Dass es so richtig ist.

Der Alltag zur Zeit ist vollgestopft mit Terminen und To-Do. Ich nähe wie bekloppt, ich suche einen Job erfolglos, ich unterrichte Finnisch, ich socialise und steigere konstant meinen Alkoholkonsum 😉 , ich lerne neue Leute kennen, ich lerne einen neuen Beruf kennen, ich erledige und organisiere tausend Dinge auf einmal und wundere mich schon gar nicht mehr, wenn nach Erledigung dieser tausend Dinge bereits wieder zweitausend Dinge darauf warten, erledigt zu werden. Ich staune und ich bin manchmal auch peinlich berührt. Ich nutze die Zeit und gleichzeitig renne ich ihr hinterher. Ich lerne und ich lerne doch nicht, wie man den Tag auf 36 Stunden verlängern kann. Ich möchte immer weitermachen, noch mehr erleben und noch mehr sehen und ich möchte manchmal auch nur verzweifelt mir ein Päuschen nehmen, einen Ruhepol und einen Raum freischaufeln für mich.

Aber dann ist da immer wieder dieses Zucken, was mich durchfährt. Es kommt immer ganz plötzlich, manchmal gerade wenn ich die Einkäufe nach Hause trage, manchmal wenn ich Musik höre, manchmal wenn ich vorm PC sitze, manchmal wenn ich in der S-Bahn sitze. Es trifft mich ganz unvermittelt, lässt mich erschaudern und zusammenzucken und es lässt mich zittern. Aber dieses Zittern ist so ein wohliges warmes Zittern. Und urplötzlich lässt es mich innerlich lächeln und denken, dass es alles so unglaublich stimmt. Dass ich so sehr eins mit mir bin nach so langer Zeit und nachdem ich schon nicht mehr daran geglaubt habe, dass es wieder so sein wird. Dass das was ich möchte und das was ich tue eins sind. Dass ich gar nicht mehr viel nachdenken brauche, ob es gut ist oder schlecht, ob es einen Sinn macht oder nicht, sondern einfach weiss, dass es alles so stimmt.

Dass es so richtig ist.

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