Tagebuchbloggen VII

Auch Tag 7 der Tagebuchblogwoche folgt mit etwas Verzögerung. Über den Sonntag lässt sich eigentlich nicht sehr viel erzählen. Das heisst – erzählen ließe sich durchaus etwas, jedoch ist das meiste nicht verblogbar. Der Sonntag bestand hauptsächlich darin, dass ich einem lieben Kollegen und Freund bei einer Studienarbeit geholfen habe.

Ich schlage wieder morgens um 7.45 Uhr die Augen auf, denke aber, dass es bis zum vereinbarten Zeitpunkt 10.00 Uhr noch eine Menge Zeit ist und mache die Augen wieder zu. Um 8.35 Uhr schrecke ich erneut hoch und denke, dass es jetzt bis 10.00 Uhr irgendwie gar nicht mehr so viel Zeit ist, zumal ich gestern abend zu faul zum duschen war. Ich hüpfe unter die Dusche, stürze einen Kaffee hinunter und verlasse mal wieder zu spät – seufz – das Haus. Der liebe Freund schickt mir eine SMS, dass er pünktlich am vereinbarten Treffpunkt ist, ich schreibe zurück, dass ich natürlich nicht pünktlich dort sein werde. Aber hey, es ist Sonntag und die Sonne scheint weiterhin vom strahlend blauen Himmel. Deswegen lasse ich mir auch den 10minütigen Fußweg zur Ubahn nicht nehmen, statt wie sonst mit der Tram zu fahren. Soviel Zeit muss sein. Ich treffe den lieben Freund und Kollegen und natürlich müssen wir erstmal Erlebnisse austauschen. Der Freund hat Frühstück mitgebracht und irgendwo zwischen Tee und den neuesten Neuigkeiten finden wir doch einen Einstieg in die Arbeit. Ich helfe ihm, einen Bericht zu verfassen, muss ziemlich viel formulieren, zwischendurch gibt es aber auch angeregte Diskussionen und viel Lachen. 🙂 Irgendwann gehen wir raus, etwas essen, aber natürlich sind am Sonntag alle Laden, wo man sonst unter der Woche zu Mittag essen kann, zu. Schließlich landen wir beim Pizzamann.

Ich falle nach der Mittagspause ersteinmal ins Suppenkoma, dennoch geht wie auf wundersame Weise die Arbeit ab 16 und spätestens 17 Uhr sehr zügig voran. Irgendwann wird zu unserer beider Enttäuschung aber doch erkennbar, dass wir heute nicht mehr fertigwerden und einen neuen Termin vereinbaren müssen. Wir überlegen gegen 19 Uhr nach Hause zu gehen und morgen weiterzumachen, arbeiten aber doch noch bis 20.30 Uhr durch.

Ich bin ziemlich k.o. und mache mich auf den Weg nach Hause. Am Hauptbahnhof kann ich nicht wiederstehen, doch noch etwas vom Asiaten mitzunehmen, schaffe aber nur die halbe Portion. Gut so, dann bleibt für morgen ein Mittagessen. Nach einem Spaziergang von der Ubahn nach Hause komme ich schließlich gegen 22.00 Uhr zu Hause an. Fast 10 Stunden (mit Pausen) gearbeitet, was für ein Sonntag. Aber das macht nichts, denn nächste Woche habe ich noch größtenteils frei. Das Sommersemester fängt erst gegen Ende der Woche ganz zaghaft an. 😉 Ich falle sofort ins Bett und darf endlich den Carlos Ruiz Zafón zu Ende lesen, der mich jedoch am Ende mit einigen offenen Fragen zurücklässt.

Mir hat die Tagebuchblogwoche großen Spaß gemacht. Zum einen hat es bewusst gemacht, was man alles so tagtäglich „mal eben nebenbei“ erledigt. Sogar in den „Ferien“. Es war eine spannende Woche mit kleinen Einblicken in den Alltag von vielen interessanten Menschen. Ich persönlich empfand es als eine Herausforderung, alltägliche Dinge so zu beschreiben, dass sie für andere nicht langweilig werden, aber das ist eben auch genau das, was mich oft auch am Schreiben so reizt und am Bloggen letztendlich doch immer wieder fasziniert: Scheinbar banales alltägliches neu, hübsch, bunt und interessant zu verpacken.

Zum anderen hat es mich aber auch nochmal dazu gebracht, genauer zu überlegen, was ich hier verbloggen möchte und was nicht. Die einzelnen Tagebucheinträge haben durchaus ihre Lücken, aber das ist ja auch legitim und gut so. Auch das war eine gute Erfahrung.

Ich hoffe, Euch hat es auch soviel Spaß gemacht wie mir!

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