Mein Schatz

Wenn man eine neue Sprache lernt, finde ich es überaus praktisch, ersteinmal ein bekanntes Buch zu lesen um ins flüssige Lesen hineinzukommen. Man kennt die Handlung, meist auch den Text ungefähr und stolpert so nicht über jedes einzelne neue Wort, sondern muss sich nur den Text in der eigenen Muttersprache ins Gedächtnis rufen, um ungefähr etwa zu verstehen, was gerade passiert. Mehr braucht es ja anfangs nicht. Als Sprachverrückter… äääh Sprachwissenschaftler 😉 – stellt damit das Problem ein Buch zu finden, welches überhaupt in so viele Sprachen übersetzt ist, wie man gerne lernen möchte. Harry Potter oder die Bibel wären ein guter Ausgangspunkt, die sind ja wirklich in so gut wie alle Sprachen übersetzt, jedoch hab ich es leider nicht so mit Hexen, Zauberern und Mysterien in jeglicher Form. ^^

Ich persönlich greife dann im Notfall lieber zur bekanntesten Kinderbuchautorin der Welt. Astrid Lindgrens Bücher sind ebenfalls in sehr viele Sprachen übersetzt worden und dazu noch schön leicht zu lesen. Und weil Frau Ansku ja nicht nur eine Sprache lernen möchte, darf es gerne auch etwas mehr sein. Über die Jahre hat sich hier die Tradition eingebürgert, dass ich mir von jeder Urlaubsreise ein Büchlein in der jeweiligen Landessprache für meine Sammlung mitbringe oder mir auch mal etwas von Freunden mitbringen lasse, so zum Beispiel die Pippi auf Norwegisch von der wunderbaren Frau Ladidaladida. Inzwischen hat sich hier so einiges angesammelt und ich liebe jedes einzelne Buch von meiner Sammlung, auch wenn ich die meisten mangels Zeit nur kurz angelesen habe:

Im Einzelnen sind es:

1. Lotta (Die Kinder aus der Krachmacherstrasse) auf Schwedisch, gekauft allerdings während meiner Zeit in Helsinki.

2. Meine Schätze!

3. Pippi Langstrumpf auf Norwegisch (von Frau Ladidaladida druckfrisch aus Oslo importiert)

4. Die Kinder aus Bullerbü auf Dänisch (Ich konnte natürlich auch in Kopenhagen nicht widerstehen.)

5. Michel aus Lönneberga auf Französisch (Der Michel heisst lustigerweise nur auf Deutsch Michel, in allen anderen Sprachen, auch Schwedisch heisst er Emil (oder eine Abwandlung davon. 🙂 )

6. Pippi Langstrumpf auf Portugiesisch

7. Pippi Langstrumpf auf Italienisch

8. Pippi Langstrumpf auf Russisch (das war ein echter Zufallstreffer auf Amazon, sonst hätte ich wahrscheinlich noch 10 Jahre darauf warten müssen. Ich werde aber wohl noch etwas warten müssen, bis ich es lesen kann. 😉 )

9. Madita auf Finnisch

10. Die Kinder aus Bullerbü auf Finnisch

11. Kalle Blomqvist auf Finnisch

12. Michel aus Lönneberga auf Finnisch

(Diese vier finnischen Bücher habe ich vor einigen Jahren von meiner Mutter zum Geburtstag bekommen, nachdem sie extra die Kontakte einer Schulfreundin nach Finnland aktiviert hat und dieser Kontakt hatte die Bücher noch irgendwo auf dem Speicher liegen und hat sie uns geschenkt. Unglaublich! ♥♥♥♥ Dabei ist allerdings noch ein lustiger Übersetzungsfehler passiert, denn dieser Kontakt von der Schulfreundin gehört der schwedischsprachigen Minderheit in Finnland an. Also haben meine Mutter und ihre Freundin eifrigst im Internet und überall recherchiert, wie die Bücher von Astrid Lindgren auf Finnisch heissen. Nun mag ich Lotta bzw. die Kinder aus der Krachmacherstraße am liebsten und meine Mutter wollte unbedingt genau dieses Buch haben. Herausgekommen ist jedoch dabei die Nummer 10, die Kinder aus Bullerbü. Der Titel „Melukylässä on hauska“ bedeutet nämlich Wort für Wort übersetzt: „In Krachdorf ist es lustig.“ 😉 Bullerbü auf Finnisch ist also „melu-kylä„, also „Krach-dorf„. Ich nehm aber auch gerne das Krachdorf statt der Krachmacherstraße, das ist auch wunderschön!)

13. Die Kinder aus der Krachmacherstraße auf Holländisch

14. Pippi Langstrumpf auf Französisch

16. Pippi Langstrumpf auf Ungarisch

17. Pippi im Taka-Tuka-Land auf Französisch

18. Die Kinder aus der Krachmacherstraße auf Schwedisch, aus Versehen in Stockholm im Eifer des Gefechts doppelt gekauft, ich hatte ja schon Nr. 1

19. Erzählungen von Astrid Lindgren auf Holländisch

(Nicht im Bild: Die Kinder aus Bullerbü auf Holländisch. U.a. ist hier auch einiges auf Holländisch vorhanden, ich wurde eine Zeitlang eifrigst von Freunden, die einige Jahren in Holland gewohnt haben versorgt. 😉 )

Was noch fehlt? Jede Menge Sprachen! Hier ist eine Liste aller Übersetzungen (angeblich). Ganz besonders fehlt mir momentan Spanisch (Ich hatte nur mal Michel aus Lönneberga ausgeliehen), Isländisch, Englisch, Türkisch, Griechisch sowie zahlreiche slavische Sprachen und ach was weiß ich noch alles… 😉

Meine Schätze!

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21 Kommentare zu „Mein Schatz“

  1. Ah ja, Frau Puppe kam mir zuvor. Michel/Emil musste auf deutsch seinen Namen ändern, weil Emil schon mit „Emil und die Detektive“ besetzt war. Steht übrigens in unserem Büchlein „NEON Unnützes Wissen“. 😀

    Ich glaube, „Der kleine Prinz“ ist so ein sehr beliebtes Buch zum fremdsprachig lesen, weil erstens kennt jeder, zweitens gibt es so ziemlich in jeder Sprache der Welt und drittens ist schön kurz.

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  2. Oh ja, mit diesem „Michel-Emil“ Wissen klugscheißer ich auch gerne mal rum;-) Z.B. wenn die Michel-Filme im TV laufen, oder im Kästner-Seminar, oder aber auch im Schwedisch-Kurs. Und dabei nehme ich keine Rücksicht darauf, ob´s die Leute wissen wollen oder nicht 🙂

    Ich finde deine Büchersammlung ganz wunderbar. Zumal es eine kluge Idee ist, Lindgrens Bücher zu sammeln. Die gibt es ja echt in unzähligen Sprachen.
    Leider kosten die Bücher immer ganz schön viel Geld. Klar, auch in Deutschland sind Bücher keine Cent-Artikel, aber im Ausland (insbesondere Skandinavien und Finnland- da ist es mir höchstpersönlich aufgefallen!) sind die echt nicht preiswert.

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  3. Hach, auf Russisch. Hätt ich auch gerne. Finde hier aber leider keines… 😦
    Und das mit dem lesen ist nicht so schwer. Nur das verstehen wird dann wohl ein Problem. 🙂

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  4. Lustig!!! Ich habe mir gerade letztens in Amsterdam im Kinderboekwinkel an der Rozengracht zwei niederländische Lindgren-Bücher gekauft: „De kinderen van Bolderburen“ und „Madicken van het rode huis“. Aus eben diesem Grund, um mein verrostetes Niederländisch wieder hervorzukitzeln, denn da ich die Lindgren-Bücher als Kind so oft gelesen habe, dass ich sie praktisch auswendig kann, ist das besser als Vokabellisten. Die Emil-Michel Geschichte ist bekannt, aber immer wieder gut.

    Weiß hier ev. auch jemand, warum die Bullerbü-Lisa auf Niederländisch (und wohl auch im schwedischen Original?) Anna heißt?? Ist das im Schwedischen vielleicht auch so? Oder umgekehrt-wieso wurde aus einer Anna im Deutschen eine Lisa? Das ist jetzt nix Weltbewegendes, schon klar, aber wen, wenn nicht jemanden mit einem solchen Vergleichs-Schatz kann ich das fragen. 😉
    LG, Lalobe

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  5. (1) Zum Kleinen Prinzen kann ich beitragen DER KLEINE PRINZ IN HUNDERT SPRACHEN:
    a. http://www3.germanistik.uni-halle.de/prinz/
    b. Jegliche Kommentare, so schwer es mir fällt, verkneif ich mir.
    I. Frau A., weiß Du, worum es geht? Es hat was mit axtähnlichen Geräten zu tun.

    (2) Ich gehöre zwar nicht zu Klein- Bloggersdorf, aber ich wurde erwähnt *dodal stolz*!

    (3) Um´s slavische kümmer ich mich. Besorgen kann ich noch arabisch, chinesisch, englisch, lettisch und tschechisch, wobei wir da die selbe Quelle haben.

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  6. Ich war der festen Überzeugung, dass Du zu Klein-Bloggersdorf dazugehörst, aber irgendwie muss es mir wohl doch durch die Lappen gegangen sein. Jetzt jedenfalls gehörst Du dazu.

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  7. Ich seh das jetzt erst, dämlicher Feedreader…

    Schon wieder neidisch 🙂
    Ich bin möglicherweise gerade ganz nah an der Quelle für was auf Isländisch, hättest Du Interesse? Dann kann ich Dir gern ein Buch mitbringen…
    Ich hab gerade mal nachgeschaut, online find ich ’nur‘ Ronja Räubertochter, das wären so um die 15 Euro. Aber morgen oder übermorgen bin ich ‚downtown‘ im Buchladen und kann mal schauen, ob es was gibt.

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  8. Oooooh, wenn Du das tun könntest, dann würde ich persönlich in der K-Stadt vorbeikommen und Dich dafür knutschen. 😉 Das wär natürlich super und ich würde mich riesig freuen.

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  9. Die Anna/Lisa-Geschichte (von Lalobe) interessierte mich, und so habe ich mal ein wenig gegoogelt. Es ist nicht Lisa, die im Original Anna heißt, sondern Inga. Warum, habe ich allerdings nicht rausgefunden. Dafür aber etwas anderes: „Inga Lindström“ hat sich nach eben dieser Inga benannt. Und das wiederum finde ich sehr amüsant: Da sucht sich jemand einen „typisch schwedischen“ Namen aus einem Lindgrenbuch und entscheidet sich dann ausgerechnet für den, der im Original gar nicht vorkommt.

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  10. @streckenweise: Vielen Dank für die Mühe. Ich fand die Frage auch sehr spannend, bin aber nicht mehr dazugekommen, dem nachzugehen.

    @Susan: Ach weh, hätte ich das mal gemacht. Das wäre was gewesen, ein Büchlein, was sich extra für mich auf den Weg um die halbe Welt macht.

    (Aber in Euren Koffern wäre sowieso kein Platz mehr gewesen! 😉 )

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  11. Stimmt ich hab mich vertippt! Asche auf mein Haupt. 😉
    Ich wollte nicht mehr Verwirrung stiften. Die original-Lisa bleibt in der dt. Übersetzung Lisa aber aus Anna wurde in der deutschen Übersetzung Inga. Weil Inga „schwedischer“ klingt für deutsche Ohren?? Macht doch nicht wirklich Sinn. Vielleicht findet es doch noch wer raus, warum. Würde mich freuen. (Echt nichts Weltbewegendes, aber es bringt mich beim Lesen immer aus dem Takt. Pff.)

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