahn Mun Bhuridatta erbaut wurde, der hier lebte und lehrte. Auch sehr beeindruckend und schön! IMG_9123IMG_9129IMG_9142IMG_9190

Am Schluss landeten wir in einer Buchhandlung und aßen dann vor der langen Fahrt mit dem Nachtzug nochmal in einer der Küchen in unserer Nachbarschaft, bevor wir unser Gepäck im Hostel abholten und uns auf den Weg zum Bahnhof machten. Auf dem Weg zum Taxi wurden wir von einer Gruppe junger Thailänder angesprochen, die sich als Design-Studenten entpuppten und ein Backpacker-Journal über Chiang Mai machen wollten. Also stellten wir uns kurzerhand für ein Photo zur Verfügung und baten die Gruppe, uns dieses Photo zu schicken. Leider haben wir es nie bekommen.

Am Bahnhof wollten wir, wie es uns am ersten Tag in Chiang Mai gesagt worden war, nachfragen, ob eine Reservierung im Schlafwagen kurzfristig storniert worden war. Wir hatten nämlich nur noch Tickets für den Liegewagen ergattern können, Wochenende…. Und ha, was hatten wir für ein Glück. Es stellte sich heraus, dass zwei Plätze in einem Zug eine halbe Stunde früher frei waren. Wie gut, dass wir so früh am Bahnhof gewesen waren, dennoch ermahnte uns die Ticketverkäuferin zur Eile, als wir die Tickets tauschten. Nun hatten wir nur noch kurz Zeit, etwas Verpflegung für die Zugfahrt zu besorgen und im SevenEleven war eine riesige Schlange vor der Kasse. Aber Thailand wäre wohl nicht Thailand, wenn nicht zwei Häuser weiter ein weiterer SevenEleven gewesen wäre, in dem wir bequem unsere Einkäufe tätigen konnten. Dann liefen wir zum Bahnsteig und ich sagte noch zum Bruderherz, wie lustig es wäre, wenn wir wohl den lustigen Schaffner von der Hinfahrt wieder treffen würden. Das kann gar nicht sein, meinte das Bruderherz, lief weiter und –

Da stand er am Waggon und freute sich sichtlich, uns zu sehen. Er fragte uns, in welchem Waggon wir seien und es stellte sich heraus, dass es tatsächlich wieder derselbe war. Sehr belustigt stiegen wir ein und gleich kam auch die Frau aus dem Restaurantwaggon und freute sich ebenso, uns wiederzusehen. „I saw you two days ago!“ Und während es draußen einmal wieder anfing zu regnen, fuhren wir los und schaukelten wieder gemütlich gen Süden. In dieser Nacht schlief ich ebenfalls sehr gut, das Geschaukel erschreckte mich weniger als bei der ersten Fahrt, wo ich noch ständig Angst hatte, dass der Zug entgleisen würde, so schnell ging es die Berge hinauf und wieder hinunter.

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