Praxiswoche

Diese Woche bin ich ziemlich auslastend mit meinen beiden Praxiskursen und den Praxisprojekten dafür beschäftigt. (Also auslastend ist wirklich sehr auslastend, aber ich finde das gerade gar nicht mal soo schlecht, denn durch das „wunderbare“ Bachelorstudium wird ja prinzipiell in jedem Modul, also auch in fast jedem Kurs irgendein „Leistungsnachweis“ in welcher Form auch immer gefordert. Bei mir aber verteilen sich die Leistungsnachweise durch die beiden Praxiskurse jetzt und ein Referat im Dezember gerade richtig angenehm, so dass zu Semesterende im Januar gerade mal drei Klausuren übrig bleiben statt sechs oder sieben, wie ich das auch schon von Leuten gehört habe, die – z.T. in anderen Fächern – auf Bachelor studieren. 😉 )

Der eine der beiden Praxiskurse ist ein Kurs über Medienpädagogik und mit diesem Kurs waren wir heute auf einer Fachtagung für Medienpädagogik und Computerspiele. Die Vorträge waren größtenteils sehr interessant, teilweise sogar metaphysisch 😉 angehaucht und nachmittags wurden noch eine Reihe interessanter Projekte vorgestellt, in denen sich Jugendliche mit Spielen und Computerspielen auseinandersetzen. Und morgen dann beginnt „unser“ eigentliches Praxisprojekt, morgen und nächste Woche Freitag werden wir ein Fotoprojekt mit Grundschülern machen, auf das ich mich schon seit einigen Wochen sehr freue.

Wir machen beim Kinderfotopreis mit, ein Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche von 4-12 Jahren. Jedes Jahr gibt es ein Thema, für 2011 ist das Thema „Klein & Groß“. Genau, 2011, denn die Prämierung der Gewinnerfotos findet (leider) erst im Sommer des nächsten Jahres statt. Dafür aber werden sämtliche eingesendete Fotos in einer öffentlichen Ausstellung ausgestellt, das ist für die Kleinen ja auch immer schon ein ganz großes Ding, wenn sie Mama, Papa, Opa, Oma und Tanten IHR Foto in einer richtigen Ausstellung präsentieren können. 😉 Der Kinderfotopreis findet in mehreren Städten und Regionen (Bayerns) statt, vielleicht hat ja der eine oder andere Lust, mit seinem Kind ein Foto einzusenden? Ich kann das nur empfehlen, das Projekt ist wirklich sehr schön. Einzige Regel ist, dass das Foto von einem Kind gemacht sein muss (also nicht z.B. das Kind fotografiert von einem Erwachsenen!) und dass es etwas mit „Klein & Groß“ zu tun haben muss, gerne auch frei interpretiert. Format, Einsendeform etc. sind völlig den Kindern überlassen. Wichtig ist eben nur, dass alles von den Kindern selber gemacht wird. Für besonders gute Geschichten ergänzend zu den eingesendeten Fotos gibt es einen Sondernpreis. Ich finde ja auch – inspiriert durch diesen Kurs – Fotografie ein tolles Medium für Kinder, da es nicht wie Fernsehen und Computerspiele nur konsumierend ist, sondern die Kinder auch selber aktiv und produktiv werden und sich ausdrücken können.

Und so gehen wir mit insgesamt vier lieben Komilitoninnen morgen in eine Einrichtung und versuchen dort den Kindern ein paar Grundbegriffe des Fotografierens  zu vermitteln und anschliessend in Kleingruppen Fotos für den Fotowettbewerb zu schiessen, die dann eingesendet und veröffentlicht werden können.

Das Schöne daran fand ich, dass wir uns einstimmig entschlossen haben, in eine Grundschule in einem sogenannten berühmt-berüchtigten „sozialen Brennpunkt“ zu gehen. Aber irgendwie war es für mich und meine Komilitonen auch vollkommen logisch, denn das sind die Kinder, die solche Förderung und solche Erlebnisse am nötigsten brauchen. Wollten wir einfach ein paar süße Fotos mit süßen wohlerzogenen Kindern, dann hätten wir uns wohl nicht für dieses Studium entschieden, denn dann hätten wir es uns auch leicht machen können. So aber wird es u.U. nicht so leicht, aber wir haben etwas getan und etwas bewegt. Das, finde ich, ist doch die zufriedenstellendere Variante.

Also werden wir morgen dorthin gehen, unwissend was uns erwartet. Momentan ist die Stimmung grad vorfreudig, aber auch ein bisschen sehr nervös, weil wir die Kinder ja noch nicht kennen. (Komilitonin heute: Hoffentlich hoffentlich ist da kein AK dabei!! 😉 )  Und ja, auch das Konzept, also mein eigenes für meine Gruppe, mit der ich dann das Foto machen werde, steht noch auf sehr wackeligen Beinen. Einerseits möchte ich gerne dem pädagogischen Grundsatz, die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen, folgen und möglichst auf den Input reagieren, der von den Kindern kommt, andererseits fühl ich mich trotzdem und gerade deswegen so konzeptlos. Man wird sehen.

Vorfreude und Nervösität machen sich breit. Drücken Sie uns die Daumen, das wenigstens die Kameras heil bleiben?? 😉

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