Tagebuchbloggen 5. Juni

Frau Brüllen hat den 5. eines jeden Monats zum Tagebuchblogging-Tag ausgerufen. Mir hat es schon damals während der Projektwoche großen Spass gemacht, also möchte ich auch heute wieder von dem täglichen Chaos im Hause Ansku und den dazugehörigen Belanglosigkeiten berichten. 😉

Mein 5. Juni fängt arbeitsreich an,

um Mitternacht sitze ich noch am Schreibtisch und tippe für den Uni-Job eine Statistik ab, welche ich der Dozentin heute – also eigentlich gestern – versprochen habe. Nun ja, gestern ist ja nun gestern… Um 0.30 Uhr schicke ich die Mail endlich ab und staune nicht schlecht als nur wenige Minuten später bereits eine Antwort in Form eines Dankeschöns von meiner Dozentin eintrifft. Noch so eine Nachteule. Ich schalte den PC aus, bin aber irgendwie jetzt hellwach und so dauert es noch bis nach 1.30 Uhr eine ganze Weile, bis ich tatsächlich im Bett liege. Unvernunft ist mein zweiter Vorname….

Wie nicht anders zu erwarten, wird dann der nächste Morgen auch eher eine Quälerei. Um 8.30 Uhr schaffe ich es endlich aus dem Bett, zum Glück muss ich heute nicht ganz so früh raus, da wir mit einem Kurs in eine Ausstellung gehen. Und HEY! Es scheint seit Ewigkeiten mal wieder die Sonne! Also irgendwie auf und los.

Schon im Bus sitzend denke ich, dass ich es vielleicht doch irgendwie noch rechtzeitig zum vereinbarten Treffpunkt an der neuen Pinakothek schaffen könnte, diese Illusion relativiert sich aber dann ziemlich schnell, weil ich feststelle, dass ich als echtes Münchner Kindl noch nie in einer der Pinakotheken war und erstmal 10 Minuten den Eingang suche. Ja, ich schäme mich sehr… Als ich schließlich nach langem Herumirren eine Gruppe Studenten entdecke und diese beim Näherkommen als meine Komilitonen identifiziere, staune ich nicht schlecht. Sechs Leute von einem Kurs von 20 Studenten und auch keine Dozentin ist zu sehen. Und das obwohl ich eigentlich schon zu spät bin. Als sitzen wir noch etwas in der schönen Sonne und warten, auch nicht schlecht. Schließlich kommt eine Frau auf uns zu, die sich als unsere Führerin vorstellt und die Dozentin entschuldigt. Wir gehen also in die Pinakothek, wo alleine schon das Gebäude beeindruckt. Aber auch der Vortrag unserer Führerin ist beeindruckend und – vor allem – kurz und auf den Punkt gebracht. Sehr angenehm! Da es in unseren Kurs um das Thema Macht geht, hat sie sich einige Bilder rausgepickt und erklärt uns anhand dieser, wie Machtdimensionen in der Kunst dargestellt werden. Sehr interessant, vor allem wenn man bedenkt, dass Bilder von Herrschern ja bis heute mit ganz bestimmten Methoden inszeniert werden, um Macht auszudrücken. Und ehe wir uns versehen, stehen wir nach einem sehr kurzweiligen Vortrag auch schon wieder vor dem Museum.

Leider schließen sich zum anschließenden geplanten Besuch eines Cafés dann nur noch vier Leute aus unserer Gruppe an, was dann auch dazu führt, dass die Chefin des Cafés etwas zickig reagiert, da für 15 Personen reserviert war. Eigentlich wirklich sehr schade, dass nicht mehr Studenten so eine Gelegenheit als willkommene Abwechslung zum Unterricht nutzen. Ich gehe privat zugegebenermaßen sehr selten ins Museum, nutze aber dafür solche Gelegenheiten umso lieber, um meine jämmerlichen Kenntnisse in Kunst und Kultur etwas aufzumöbeln.
Der Cafébesuch in der kleinen Gruppe ist sehr nett und da ich morgens nach der kurzen Nacht keine Zeit mehr zum Frühstücken hatte, gibt es für mich auch endlich etwas in den Magen. Es ist kurz nach 12 Uhr.

Ich weise meine Kommilitonen darauf hin, dass gegenüber unseres Cafés die beste Eisdiele Münchens ist und ernte erbitterten Protest. Ein Kommilitone erklärt mir, dass die Weltbeste Eisdiele natürlich in SEINEM Kiez liegt und um mich davon zu überzeugen, lädt er mich ein, ihn demnächst einmal zu besuchen und die Eisdiele auszuprobieren. Tja, lieber Kommilitone, ich werde Dich beim Wort nehmen – auch wenn gegen das Baila Beni keine Eisdiele der Welt eine Chance hat… 😉

Nach ca. einer Stunde verabschieden wir uns und brechen auf. Ich genauer gesagt zu einer „hemmungslosen“ Shoppingtour durch Schwabing. Ich treffe heute eine Freundin, die letzte Woche Geburtstag hatte, morgen eine Freundin, die letzte Woche Geburtstag hatte und Freitag, ja Freitag bin ich auf einer – Sie können es sich denken….! – einer Geburtstagsparty eingeladen. Drei Geschenke in drei Tagen, das erfordert einfach eine hemmungslose Shoppingtour. Aber ich genieße es sehr, bei dem schönen Wetter durchs Uni-Viertel zu laufen, meinen alten Kiez und werde auch gleich von einer Verkäuferin meines Lieblings-Schnickeldi-Lädchens wiedererkannt. Wie nett!

Ich schaffe es dann tatsächlich auch noch, eine Ausrede zu finden, um mir doch noch ein Eis bei der erwähnten Lieblingseisdiele zu holen. Eigentlich wollte ich mal wieder etwas konsequenter „5-Tage-ohne“ befolgen und unter der Woche keinen Zucker essen, aber erstens ist zur Zeit eh so selten Eiswetter, zweitens bin ich eh so selten dort in der Nähe und drittens…? Drittens hat diese Freiheit mitten am Tag durch die Strassen zu schlendern eh in zwei Wochen ein Ende, nämlich wenn ich meinen neuen Job anfange! 😉 (Juchu!!!!) Also hole ich mir auf dem Heimweg noch eine Kugel Schoko und Nuss und setze mich in den Bus. Noch kurz für Geschenk 2 und 3 in die Buchhandlung meines Vertrauens, dann geht es nach Hause. Wo ich prompt ins Suppen-Mittagskoma falle, es ist doch immer dasselbe. Nachdem ich etwas aufgeräumt, ein bisschen geschlafen und auch noch ein wenig gebloggt habe, mache ich mich ans eigentlich vorgesehene Tageswerk. Es ist nach 16 Uhr…

Ich versuche etwas zu arbeiten, aber hahaha. Effizienz gehört momentan wirklich nicht zu meinen Stärken. Wird wohl mal wieder eine Nachtschicht werden. Und als logische Schlussfolgerung daraus ist es auch mal wieder zu spät, als ich mich zum Treffen mit der lieben Freundin-die-letzte-Woche-Geburtstag-hatte-1 aufmache. Ich bin mächtig vorfreudig, endlich draußen zu sitzen, zu quasseln, leckerste Cocktails zu schlürfen (einen Blaubeer-Mojito und einen „Goldstück“ mit Licor 43, Rum, Orange, Maracuja, Limette und KARAMELL!) und großartigste Veggie-Burger zu mampfen. Wir genießen den ersten lauen „Sommer“-Abend sehr und unterhalten uns prächtig. Schließlich wird es dann doch etwas kühl und ich mache mich um 22.00 Uhr auf den Weg nach Hause. Wo geduldig und immer noch die zuvor liegengebliebene Arbeit auf mich wartet. 😉

Das war der 5. des Monats Juni, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten ein richtig toller Tag!

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