Projekt Patchwork – Kurz vor Schluss

Patchworkdecke, so far. Die Patchworkdecke ist fast fertig, es fehlt nur noch die Einfassung, aber endlich ist der größte Teil der Arbeit geschafft! Es hat nun doch einige Zeit gedauert, weil ich im Februar etwas unpässlich war und dann auf die weltbeste aller Mütter warten musste, deren Terminplan nicht unkompliziert ist, die mir aber trotzdem heldenmutig zugesagt hat, mir auch beim Zusammenlegen und Heften der Decke nochmal zu helfen.

Davor habe ich erst 10 Streifen mit Quadraten zusammengenäht…

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… dann sorgfältig die Nahtkanten auseinandergebügelt…

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… und dann 10 große Streifen aneinandergenäht. Nocheinmal Nahtkanten auseinanderbügeln, ächz.

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Fertig ist die Oberseite!

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Ostermontag war es soweit, die weltbeste aller Mütter und ich gingen heldenmutig ans Werk. Und heldenmutig war es tatsächlich, wir saßen mehr oder weniger vier Stunden auf dem Wohnzimmerfußboden und nähten und hefteten um die Wette. Schon das Zusammensetzen der Decke war nicht so einfach. Beim Öffnen der Verpackung entdeckten wir, dass das Füllvlies Wellen schlug und etwas verzogen war, die Stoffbreite bei der Rückseite reichte gerade so auf den letzten Zentimeter, aber mit etwas Hinbügeln (Vlies) und genauem Auszirkeln der genauen Lage lagen schließlich Vorderseite, Füllung und Rückseite korrekt übereinander …

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… und wollten in Folge daran mit Stecknadeln vorerst fixiert und dann genau geheftet werden, damit beim Nähen nichts mehr verrutscht (Für Nicht-Näher: Heften heisst, dass man von Hand mit groben Stichen die Stoffe zusammennäht, damit es beim Nähen in der Nähmaschine nicht mehr verrutschen kann.) Die weltbeste aller Mütter hat da einen gehörigen Erfahrungsvorsprung und nähte vier Nähte in der Zeit, in der ich eine nähte und das noch viel genauer. Dafür liessen sich auf meiner Seite hinterher nach dem Quillten die Heftfäden viel leichter wieder herausziehen, bei den Stichen meiner Mutter war das eine elende „Popelei“. Nach vier Stunden auf dem Fußboden in allen möglichen Verrenkungen taten uns alle Gelenke weh – die Fingerkuppen sowieso, die waren bereits taub.

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Daraufhin habe ich zwei halbe Nachmittage „gequiltet“, also die komplette Decke einmal den Nähten entlang mit der Nähmaschine im Steppstich durchgenäht. 70 Quadrate, 6 Längsnähte und 9 Quernähte. Quilten macht man immer von der Mitte aus, das bedeutete also für mich, dass ich jede Naht zweimal in die Nähmaschine reinfummeln musste. Abgesehen davon aber ging das Quilten einfacher als ich gedacht hatte und sogar die Bedenken einer Freundin, dass soooo eine große Decke doch niemals durch soooo eine kleine Nähmaschine passen würde, lösten sich mit ein paar kleinen Tricks und Kniffen in Luft bzw. in Wohlgefallen auf.

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Dennoch war es ein bisschen schwer, ganz ganz millimeter genau auf den Kanten entlang zu nähen. Ich hoffe einfach mal, dass niemand die Decke so genau betrachtet, dass er die zahlreichen Schlenker und Bögen sehen würde. 😉

Nach dem Quilten und dem (wie gesagt twas popeligen) Herausziehen der Heftfäden habe ich dei Decke – obwohl noch ohne Rand – mal am letzten Samstag ganz vorsichtig „angelegt“. Ich habe mich aufs Sofa gesetzt und mir die Decke über die Beine gelegt und schon einmal etwas probegestreichelt. Fühlt sich IRRE an! Ich bin jetzt schon so stolz und verliebt in die Decke – und träume zum Schrecken der weltbesten aller Mütter schon von der nächsten Decke! Leider hat sie mir bis mindestens 2015 die Zusammenarbeit aufgekündigt, also zumindest so lange bis ihre Fingerkuppen wieder Gefühl haben. 😉

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4 Kommentare zu „Projekt Patchwork – Kurz vor Schluss

  1. Wow! Die Decke ist wunderwunderschön geworden! Und ich bewundere jeden, der solche Decken fertig. Ich weiß von der Freundin, die Babydecken näht, wie viel Arbeit das ist. Mein Respekt! Sie rechnet so mit ca. 6 Wochen für eine „kleinere“ Decke…
    Was ist nun dein nächstes Projekt… wagst du dich an noch was größeres? 😉

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  2. Herzlichen Dank Frau Märchenkönigin! Ich hab mir schon vorgenommen, mal aufzuschreiben wie viel Zeit (und wie viel GELD) dadrin steckt, der Atikel kommt demnächst. Aber dennoch hätte ich es insgesamt schlimmer eingeschätzt. Klingt komisch, ist aber so. 😉
    Neues Projekt? Ööh ja, liebend gerne. Und ich hätte sogar schon eine Idee, die womöglich nicht ganz so aufwändig ist wie diese Decke, aber die liebe Zeit… Jetzt habe ich erstmal jede Menge Taschen zugeschnitten und muss die erstmal vernähen. 😉

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