Ferienende

Diese zwei freien Wochen waren der Burner, wirklich und ehrlich. Es fühlt sich an, als hätte ich das ganze 2011 darauf hingelebt. Zwei Wochen Ruhe, zwei Wochen ohne Termine, zwei Wochen ohne Verpflichtungen und ohne Aufgaben und ich bin wieder ein ein neuer Mensch. Zwar stimmt das nicht ganz, seit Montag bin ich wieder dabei zu lernen und die anstehenden Prüfungen vorzubereiten, aber mit so viel Zeit im Nacken und wenn man sich morgens nicht vor halb 10 aus dem Bett quält geht auch das sehr entspannt. Aber jetzt geht es rapide aufs Ferienende zu und das stimmt mich jetzt schon sehr sehr traurig. Ich hätte gerne noch eine Woche so viel Zeit, nur noch eine einzige, und dann vielleicht noch eine? Nur noch ein Feiertag, noch ein Wochenende und dann beginnt die Tretmühle wieder von vorne. Nun, alles hat ein Ende oder wie hieß dieser dämliche Spruch? Drei Tage, das sind aber immer noch drei Tage, sollte man meinen. Genug Zeit aber doch, nochmal hörrlisch gemutlich auszuschlafen, ein Buch zu lesen (WIEDER viel zu wenig gelesen diese Ferien, heul!) und vielleicht nochmal ganz in Ruhe einen Kaffee trinken zu gehen. Nicht so aber die Frau Ansku. Es sind zwar noch drei Tage Zeit, aber die Frau Ansku ist bereits in Gedanken in der kommenden Woche angekommen. Und bei meinem Geburtstag. Und bei der Prüfungswoche Ende Januar. Und. Und. Und… Dementsprechend ist es auch schon wieder fast vorbei mit der Ruhe, es wird bereits munter geplant, was alles noch unbedingt vor Montag erledigt werden muss, was noch bis nächste Woche warten kann, was ich noch für mich tun wollte. Und dabei ertappe ich mich immer wieder bei dem Gedanken „oh Gott, nur noch ein Freitag, oh Gott, nur noch ein Feiertag, oh Gott, am Sonntag ist ja noch ein Familienausflug geplant, woher treibe ich die Zeit dafür wieder rein?“

Vielleicht wäre das alles nicht so – und vor allem nicht so stressig – wenn ich diese wunderbare Fähigkeit besitzen würde, wirklich in DIESEM Moment zu leben, JETZT zu geniessen und mich zu freuen, dass ich NOCH drei Tage zur freien Verfügung habe. Oder besser gesagt, wenn mir diese Fähigkeit nicht irgendwann im Lauf der Jahre verloren gegangen werden. Dann, denke ich mir oft,würde ich mir so viel Stress einsparen und könnten – so zumindest die laienhafte Theorie – vielleicht sogar SOWOHL die Anspannung ALS AUCH die Entspannung geniessen. Gebührend, so wie es sich gehört. Denn eigentlich gehört doch beides zum Leben. Denn eigentlich wäre es doch todlangweilig, würde eines – egal was – davon fehlen.

Nun, momentan kann ich es nicht oder nur schwer. Ich wüsste gerne, wie man diese Fähigkeit wieder erlernen kann, aber noch habe ich keine patente Idee, wie. Vorerst versuche ich mich zu motivieren, dass im neuen Jahr deutlich Entschleunigung ersten nötig und zweitens auch tatsächlich angesagt ist und dass es sicherlich nicht mehr so arg wird wie vor Weihnachten. Dass einiges an Weihnachtsnäherei wegfällt, Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte ebenfalls ( 😦 ), vor und nach den Klausuren auch einige Vorlesungen und dann…

Sind ja eh schon wieder Semesterferien! 😉

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Ein Gedanke zu „Ferienende“

  1. Rakas Ansku,
    „Ich wüsste gerne, wie man diese Fähigkeit wieder erlernen kann, aber noch habe ich keine patente Idee, wie.“ Google doch mal „Achtsamkeit“ und „Jon Kabat-Zinn“.
    http://www.amazon.de/Achtsamkeit-Jon-Kabat-Zinn/dp/3451048191/ref=sr_1_9?s=books&ie=UTF8&qid=1325983131&sr=1-9
    Bei den Audiobooks würde ich aber eher zur englischen Version raten, da JKZ eine SEHR angenehme Stimme hat!
    Oder auch: http://www.mindful.org (auf englisch).
    T: Jonna (ja en olen Suomalainen!)

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