Bono, Bob und Brangelina

Heute morgen hab ich in der F.A.S bestätigt gefunden, was mach einem schon lange schwante. (Ich zitiere im Folgenden den Artikel, der mir recht gut recherchiert erschien, ob das alles so wahr ist, kann ich natürlich nicht überprüfen oder garantieren).

All dies Gedöns und medienwirksame Spektakel, das Prominente gerne für Afrika machen, dient wie wir es schon von Brangelina kennen rein der Selbstvermarktung. Neuestes Beispiel: Selma Hayek. Um die Guteste ist es in letzter Zeit etwas still geworden, also flog sie kurzerhand nach Sierra Leone, eines der ärmsten Länder überhaupt, streichelte dort süßen kleinen schwarzen Kindern den Kopf und soll dann kurzerhand einem kleinen unschuldigen Kind ihre Ti.tte in den Mund gestopft haben ein kleines Kind an ihrer Brust gefüttert haben – alles natürlich vor laufenden Kameras. Danach soll sie dann schröckelisch besorgt gewesen sein, dass ihr eigenes Kind eifersüchtig auf das schwarze Kind sein könnte und schwupps fand sich Selma Hayek wieder auf sämtlichen Titelblättern der Knallpresse wieder. Unfassbar. Ungefähr dasselbe ist es eben auch mit Brangelina und Co., aber das ist ja nichts Neues.

Wirklich ernüchternd ist dagegen, dass auch wirklich „Große“, also jahrelange Helfer und eifrige Wohltäter wie Bob Geldorf, Bono und Grönemeyer zwar bereits seit Jahren und Jahrzehnten Hilfe leisten, dies aber ohne ein wirkliches Interesse daran tun, ob und wo das von ihnen gesammelte Geld letztendlich ankommt. Hauptsache, die Kameras sind dabei und das Image wird aufpoliert. So mag man sich z.B. noch an Heiligendamm erinnern, wo Bono und Co. bei Frau Merkel und ihren Kollegen aufkreuzten und um Entwicklungshilfe bettelten. Hätten sie sich aber mal vernünftig über Afrika informiert, wüssten sie auch, dass mit Entwicklungshilfe lediglich das marode und korrupte System, das jetzt in Afrika herrscht, aufrechterhalten würde. Sinnvoller wären direkte Investitionen, was aber wohl zur Zeit nicht möglich ist, weil die staatlichen und rechtlichen Systeme dafür nicht vorhanden sind. Und Grönemeyer, Bono und Geldorf finanzieren mit ihren Geldern genau diese korrupten Systeme.

Sehr interessant und bedenkenswert fand ich in dem Artikel übrigens das Zitat eines afrikanischen Wissenschaftlers (?), dass Entwicklungshilfe in der Form, wie sie jetzt passiert, eine Art von Rassismus ist, weil es impliziert, dass die Menschen in Afrika zu dumm sind, um sich selbst zu helfen.

Traurig ist das, wenn man sich nicht einmal mehr auf solche scheinbar aufrechten Menschen verlassen kann! Und natürlich eine Ausbeutung der Ärmsten, die sich nicht wehren können.

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