Geschnipseltes

* Sikerült! [sprich: schikerült ‚es ist geglückt‘] Heute vormittag habe ich ein großes, vor langer Zeit gegebenes Versprechen eingelöst und meine vermutlich wirklich und endlich allerletzte Prüfung an der Uni bestanden, die Sprachprüfung für Ungarisch. Für die Prüfung gelernt habe ich hauptsächlich, in dem ich meiner Lehrerin und gleichzeitig lieben Freundin Emails auf Ungarisch geschrieben habe und dafür mein Wissen aus dem hintersten Gehirnstübchen hervorkramen musste. Auch wenn dabei eine Email gut und gerne mal eine Stunde gedauert hat, das System hat klasse funktioniert. Wirklich zu lernen angefangen habe ich dann in guter alter studentischer Tradition erst Montag, irgendwie klar, oder? Ich musste etwas smalltalken auf Ungarisch, nämlich über meine beste Freundin erzählen ohne den Namen zu nennen und meine Lehrerin musst raten, um wen es sich handelt. (Zitat „Wer fragt hier eigentlich wen???“ 😉 ). Dann musste ich einen Text laut lesen und übersetzen, dazu noch ein paar Fragen zu grammatischen Konstruktionen, die im Text vorkamen beantworten und dann noch zwei Kärtchen ziehen, auf denen einzelne Grammatikthemen stehen, welche ich dann (auf Deutsch!!!) erklären musste. Das ganze hat etwas mehr als eine halbe Stunde gedauert. Und dann wurde ich mit Lob und Schokolade überschüttet. Klasse, so mag ich Prüfungen!

* Keep up the traditions II! In guter alter studentischer Tradition war ich gestern abend mit Arbeitskollegen feiern, eigentlich wollten wir nur äthiopisch essen gehen, gelandet sind wir dann irgendwann um 21.30 doch auf der Wiesn. Keep up the traditions III! Außerdem bin ich natürlich – obwohl es nur so eine kleine, absolut nicht lebenswichtige Prüfung war – meiner persönlichen Tradition gefolgt, den Morgen vor der Prüfung auf dem Klo zu verbringen. Manche Dinge ändern sich eben nie.

* Nach mehr als drei Wochen hab ich wieder Internet hier in meiner Bude. Und wie ich seit gerade weiss, dauert es nur deshalb so lange, weil ich zu blöd war zu kapieren, dass das Netzwerk hier im Haus jetzt anders heißt und demnach auch noch die falschen Zugangsdaten für das alte Netzwerk hatte. Online war ich in der Zeit bei meinen Eltern. Das ist an und für sich kein Problem, meine Eltern wohnen 5 min. von hier entfernt, aber es war eine echte Belastungsprobe für die Mutter-Tochter-Beziehung, dieses ständige Aufeinanderhocken kann für beide Seiten ziemlich anstrengend sein und fordert sehr viel Verständnis für die Bedürfnisse des anderen. Anders, etwas unromantischer gesagt: Vermutlich ist es wie in jeder Mutter-Tochter-Beziehung, irgendwann muss eine Trennung her! Und es wurde mir mal wieder sehr deutlich vor Augen geführt, wie sehr und wie oft wir online sind, wofür man alles das Internet braucht und wie sehr es unser Leben beeinflusst. Da wäre z.B. die Tatsache, dass ich gerne abends noch schnell eine Email schreiben würde, die mir am nächsten Tag nur unnötig Zeit wegnimmt; da wäre z.B. die Tatsache, dass ich gerne ein Wort in einer Fremsprache im Online-Wörterbuch nachschauen würde, weil es schneller geht und aktueller ist als das alte Wörterbuch; da wäre z.B. die Tatsache, dass Online-Banking nicht gut funktioniert, wenn man die TAN-Nummern nicht mitgenommen hat usw. usw. Und da wäre z.B. auch die Tatsache, dass ich grundsätzlich sehr ungern alleine bin, also einen ganzen Tag alleine zu Hause und die Erkenntnis, dass das Internet mit Facebook, Blogs, Nachrichten und Skype & Co. doch irgendwie immer die schöne Illusion bietet, nicht alleine zu sein. Wenn ich an einem langweiligen Sonntag etwas blogge oder bei Facebook meinen Status ändere, kann ich davon ausgehen, dass irgendjemand darauf antworten wird. Meine Wände hier tun das nicht und leider auch ein Buch oder der Fernseher nicht. Eine schöne Illusion, eine praktische Illusion, die ich gerne noch etwas ausnutze. Aber man sollte sich doch bewusst sein, dass es eine Illusion ist. Dann hab ich damit auch kein Problem.

* Problem gelöst, mit diesem Programm hier. Funktioniert ganz hervorragend, das Programm analysiert zuerst die zu synchronisierenden Ordner und gibt dann eine Liste, welche Aktion es in der Synchronisation ausführen wird, welche Dateien wohin kopiert werden, welche Ordner neu erstellt werden usw. Dateien, die von einer aktuelleren Version überschrieben werden sollen, müssen dafür extra freigegeben werden. Sehr sicher und sehr einfach zu bedienen, auch für PC-Doofies wie mich! 🙂

*Friends-addicted, jetzt endgültig.

* Heute seit 2 Monaten auf Jobsuche und nach etlichen Gesprächen mit Freunden und Lehrern, viel Nachdenken und einigen Absagen ziemlich genauso schlau wie am 1.8.  Deshalb bin ich momentan etwas grantig traurig ratlos nicht gesellschaftsfähig regelmäßig einmal pro Tag entspannt am Ausflippen blogunlustig. Ich weiss, zwei Monate sind gar nichts, aber momentan liegen meine Nerven grad etwas blank. Wird schon wieder. Kein Grund zur Panik, höchstens für etwas weniger hier im Blog und etwas mehr Ruhe und Zeit für mich.

* Dienstag war ich für ein Vorstellungsgespräch hier. War auf alle Fälle etwas gruselig und ich war zugegebenermaßen nicht ganz undankbar, dass ich beim Heimweg um die bereits einfahrende S-Bahn zu erwischen ganz schnell an den Kerzen und Blumen, die man sonst nur im Fernsehen sieht, vorbeirennen musste und nur einen kurzen Blick darauf erhaschen konnte.

* Und bei Euch so???

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5 Kommentare zu „Geschnipseltes“

  1. Äthiopisch…blue nile? Hab ich noch nie einen Platz gekriegt.
    Herzlichen Glückwunsch zum Ungarisch. …költschenzönö…das ist der hintere Teil von „Fahrradverleih“ oder so – hab ich mal von einem ungarischen Kollegen gelernt.
    Was machst Du am nächsten Wochenende…also nicht kommendes, sondern das danach?

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  2. Da isse wieder! Ich wollte schon mailen, weils hier so still ist..
    Dachte mir aber schon sowas wie Studierstress (da fällt ne Menge drunter 😉 )

    Das einzige, was ich auf ungarisch „kann“ ist: mostök – ich habe keine Ahnung, wie man das schreibt, ist aber eine nicht ganz unwichtige Vokabel (so unter uns Frauen) 😉

    LG!

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  3. Boah, Du lässt ja wohl keine schwierige Sprache aus. Bewundernswert. Ich bin schon an finnisch verzweifelt, obwohl ich sonst jede Sprache im Schlaf lerne.

    Glückwunsch zur Ungarisch-Prüfung!

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