Fünf Tage ohne

In der vergangenen (Arbeits-)Woche hat die Frau Ansku möglichst weitgehend auf Zucker und Fruchtzucker verzichtet. Fünf Tage zuckerfrei, das muss doch gehen. Und tatsächlich, es ging. Dabei ging es mir nicht ums Abnehmen oder darum, irgendwelchen Schönheits- und Gesundheitsidealen herzuhecheln. Sagen wir mal so, mein Körper hat mir Signale gegeben, dass es mal angebracht wäre, die Zuckerzufuhr etwas zu reduzieren.

Solche Entschlüsse entstehen bei mir immer ziemlich spontan, in diesem Fall am vergangenen Sonntag abend. Ich mache keine Diäten, ich muss niemandem etwas beweisen, mir nicht und anderen nicht, ich strebe keine komplette Ernährungsumstellung oder „innere Reinigung“ an und ich mag mich auch nicht quälen und auf Dinge verzichten, auf die ich nicht verzichten möchte. Ich bin eher so der Typ „Das Leben ist zu kurz und zu schön um zu verzichten“, verstehen Sie? 🙂 Ich versuche, das mit der ausgewogenen Ernährung irgendwie hinzubekommen und ich achte mehr und mehr darauf, was ich kaufe und versuche gewisse Marken, die zuweilen in den Medien Furore machen, zu meiden, aber im Grossen und Ganzen esse ich das, was mir schmeckt. Daher konnte ich das Ganze auch jetzt ziemlich locker angehen, ich wollte einfach mal ausprobieren, wie sich das anfühlt. Also habe ich auf alles Süße, also Süßßigkeiten, Kuchen, Eis, Zucker im Kaffee, Säfte und Obst verzichtet, jedoch nicht peinlich genau darauf geachtet, in welchen Nahrungsmitteln überall Zucker drin ist. Ab und zu mal ein paar salzige Chips – die eben auch Spuren von Zucker enthalten – waren also erlaubt, call me Miss Inkonsequent. 😉

Die Nachmittage im Büro waren hart, Dienstag war die Not so gross, dass mich – obwohl gerade eine Stunde zuvor am Mittagstisch gesessen und reichlich gefuttert – , ein Fressflash ereilte und ich das übriggebliebene Brötchen vom Morgen und eine halbe Schachtel Tomaten quasi inhalierte. Irgendwann bin ich morgens von ungesüßtem Kaffee auf einen Tee mit etwas Honig am Morgen umgestiegen, das war sehr gut (allein schon wegen der Halsschmerzen, die ich seit ein paar Tagen morgens habe). Insgesamt hat es sich aber doch erstaunlich gut angefühlt.

Zugegeben, fünf Tage waren nicht lang. Aber wie gesagt, das war auch gar nicht das Ziel. Das Ziel war einfach nur, wie fühlt sich das an, ohne „süß“?

Nun, die fünf Tage sind vorbei und heute morgen gab es dann als erstes ein sündiges, süßes Frühstück beim Lieblingsbäcker:

Und wie das eben immer so ist, wenn man einmal anfängt auf etwas zu verzichten: Es hat gar nicht mal so besonders geschmeckt. Das Schokocroissant schmeckte künstlich, der Kaffee ungewohnt süß. Einzig der frischgepresste Orangensaft war der Hit, auf den habe ich zu Recht die ganze Woche hingehibbelt. Vielleicht also mache ich das irgendwann einmal wieder, ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass ich mal eine Zeitlang generell nur am Wochenende Süßes esse? Ich weiss es nicht, wir werden sehen.

Je nach Lust und Laune. 😉

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3 Kommentare zu „Fünf Tage ohne

  1. Ich habe während der Fastenzeit auf Süßigkeiten verzichtet, also Weingummi, Schokolade, Eis etc. Stattdessen habe ich mich mit mehr Obst und Trockenfrüchten ernährt. Es fällt mir leider leichter, komplett zu verzichten als maßvoll zu essen 😉
    Nach den sieben Wochen bin ich sehr schnell wieder im alten Trott gewesen (und die zwei Kilo waren auch genauso schnell wieder drauf…)

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  2. Ob Du Deinen Tee honigst oder Deinen Kaffee zuckerst- es kommt auf das selbe hinaus, denn oft ist dem Honig Zucker untergemischt. Man kann auch Kaffee honigen; mir schmeckt´s.

    Ich habe auch diese „zuckerlosen“ Phasen. Ich bilde mir ein, ich würde dadurch meinen Körper reinigen, weil mein Körper so sehr von dem ganzen Zuckerzeug vergiftet ist, dass es danach richtig süchtig wird. Die ersten zwei, drei Tage sind wirklich hart, aber danach geht es wunderbar. Ich halt das dann ein- zwei Wochen durch und tatsächlich, wenn ich wieder anfange Süßes zu essen, ess ich es gerne (besonders die Schokolade zum Nachtischscafé), aber es sind nicht mehr diese Tafeln von Schokolade auf einmal.
    Der Linie tut es auch gut.

    Ich verzichte dabei nicht ganz auf Zucker, ich süße noch, statt Pudding zum Dessert ess ich Joghurt mit leichtgezuckerten Tiefkühlfrüchten oder jetzt im Sommer Melone. Mir hat mal jemand erklärt, dass, wenn der Körper Lust auf Zucker hat, er eigentlich nach Früchten, als Vitaminen verlangt.

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  3. Ich musste am Wochenende an dich denken. So nach dem Motto „Hat sie es jetzt geschafft!?!“ Hast doch fast konsequent durchgehalten und ein schönes Fazit gefunden. Ich habe damals bei meinem Verzicht sehr genau euf die Zutatenlisten geschaut und da fiel fast alles weg außer Käse und Vollkornbrot. So in etwa 😉 Aber ich habe mir Saft und Äpfel erlaubt. Ich wäre sonst gestorben, glaube ich 😉 Aber als die ganzen Süßigkeiten dann wieder „erlaubt“ waren, war der Heißhunger darauf verschwunden. Es schmeckte auch nicht mehr alles. Inzwischen hat sich das alles wieder etwas „normalisiert“. Viele Grüße!
    (Bei mir ist heut „Tag der Anführungsstrichelchen“!)

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