Schickimicki-Shirt

Bei uns in der schönen Hauptstadt des Schickimicki laufen naturgemäß auch jede Menge Schickimickis herum. Oder jemand hat die warum auch immer auf unsere Straßen, Geschäfte und die Fußgängerzone losgelassen. Oder so jedenfalls.

Unverwechselbares Kennzeichen sind neben Sonnenbrille, Kaugummi a la Paris und Schickimicki-Handtasche auch das Lacoste-Poloshirt (wahlweise auch Jeans- oder sonstige Jacke darüber) mit dem obligatorisch hochgeklappten Kragen. Das ist dann ganz extremst schöck. Wäre der Kragen nicht hochgeklappt bis hoch zur goldenen Sonnenbrille, boah nee! Könnte ja jemand merken, dass das ein „ganz normales“ Lacoste-Poloshirt ist, kein Schickimicki-Shirt (bzw. eine Jeans- oder sonstige Jacke) von Prucci oder Gada. Und ein Schickimicki ohne Schickimicki-Shirt ist einfach kein Schickimicki, da kann man dran drehen und wenden, was man will.

Ich weiß nicht mehr genau, woher dieser Look mit dem hochgeklappten Kragen kommt, kann es sein, dass das in den 80ern ganz in war??? Jedenfalls grassiert das hier wieder seit ein / zwei Jahren, am deutlichsten an der Uni vor dem BWL- und Jura-Gebäuden.
Und blöderweise habe ich eine Mutter, die diesen Look ganz toll findet und jedes Mal, wenn ich meine Jeansjacke anhabe, anfängt, am Kragen herumzufingern, obwohl ich ihr schon hunderttausendmal gesagt habe, dass ich dafür mindestens 20 Jahre zu alt bin. Manchmal… für die Eltern… immer Kind bleiben… aaaaargh!!!!

3 Kommentare zu „Schickimicki-Shirt“

  1. Vor drei Wochen, so circa, war ich schon mal in Münster und sah meinen kleinen Bruder wieder. Mein kleiner Bruder ist 27 und studiert BWL. Und ich sage Dir: nicht nur in MUC ist das so. Auch in Westfalen sehen die so aus. Furchtbar, furchtbar.

    (Vor allem wissen wir nicht, woher er sowas hat. Da scheint es doch zu stimmen, dass das Umfeld einen mehr prägt, als die Eltern das jemals vermögen. Denn von uns hat er das nicht. Dieses Kragen hochstellen und so…)

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  2. Okay, ich hab’s mir schon fast gedacht, dass das grössere Kreise zieht als nur in unserer ach-ich-bin-so-reich-und-schön-Stadt. Liegt es vielleicht am BWL-Studium? Als Gruppenzusammengehörigkeitszeichen? Oder Erkennungsmerkmal: Hey, ich bin auch BWLer? Ich würde wirklich gerne mal wissen, woher dieser föschterliche Trend kommt. Modesünde Nr. 846!

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