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„Ich habe beschlossen, mir Luft zu verschaffen und mich nicht darum zu sorgen, ob Selbstgespräche und Papier wohl bedeuten, dass ich schizo bin. Vielleicht ist die Stimme, an die ich mich wende, Gott, vielleicht ist es auch meine Meisterin, die sich auf diese Weise äussert, oder aber mein höheres Selbst oder vielleicht auch nur ein Konstrukt m einer unterbewussten Einbildungskraft, dazu gedacht, mich vor meinen selbstquälerischen Anwandlungen zu schützen. Die heilige Theresa von Ávila nannte solche inneren Stimmen „Lokutionen“ – Worte aus der Übernatürlichkeit, die, in unsere Sprache übersetzt, spontan in unsere Gedanken eindringen und uns himmlischen Trost spenden. Natürlich weiß ich sehr wohl, was Freud zu solchen spirituellen Tröstungen gesagt hätte – dass sie irrational sind und „keinen Glauben verdienen. Die Erfahrung lehrt uns, dass die Welt keine Kinderstube ist.“ ich stimme ihm zu – die Welt ist keine Kinderstube. Aber gerade diese Tatsache, dass diese Welt so ungeheuer herausfordernd ist, ist auch der Grund, warum man manchmal außerhalb ihres Gültigkeitsbereiches nach Hilfe suchen und an eine höhere Instanz appellieren muss, um Trost zu finden.“

(aus Eat Pray Love, Elizabeth Gilbert)

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