Projekt 2013

Ich habe längere Zeit nicht über mein Projekt Patchwork berichtet, Zeit wird’s also! Es hat sich doch einiges getan.

Nachdem ich im Dezember alle restlichen Stoffe bestellt hatte und mich extra noch an einem Adventssamstag durch die Innenstadt in den Quiltladen meines Vertrauens gequetscht hatte, um das Vlies zum füllen und ein paar letzte Tipps zu holen, dachte ich, dass ich in den Weihnachtsferien voll loslegen könnte. Nun, weit gefehlt. Erstens habe ich doch in den Ferien einiges andere gemacht, u. a. ein wenig gearbeitet ( nur gaaaanz wenig und mit vielen Ruhepausen dazwischen 😉 ), zweitens ist mir bei den Weihnachtseinkäufen witzigerweise doch noch ein Stöffchen untergekommen, dass letzten Endes doch noch unbedingt in die Decke mit hineinwollte. Unter meinen Weihnachtsgeschenken war auch ein Babygeschenk zur Geburt, die Babys ploppen ja momentan auch ständig nur so raus. Also war ich bei „Engel und Bengel“, dem Babyladen meines Vertrauens (SEHR zu empfehlen, wenn man ein schönes Geschenk sucht) und dort fiel mir beim Stöbern diese Decke auf, die vom Stil her perfekt zu meinen Plänen passte.

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Ich fand die Decke wunderbarst, besonders den schönen Rosenstoff, aber dachte bei mir, dass meine Decke ja nun schon genug Stöffchen enthielt und ging. Doch irgendwie ging mir diese Decke nicht aus dem Kopf, ebensowenig der Rosenstoff. Über die Weihnachtsvorbereitungen, über den Heiligen Abend und bis über die Feiertage. Der Stoff war einfach zu perfekt, er hatte ein schönes Rosenbouquet etwas größer als die anderen Stoffe, die ich bereits hatte, was die einfachen reihenförmig gemusterten Stoffe in meiner Vorstellung perfekt ergänzen würde. Er hatte statt grüne beige Blätter, die perfekt die bereits in den beiden dunklen Stoffen vorhandenen Farben wiederaufnehmen würden. Und er hatte mit den hellblauen Blumen nochmal einen winzigen Farbtupfer, ebenfalls eine willkommene Abrundung des gesamten Farbkonzeptes. Aber ach, wie sollte ich an diesen Stoff kommen, ich wusste weder Namen noch Hersteller, womöglich war es sogar eine Eigenproduktion des Babylädchens. Aber der Stoff ging mir nicht aus dem Kopf, also setzte ich mich eines Abends – das Babylädchen hatte natürlich zu, also konnte ich auch da nicht fragen – an den PC und fing doch einmal an, zu recherchieren. Ich wusste ja nichts über diesen Stoff, also sah ich mir zunächst sämtliche (!) bei Dawanda angebotenen Rosenstoffe an. Dann sah ich mir sämtliche (nun ja, fast. Gefühlt… ) Google-Ergebnisse für „Rosenstoff“ an. Dann sah ich, dass auf dem Stoff ein Name aufgedruckt war, „Mlle Lasalle“, ich googelte den Namen, ohne Ergebnis. Dann sah ich mir den Onlineshop von „Engel und Bengel“ annähernd komplett durch, um wenigstens so einen Hinweis auf den Hersteller zu finden. Dann überlegte ich, den einen bei der Suche entdeckten Dawanda-Shop, der nur und ausschliesslich Rosenstoffe verkauft, um Hilfe zu bitten, ob ihnen dieser Stoff bereits einmal aufgefallen war. Kurz davor, entnervt aufzugeben und einfach einen ähnlichen Stoff mit großen Rosenbouquets und dann eben meinetwegen grünen Blättern zu bestellen, kam mir plötzlich ein Geistesblitz. Durch die FrauSüd war ich vor längerer Zeit auf das Label Greengate aufmerksam geworden, eine dänische Firma, die Haushaltsdinge und allerlei schönes Schnickeldi in wunderschönem skandinavischen Stil herstellt. DA sind doch Rosen in einer Tour drauf! Schnell sah ich mir die Seite an und tatsächlich! Da war mein Muster! Ich freute mich sehr, war jedoch gleichzeitig etwas betrübt, denn auf der Seite gab es zwar in dem Muster wunderschöne Tischdecken, Kissen, Schürzen und alles, was frau sich wünschen kann, aber keine Stoffe als Meterware. Resigniert wollte ich den PC ausschalten, aber dann ermutigte mich meine Twittertimeline, dass es diese Stoffe doch als Meterware gibt und dass es auch Onlineshops gibt, die diese Meterware verkaufen. Ich gab noch einmal den Namen Greengate bei Dawanda ein und – Tschakka! – wurde endlich fündig!

Also dauerte es noch einmal ein paar Tage, bis auch dieser Stoff hier ankam, dennoch fingen die herzallerliebste Mutti und ich gleich nach Neujahr an, endlich die Stoffe zuzuschneiden, zumindest die, die schon da waren. Die herzallerliebste Mutti hatte sich netterweise bereit erklärt, mir beim Zuschneiden zu helfen, alleine hätte ich sonst wohl 2 Tage gebraucht.

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Nach 3,5 Stunden (!) hatten wir in gemeinsamer Arbeit 6 mal 12 Stoffquadrate zugeschnitten. Davor hatten wir noch etwas an der Größe gefeilt, denn ursprünglich wollte ich die Quadrate 25 cm mal 25 cm nähen, was eine Deckengrösse von 1,50 m mal 2,25 m ergeben hätte. Wir kamen aber doch zu dem Schluss, dass 24 cm mal 24 cm INKL. Nahtzugabe reichen müssten, die Quadrate auf der Decke sind dann 22 cm mal 22 cm groß, dafür passen so mehr Quadrate auf die Decke, es sollen 10 Reihen mal 7 Quadrate werden, was perfekt passt, da ich sieben Stoffe habe. 😉 Wir zeichneten jedes einzelne Quadrate mit einer Schablone auf die Stoffe auf (Mama) und schnitten es dann einzeln millimetergenau mit der Schere aus (ich). Das hört sich sehr aufwändig an, es gäbe ja schliesslich auch Rollschneider und aufwändig ist es auch (wie gesagt, 3,5 Stunden), aber ich glaube, dass mir diese millimetergenaue Arbeit später beim Nähen vieles erleichtern wird und bin sehr glücklich, dass wir es so gemacht haben. DANKE MAMA!!!

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Gestern kam dann endlich auch der ersehnte neue Stoff hier an. Ich war sehr nervös, ob er wirklich so gut passen würde, wie ich es mir ausgemalt hatte. Aber kein Grund zur Sorge: perfekt!!

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Also habe ich den gestrigen Nachmittag damit verbracht, auf dem Wohnzimmerfussboden – der einzige Raum, wo solch ein Projekt Platz hätte – das Muster auszulegen. Die herzallerliebste Mutter hatte vorgeschlagen in jeder Reihe die gleiche Reihenfolge um zwei Plätze versetzt zu legen, aber ich hatte im Kopf bereits ein Bild von einer kunterbunten Patchworkdecke und so versuchte ich es erstmal nach dem Sudoku-Prinzip: jeder Stoff taucht in jeder Reihe horizontal und vertikal nur einmal auf. Das geht natürlich nur für die ersten sieben Reihen auf, ab Reihe acht muss man wiederholen, aber siehe da: Es klappt! Ich finde es wunderschön und genauso hatte ich mit meine Decke in den letzten Monaten immer vorgestellt.

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Danach alles sorgfältig wieder einsammeln, immer der Reihenfolge nach…

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… zum Schluss habe ich 10 kleine Stoffpakete…

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… die jetzt darauf warten, sorgfältig und möglichst (milimeter-)genau zusammengenäht zu werden! Und genau dies werde ich nun an meinem letzten Ferientag tun.

Ich bin also leider nicht in den Ferien so weit gekommen, wie ich gehofft hatte, aber bisher hat sich all die Arbeit mehr als gelohnt: Dass ich doch noch (hartnäckig!) nach dem fehlenden Stoff gesucht habe. Die Arbeit beim Zuschneiden. Das richtige Muster. Auch, wenn ich ab morgen wieder arbeiten muss und das Nähen sich nun vermutlich wieder in (Kleinst-) Etappen über Wochen hinziehen wird, ich bin sehr sehr glücklich, vorfreudig und total UFFJERESCHT! 😉

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2 Kommentare zu „Projekt 2013“

  1. Oh wow, das sieht ja sehr vielversprechend aus deine Decke, bei mir steht auch bald mal wieder eine an. Und ja, da mit den Babies hast du echt Recht. Gabs die Irgendwo im Angebot?

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  2. Hallo und herzlich willkommen hier! Die Decke im Laden meinst Du? Nicht dass ich wüsste, vielleicht nimmst Du einfach mal Kontakt mit dem Laden auf? Der Link zum Onlineshop ist ja im Text.
    Du hast schon Patchworkdecken genäht, entnehme ich Deinem Kommentar?

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