Mission completed

Mein Koffer und das Nähmaschinchen reisten gestern schon wie Taxi „Papa“ nach Hause und ich mache hier gerade nur noch meine Strophe fertig, um die werten Altmeister des HipHop zu zitieren. Die Jungs haben tatsächlich gestern Bad und Toilette geputzt, Waschmaschine und Spülmaschine laufen auf Hochtouren, die Küche wird gerade noch poliert dass sie blitzt, dann ist alles bereit für die Rückkehr des werten Kollegen. Und meinen Abgang. Ich darf heute nach 17 Tagen Outback und Teenie-Hölle endlich wieder nach Hause. Nach Hause und zurück in mein Leben. Zumindest fühlt es sich so an. Obwohl ich mich eigentlich nicht aus der Stadt fortbewegt habe und zwischendurch ja auch zuhause war, Freunde gesehen und mit der Familie telefoniert habe, stellte ich doch in den letzten Tagen fest, dass ich genauso gut zwei Wochen in der Karibik hätten gewesen sein können. Gefühlt. Es war so anders, dass es mir fast schon etwas schwer fällt, hier Abschied zu nehmen und „mein“ Zimmer und meine Wohnung wieder zu verlassen. Komisch fühlt es sich an, der Gedanke an meine Wohnung und mein eigenes Leben, in dem ich jederzeit und ohne mich abzusprechen aus dem Haus gehen kann. So ungewohnt. Es war ein komplett anderes Leben hier, eine andere Welt. Es war nicht leicht, aber es war auch nicht besonders schwer. Es war Frühstück frühmogens im Sonnenschein auf dem Balkon und es war Wiesn-Gaudi nachts um zwölf.  (Allerdings danach eigentlich gar nicht mehr, Respekt!)

Sept1

Es waren entspannte Spaziergänge morgens zum Bäcker – die habe ich wirklich geliebt – und es war Unfreiheit, Gebundensein, Verantwortung. Es waren wahnsinnig interessante Teamsitzungen und es war Langeweile. Es waren Wäscheberge ohne Ende und es war Spass mit den Jungs. Überhaupt die Jungs waren und sind einsame klasse. „Meine“ Jungs.

Es war wunderschön und es war manchmal megaanstrengend. Und es hat Blickwinkel verändert, auf das was ich tue und tun werde, ganz gewaltig. Zum Positiven und zum Negativen. Es sind so viele kleine Puzzleteile, so viele Momente und Erlebnisse, dass ich sie wahrscheinlich erst in ein paar Tagen sortiert und zu einem vollständigen Bild zusammengesetzt haben werde. Aber jetzt schon kann ich sagen, dass ich viel positives Feedback bekommen habe und ich ein klein wenig stolz bin und sehr glücklich, dass wir das so gut geschafft haben.

Heute fliege ich also zurück in mein Leben, meine Wohnung, mein Bett. Meine Freiheit.

Sept2

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2 Kommentare zu „Mission completed

  1. Na, wenn ich mich so zurückerinnere, wie unsicher du anfänglich warst, ob du diesen Job wirklich annehmen solltest, inzwischen klingt das doch so, als hätte es sich in jedem Fall gelohnt, oder? 🙂

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