Suchtfaktor

Früher dachte ich mal, dass ich keine Serien mag. Sex and the city oder Friends, dachte ich mir, das ist nur eine Aufbereitung sämtlicher Klischees über Frauen und Schuhe. Gepaart mit ein paar frustrierten Se.x.geschichten über vier frustrierte Mittdreißigerinnnen. Ich dachte, das wäre nur für Mädchen oder Frauen, die sich extra so klischeehaft aufführen, mein Vater und ich nennen solche Mädchen Girlies, deren Welt sich nur und einzig und ausschließlich um Mode und Bettgeschichten und pink dreht „Mädchenmädchen“. Ärzteserien „Hallo Onkel Doc!“ habe ich zwar sehr viel früher mal ganz gerne geschaut, aber den allgemeinen Hype in Klein-Bloggersdorf um beispielsweise Grey’s Meredith und Co. konnte ich trotzdem nicht verstehen.

Nein, keine Mädchenmädchen-Geschichten für mich. Aber dann ist es halt irgendwie doch passiert. Zuerst war ich zu Besuch in Finnland bei einer Freundin, die jeden Abend vor dem Zubettgehen eine Folge Friends ansah. Das war dann iiirgendwie schon ganz nett und lustig. Und iiiirgendwie war meine Neugier geweckt und so liess ich mich dann wenige Zeit später auch „überreden“, mit einer anderen Freundin den Sex and the City Film im Kino anzuschauen. Und ich war positiv überrascht: Der Film hatte tatsächlich eine Handlung (!!!) und die war auch noch gespickt mit lustigen Momenten. War ganz nett anzusehen, ja. Und dann fing mein Gehirn an, zu rattern: Wenn der Film – wie alle sagen – soviel schlechter als die Serie ist, dann könnte das doch sein, dass die Serie dann doch recht sehenswert ist?? Und überhaupt Serien! Wäre das nicht praktisch, auch eine Serie auf devaude hier zu haben, weil ich oft abends gerne noch ein Filmchen schauen würde, aber dann meistens weder die Zeit noch die Geduld habe, einen ganzen anderthalbstündigen Film durchzustehen. Wäre es da nicht toll, auch so abends vor dem Zu-Bett-Gehen noch eine halbe Stunde eine kleine Folge anzusehen und dann sanft zu entschlummern? Während ich noch so hin- und herüberlegte, war es schon Weihnachten und die erste Staffel SATC oder Friends landete auf meinem Wunschzettel. Letzte Woche dann lag auch tatsächlich die erste Staffel auf meinem Geburtstagstischchen und damit ist es auch schon um mich geschen.

Und jetzt? Ich bin begeistert, was für eine Entdeckung! Teilweise liege ich wirklich am Boden vor Lachen und nicht zuletzt fühle ich mich doch momentan auf seltsame Weise mit diesen frustrierten Mittdreißigerinnen Frauen alleine im Großstadtdschungel auf der anstrengenden und aufreibenden und verwirrenden Suche nach einem Se.x.ua.l.part.ner sehr verbunden. Ich habe auch schon etwas gelernt, nämlich wer des Singles natürlich-biologischer Feind ist. 😉

Suchtfaktor! Momentan versuche ich mich noch zu beherrschen, ein oder zwei Folgen pro Tag müssen reichen, aber ab nächste Woche, liebe Leser, befürchte ich, dass ich leider leider keine Zeit mehr zum Bloggen haben werde. Mein neuer DVD-Player und die restlichen Folgen Sex and the City rufen. Und daneben auch das schöne neue Puzzle mit 2000 Teilen, das ich zum Geburtstag bekommen habe – jetzt auch noch schön säuberlich verpackt und in die tiefste Ecke meines Zimmerchens versteckt. (Man muss wissen, dass bei mir der Puzzle-Suchtfaktor noch um ein vielfaches höher ist als der SATC-Suchtfaktor.) Außerdem warten ja die nächste Staffel DSDS und Heidi Klums Top(f)models. Sie sehen, ich habe zu tun! 😉 Daher, verehrte Leserschaft, werde ich leider ab dem Wochenende entweder „Bewegtes und Bewegendes“ rosa einfärben und „The Sex and the City Blog“ umbenennen müssen oder ganz schließen müssen, weil ich nicht mehr vom Fernseher wegkomme.

Was kommt eigentlich dann als nächstes, wen ich alle Staffeln SATC durchhabe? Doch Greys Anatomy?


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10 Kommentare zu „Suchtfaktor“

  1. Hehe. Kenn ich. Ich könnte, da ja entfernungstechnisch ganz in der Nähe, als nächstes Suchtmittel alle 10 Staffeln (jaha!) von Friends als Leihgabe anbieten. Interessiert? Nach Freitag? 🙂
    Oder alle 5 Staffeln von Alias. Auch toll.
    Mit SATC kann ich mich dagegen nicht so ganz anfreunden. Wahrscheinlich ist mir die eine da einfach zu dürr. Weiss nicht.

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  2. Ich hatte mit Greys ja auch mal so gar nix zu tun. Kein Verständnis. Null Reizfaktor.

    Dann gab mir die liebe Kadda die ersten Staffeln. Und ich setzte mich widerwillig vor die Glotze, weil ich halt gerade Zeit hatte.

    Und *schwupps* waren die ersten Staffeln geguckt, ich sitze hier und möchte endlich die nächsten Staffeln haben – und Meredith kann ich trotzdem nicht leiden 😉 Macht aber nix. Dafür gibt es dort auch sehr lustige und spannende Momente mit anderen Darstellern und hübsche Männer noch teilweise dazu.

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  3. Friends hat wirklich einen gewissen Suchtfaktor 😀 (auch wenn ich die Serie selbst nie komplett geschaut habe 😆 aber Ross ist einfach zum schreien).
    SATC hab ich am Anfang auch mit Begeisterung geschaut ^^ dan aber irgendwann aufgehört um wieder zur letzten Staffel einzuschalten 😉 man/frau musste ja wissen wie es ausgeht.
    Zu Greys Anatomy kann ich nichts sagen, weil ich da doch einen weiten Bogen drumherum mache, aber mein inneres Fangirly lässt mich diesen Kommentar nicht schreiben, ohne dir Emergency Room ans Herz zu legen 😆 die ersten Staffeln sind noch eine schöne Mischung aus Soap und recht realistischem (zumindest laut Aussagen div. Krankenschwestern und Ärzte) Krankenhausalltag, wobei nach Staffel 7 oder 8 doch die Soap-Elemente überhand nehmen (und seit Dr. Carter nach der 11. Staffel gegangen ist ist die Serie sowiso nicht mehr das, was sie mal war *hmpf*).

    Achja und Bones…zwar eine Krimiserie, aber wirklich herrlich, mit vielen lustigen Szenen und klasse Charakteren 😉

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  4. Seeerien….. ach ja. Ich hab mich bei Greys auch immer strikt geweigert und schließlich lieben gelernt. Hmpf. Noch heftiger war mein Widerstand bei OC… der letztendlich gebrochen wurde.. woraufhin ich mir jeden Abend um die 5 Folgen reingezogen habe. Bei OC war ich ja der festen Überzeugung, dass es nur sowas à la GZSZ sein kann (was ich nicht mag), aber auch da lag ich teilweise unterm Tisch vor Lachen. Ähäm…
    Sehr zu empfehlen finde ich immer noch die Gilmore Girls (da hab ich alle Staffeln…) und Boston Legal (da hat mein Mann alle Deutschland erschienenen Staffeln….). Ach.. es gibt wirklich gute Serien. *schwelg*
    Suchtgefahr RIESENGROß!

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  5. Ich empfehle Gilmore Girls und zum Ausgleich mal was ‚männliches‘: Mr. Monk!
    Das sind – neben SATC – meine Lieblinge und Friends ist einfach evergreen!
    Und dann gibt es da ja auch noch die Hand voll Hausfrauen aus dieser scheinheiligen Friedefreudeeierkuchenstraße – aber die kenn ich nich…

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  6. Nein, Du verwechselst mich natürlich nicht. 😆 Aber GZSZ ist ja doch zugegebenermaßen eine Daily Soap, das ist so doof, dass es schon wieder toll ist. SATC ist von ganz alleine toll. 🙂

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