Challenge, Baby!

Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Eigentlich mag ich keine Wettkämpfe, mochte ich noch nie. Ich hab auch noch nie einen gewonnen. Jetzt könnten Sie natürlich lachen und sagen: Klar Frau Ansku, wenn Sie noch nie gewonnen haben, ist’s ja logisch, dass Sie keine Wettkämpfe mögen. Nun stellen Sie Sich nicht so an. Schließlich geht es bei einem Wettkampf auch nicht ums Gewinnen! Nun, ich mag auch den Gedanken nicht. Irgendwie liegt mir das nicht, dieses sich mit anderen messen müssen. Passiert schon im Alltag, in der Uni, in der Arbeit, in der Freizeit viel zu häufig, dass Menschen meinen, auftrumpfen und andere übertrumpfen zu müssen, dass mir das alltägliche Leben eigentlich Wettkampf genug ist. Wer hat den besseren Job? Die bessere Beziehung? Die cooleren Klamotten? Die besseren Noten? Eigentlich reicht mir das, da brauche ich nicht noch in der Freizeit ständig Wettbewerbe.

Andererseits… Nun, andererseits schaffe ich es tatsächlich seit einigen Monaten regelmäßig und mehrmals die Woche Joggen zu gehen. Ich tue das gerne, es macht mir Spaß und es tut mir gut. Ich würde eigentlich auch gerne eine Mannschaftssportart machen, habe aber noch nicht das geeignete gefunden, und somit bin ich momentan ganz zufrieden damit, wenn ich alleine und vor allem unbeobachtet meine Runden drehen kann. Ich freue mich auch sehr, dass ich meinen Sport draussen ausüben kann und laufe z.B. momentan sehr gerne an der Isar entlang. Das ist besonders abends so so schön! (Das mit dem unbeobachtet ist übrigens tatsächlich ein Vorteil, denn ich werde immer ziemlich schnell knallrot wie eine Tomate, obwohl ich nicht über meine Grenzen laufe, sondern eher auf Ausdauer. 😉 ) Und irgendwann kam da plötzlich aus dem Nichts dieser Gedanke an einen 10-Km-Lauf oder einen Halbmarathon, vielleicht im Herbst mal? Vielleicht könnte ich ja, vielleicht schauen wir mal? Ich muss zugeben, der Gedanke hat mich gereizt. Einfach nur, um irgendein Ziel beim Trainieren zu haben, einfach mal, um zu schauen, ob ich tatsächlich mithalten könnte.

An Herausforderung mangelt es mir eigentlich nicht, ich laufe inzwischen mit Lauf-App, auf der man ganz wunderbar mitverfolgen kann, wieiviel man bisher geschafft hat. Ich stelle mir mit dieser App meistens selber kleine Aufgaben, 1 km länger laufen, etwas schneller laufen, Steigungen laufen usw. Aber irgendwie hat sich dieses Ding mit dem 10-km-Lauf in meinem Kopf ein wenig festgesetzt, irgendwie wäre es auch ganz schön, mal ein Ziel zu haben, auf das man sich in den kommenden Monaten vorbereitet statt immer nur für sich selber zu laufen. Wie gesagt, nicht dass ich das so schlecht fände, aber vielleicht gäbe so ein Ziel vor Augen ja doch einen kleinen Motivations- und Energiekick beim Trainieren…?

Und bei all diesem Hin- und Herüberlegen denke ich dann doch immer wieder, dass ich für den „olympischen“ Gedanken nicht geschaffen bin, dass ich keine Wettkämpfe mag und mich nicht zwanghaft mit anderen messen muss. Ich bin ziemlich hin- und hergerissen…

Wie ist das bei Ihnen? Mögen Sie Wettkämpfe? Haben Sie schonmal an einem teilgenommen? Gab es ihnen Motivation, ein Ziel vor Augen zu haben?

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