Danach

Aus dem Off oder dem Danach oder dem Hinterher und mit zwei Tagen Abstand, Hintergrundfakten, statistisches und alles, was die letzte(n) Woche(n) nicht gebloggt wurde.

Verbrauch an Cola: 1l/Tag (geschätzt)
Verbrauch an Kaffee 2l/ Tag (geschätzt)
Verbrauch an grünem Tee ca. 3l/Tag (geschätzt) 😉
Danke an Kiwi für den Tipp mit dem grünen Tee!

Versehentliche (wirklich versehentlich!!) Klicks in der Windows-Startleiste auf „Mozilla Firefox“ statt auf „Microsoft Office Word“: ca. 348932 Klicks. Die Symbole sehen ja so ähnlich aus…. *rotwerd*

Frage des Monats: Warum macht AutoKorrektur immerimmerwieder aus „werden“ „warden“.

2. Frage des Monats: Ich studiere seit sechseinhalb UPS! Jahren Sprachwissenschaft – eifrigst – und stosse immer noch auf Begriffe, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Was zum Henker ist ein cognate object? Eigentlich sollte mich das das nicht erstaunen, tut es manchmal aber eben doch. Jedem seine eigene Theorie, jedem seine eigene Begriffswelt, wir sind ja hier in der Wissenschaft ein tolerantes Völkchen, nicht wahr!?!? (Inzwischen weiß ich auch, was ein cognate object ist.)

Schönste Stilblüte der ganzen Arbeit (neben ca. 60 anderen): „Daneben gibt es keine anderen Strategien in der Sprache, um Kausative zu bilden, dennoch sind die Ergebnisse gleich wie bei anderen Prozessen.“ 😀

Sonntag 12.42 Uhr: am Heulen.

Ich liebe meinen Schlussatz, ich bin total verknallt, wirklich! Der Schlussatz ist der schönste Satz dieser Arbeit und ich könnte ihn jeden Tag von neuem lesen, anstarren und bewundern. Er lautet: Light Verbs sind schwer. Der Satz stammt nicht von mir, sondern von einem Dozenten, als ich ihm vor ca. zwei Wochen erzählte, dass es nicht immer einfach ist, für jede einzelne von rund 50 Sprachen und etwas mehr als 200 Beispielen aus den verschiedensten Sprachen zu bestimmen, ob dieses Beispiel noch mit darunter zu fassen ist, oder ob es sich um etwas anderes handelt. Will sagen: Mein Thema ist für einige Sprachen, zum Beispiel Indien, relativ gut erforscht, es gibt jede Menge Literatur und es ist recht einfach darüber zu schreiben. Für (viele) andere Sprachen dagegen war ist 🙂 es fast gänzlich unerforscht und daher eben teilweise ziemlich schwer zu bestimmen. Deshalb die Aussage: Light Verbs sind schwer.

Und deshalb, obwohl ursprünglich nicht von mir, ist dieser Satz mein Tribut an mich selbst, sozusagen mein Siegel, auch und gerade deshalb nach 105 Seiten ernstem wissenschaftlichem Schreibstil. Das musste sein und wegen einem so blöden Satz wird der liebe und geschätzte Herr Professor mir doch hoffentlich sicherlich nicht die Arbeit schlechter bewerten…
Das mit dem wissenschaftlichen Schreibstil ist nämlich manchmal wirklich nicht einfach, denn:

1. Ja, Bloggen versaut den Schreibstil. Is‘ so und wird auch immer so sein. 🙂

2. Bei ca. 80 Seiten Materialsammlung gehen einem irgendwann die Synonyme aus für „In Sprache xy gibt es das Verb z und das macht abc mit dem Satz.“ Naches gibt“, „es findet sich“, „man findet“, „es existiert“ ist dann auch bald schon Schluss und dann wird es echt hart, die Arbeit nicht eintönig werden zu lassen. An dieser Stelle einen großen Dank meine heldenhafte korrekturlesende Mutter, die über 105 Seiten lang ca. 9245 Wiederholungen gekillt hat.

3. „Beispielsweise“, „zum Beispiel“, „wie im Beispiel ersichtlich“ haben noch nie seit ihrer Existenz einen so inflationären Gebrauch erfahren wie in meiner Arbeit. 🙂

****
So 21.45 Uhr: Alles in eins. Aus acht Dateien inkl. Literaturverzeichnis und Anhang mach eine Datei.

Montag 11.30 Uhr Copyshop: Probeausdruck und zjm 24.692. mal Korrekturlesen, ob auch alle Sonderzeichen und Formatierungen stimmen. Alles okay.

Montag 12.30 Uhr beim Bezahlen im Copyshop: Da stimmt doch was nicht… Die Seitenzahlen fangen erst ab Seite 5 an. Kurzer Schreck, dann Schulterzucken. Sowas fällt wohl unter Künstlerpech und ist sehr ärgerlich, deswegen möchte ich aber nicht nocheinmal über 400 Seiten ausdrucken lassen und dafür ein zweites Mal 45 Euro blechen. Und auf dem Deckel steht nicht Ludwig-Maximilians-Universität München, sondern Ludwig-Maxilians-Universität München. Hmpf. Fällt sicherlich keinem auf. Hmpf.

***

An dieser Stelle nochmal ein ganz ganz herzliches Dankeschön an die Bloggergemeinde. Ihr habt – so blöd das klingt – irgendwie auch einen Anteil daran, denn ihr habt mir tagtäglich mit Euren witzigen, interessanten, nachdenklichen und schönen Beiträgen die langen Stunden am Schreibtisch versüßt und Ihr habt irgendwie geschafft, dass ich mich hier nicht ganz so alleine und von der Außenwelt abgeschnitten gefühlt habe. Jedem Einzelnen von daher ein herzliches Dankeschön und Ihr seid mir wirklich sehr sehr ans Herz gewachsen. ♥ ♥ ♥

Ich muss sollte jetzt mal dringend abnehmen und sollte daher meine restlichen Schokoladenvorräte, oder die Reste davon jetzt meistbietend versteigern oder verschenken, allein schon wegen der Wii. Oder ich schicke sie an Kadda, die als nächstes mal wieder mit einer Prüfung dran ist??? 😉

3 Kommentare zu „Danach“

  1. nochmal respekt, ehrlich. tolle leistung 🙂

    und zur schokolade:
    nein, bitte nicht 😀 ich gehe auf wie ein hefekloß! nach der prüfung könnt ihr mich rollen…

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