Fragen, die die Welt Ansku bewegen (7)

Warum kommen momentan immer überall und ständig Leute, wohlgemerkt Leute, die einen JOB haben und regelmäßig eine gewisse feste Summe GELD verdienen, warum kommen die immer ausgerechnet zu mir und fangen an, den ganzen lieben langen Tag über Geld zu reden und das alles so teuer ist bla bla bla. Hallo??? Ich leb momentan von 100 Euro + gelegentlich etwas dazuverdientem + meinen sehr großzügigen Eltern, die mir die lebensnotwendigen Dinge (Essen, Fahrtkosten, Kleidung) bezahlen. Ich beschwer mich nicht, mir geht es immer noch gut, weil ich gottseidank auf meine Familie zählen kann, das ist mir bewusst, aber das nicht immer so schön, ständig auf andere angewiesen zu sein und das ist keine Lösung auf Dauer und ich kann z.B. auch nicht mal eben so einfach gemöterlisch in Urlaub fahren wie Ihr. Sonst noch Probleme??? Warum kommt ihr alle ausgerechnet zu MIR, um mir zu erzählen, dass Ihr jetzt „nur“ noch von dem lebt, was Ihr verdient, weil alle Eure Ersparnisse (z.B. wegen der neuen Wohnung) aufgebraucht sind??? Meine sind es schon seit März!

Find ich kurios.

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8 Kommentare zu „Fragen, die die Welt Ansku bewegen (7)

  1. Oh ja, die Leute mit dem dicksten Portemonnaie jammern am lautesten. Hab hier so eine Bekannte, ’ne ganz liebe eigentlich. Eigentlich. Der Gatte ist Professor an der Uni UND außerdem in der freien Wirtschaft beschäftigt, sie arbeitet auch, also ganz arm können sie wirklich nicht sein. Aber ach. Sie müssen ja soooooooo knapsen und auf jeden Cent schauen. Ach weh! Jetzt müssen sie sogar auf ihre geplante mehrwöchige Australienreise verzichten, weil an dem Haus, in dem sie ihre Altbau-5-Zimmer-Eigentumswohnung haben, was gemacht werden muss. Ach, ach, ach! (Die ganzen kleineren ((so um eine Woche)) Urlaube innerhalb Europas fallen deshalb natürlich nicht aus.)
    Haha, was soll ich denn da sagen? Urlaub? Joa, irgendwann vielleicht mal wieder, wenn ich Arbeit habe.

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  2. In diesem Fall sind es noch nicht einmal reiche Leute, sondern Berufseinsteiger, die zugegebenermaßen nicht die Welt verdienen, aber immerhin ein FESTES Gehalt beziehen, von dem man/ frau Essen, Miete und die täglichen Bedürfnisse, eventuell auch mal einen Urlaub bzeahlen kann. Ich versteh es nicht.

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  3. Ja, doch kenne ich. Ich habe mal eine Zeitlang sehr sehr sehr zu knapsen gehabt, und zwar so, daß ich nicht mal wußte, woher ich die nächste Miete zaubern sollte. Als Studentin hilft dir bei Arbeitslosigkeit ja auch kein Amt weiter und alle wollen Kohle, aber wem sag ich das. Und komischerweise nur sehr wenig Verständnis für einen guten Bekannten, der ein gutes Gehalt verdient hat und mir regelmäßig vorgejammert hat, daß er kein Geld mehr hat, weil alles fürs Auto draufgegangen ist *augenroll*

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  4. ich sag schon niemandem mehr (in deutschland) wovon ich hier lebe… das was ich jetzt mache wäre in deutschland sowieso unmöglich gewesen und das nicht nur wegen der finanzen.
    reisen können wir uns im moment nicht leisten. vielleicht nächstes jahr, falls die firma von meinem finnen halbwegs läuft – aber dann vielleicht auch wieder nicht, denn als selbstständiger hat er ja wieder keine zeit.
    im moment sind wir froh, wenns für die alltäglichen dinge reicht (und den kleinen luxus des auswärtigen frühstückens am wochenende für 6,40 €/2 personen).
    und zufrieden sind wir trotzdem, wir haben uns erst heute morgen drüber unterhalten.
    ich versuche da immer weg zu hören. über geld will ich nicht reden. basta.
    c.

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  5. eben. normalerweise kann man selbst entscheiden wofür man sein geld ausgibt und wenn man alles ins auto steckt oder für exotische urlaube ausgibt, dann darf man meiner meinung nach hinterher nicht jammern. das sind keine lebensnotwendigen dinge und da etwas kürzer zu treten sollte kein problem und kein grund zum jammern sein.
    und so ist es, jammern hilft sowieso nicht.

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  6. Ich würde nicht jammern, wenn ich mein Erspartes gerade in eine Wohnung oder in ein Auto gesteckt habe…. dafür hätte ich ja dann das.
    Ich habe auch ein festes Einkommen und kann mir weder Auto noch Urlaub leisten.
    Statt sich über sein ach so leeres Portemonnaie aufzuregen, sollte man sich lieber mal über Lohndumping, Niedriglöhne und immer mehr Ausbeutung in der Arbeitswelt aufregen.

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