Tagebuchbloggen

Frau Brüllen hat aufgerufen zum Tagebuchbloggen. Ich war zwar nicht angemeldet, aber irgendwie so ganz spontan reizt mich das jetzt doch. Nun, dies wird leider kein Einblick in fremde Arbeitswelten, wie Frau Brüllen es sich gewünscht hatte, dies wird ein Ferientagebuch, das Herzpraktikum mit den Herzkollegen in der Traumarbeitsstelle ist vorbei – dazu demnächst noch ein gesonderter Eintrag. Und ich, ich bin zuhause, muss mich und mein Leben wieder sortieren, einen neuen Job finden und irgendwie Motivation für das neue Semester finden, das in etwa anderthalb Wochen startet. Nun, Tagebuchbloggen:

7.30 Uhr: Ich bin wach, der Wecker klingelt erst in einer Stunde. Großes Fail. Ich gehe erstmal auf die Toilette.

8.00 Uhr: Wieder im Bett. Schlafen lohnt sich nicht mehr, also häkele ich. (Ähäm, also nicht dass Sie jetzt denken, ich hätte eine halbe Stunde auf dem Klo gesessen…!)

8.25 Uhr: Ich kann mich nicht konzentrieren, also stehe ich auf, mache einen Kaffee und mache mich an die erste Aufgabe dieses Froschkillertages: Für eine finnische Bekannte einen Blumemstrauss zu einer Trauerfeier nach Berchtesgarden zu bestellen. Was das Internet alles kann…

8.35 Uhr: Unerwartet sehr nettes Telefonat mit dem lokalen Blumenladen. Ich schreibe denen alle relevanten Daten in einer Email…

8.50 Uhr: Und beantworte gleich dabei endlich ein paar andere Mails. Die finnische Bekannte schickt eine SMS, dass sie glücklich ist, dass es geklappt hat.

9.00 Uhr: Ich versuche mal wieder vorsichtig einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ich demnächst wieder studieren werde und bastele mir einen Stundenplan für das Sommersemester, suche noch benötigte Informationen etc.

10.00 Uhr: Ich überlege, mal wieder ein Ehrenamt anzufangen und surfe deswegen auf ein paar Seiten. Was ich suche finde ich nicht, was möglicherweise daran liegen mag, dass ich nicht genau weiß, was ich suche.

10.25 Uhr: Huch, schon wieder zwei Stunden vorbei!

11.15 Uhr: Ich bin angezogen und habe gefrühstückt.

11.25 Uhr: Froschkillertag, unangenehmen Anruf in Sachen neuer Job erledigt. Ich mag so ungerne andere Leute um etwas bitten. Aber hey! Ich bin der größte Fröschetöter aller Zeiten! Und das noch an einem Montag!

11.50 Uhr: Ich verlasse das Haus zum ersten Mal, um Massen von Pfandflaschen wegzubringen.

12.01 Uhr: Auf dem Weg zum Supermarkt Migräne aus der Hölle. Ist das nun der Dank fürs Fröschetöten?

12.25 Uhr: Gehe niemals mit hungrigem Magen in einen Supermarkt. Diese alte Weisheit gilt immer noch. Ich wollte: Pfandflaschen wegbringen. Ich kam zurück mit: einer Pizza, Tiefkühlspinat, Brot, Brötchen, einer Nudelsauce, einer Asiasauce und einer Leberkässemmel.

12.50 Uhr: Wieder zuhause und dabei die bittere Erkenntnis, dass ich es nun doch nocht mehr vor dem Treffen mit meiner Freundin in die Stadt schaffe.

13.05 Uhr: Mama ruft an, um zu erfahren, wie der Froschkiller-Anruf verlaufen ist.

13.25 Uhr: Ich muss los zum Freundinnentreffen, aber ich liege platt wie eine Flunder auf dem Bett.

13.35 Uhr: Ich verlasse das Haus zum zweiten Mal. Spurt zur Trambahn mit anschliessender Lungenaushustung. Die Erkältung von vor zwei Wochen lässt mich immer noch nicht komplett los.

13.55 Uhr: Schnell noch zur Bank, eine Frage loswerden.

14.00 Uhr: Sehr nettes Treffen mit sehr lieber Freundin und deren Kind.

15.30 Uhr: Das Kind weiss die Tatsache nicht zu schätzen, dass wir extra ein Café mit Indoorspielplatz gewählt haben und wir beschliessen, noch etwas spazieren zu gehen.

16.00 Uhr: Spaziergang von Haidhausen zum Marienplatz mit Zwischenstopps auf diversen Spielplätzen längs des Weges und glänzenden Kinderaugen.

16.45 Uhr: Das Wetter ist bescheiden, aber es tut so gut, mal wieder tagsüber draussen zu sein. Sehr tiefgehende Gespräche.

17.30 Uhr: Ankunft auf dem Marienplatz. Ich verabschiede mich schnell in den AppleStore und stelle dort enttäuscht fest, dass mir die Mitarbeiter mit meinem Problem auch nicht weiterhelfen können. Es heisst, sie kennen sich nicht mit iTunes für Windows aus, bitte rufen Sie (für 35 €) den Support an. Danke auch, wenn ich ein Produkt verkaufe, sollte ich doch wohl irgendwie einen Support für ALLE Nutzer gewährleisten können.

19.00 Uhr: Frischluftjunkie macht noch einen kleinen Spaziergang nach Hause, die zwei Stunden nachmittags reichten wohl nicht. *hust*

19.30 Uhr: Zuhause.

20.00 Uhr: Abendessen. Danach ab ins Bett, häkeln und Musik hören. Schießlich habe ich Urlaub und häte ieigentlich den ganzen Tag lang faul herumliegen sollen…

22.00 Uhr: Noch etwas TV gucken, Tagesthemen und diverse Reportagen. Dabei wird selbstverständlich weitergehäkelt.

23.00 Uhr: Ich beschließe ins Bett zu gehen, schließlich muss ich morgen um 6.30 Uhr aufstehen.

23.23 Uhr: Ich muss morgen arbeiten und sollte jetzt wirklich im Bett liegen und schlafen. Stattdessen fange ich an mit Tagebuchbloggen.

23:53 Uhr: Ich klicke auf Veröffentlichen.

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