Übergang

Ich hasse Übergangsjahreszeiten. Nach einem heißen Sommer denkt sich wahrscheinlich so mancher Oh wie angenehm, etwas Abkühlung, nicht mehr so viel schwitzen, aber bei mir beginnt dann erst die wahre schweißtreibende Jahreszeit. Ich schwitze im Sommer nicht wirklich viel naja, das kann bei diesem verregneten Sommer wohl jeder sagen, ausser es ist so richtig ekelhaft klebrig-schwül. Ich hätte auch in den letzten Wochen durchaus ein T-Shirt zwei Tage lang anziehen können, die waren nach einem Tag meistens noch völlig ok und geruchsfrei, sowas mach ich aber trotzdem prinzipiell eher selten. So, und seit genau einer Woche könnte ich wieder nach gerade einmal einem halben Tag schon wieder das Shirt wechseln. Ich komme mir vor wie eine Frau in den Wechseljahren. Zu warm, zu kalt, sobald die Sonne weg ist, muss man eine Jacke anziehen, fährt man aber mit dem Fahrrad zur Uni oder zur Arbeit, ist sofort beim ersten Anstieg das T-Shirt wieder durchgeschwitzt.

Und jetzt sitze ich hier, nach einem schönen Nachmittag draußen im Wollmantel und mir ist heiß und kalt gleichzeitig. Der Kopf ist heiß, der Rest des Körpers, allen voran Hände und Füße sind bald abgestorben kalt.<Willkommen im schönen goldenen Herbst!

(Sie merken schon, hier genauso wehmütig wie hier auch, ich hab’s auch nicht so mit Abschieden. Jetzt ist der Traum wahrgeworden, so ein Mist aber auch.)

14 Kommentare zu „Übergang“

  1. heute war hier auch ein absolut typischer herbsttag. schrecklich. nieselregen, schwarze wolken, wind, wolkenlöcher, sonne, dickere schwarze wolken, nieselregen, wieder sonne, wieder wind, usw. usf.

    du sagst es so schön:
    so ein mist aber auch.

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  2. Herrlich, herrlich. Herbst.
    Ich genieße zur Zeit jeden Tag.

    Es ist warm in der Sonne und kalt im Schatten. So wie sich das gehört.

    Es ist bunt an den Bäumen und überall gibt es Kürbisse und Äpfel.
    Ich freu mich auf die Nüsse und Maronen.

    Ich kann zwiebellookig rumlaufen und dadurch immer neue Klamottenvariationen probieren. Stiefel sind wieder tragbar ohne Poolnässe zwischen den Zehen, Schals und Tücher (mein liebstes Accessoires) werden in allen Variationen dazu kombiniert und Röckelchen geht genauso, wie Hose. Herrrrrlich.

    Bunt, Farbe, Leben, Lächeln. Herbst 🙂

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  3. 🙂 Schön geschrieben. Ich werd versuchen – und bin eigentlich schon seit einiger Zeit dabei zu versuchen – , mir ein bisschen davon anzunehmen. Das Problem dabei: Ich bin „leider“ absoluter Frühlings- und Sommerfan. Herbst assoziiere ich immer nur mit grau und Nebel und Verfall und Abschied.

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  4. Meine Mutter hat gerade kürzlich gesagt, sie findet jeden Jahreszeitenanfang schön. Jetzt freut sie sich wieder auf kuschelige Tage vorm Kamin. Und ich muss sagen, sie hat verdammt recht!
    Wenn ich nur gerade in den Regen rausschaue, bin ich auch nicht so glücklich, dass ich mich gleich komplett in Regenzeug werfen muss, um in den Stall zu fahren.

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