Verschnipseltes

Irgendwie, grad weiß ich gar nicht, was ich schreiben sollte. So vieles möchte ich, oder dann wieder doch nicht. Einerseits möchte ich ungerne meine Leser mit Alltagsgeplänkel und Uni-Ärgernissen langweilen, andererseits finde ich, dass es gerade Alltagsgeplänkel – gut verpackt – ist, was Blogs so wunderbar und lesenswert macht. Ich probiers einfach mal.

* Das Semester hat wieder angefangen und es ist bis dato stääääärbenslangweilig. Von einigen glorreichen Ausnahmekursen abgesehen frage ich mich die meiste Zeit, was ich dort soll. Zuweilen muss ich mich auch zusammenreißen, um nicht vor Wut loszuweinen, weil ich so oft das Gefühl habe, für blöde gehalten zu werden. Was bringt es mir für meine praktische (!) Arbeit, zu wissen, wann Jugendliche von zu Hause auszuziehen oder wann Frauen heiraten bzw. ihr erstes Kind gebären. Ziemlich wenig, Lebensläufe sind so unglaublich vielfältig! Ich brauche Praxis, wie gestalte ich derartige Übergänge in Lebensläufen, was kann ich als Sozialarbeit tun, wenn es „misslingt“ usw.?

Der Effekt dieser Unterrichtsstunde jedoch war, dass ich feststellte, dass ich alle diese „Fristen“ bereits durchbrochen habe und die Komillitonin neben mir feststellte, dass sie ja in Zukunft wenn sie mit „sowas Assozialem“ wie mir reden würde, Geld nehmen müsse, weil das fast schon an Beratung und Therapie grenze… Danke auch, lieber Dozent!!! 😉

(Immerhin, diese Woche ist wegen Klausurtagung der Dozenten und Feiertag fast unifrei und das, was noch fehlt, nehme ich mir ganz trotzig einfach frei. Zeit sinnvoll-er nutzen.)

* Die Joggingsaison hat ebenfalls wieder angefangen und Gedanken über einen möglichen Fitnessstudiobesuch mal wieder vorerst weit nach hinten verdrängt. Draußen in der Natur ist einfach unschlagbar. Zu meinem Erstaunen konnte ich auch relativ schnell an frühere kleine Trainingserfolge anknüpfen. Letzte Woche einmal 10,6 km und einmal 10,4 km! Ich hab am Samstag beim Joggen mal den iPod auf shuffle gestellt und erstaunt festgestellt, dass da tatsächlich eine Menge guter fast vergessener Songs drauf sind. Und es passt so zu mir! ♥

Das einzige, was dann doch ein bisschen komisch war, war als ich – wohlgemerkt im Mai bei strahlendem Sonnenschein im Englischen Garten an der schönen blauen Isar – entlanghecheltelief und aus den Kopfhörern nach einem temporeichen Song plötzlich finnische Weihnachtsmusik erschallte. 😉

* Letzte Woche habe ich einmal albgeträumt. Das liebste Bruderherz und ich waren wieder Kinder und spielten im Urlaub in Italien am Strand, Ich spielte gedankenverloren im Sand, als plötzlich mein Vater auf mich zukam und fragte, wo das Bruderherz ist. Es war spurlos verschwunden. Wir suchten den ganzen Strand ab, aber er war nicht zu finden.

Wenn sich dann beim langsamen Aufwachen noch im Halbschlaf die Erkenntnis in den Traum mischt, dass das Bruderherz ja tatsächlich für ein halbes Jahr „weg“ in Indien ist und man daraufhin erstmal auseinandersortieren muss, was Traum und was Realität ist, dann ist man sehr schnell sehr wach, das kann ich Ihnen versichern… Ich möchte sowas bitte bis zum Herbst nicht noch einmal erleben!!

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