Typisch deutsch?

Sie hat es noch um Klassen besser ausgedruckt, als ich es konnte. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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6 Kommentare zu „Typisch deutsch?“

  1. Sorry, aber wenn der Herr gleich die Eier in der Hose gehabt hätte und nicht alles mit „Abstrus“ abgestritten, sondern einmal deutlich „ja, sorry, ich werde Konsequenzen daraus tragen, aber ich wär gern weiter Verteidigungsminister“ gesagt hätte, dann wären auch nicht 2 Wochen ins Lande gegangen, in denen die Medien das pro und contra ausgeschlachtet haben. Klar, wir haben keine anderen Probleme und natürlich wird der einzige abgeschossen, der irgendwie das Potential zum politischen Superstar habe, aber wer so gerne und oft im Rampenlicht steht, der muss auch mit solchen Sachen klar kommen.
    Und was die Korrektoren betrifft: hrmpf, Idioten!
    Übrigens, typisch deutsch zu schreien und auf andere Länder zu verweisen, die es doch auch mit ihren „Despoten“ aushalten, ist ungefähr so toll, wie selber von der Brücke zu springen, wenn alle anderen es auch tun.
    Selbstherrlichkeit? Ablenkungsmanöver? Vielleicht. Aber wenn man so wie der Herr von und zu auf Zeit spielt, denn eventuell wächst ja Gras drüber, dann laufe ich gerne Gefahr, selbstherrlich genannt zu werden, wenn ich damit erreiche, dass er sich mal seiner Verantwortung stellt.
    (Du darfst meinen Beitrag übrigens gerne löschen, ich bin Dir da gar nicht böse drüber, aber das musste ich einmal gesagt haben. Ich möchte Dir auch gar nicht Deine Meinung nehmen, aber auf „typisch deutsch“ reagiere ich extrem empfindlich. Wobei ich damit vermutlich schon wieder typisch deutsch bin 😀 )

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  2. Hallo Johanna, nein Dein Eintrag wird nicht gelöscht. Denn das ist meine Meinung und von der wird man mich nicht so leicht abbringen. Ebenso gestehe ich aber auch genauso gerne Leuten zu, eine andere Meinung zu haben, die jeder natürlich gerne offen vertreten darf. Typisch deutsch verwende ich auch äußerst vorsichtig, hier liegt es daran, dass der verlinkte Artikel diese Überschrift trägt und in gewisser Hinsicht finde ich dass es in diesem Fall auch stimmt, dass die Deutschen manchmal – nicht immer – ein Volk von Besserwissern sind. Nicht alle, aber… Ach, du verstehst schon, oder? 😉
    Ich fand es auch wirklich nicht toll, dass er sich dem nicht gestellt hat, nach dem es nun schon einmal raus war, aber ich finde eben auch das Medientheater und in erster Linie die Ausmasse dessen völlig irrational. Und der Verweis auf andere Länder ist meiner Meinung nach insofern gerechtfertigt, als dass in diesen Ländern die Leute wirklich als POLITIKER versagen oder versagt haben und dabei sogar Menschenrecht verletzt haben. In der Diskussion um Guttenberg ging es jedoch zu keinem Zeitpunkt im seine Politik oder um ihn als Politiker, sondern nur um ihn, seine Person und seine Integrität. Diese Integrität muss natürlich jetzt zugegebenermaßen in Frage gestellt werden, aber das hat trotzdem und dennoch absolut nichts mit seiner Politik zu tun, sondern ausschliesslich mit seiner Person.

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  3. Was mich an den Verweisen auf die Politiker anderer Länder stört, ist die indirekte Aussage, die dahinter steht. Nämlich, dass andere doch auch ihre Politiker behalten, auch wenn diese richtig kriminell sind. Wenn man das auf alle Bereiche überträgt, dann ist kein Problem mehr richtig wichtig, weil es immer wichtigere Probleme gibt. Diesem „in Relation zu anderem“ stehe ich recht skeptisch gegenüber, vor allem weil es fast immer dazu benutzt wird, Sachen herunter zu spielen, mit denen man sich ja sonst kritisch auseinandersetzen könnte.
    Im übrigen finde ich auch, dass er als Person versagt hat. Meiner Meinung nach färbt das allerdings schon auf seine Politik ab.
    Stell Dir mal vor, jeder würde jetzt nach seinem Beispiel verfahren und seine Magisterarbeit pimpen, vielleicht noch den Lebenslauf, ganz schnell ist aus nem Urlaub ein Praktikum im Ausland gemacht, aus ner zweistündigen Betriebsführung wird ein freier Mitarbeiter, beim Zeugnis wird vielleicht noch ein bißchen geschummelt etc. und wenn dann mal jemand kommt und das auffliegen lässt, dann sagt man, dass das doch alles nicht so schlimm wäre, dann man hätte schließlich den Job auch ohne das Auslandspraktikum bekommen. ( Das Vertrauen ist in jedem Fall zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gebrochen und in Guttenbergs Fall sind die Arbeitgeber letztlich doch wir. )
    Wäre er damit nicht ein schlechtes Beispiel gewesen? Und hätte er dadurch nicht seine eigene Selbstdarstellung, mit der er erst so populär geworden ist ad absurdum geführt? Wenn jemand so sehr auf seine eigene Fehlerfreiheit und Integrität pocht, der muss auch die Konsequenzen aus seinem Handeln ziehen ( alle anderen übrigens auch… ).
    Noch eine Nebenbemerkung: ich mochte ihn nicht, fand ihn immer ein wenig zu glatt und steif. Seine Rücktrittserklärung allerdings, die finde ich richtig gut, wenn nicht manches davon recht ironisch klingen würde, dann wäre er mir jetzt richtig sympathisch.

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  4. Das ist genau die Diskussion, die schon zwei Artikel zuvor und in den Medien hunderttausende Male geführt wurde. Dazu hat jeder seine eigene Meinung und das ist auch okay so. Deshalb bitte nicht böse sein, wenn ich das jetzt hier nicht alles bis ins Detail ausbreiten möchte. Ich denke auch, ich muss nicht wie ein kleines Kind hier belehrt werden, was der Herr G. alles falsch gemacht hat, ich habe mich gründlich genug mit dem Thema auseinandergesetzt und ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung, dass die Relationen nicht stimmen und dass alle diese Argumente – so richtig und gerechtfertigt sie auch an sich sind – nichts mit seiner konkreten Politik zu tun haben. Was hat ein Auslandspraktikum mit der Bundeswehrreform zu tun? Nichtsdestotrotz, genauso gerne darfst Du natürlich auch bei Deiner Meinung bleiben.

    (Eins noch: Mich hat sehr erstaunt, dass die komplette Wissenschaft erst jetzt, zwei Wochen später, Sturm läuft. Am Anfang hat kein einziger Wissenschaftler sich dazu äussern wollen und erst als der Druck zum Schluss übermächtig wurde, haben sich auch Wissenschaftler von ihm abgewandt. Auch das würde mir zu denken geben. Und ich bin selber Wissenschaftlerin, ich weiss also wovon ich rede.)

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  5. Wie es auch immer war, dieser Medienrummel darum war vollkommen überzogen. Das war das eigentlich Abstruse daran. Es zeigt, wie viel Neid und Mißgunst in der Luft sind, allein die Diskussionen über die Bedeutung des Doktortitels reicht da schon – Wissen und Gelehrsamkeit zählt nichts mehr im Lande, im Gegenteil.

    Und jetzt mal ganz ehrlich: er wurde für den Posten als Kanzler in Erwägung gezogen, unser Superstar. Ich frage mich, wie weit er als Kanzler gegangen wäre, hätte er wieder einmal vor einer Aufgabe gestanden, der er sich nicht gewachsen fühlte? Ich meine, wenn man es für nötig hält, den Lebenslauf aufzuhübschen, wenn man sich ohnehin schon in einer äußerst privilegierter Position befindet und Chancen hat, die nur wenigen geboten werden, dann deutet das auf eine ganze Menge Unsicherheit hin, oder nicht? Wenn aber so jemand Kanzler wird, bei nervenaufreibenden und schwierigen Ereignissen die Nerven verliert, weil er sich nicht gewachsen fühlt und sich bewußt ist, daß er mit Betrügereien und Schummeleien durchkommt – wie groß sind da die Hemmungen, immer noch ein kleines Stückchen weiter zu gehen? Heraus kommt dann nämlich am Ende unser ganz eigener Berlusconi oder Sarkozy…

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