Partikel-Fetischist

Mit so wunderbaren kleinen Wörtchen wie doch, auch, immerhin, zwar, nur, und so kann man so wunderbar und so unglaublich fein den Ton eines Satzes modellieren. Man kann den Satz entschärfen und in einem Anschreiben höflicher wirken lassen, man kann aber auch im Gegenteil dem Satz mehr Ausdruck und mehr Kraft hinzufügen und sein Anliegen dringender und eindringlicher zum Ausdruck bringen. (Dasselbe geht auch wunderbar mit der Wortstellung, manchmal ist der Unterschied so fein, dass man ihn kaum merkt, aber es macht einen Unterschied.) Ich finde das immer wieder genial und staune jedesmal von neuem, wenn ich dabei bin, etwas zu formulieren und bemerke was für feine Nuancen sich da auftun. Was ich mit meiner Sprache alles ausdrücken kann.

Und weil Frau Ansku die kleinen Partikeln so liebt, kann es schonmal vorkommen, dass die Partikel geradezu inflationär hier verwendet werden.

(Schade eigentlich, dass bisher noch kaum jemand sich die Mühe gemacht hat, mehr über Partikel zu forschen. Sind aber auch verdammt schwammig, die Dinger. Gerade WEIL die Bedeutung so sehr vom Kontext abhängt. Das hat was von Sisyphus-Arbeit.)

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