Richtig Winter

Richtiger Schneesturm Richtig Winter, das war 2006. Als wir Anfang März den 18. Geburtstag der liebsten Freundin feierten und in die Disco gingen, während schon sachte ein paar Flocken darniederrieselten. Und als wir ein paar Stunden später wieder aus dem Zappelbunker heraustraten und im wahrsten Sinne des Wortes und gänzlich ohne Einfluss von gewissen Pulverchen nur noch weiß sahen, als keine Tram und auch kein Auto mehr fuhr und wir auf der Mitte der Arnulfstrasse laufen stapfen mussten, um uns einen Weg zum Bahnhof, zur U-/S-Bahn zu bahnen. Als es am nächsten Tag immer noch weiterschneite und am übernächsten immer noch und als wir durch ein schmales, freigschaufeltes Rinnchen die zwei Strassen zu meinen Großeltern stapften, um irgendwie 1 m hoch verschneite die Einfahrt und die Terasse freizuschaufeln. Das war Kraftarbeit, selbst zu dritt. Als der Schnee ständig in die Stiefel rieselte, egal wie hoch diese waren.

Terasse, freigeschaufelt

Treppe, freigeschaufelt

Einfahrt, eingeschneit

Balkon, eingeschneit

Der Park mit den sich unter der Schneelast biegenden Bäumen.

Damit verglichen war Madame Daisy wohl sowas wie ein Vorspiel. Hier zumindest. Sehr nett, immerhin kann man jetzt von einer geschlossenen Schneedecke sprechen, aber es war eben nur ein Vorspiel.

2006, das war ein richtiger Winter. Und jetzt halten Sie Sich fest stellen Sie Sich vor: Wir haben das damals schon überlebt, so ein Schneestürmchen.

Ganz ohne Hamsterkäufe.

8 Kommentare zu „Richtig Winter“

  1. Oh ja, im März 2006, da sind wir auch hier in Kiel (damals noch auf Besuch) durch kniehohen Schnee gestapft. Einkaufen war aber trotzdem kein Problem, Hamster waren damals nicht aus.

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  2. Also hier sieht es annähernd so aus, wie auf den Bildern. Und auf Fehmarn und in Mecklenburg-Vorpommern hat sie sich ja (leider) dann noch mehr ausgetobt. Naja, das es nicht überall gleich sein wird, war aber auch logisch.

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  3. März 2006: In der Schneewoche: schriftliches Abitur, Freitag sollte fröhlich mit einem Besäufnis in der Fußgängerzone gefeiert werden. (Ich habe extra morgens eine lange Unterhose angezogen.) Es war kalt, wir sind früh gegangen und es schneite und schneite. Der Jahrgang vor uns bei Sonnenschein auf dem Schulhof gesessen. Nen Meter Schnee gab es aber hier dann doch nicht.
    Hier schneit es jetzt auch permanent, aber der Schnee wird nich mehr, unten taut es schon wieder weg, glaube ich.

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  4. Ich erinnere mich an jenen Abend. Damals wohnten wir noch zwei Straßen von meinen Eltern entfernt, da hatten wir den Hof noch nicht. Waren abends bei meinen Eltern zum Essen – und als wir heimliefen, artete das schon in Sport aus, denn der Schnee lag fast schon kniehoch….

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  5. Tolle Bilder!

    War damals auch ganz seltsam. Man ist durch die eingeschneiten Straßen gelaufen und man hat sich in der Großstadt tatsächlich gegrüßt. Ich glaube an dem Tag hatte ich dann auch 1 oder 2 Fremden geholfen, dass ihr Auto anspringt.

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  6. Schöne Bilder! *pushesthelikebutton* 😉

    Hätte das Spektakel damals gerne live erlebt, war da aber gerade in NZ … genauso wie zur WM…2006 muss ein tolles Jahr für die Deutschen gewesen sein, so nen Schneesturm überlebt und dann auch noch Weltmeister geworden…äh, fast…

    Drück dich 😀

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  7. @ Kiwi: Ja, stimmt. Ich hab immerhin „nur“ anscheinend einen wahnsinnig schönen, warmen Herbst verpasst. Mein Bruder rief mich mal im November in Finnland an und erzählte mir, dass er tagsüber im T-Shirt herumgelaufen sein. Im NOVEMBER!

    Drücker zurück, Du Liebe!

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